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Gold/Silber

Goldpreis gedämpft durch Trump-Fake News-Rally? Die aktuelle Lage

Claudio Kummerfeld

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am

Gold Barren

Der Goldpreis hat es dieser Tage verdammt schwer anzusteigen. Gut sichtbar ist das beim Anstieg um gut 12 Dollar Freitag Nachmittag auf bis zu 1.466 Dollar. Heute früh fiel dieser schöne Aufwärtsmove in sich zusammen. Vor allem heute früh ging Gold nochmal 5 Dollar nach unten, als der Caixin-Einkaufsmanagerindex für China eine bessere Konjunkturlage andeutete. Was gut ist für Aktien und Öl, ist schlecht für die „Krisenwährung“ Gold.

Wieder dunkle Wolken in China?

Und so fiel der Goldpreis heute wieder auf bis zu 1.454 Dollar im Tief. Aktuell notiert er bei 1.459 Dollar. Nachdem die USA letzte Woche mit Gesetzen die Protestanten in Hongkong unterstützten, hat China heute nämlich Sanktionen gegen die USA erlassen. Zwar ist das nichts Ernstes, aber die Gemengelage wird doch etwas angespannter, und der Goldpreis kann sich ein wenig freuen. Ab sofort dürfen US-Kriegsschiffe demnach nicht mehr in Hongkong Zwischenstation machen. Und es seien Strafmaßnahmen im Gange gegen US-Organisationen. Dabei könnte es sich zum Beispiel um Human Rights Watch handeln. Wie gesagt, nichts Weltbewegendes. Aber die Lage wird gerade etwas angespannter.

Goldpreis wird am Steigen gehindert

Warum kann der Goldpreis im etwas größeren Bild nicht so richtig durchstarten auf höhere Niveaus von vielleicht 1.470 oder 1.480 Dollar? Nun, der US-Dollar ist seit Wochen relativ stark, auch wenn er die letzten Minuten ein wenig schwächelt. Gleichzeitig ist die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen übers Wochenende von 1,76% auf 1,84% gestiegen. Und die US-Aktienmärkte haussieren immer weiter. Schon letzte Woche hatten wir über die Korrelation zwischen US-Aktien und Gold berichtet. Erst heute Vormittag kratzte zum Beispiel der S&P 500 mal wieder auf Allzeithoch. Auch wenn er jetzt wie der Dow etwas schwächelt, so bleiben die Aktienmärkte in den USA auf einem extrem hohen Niveau. Aktien, Renditen und US-Dollar, all das drückt gegen einen möglicherweise steigenden Goldpreis!

Einen sehr interessanten Kommentar zur Korrelation zwischen Handelskrieg, Aktien und Gold hat Egmond Haidt am Wochenende präsentiert. Donald Trump sorge mit ständigen Fake News für gute Laune, damit die US-Aktienmärkte weiter steigen könnten. Wirkliche Fortschritte in den Verhandlungen mit den Chinesen gäbe es aber nicht. Das bedeutet: Eine negative Überraschung ist jederzeit möglich, und damit auch ein plötzlich steigender Goldpreis. Hier ein kurzer Auszug aus dem Kommentar von Egmond Haidt:

Meiner Meinung nach gibt es praktisch keinerlei Fortschritte im Handelskrieg, sondern nur die alltäglichen Behauptungen – also Fake News – von US-Präsident Donald Trump und seinen Kabinettsmitgliedern, deren einziger Zweck es ist, den US-Aktienmarkt immer weiter nach oben zu treiben. An dessen Höhenflug misst Trump den angeblichen Erfolg seiner Politik.

Der Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage
Der Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage.

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    BrettonWood

    2. Dezember 2019 15:04 at 15:04

    Kann man so sehen, man kann aber auch ganz ganz nüchetern Feststellen das der Gold Preis noch nie so hoch war (knapp ukter AtH in vielen Währungen) während dem viele indizes auch auf ATH stehen….

    Insofern könnte man auch sagen Gold ist verdammt stark und will einfach nicht fallen obwohl es fundamental müsste Dollar Index auf ATH, Indizes auf ATH, Bonds fast auf ATH, wer kauft da noch Gold?

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Charttechnik bei Dow, Nasdaq und Silber

Redaktion

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Gold/Silber

Gold: Rekorddaten und Ausblick für 2021 durch World Gold Council

Jörg Bernhard

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Für das abgelaufene Jahr meldete der World Gold Council (WGC) diverse Rekorde im Marktsegment der Gold-ETFs und kommunizierte zudem seinen Ausblick zur Entwicklung der Goldmärkte im Jahr 2021.

Gold: Rekordlaune bei Investments in ETFs

Bedingt durch die Coronakrise haben verunsicherte Investoren im Jahr 2020 in großem Stil Gold in Form von physisch hinterlegten ETFs gekauft. Im September kletterten zum Beispiel die Goldbestände von insgesamt 83 erfassten ETFs auf 3.880 Tonnen und einen Marktwert von insgesamt 235,4 Milliarden Dollar. Beide Werte stellten einen neuen Rekord dar. Zum Jahreswechsel stellten sich Werte von 3.751,5 Tonnen bzw. 228,1 Milliarden Dollar ein.

Ein weiteres Allzeithoch wurde aber auch bei den registrierten Gold-Zuflüssen registriert. Mit 877,1 Tonnen Gold wurde der Vorjahreswert in Höhe von 398,3 Tonnen um 120 Prozent und das im Jahr 2009 erzielte bisherige Allzeithoch in Höhe von 649 Tonnen um 35 Prozent übertroffen. In Nordamerika waren Gold-ETFs übrigens besonders stark gefragt. Dort erhöhten sich die Bestände dieser Form von Papiergold innerhalb eines Jahres um 563,3 Tonnen. Der zweitstärkste Appetit war mit 259,9 Tonnen in Europa auszumachen, womit diese beiden Regionen fast 94 Prozent der weltweiten ETF-Nachfrage repräsentiert haben.

Ausblick für 2021 tendenziell optimistisch

In einem weiteren Statement veröffentlichte der WGC seinen Ausblick für das Jahr 2021. Dessen Analysten gehen davon aus, dass Investoren dauerhaft niedrige Zinsen in riskantere Anlageklassen locken könnte. Weil dies mit steigenden Haushaltsdefiziten, wachsenden Inflationssorgen und hohen Aktien-Bewertungen einhergehen dürfte, rechnet die internationale Interessenvertretung der Goldminenindustrie mit einer stabilen Investorennachfrage, während die Konsumentennachfrage dank einer wirtschaftlichen Erholung anziehen könnte.

Die Performance des Goldpreises hängt laut WGC von insgesamt vier Faktoren ab, von denen zwei von strategischer und zwei von taktischer Natur seien. Zur erstgenannten Gruppe gehören das wirtschaftliche Wachstum sowie das Maß an Verunsicherung. Von taktischer Bedeutung seien die Opportunitätskosten und das Momentum.

Fazit

Der WGC rechnet für 2021 mit einer positiven Performance von Gold, wenngleich in gedämpfter Form. Als wichtigsten Grund für diese Erwartungshaltung wurde die Aussicht auf eine höhere Konsumentennachfrage in China und Indien, gefolgt von der Chance auf dauerhaft niedrige Zinsen und dem damit verbundenen Wegfall von Opportunitätskosten (Zinsverzicht bei Gold) genannt.#

Hier finden Sie zusätzliche Informationen des World Gold Council..

Gold dürfte auch 2021 gesucht sein

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