Folgen Sie uns

Gold/Silber

Goldpreis in Euro auf Allzeithoch – in US-Dollar höchster Stand seit sechs Jahren

Redaktion

Veröffentlicht

am

Mit 1.392 Euro wurde heute im Goldpreis ein neues Allzeithoch erreicht, wenn man ihn in Euro berechnet. Im folgenden Chart sieht man den Goldpreis in Euro seit dem Jahr 2006 – das Hoch im Jahr 2012 wurde heute knapp überschritten.

Goldpreis in Euro seit 2006

Hausse im Goldpreis auch in US-Dollar

Auch in US-Dollar gerechnet (Hauptwährung gegen das Edelmetall) ist der Goldpreis zuletzt sehr gut gelaufen. Im folgenden Langfristchart sieht man aber, dass das Hoch aus 2011 bei 1.919 Dollar noch lange nicht erreicht wurde. Aktuell notiert der Kurs nämlich bei 1.530 Dollar. Dennoch ist es in Dollar der höchste Preis seit 2013 für das Edelmetall. Und alleine seit Mai konnten die Dollar-Anleger 230 Dollar Gewinn machen mit einer Anlage in Gold.

Goldpreis in US-Dollar seit 2006

Handelskrieg und Negativzinsen

Wie der Schweizer Franken und der japanische Yen gilt Gold nun mal als Fluchtwährung in unsicheren Zeiten. Und der Handelskrieg spült die Anleger regelrecht in Richtung Gold. Ebenso lassen die zunehmenden Negativzinsen den Goldpreis immer weiter ansteigen. Nullzins + Inflation ergeben für Anleger in Zinsanlagen eine Negativrendite, also Verluste. Dann doch lieber Gold kaufen? Und derzeit nehmen Anleger vor schon mal vorweg, dass vor allem im September von Europa (EZB) die nächste große Runde von Zinssenkungen auf die ganze Welt ausstrahlen wird. Denn viele andere Notenbanken werden mitmachen wollen/müssen. Auch der Druck auf die Fed ist groß weiter zu senken, auch wenn Jerome Powell sich noch ziert.

Der Goldpreis in Euro läuft deswegen besser, weil der US-Dollar gegenüber dem Euro stärker da steht. Man schaue hierzu diesen Chart seit 2006. Euro vs US-Dollar tendiert langfristig schwächer. Schauen Sie dazu auch gerne den folgenden Artikel mit Erklär-Video. Und die weitere Tendenz im Goldpreis? Tja, wohl weiter steigend? Wenn die Notenbanken so weiter machen, und wenn der Handelskrieg weiter so eskaliert! (das ist natürlich keine Kaufempfehlung)

Euro vs USD seit 2006

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    26. August 2019 17:18 at 17:18

    Wenn man die Charts vom MSCI World und Gold der letzten zwanzig Jahre vergleicht, hat Gold den Msci um ca. 100% outperformt. Von wegen besserer Aktienrendite.

    • Avatar

      Columbo

      26. August 2019 17:34 at 17:34

      Sorry, Fehler!🙈
      Hab nicht den MSCI World gemeint, sondern Warren Buffets Berkshire Hathaway.

  2. Avatar

    Wolfgang M.

    26. August 2019 18:41 at 18:41

    @Columbo, sorry, aber das ist ein absolut zweifelhafter Vergleich (die 20-Jahresperiode zwischen Gold und Berkshire Hathaway) und zwar deshalb, weil der Goldpreis zu diesem Zeitpunkt ein absolutes Tief ausgebildet hatte. Ein Absturz von 751 Dollar im Jahr 1980 auf 236 Dollar im Jahr 1999. Dann kam der Hype bis auf 1900 Dollar im Jahr 2011, der Absturz und jetzt wieder das Hoch von über 1500 Dollar.
    Die A-Aktie von Berkshire Hathaway kostet jetzt um die 320 000 $, 2009 um die 80 000 $, fast genauso viel wie im Jahre 1999, einem Durchhängerjahr, deshalb die schöne Outperformance von Gold. Aber seit 1995 ging es schon um 1000 Prozent mit der Aktie nach oben. Seit Gold im Jahr 1980 bei 751 Dollar stand, um mehrere 1000 Prozent. Seit 1964, dem Start von Warren Buffett von 18 auf jetzt 300 000 Dollar, ein Performance von weit über einer Million Prozent. Es ist müßig nach einem Asset zu suchen, das die Performance von Berkshire Hathaway langfristig geschlagen hat, außer man sucht sich die richtige Periode aus.
    Gold ist eine super Versicherung zu bestimmten Krisenzeiten, aber gegen die Aktienperformance von globalen Indizes der letzten Jahrzehnte ohne Chance. (ausgenommen Japan seit 1989)
    Auch wenn ich glaube, dass die Zeit von Gold im jetzigen Umfeld gekommen ist.
    Grüße nach Südtirol

  3. Pingback: Goldpreis in Euro auf Allzeithoch - in US-Dollar Hoch seit sechs Jahren - finanzmarktwelt.de - Counternet News

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Gold/Silber

Goldpreis auf wackligen Beinen – morgen weitere Abwertungsgefahr?

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich aktuell weiter stark anfällig. Die gesamte letzte Woche ging es fast schon komatös seitwärts im Gold um das Kursniveau von 1.850 Dollar herum. Dann ab Freitag Mittag ging es auch wegen US-Konjunkturdaten bergab auf 1.828 Dollar bis Freitag Abend. Heute Nacht zum Wochenstart dann folgte der Absacker im Goldpreis auf 1.810 Dollar, von dem sich der Markt bis jetzt wieder etwas erholt hat auf 1.833 Dollar.

Aber die Lage bleibt labil. Vor allem muss man sehen, dass neben den Renditen für US-Staatsanleihen (hier ein Vergleich) seit einigen Tagen der US-Dollar immer weiter an Stärke gewinnt. Seit November 2020 befindet sich der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere wichtige Währungen) im Abwärtstrend. Der Index fiel seit November von 94,29 auf 89,16 Indexpunkte bis zum 6. Januar 2021. Dann trat die Kehrtwende ein, und der Index stieg bis jetzt auf 90,83 Punkte. Daran erkennt man die leichte neue Stärke im US-Dollar. Das ist schlecht für den Goldpreis. Denn alles was in US-Dollar gehandelt wird, schwächelt tendenziell, wenn der Dollar ansteigt – und umgekehrt. Im folgenden Chart sehen wir als blaue Linie seit dem 5. Januar den steigenden US-Dollar gegen den fallenden Goldpreis in rot-grün.

Goldpreis morgen vor weiterem Absturz?

Wird der Goldpreis morgen weiter fallen? Möglich ist das, aber keinesfalls sicher. Der Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank erwähnt in seinem ganz frischen Kommentar zu Gold, dass die ehemalige Fed-Chefin und neue US-Finanzministerin Janet Yellen morgen im US-Kongress sprechen wird. Wie im Vorfeld durchgesickert sein soll, werde Janet Yellen eine Rückkehr der Biden-Administration zur Wechselkurspolitik vorheriger Regierungen vor Trump verkünden, nämlich die Wechselkurse wieder allein den Märkten zu überlassen.

Inwieweit dies den Goldpreis beeinflusse, werde laut Carsten Fritsch stark von der Richtung abhängen, die der US-Dollar daraufhin einschlägt. Verbale Interventionen zur Abschwächung des US-Dollar wie unter Donald Trump häufig geschehen, dürften allerdings der Vergangenheit angehören, so seine Meinung. Kann diese neue Passivität also bedeuten, dass die Märkte den US-Dollar positiver sehen, weil die US-Regierung nicht mehr auf eine Abwertung drängt? Ein weiter steigender US-Dollar könnte den Goldpreis daher eventuell weiter schwächen, zumindest auf Sicht der nächsten Tage.

Chart zeigt Vergleich von US-Dollar gegen Goldpreis seit dem 5. Januar

weiterlesen

Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

weiterlesen

Gold/Silber

Rüdiger Born: Charttechnik bei Dow, Nasdaq und Silber

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Ganz so einfach ist die Lage bei Dow Jones, Nasdaq und Silber derzeit nicht. Schauen wir genauer auf die Charts im folgenden Video.

Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

BORN-4-Trading – Trading-Ideen kostenfrei aufs Smartphone! Aktuelle Trading-News, Handelsideen und Trader-Know-how, Rüdiger Born sendet seine Einschätzungen direkt auf Dein Smartphone, entweder als Video- oder Voice-Nachricht oder einfach als schneller Text mit Bild. Welche Märkte kann man handeln, wo gibt es interessante aktuelle Trading-Setups, wo wären Einstiege möglich oder aber Stopps sinnvoll? Brandaktuell, überall und in gewohnt professioneller und spritziger Art. Klicke dazu einfach an dieser Stelle.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage