Gold/Silber

Goldpreis – höchster Stand seit sechs Jahren!

Der Goldpreis ist heute auf den höchsten Stand seit sechs Jahren gestiegen – was die Preise immer weiter in die Höhe treibt, sind die Sorgen vor einer globalen Rezession, ausgelöst auch durch den Handelskrieg zwischen den USA und China. Vor allem die immer schlechter werdenden Wirtschafts-Daten aus Deutschland, der (ehemaligen) Wachstumslokomotive Europas, befeuern die Rally im Goldpreis – heute fiel der ZEW Index mit -44,1 geradezu ins Bodenlose.

Die Logik, warum der Goldpreis steigt, ist simpel: schwache Konjunkturdaten zwingen die Notenbanken weltweit zu Zinssenkungen oder zur Wiederaufnahme des Quantitative Easing, also dem Kauf von Anleihen. Diese Aufweichung der Geldpolitik sorgt für eine weitere Zunahme der Geldmenge, was das nicht beliebig vermehrbare Gold als Hafen attraktiver macht, zumal der Nachteil des Goldes – nämlich keine Verzinsung zu bieten – durch sinkende Zinsen immer geringer wird.

Neben den Rezessionsorgen wirken als Treiber für den Goldpreis auch die globalen Notenbanken, die zuletzt ihre Bestände an Gold deutlich ausgebaut hatten.

Ein noch besseres Investment, als Gold physisch oder als Derivat zu kaufen, waren zuletzt vor allem Aktien von Goldminen-Firmen. Und das vor dem Hintergrund, dass etwa ein Warren Buffett mit den Cash-Beständen, die der Großinvestor derzeit hält (ca. 110 Milliarden Dollar), sämtliche Goldminen aufkaufen könnte! Alleine die Marktkapitalisierung von Apple betrug kürzlich (als Apple auf Allzeithoch notierte und der Goldpreis tiefer als derzeit handelte) das achtfache aller Goldminen-Aktien.

Die Rally der Goldminen-Aktien war zuletzt spektakulär:

 

Goldpreis – schon zu viel Euphorie?

 

Entscheidend bei solchen Zahlen – die sich naturgemäß dynamisch verändern – ist die Tatsache, wie viel Geld vorhanden ist, und vor allem wie wenig davon bislang in Gold geflossen ist. Also auch noch fließen kann..

Viele Hedgefunds sind bereits long positioniert:

Die starke Long-Positionierung ist jedoch häufig ein kurzfristiger Kontraindikator – in einem größeren Zeitfenster wäre jedoch auch hier bis zu einer totalen Euphorie noch viel Platz:

 

Wichtig: Die US-Renditen

Wichtig für den Goldpreis sind auch die Renditen amerikanischer Staatsanleihen, die derzeit im Sinkflug sind. Zwar könnte hier demnächst eine Gegenbewegung anstehen, aber der Trend bleibt klar abwärtsgerichtet. Auch US-Staatsanleihen könne sich dem Sog der Negativrenditen nicht entziehen – und dürften daher den schon weitgehend negativen Renditen bei europäischen Staatsanleihen bald weiter nach unten folgen:

Und das sind gute Nachrichten für den Goldpreis – denn fallende US-Renditen bedeuten tendentiell steigende Preise für Gold..

 

Der Goldpreis profitiert von den Sorgen um eine bevorstehende Rezession



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