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Goldpreis in Euro – Rekordjagd unter dem Radar

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Gold Barren

Gut zwei Drittel der Deutschen besitzen Gold und nur 16 Prozent Aktien. Warum die Medien dennoch DAX & Co. mehr Aufmerksamkeit schenken? Mit 1.462 Euro pro Unze erreicht der Goldpreis zum Wochenschluss einen neuen Rekordstand. Seit Jahresbeginn verzeichnet das gelbe Edelmetall somit bereits einen Kurszuwachs von knapp sieben Prozent (+6,84 %).

Goldpreis in Euro überflügelt die Wertentwicklung der Aktienmärkte

Für die letzten zwölf Monate schlagen Gewinne von 26 Prozent zu Buche. Im Fünfjahresvergleich sind es 38 Prozent, zur Vordekade 78 Prozent und seit dem Jahr 2000 stolze 420 Prozent. Dies entspricht einer durchschnittlichen Jahresrendite von 8,7 Prozent – steuerfrei bei Anlagegold. Natürlich gab es in den letzten zwei Dekaden auch Phasen stark rückläufiger Notierungen, aber erst, nachdem sich der Goldpreis vervielfacht hatte und die Geld- und Fiskalpolitiker die Bürger nach der Finanzkrise in trügerischer Sicherheit wogen. Daraufhin veräußerten vor allem US-Anleger große Teile ihrer zu Absicherungszwecken zuvor erworbenen Goldbestände. Wie sich nun jedoch herausstellt, basierend auf falschen Annahmen. In Europa war diese Überzeugung der überstandenen Krise auf Grund der permanent schwelenden Euro-Krise nicht so stark verbreitet und Gold gewann trotz der Beruhigungspillen europäischer Politiker immer mehr an Popularität.

Goldpreis in Euro im Chartverlauf

Bemerkenswert ist, dass die nach wie vor postulierte Warnung vieler Wirtschaftsjournalisten und Anlageberater vor der gefährlich hohen Schwankungsbreite beim Goldpreis im Vergleich zu den Aktienmärkten in den letzten 20 Jahre nur zwei Mal zutraf: während der Korrekturphase zwischen Oktober 2012 und Dezember 2013 (15 Monate) und zwischen Juli 2016 und September 2018 (26 Monate). Damit war dieses häufig vorgebrachte Abschreckungsargument gegen Gold in den letzten beiden Dekaden für 83 Prozent des Zeitverlaufs unzutreffend.

Schaut man sich die aktuelle Volatilität (Schwankungsbreite) für den deutschen Leitindex DAX an, so notiert diese bei 14,3 Prozent pro Jahr. Der Goldpreis in Euro weist trotz höherer Jahresrendite eine weniger als halb so hohe Schwankungsbreite von aktuell 6,8 Prozent pro Jahr auf. Diese Tatsache ist sogar mit bloßem Auge erkennbar:

Dax vs Gold im Chartverlauf

Sie sollten sich für Ihre Goldinvestments schämen

Interessant ist, dass sowohl in den digitalen als auch in den Printmedien jeder neue Rekordstand an den Aktienmärkten, zuletzt beim DAX, gefeiert wird. Jedes Mal bekomme ich von sämtlichen großen Nachrichtenagenturen, Börsenmagazin-Apps und sogar dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk Push-Meldungen auf mein Smartphone, sobald der DAX einen neuen Rekordstand erreicht. Tut dies der Goldpreis in der Währung, die für mich als Deutscher relevant ist, also in Euro, herrscht absolute Funkstille auf meinem Handy. Und das, obwohl viereinhalb Mal mehr Deutsche Gold besitzen als Aktien.

Lediglich die FAZ berichtet aktuell in einem tendenziösen (kostenpflichtigen) Artikel mit dem Titel „Was Sie über Gold wissen sollten“ über den „Goldrausch in Deutschland“. Gold sei sinngemäß nur für einen Zweck gut: für den Weltuntergang. Ein solches Szenario könne doch wohl niemand ernsthaft herbeisehnen. Als Goldanleger fühlt man sich nach der Lektüre dieses FAZ-Artikels gar nicht gut. So zum Beispiel nach diesem Satz vom FAZ-Wirtschaftsredakteur Mark Fehr: „Trifft ein solches Schreckensszenario ein, würde wohl selbst dem eingefleischtesten Goldfan der Jubel über einen satten Kursgewinn seines Investments im Halse stecken bleiben“. Würg.

Den Wirtschaftsjournalisten, die Gold immer noch missverstehen oder gar eine emotionale Abneigung entgegenbringen, sei gesagt, dass der Verzicht auf die ultimative Krisenwährung den Deutschen mehr Nach- als Vorteile brächte. Gold ist nicht der Verursacher der Krise, sondern sorgt dafür, dass die deutsche Bevölkerung im Ernstfall finanziell nicht nackt dasteht und es in unserem Land nach möglichen heftigen Verwerfungen auch relativ schnell wieder aufwärtsgehen kann. Dies ist doch auch im Interesse der deutschen Eliten und im Interesse des wirtschaftlichen Überlebens ihrer Presseorgane. Oder etwa nicht?

Einerseits ist die Abneigung einiger Wirtschaftsmedien gegenüber der Rekordjagt beim Goldpreis verständlich, signalisiert dieser schließlich die zunehmenden Risse in dem System, in dem sie seit Jahrzehnten gut leben. Anderseits gelten dieselben preistreibenden Faktoren auch für die gefeierten Höchststände an den Aktienmärkten: die Niedrigzinspolitik mit sogar negativen Realzinsen in den bedeutendsten Volkswirtschaften sowie eine rekordhohe Geldversorgung durch die Notenbanken als ultimatives Notfallmittel zur Aufrechterhaltung des überschuldeten Wirtschaftssystems. Gold ist ebenso wie andere Vermögenswerte nur ein Fieberthermometer – nicht die Krankheit.

In der Geldanlage kommt man an Gold nicht mehr vorbei

Anders als viele Wirtschafts- und Börsenmedien es suggerieren, ist die Beimischung von Gold in den Vermögensmix in Anbetracht der Umstände absolut sinnvoll. Das von mir bereits des Öfteren vorgestellte Cantillon-Portfolio beinhaltet neben Aktien, Staatsanleihen und REITs auch ein Viertel physisches Gold in Euro (Xetra-Gold). Das Portfolio besteht aus lediglich fünf Exchange Traded Funds (ETF). Die relativ hohe Beimischung des gelben Edelmetalls hat eine signifikanten Outperformance des Gesamtportfolios gegenüber den deutschen Standardaktien und sogar gegenüber dem Weltaktienmarkt sowie dem US-Leitindex S&P 500 ermöglicht. Wobei die Schwankungsbreite (Vola) des Portfolios (blaue Linie) mit 6,4% p. a. nicht einmal halb so hoch ist, wie die Vola der Aktienmärkte (iShares DAX: 23,3% p. a., iShares MSCI World in EUR: 9,6% p. a., iShares S&P 500 in EUR: 11,52% p. a. Vola bei 21,4% Jahresrendite).

Dax vs MCSCI vs Goldpreis Cantillon im Chart

Dabei ist noch zu berücksichtigen, und auch das wird in den Medien gern vergessen zu erwähnen, dass die Kursgewinne aus physischem Anlagegold nach 12 Monaten und einem Tag Haltedauer steuerfrei sind. Dies trifft auch für den im Portfolio enthaltenen ETF Xetra-Gold zu.

Fazit und Ausblick

Die ausbleibende oder tendenziell negative Berichterstattung zu der Rekordjagt beim Goldpreis in nahezu allen Währungen (außer noch dem US-Dollar) hat die Deutschen in der Vergangenheit nicht davon abgehalten, das gelbe Edelmetall gegenüber den angepriesenen Aktien zu präferieren. Diese Entscheidung zahlt sich nach einer temporären Phase der Underperformance nun im Zuge des Fortschreitens der Systemkrise und dem Auftauchen „Schwarzer Schwäne“, wie dem Coronavirus, erneut aus.
Auch im Jahr 2020 spricht das wirtschaftliche, geopolitische, fiskalpolitische und geopolitische Umfeld dafür, dass die ultimative Reservewährung Gold die Aktienmärkte erneut outperformt.

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Goldsammler

    15. Februar 2020 19:13 at 19:13

    Ein wirklich gut verfasster Artikel. Dafür meinen Dank!
    Was evtl. etwas zu kurz kommt, ist die Tatsache, dass sich ETF innerhalb des Bankensystems befinden bzw. von diesem Abhängig sind. Weiterhin, haben ETF wie SPDR keine Pflicht in Hardware auszuzahlen, was sich im Kriesenfall schlecht machen würde. Sicherheit kann nur von physischem Gold ausgehen, welches an einem sicheren Platz aufzubewaren ist.

    https://www.goldseiten.de/artikel/440369–Es-gibt-gute-Gruende-auf-physisches-Gold-und-nicht-auf-Gold-ETFs-zu-setzen.html
    Artikel von Prof. Polleit

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    Hesterberg

    15. Februar 2020 19:29 at 19:29

    In der Tat ist es erstaunlich, dass dem gelben Edelmetall nicht nur eine relativ geringe Aufmerksamkeit zuteil wird, sondern es fast immer auch nur als Beimischung von nicht mehr als 10% empfohlen wird, obwohl die gleichen Leute aber mit einer Verdopplung des Goldpreises und gar einer Vervielfachung des Silberpreises rechnen. Die anderen 90% des Vermögens empfehlen sie dann in Anlageformen zu investieren (Immobilien, Aktien, Anleihen etc.), die sich im Wert ganz sicher nicht mehr in naher Zukunft verdoppeln oder vervielfachen werden. Welch eine Logik in deren Empfehlungen. Aus meiner Sicht sollte der Goldanteil viel höher sein und noch höher der Anteil in Silber.

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      Columbo

      16. Februar 2020 00:46 at 00:46

      Gerade als Goldfan sollte man sich Gegenargumente anhören.

      https://grossmutters-sparstrumpf.de/acht-gruende-gold-als-anlage-zu-meiden-2/

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        Hesterberg

        16. Februar 2020 21:44 at 21:44

        Wie gut, dass ich auf die Gegenargumente nicht gehört hatte. Der Autor lag nämlich komplett daneben. Seit dem er den Artikel schrieb, ist Gold um mehr als 22 Prozent gestiegen. Dumm gelaufen. :-)))

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          Columbo

          17. Februar 2020 08:00 at 08:00

          @Hesterberg

          Ich hatte die Gegenargumente gehört, aber nicht beachtet. Zuerst alle Für und Wider anhören, dann selbst denken und entscheiden, ist immer noch die beste Strategie.

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      Michael

      16. Februar 2020 13:46 at 13:46

      Wer nicht gerade Multimillionär ist und in eine Immobilie investiert, wird aufgrund des hohen Kaufpreises wohl kaum noch einmal eine ähnlich hohe Summe für Gold und Silber zur Verfügung haben. Hier bewirkt alleine schon die absolute Summe einen sehr hohen prozentualen Anteil. Weiterhin wirft eine nicht selbst genutzte Immobilie durch Vermietung neben der Wertsteigerung regelmäßige Einnahmen ab, welche zur Tilgung einer evtl. Finanzierung genutzt werden können.

      Gold hingegen dümpelt unterm Apfelbaum vergraben Jahrzehnte vor sich hin und harrt der Super-Krise, die da kommen möge. Eine Verdoppelung oder Vervielfachung ist zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls nicht absehbar. Dazu hätte man in 2008 beim Dip oder in 2006 oder früher kaufen müssen. Auch Immobilien haben sich in diesem Zeitraum im Wert verdoppelt und gleichzeitig noch stolze Summen an Mieteinnahmen bzw. Mietersparnis bei Eigennutzung abgeworfen.

      Richtig ist, dass nun ein Level erreicht ist, bei dem man mehrfach prüfen und überlegen sollte, ob sich eine Investition lohnt. Bei Edelmetallen sehe ich beim derzeitigen Kurs allerdings auch kaum Potenzial für die genannten Steigerungsraten. Vermutlich hängt die individuelle Anlagestrategie davon ab, wie sehr man an den wirtschaftlichen Super-GAU, an Armageddon und den Zerfall der EU glaubt oder nicht.

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    Goldrealo

    16. Februar 2020 09:40 at 09:40

    Es stimmt schon zuversichtlich, dass Gold seit 20 Jahren eine Rendite von 8,7 Prozent vorweisen kann. Nur eben nur auf die diese beiden Dekaden bezogen. Vor einer Dekade lag der Preis schon bei 1000 Euro. Gold kostete im Jahr 2000 um die 300 Euro, wie in den Jahren 1995 und 1990. Zum Start des Dax Ende 1987 (Dax 1000), lag der Wert des Goldes umgerechnet bei 400 Euro und im Jahr 1980 sogar bei 500 Euro. Gold ist eine Versicherung, aber für eine langfristige Anlage ist erkennbar auch der Zeitpunkt des Einstiegs entscheidend. Bestimmt könnte jetzt der Zeitpunkt günstig sein. Aber die Empfehlung Gold nur zu 10 Prozent beizumischen, hat sicher auch historische Gründe. Selbst Degussa-Chef Markus Krall rät zu keiner höheren Quote. Seit einem Jahrhundert ist die Goldperformance wieder eine andere und man sollte nie vergessen, dass Goldhandel im schweren Krisenfall verboten wird, sonst könnte man sich bei einer Währungsreform als mehrfacher Barrenbesitzer ganze Immobiliensiedlungen unter den Nagel reißen. Gold ist meiner Ansicht nach werttechnisch nur etwas für eine zyklische Krise, aber nichts für eine Krise des Zahlungssystems. Der Staat möchte ganz gerne den Bargeldverkehr beschränken, um auf das Kapital der Bürger einen höheren Einfluss zu bekommen. Würde man dann ausgerechnet den Eigentümern von Gold im Notfall eine gewichtige Rolle im Geldsystems überlassen?

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      sabine

      16. Februar 2020 22:20 at 22:20

      Naja, da gibts ja dann noch Silber. Das kann man schlecht verbieten, da es auch ein zu weitreichendes Industriemetall ist. Und im Chaos lassen sich schwerlich Zwangsmaßnahmen durchführen. Viele Bürger sind schon so stinksauer.

      Und zu obigem Anfangssatz: „Gut zwei Drittel der Deutschen besitzen Gold“, das glaub ich nicht. Wenn ich meine Umgebung frage, alles guter Mittelstand, so hat niemand von denen Gold, außer den Ehering und die Zähne. Selbst 1 Drittel fällt mir schwer, zu glauben.
      Und die junge Generation hat gar kein Geld mehr, um es auf die Seite zu legen. Auch glauben die wenigstens an einen Crash. Vielleicht irgendwann später mal. Aber doch nicht jetzt. Und dann kann man immer noch vorsorgen. So die allgemeine Meinung der Masse. So ja auch das Wahlverhalten! Weiterwurtscheln wie bisher. Die Banken, Regierung und Medien sagen im Großen und Ganzen die Wahrheit und hauen uns schon raus. Kleine Ausreißer, egal.

      Ach, und die Welt geht heuer auch unter. Laut Weltklimarat.
      https://www.focus.de/wissen/klima/klimawandel_aid_125121.html

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        leftutti

        17. Februar 2020 11:46 at 11:46

        @sabine, wenn Sie die Artikel, auf die Sie verlinken, auch mal lesen würden, anstatt immer nur zu polemisieren, wüssten Sie, dass der Weltklimarat vor 13 Jahren folgende Aussage getroffen hat: Die Wissenschaftler fordern darin, die Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre auf einem Niveau von höchstens 420 ppm zu stabilisieren. Derzeit liegt die durchschnittliche Konzentration bei etwa 410 ppm.

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    Columbo

    16. Februar 2020 11:45 at 11:45

    Den berühmten Artikel von Alan Greenspan sollte man nicht vergessen, besonders die letzten Zeilen.

    http://docs.mises.de/Greenspan/Greenspan_Gold.pdf

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    Columbo

    16. Februar 2020 16:55 at 16:55

    „Gut zwei Drittel der Deutschen besitzen Gold und nur 16 Prozent Aktien“

    Was sagt uns das? Daß Gold kein gutes Investment ist! 😀

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    md

    17. Februar 2020 01:56 at 01:56

    hallo Herr Zipfel, ich habe auch ihr video „ausis gold&silber“ auf youtube gesehen. schön das sie sich von der grippe erholt haben und ein grosses danke schön für ihre exzellente analyse.
    vg md

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Goldpreis: Kommt im April der Durchbruch über 1700 Dollar?

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Wird der Goldpreis im April nach oben ausbrechen und die symbolisch wichtige Marke von 1700 Dollar überwinden?
Die Coronavirus-Pandemie und der derzeitige wirtschaftliche Stillstand haben den amerikanischen Arbeitsmarkt schwer getroffen und im April 2020 weitere Gewinne für Gold ausgelöst. Ein historischer Höchststand in den USA von 6,6 Millionen wöchentlichen Arbeitslosenanträgen ließ den Goldpreis an nur einem Tag um 2% steigen. Dieser erschütternde Anstieg der Arbeitslosenquote erwies sich als höher als ursprünglich erwartet. Und es ist wahrscheinlich, dass die Quote in sehr naher Zukunft über 10% liegen wird –  und das wird sich höchstwahrscheinlich auf den Goldpreis auswirken.

Traditionell wurde Gold in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit immer als sicherer Hafen angesehen. Und nun sind wir wieder erstmals nach der Finanzkrise wieder in einer Situation großer Unsicherheit –  daher wird der Aufwärtstrend beim Goldpreis höchstwahrscheinlich noch einige Zeit anhalten. Der Goldpreis hat am Freitag die Marke von $1.626 pro Unze überschritten, und einige Analysten sehen den Bereich von $1.640 als wichtigen Widerstand an, dessen Bruch weitere Aufwärtsdynamik auslösen dürfte..

Sollte sich die wirtschaftliche Situation jedoch weiter verschlechtern, könnte Gold sehr wohl auf viel höhere Niveaus steigen. Tatsächlich könnte der Goldpreis über die Marke von 1.700 Dollatr steigen. Und auf der Grundlage der aktuellen charttechnischen Ausgangslage wird dies wahrscheinlich die Hauptwiderstandszone sein, bevor die Preise dann in den Bereich historischer Höchststände emporschnellen werden.

Goldpreis: Zwischen hoher physischer Nachfrage und felationärem Schock

Wichtig: die Nachfrage nach physischem Gold ist enorm hoch – so können etwa Banken in New York kein physisches Gold mehr liefern, sodass der Preis für physisches Gold stärker steigt als das über Derivate gehandelte „Papiergold“.

Derzeit erleben wir eine Art „Credut Crunch“: Kredite werden nicht bedient, Mieten nicht bezahlt – es ist ein deflationärer Schock, die sich wie kippende Dominosteine durch das Wirtschaftssystem walzt. Nach diesem deflationationären Schock aber kommt der Umschlagspunkt, an dem „Cash Trash“ wird, wie der Hedgefondsmanager Ray Dalio im Januar verkündet hatte. Und das dürfte dann den Goldpreis in neue Dimensionen katapultieren – als ultimativer Schutz vor Inflation.

David Jones, chief market startegist bei capial.com, analsysiert die charttechnische Lage für den Goldpreis – und geht davon aus, dass schon im April die wichtige Marke von 1700 Dollar überwunden werden sollte:

Der Goldpreis in der Phase eine deflationären Schocks

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Gold: Der Preis steht kurz vor der großen Entscheidung

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Der Goldpreis steht derzeit im Fokus der Märkte – vor allem die Nachfrage nach physischem Gold ist enorm. Nach wie vor wird das Gold nicht nur als begehrtes Edelmetall gehandelt, es ist zugleich noch eine offizielle Währung.

Nicht umsonst gibt es das Währungssymbol XAU. X steht für „Exchange“ und AU für lateinisch „Aurum“. Der Goldpreis ist auf dem Handelsbildschirm jeden Händlers unverzichtbar. Das Gold hat aber noch eine weitere Eigenschaft: Gold kauft man, um sich zu schmücken oder für unsichere Zeiten vorzusorgen. Wer soll denn schon in einfaches Papiergeld Vertrauen haben?

Wir haben jetzt unsichere Zeiten. Demnach wird Gold nicht gekauft. Wer unsichere Zeiten fürchtet, sollte es schon gekauft haben, sonst ist er zu spät dran. Aktuell wird es tendenziell wieder umgewechselt – wofür war es ursprünglich auch bestimmt. Dennoch reagiert der Goldpreis auf wirtschaftliche  Meldungen sehr sensibel. Der Goldmarkt ist historisch gesehen sehr konstant. Seitdem die großen Notenbanken von Russland, Venezuela, Ungarn, Polen etc. ihre Goldreserven massiv aufstocken, unterliegt der Goldpreis enormen Schwankungen. Das gab es bis dato noch nicht. Teilweise ist die Volatilität auf über 40 USD pro Tag angewachsen. Ein Fakt ist auch, dass sich diese Schwankungen nicht nur auf die Ober-, sondern auch auf die Unterseite beziehen. Wenn die halbe Welt die letzten 5 Jahre das Gold gekauft hat, warum soll es jetzt verkauft werden?

Die Erklärung ist ganz einfach: Die Notenbanken, respektive auch die verschiedenen Staaten, benötigen das Geld jetzt für etwas Anderes. Für die aktuelle Krise nämlich. Somit bricht die starke Nachfrage der letzten Jahre weg. Dazu kommt dann auch noch, dass die Menschen teilweise Gold in Bargeld tauschen. Dies macht prozentual nicht sehr viel aus, aber die Nachfrage ist aktuell nicht wie gewöhnlich am Markt gegeben.

Das mögliche Szenario für den Gold und den Goldpreis

Betrachtet man den mittelfristigen Chart, dann spürt man förmlich, dass der Goldpreis steigen möchte. Nur eine Tatsache stört: Es ist der Deckel bei ca. 1.630 USD. Aktuell gibt es noch einen starken Käufer auf dem Weltmarkt. Er hat ein strenges Limit vorgegeben – und dies liegt bei ca. 1.630 USD. Zugleich gibt es auch noch eine Unterstützung bei ca.1.579 USD (Magenta Linie). Diese Unterstützung ist dynamisch und verändert sich laufend.

Der Goldpreis floatet in dieser Preispanne. Aus technischer Sicht, gibt es aber genügend Kaufsignale (rote Kreise), die ein weiteres Ansteigen des Preises bei Gold vorhersagen. Es bedarf nur des Durchbruchs des Widerstandes bei 1.630 USD, dann wäre der Weg frei bis zunächst 1.643 USD und anschließend bis 1.703 USD. Gefährlich wird es nur, wenn die Unterstützung bei 1.579 erneut getestet werden sollte. Diese Unterstützung muss halten, ansonsten ist das letzte Low bei 1.451 USD für den Goldpreis wieder in Sicht.

Dieses Szenario ist aber unwahrscheinlich. Es gibt aktuell keinen Grund, außer Liquiditätsschwäche, das Gold zu verkaufen. Empfehlenswert ist sicherlich, die obere und untere Marke im Auge zu behalten. Die Break-Out Trader können eine Pending-Order für den Kauf über dem wichtigen Widerstand bei 1.630 USD setzen.
Geht der Kurs durch, ist man mit dabei. Der Goldpreis bewegt sich seit vielen Monaten in sehr schnellen Schritten. Aktuell ist der Kurs in einer Seitwärtsbewegung eingesperrt. Es wird vermutlich demnächst eine sehr schnelle Bewegung geben, die den Ausbruch verursacht. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass diese Bewegung auf der Oberseite zu sehen sein wird.

Gold steht vor einem Ausbruch nach oben


Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Gold ist physisch extrem nachgefragt

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Heiko Thieme und der Tiefpunkt im Dax bei 8.250 Punkten

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Das Coronavirus schüttelt die Börsen durcheinander - Dax Tief bei 8.250?

Über 10 Millionen Amerikaner haben sich binnen 2 Wochen arbeitslos gemeldet! Das ist eine extrem schnelle Entwicklung, die gestern sogar die schlimmsten Analystenerwartungen übertroffen hat. Manuel Koch hat im folgenden Video auch mit Marcel Fratzscher vom DIW gesprochen. Man müsse ehrlich sagen, dass die Wirtschaftsforscher Szenarien vorrechnen und keine verlässlichen Prognosen abgeben könnten, so Fratzscher. Drei Varianten für den Verlauf der aktuelle Krise gäbe es.

Auch interviewt Manuel Koch im Video den als gnadenlosen Optimisten bekannten Börsianer Heike Thieme. 8.250 Punkte sei der Tiefpunkt im Dax in diesem Crash, so Thieme. Beim Dow läge das Tief bei 18.200 Punkten. Gehe man nach dem Buchwert, dann sei der Dax jetzt sehr preiswert. Setze nicht Mitte des Jahres ein Erholungstrend ein, dann müsse man umdenken – so lässt Heiko Thieme sich also noch eine Option offen, falls es doch noch tiefere Tiefs gibt? Denn, so sagt er auch, dies sei derzeit eine völlig neue und unbekannte Phase in der Börsenwelt.

Manuel Koch bespricht im Video auch zwei konkrete Tradingideen. Es sind die Top-Empfehlungen der trading-house Börsenakademie. So wird die Aktie von Adidas zum Kauf empfohlen mit dem Instrument einer Stop Buy Order. Ebenso ist man für Gold optimistisch. Auch hier wird ein Kauf mit einer Stop Buy Order angeraten.

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