Gold/Silber

300 Dollar Gewinn seit November Goldpreis im Aufwind – die Gründe

Der Goldpreis kann seit November gut 300 Dollar zulegen. Die Hoffnung auf das Ende der Zinsanhebungen ist spürbar.

Ein Barren Gold

Der Goldpreis legt nun eine wochenlange Aufwärtsstrecke hin, Anfang November begonnen bei 1.630 Dollar, bis jetzt auf 1.927 Dollar. Schauen wir auf den Chart, der bis März 2022 zurückreicht. Wir sehen als blaue Linie den steigenden Goldpreis, dazu in orange den angehobenen Leitzins der Fed, der nun bei 4,50 % angekommen ist. Interessant: Man beachte die parallel zum Leitzins mit gestiegene Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen (türkis). Seit Anfang November hat sie den Rückwärtsgang eingelegt und sich damit vom Leitzins abgekoppelt – ein Zeichen dafür, dass der Markt so langsam das Ende des Zinserhöhungszyklus der Fed sieht. Und siehe da: Die Umkehr in der Rendite und der Beginn des wochenlangen Anstiegs im Goldpreis fallen zeitlich exakt zusammen. Je weniger Zinsauftrieb, desto besser für das zinslose Gold.

Goldpreis-Kursverlauf gegen US-Anleiherendite und US-Leitzins

Blicken wir auf aktuelle Kommentare von Bloomberg. Der Goldpreis hat sich in der Nähe eines Achtmonatshochs stabilisiert, da schlechte Unternehmensgewinne und Entlassungen die Sorge vor einer Rezession verstärkt haben. Der Goldpreis ist nun auf dem Weg zu einem Wochengewinn. Gold hat sich seit Anfang November erholt, da es Anzeichen dafür gab, dass die US-Notenbank weniger aggressiv agieren würde, was zu einem Rückgang des Dollars und der Renditen von Staatsanleihen führte. Händler beobachten die US-Daten auf Anzeichen für eine Abschwächung der Wirtschaft, die die Zentralbank zu einer Zinssenkung noch in diesem Jahr zwingen könnte.

Die stellvertretende Vorsitzende der US-Notenbank, Lael Brainard, die als politische Taube gilt, sagte, dass die Zinssätze in den USA eine Zeit lang hoch bleiben müssen, um die Inflation abzukühlen, während die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, versprach, in ihren Bemühungen nicht nachzulassen, den Preisanstieg wieder auf das Ziel von 2 % zu begrenzen. In Japan erreichte die Inflation zum ersten Mal seit mehr als vier Jahrzehnten 4 %.

Die Wirtschaftsdaten aus den USA zeichneten diese Woche ein gemischtes Bild. Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung ist den am Donnerstag veröffentlichten Daten zufolge unerwartet auf den niedrigsten Stand seit September gefallen, was die Stärke des Arbeitsmarktes unterstreicht. Zuvor waren in dieser Woche die Einzelhandelsumsätze und die Erzeugerpreisinflation zurückgegangen.

FMW/Bloomberg/Chart TradingView



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2 Kommentare

  1. Da ich in Euro rechne, sieht es etwa schlechter aus. Aber fasst 10% steuerfreien Kapitalertrag in den letzten 12 Monaten, und fasst 60 % seit 2019 ist ja auch nicht schlecht.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. Pingback: Aktuelle Meldungen und Videos vom 24. Januar 2023 | das-bewegt-die-welt.de

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