Gold/Silber

Goldpreis hält sich nach Fed-Angst, Ölpreis schwächelt

Ein Barren Gold

Der Ölpreis schwächelt weiter, und der Goldpreis zeigt sich robust. Gestern war ein turbulenter Tag, auch noch gestern Abend dank der Fed. Schauen wir uns die aktuelle Lage und die aktuell beeinflussenden Faktoren für Öl und Gold an.

Fed-Aussagen drückten gegen den Goldpreis – dennoch robust

Gestern Abend wurden die jüngsten Aussagen des FOMC-Protokolls der Federal Reserve bekannt. Markus Fugmann hat die Aussagen der Fed heute besprochen (hier das Video). Es ging um die Andeutung der Möglichkeit einer Reduzierung der Anleihekäufe (Tapering), und ob man darüber möglicherweise in den nächsten Sitzungen diskutieren könnte. Daniel Briesemann von der Commerzbank sagt heute dazu, dass die Fed von einer Zinsanhebung aber noch weit entfernt sei.

Trotzdem machte die Fed die Gold-Bullen gestern Abend nervös, und der Goldpreis fiel von 1.879 auf 1.863 Dollar. Heute zeigt er sich aber robust auf Niveaus um die 1.870 Dollar. Im Chart sehen wir den Kursverlauf von Gold in den letzten zehn Tagen. Es bleibt noch ein Aufwärtstrend, auch wenn es immer noch ein wackliger Anstieg ist. Heute um 14:30 Uhr werden in den USA wöchentliche Arbeitsmarktdaten und der PhillyFed-Index verkündet. Diese Daten können auch dem Goldpreis einen neuen Impuls geben.

Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage

Ölpreis schwächelt

Gestern rauschten die Kryptowährungen brutal in den Keller, allen voran der Bitcoin. Auch der Aktienmarkt war nervös. Bei einer Fed, die womöglich die Zügel straffer anzieht, kommen sofort Konjunkturängste auf. Und da hat man auch sofort Angst um die Nachfrage nach Öl – und so schwächelt derzeit der Ölpreis im Tandem mit dem Aktienmarkt. WTI-Öl fiel seit vorgestern um mehr als 4 Dollar auf aktuell 62,42 Dollar. Eugen Weinberg von der Commerzbank erwähnt aktuell zum Thea Öl, dass die zunehmende Risikoaversion der Anleger und eine mögliche Annäherung im Atom-Streit zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise gestern stark unter Druck gebracht habe.

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Die DOE-Lagerdaten hätten den Preisverfall nicht aufhalten können. Dabei sind laut DOE vor allem die Lagerbestände von Ölprodukten deutlich stärker gefallen als erwartet, trotz höherer Importe und einer höheren Raffinerieauslastung, so Eugen Weinberg. Die Benzinnachfrage ist in der letzten Woche erstmals seit März 2020 auf über 9,2 Mio. Barrel täglich gestiegen, die Benzinvorräte gingen um 2 Mio. Barrel zurück. Allerdings sei dabei der Sondereffekt des Ausfalls der Colonial-Pipeline, der wohl einen Einfluss auf die Daten hatte, schwer abzuschätzen. Man halten die Ölpreise aus fundamentaler Sicht auf dem aktuellen Niveau für gut unterstützt, so seine Bewertung.



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