Gold

US-Daten rücken in den Fokus Goldpreis im Fokus: Warum die Märkte jetzt genau hinschauen

Goldbarren im Edelmetalltresor der Pro Aurum KG in München. Foto: Andreas Gebert/Bloomberg

Der Goldpreis steht vor neuen Impulsen: Während Gold nach einer starken Rallye konsolidiert, richten sich die Blicke der Märkte gespannt auf den Arbeitsmarkt und die nächsten Signale der Fed. Entscheidend wird sein, ob neue US-Daten den Weg für weitere Zinssenkungen ebnen – und damit dem Goldpreis weiteren Auftrieb in Richtung seines Rekordhochs verleihen.

Goldpreis: Rücksetzer vor US-Daten

Der Goldpreis hat nach fünf Tagen mit Gewinnen wieder nachgegeben, da Anleger vor einer Reihe wichtiger US-Konjunkturdaten in dieser Woche Zurückhaltung übten. Die Daten vom Arbeitsmarkt und der Inflation dürften neue Hinweise darauf liefern, wie groß der Spielraum der US-Notenbank Federal Reserve für weitere Zinssenkungen ist.

Der Preis für Gold lag zuletzt bei rund 4.280 US-Dollar je Feinunze und damit etwa 100 Dollar unter dem im Oktober erreichten Rekordhoch. Zwar hatte die Fed die Zinsen in der vergangenen Woche erneut gesenkt, doch seitdem äußerten sich mehrere Notenbanker uneinheitlich zur Notwendigkeit weiterer Zinsschritte im Jahr 2026.

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„Wiederholte Gewinnmitnahmen nahe der Oktober-Hochs sorgen für ein schwankendes Marktbild. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass Käufer bei jedem Rücksetzer schnell wieder einsteigen“, erklärte Hebe Chen, Senior-Marktanalystin bei Vantage Markets in Melbourne. „Die hohe Verkäuferdichte nahe den Allzeithochs deutet weniger auf schwindende Überzeugung hin, sondern vielmehr auf eine gesunde Konsolidierung des Goldpreises.“

Gold: Goldpreis Rücksetzer vor US-Daten - Fed und Arbeitsmarkt im Fokus
Im Vorfeld wichtiger US-Daten notiert der Goldpreis in der Nähe seiner Rekordstände

Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten im Fokus

Die in dieser Woche erwarteten US-Wirtschaftsdaten sollen eine Informationslücke schließen, die durch den jüngsten Regierungsstillstand entstanden ist. Am Dienstag werden die verschobenen monatlichen Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Ökonomen rechnen mit einem Stellenzuwachs von rund 50.000 sowie einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent – ein Hinweis auf einen schwachen, jedoch nicht abrupt einbrechenden Arbeitsmarkt. In diesem Umfeld könnte erneut das Narrativ „schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“ an Bedeutung gewinnen, da schwächere Konjunktursignale die Erwartungen an weitere Zinssenkungen befeuern würden.

Selbst eine moderate Abschwächung bei den US-Arbeitsmarktdaten würde das Argument für weitere Zinssenkungen stärken, schrieb Morgan-Stanley-Stratege Michael Wilson in einer Analyse. Niedrigere Zinsen wirken sich in der Regel positiv auf den Goldpreis aus, da Gold keine laufenden Zinsen abwirft. Zusätzlich werden im Laufe der Woche mehrere Fed-Vertreter sprechen, während am Donnerstag neue Inflationsdaten anstehen.

Der Goldpreis ist in diesem Jahr bereits um mehr als 60 Prozent gestiegen, während sich der Silberpreis mehr als verdoppelt hat. Damit steuern beide Edelmetalle auf ihre beste Jahresperformance seit 1979 zu. Getrieben wurde die Rally vor allem durch hohe Käufe der Zentralbanken sowie starke Zuflüsse in goldgedeckte ETFs. Laut World Gold Council sind die Bestände dieser Fonds in jedem Monat dieses Jahres – mit Ausnahme des Mai – gestiegen.

Zuletzt fiel der Goldpreis in London um 0,5 Prozent auf 4.280,93 US-Dollar je Feinunze. Das Allzeithoch lag im Oktober bei 4.381,52 Dollar. Silber verlor 1,7 Prozent, nachdem es zuvor um 3,4 Prozent zugelegt hatte. Platin stieg um 0,5 Prozent, während Palladium kaum verändert notierte. Der Bloomberg Dollar Spot Index zeigte sich nahezu unverändert.

FMW/Bloomberg



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5 Kommentare

  1. Wird Goldverkauf immer mehr behindert? Goldverkäufer unter Geldwäscheverdacht? Will man den Menschen das „Goldsparen“ ausreden?

    https://on.orf.at/video/14303686/16000373/herkunftsnachweis-fuer-goldverkauf-noetig

  2. Ich glaube, die CME treibt wieder was mit den Margen (Bei Silber):

    https://www.cmegroup.com/notices/clearing/2025/25-370.html

    Wenn das stimmt, fände ich das etwas eigenartig, weil der größte Liefermonat liegt ja hinter uns.

  3. Columbo
    Das ist mal wieder nur die halbe Wahrheit.
    Banken verlangen in der Regel Kaufnachweise.
    Goldhändler nicht.

    …Wo Sie Ihre Goldschätze gekauft haben, ist für den Edelmetallhändler nicht von Belang. Deshalb können Sie dort Ihr Gold ohne Herkunftsnachweis verkaufen…

    https://www.goldsilbershop.de/ankauf/gold-ohne-herkunftsnachweis-verkaufen.html

    Aber- natürlich ist es wichtig, die Rechnungen zu verwahren, denn jeder Edelmetallkauf ist nach spätestens
    10 Jahren gegenüber Behörden anonym, denn dann hat auch der Händler seine Geschäftsunterlagen vernichtet.
    Wer prüft übrigens, ob eine Rechnung beim Verkauf mehrmals als Eigentumsnachweis verwendet wird?
    Zusammenfassend:
    Typisches Verwirrungsvideo eines ÖRR.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Auch Edelmetallhändler verlangen angesichts der sich verschärfenden Geldwäschegesetze beim Goldankauf zunehmend namentliche Einkaufsrechnungen.
      Ist ja auch logisch: Wer das Bargeld abschaffen will, muß auch den Goldhandel einschränken.
      Wer in Zukunft keine namentliche Rechnung hat, wird wohl auf seinem Gold sitzen bleiben(oder auf dem Schwarzmarkt zu überteuerten Preisen verkaufen müssen).
      Bei kleinen Mengen nicht weiter schlimm, die sind ja eher nur für extreme Notfälle gedacht und werden meist immer wieder weiter vererbt.

      1. Wird das bei Bitcoin auch gemacht?

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