Gold/Silber

Goldpreis: Ist das diesmal wirklich eine Bodenbildung?

Ein Barren Gold

Der Goldpreis war die letzten Monate von über 2.000 Dollar immer weiter abgerutscht. Vor allem in den letzten sechs Wochen beschleunigte sich der Abwärtstrend von 1.860 Dollar auf 1.681 Dollar im Tief. Die letzten paar Tage konnte sich Gold wieder etwas erholen auf aktuell 1.733 Dollar. Aber der Goldpreis wackelt doch relativ unstabil hin und her. Stark beeinflusst wird er je nachdem, ob die Rendite für zehnjährigeUS-Staatsanleihen gerade wieder hochspringt, oder etwas zurückfällt.

Je mehr Rendite für Anleihen, desto schlechter für den Goldpreis, weil Gold nun mal keine Zinsen abwirft. Erst letzte Woche gab es einen kurzzeitigen Abwärtsmove bei Gold, weil die Rendite für US-Anleihen plötzlich wieder nach oben gesprungen war. Der Move zeigte die nach wie vor große Unsicherheit im gelben Edelmetall. Nun fragen sich sicher viele Anleger, ob man auf dem aktuellen Niveau von einer Bodenbildung sprechen kann. Ist der Kurs tief genug gefallen? Carsten Fritsch von der Commerzbank spricht in seiner heutigen Analyse über „Indizien einer Bodenbildung bei Gold“, die sich mehren würden.

Indizien für Bodenbildung im Goldpreis

Am Freitag stieg der Goldpreis in den späten Handelsstunden deutlich und machte die anfänglichen Verluste wieder wett, nachdem er zwischenzeitlich bis auf 1.700 Dollar zurückgefallen war. Damit gelang es Gold auch, den ersten Wochengewinn seit vier Wochen einzufahren, so der Hinweis von Carsten Fritsch. Dies könnte seiner Meinung nach den Beginn einer Bodenbildung markieren. Auch andere Indizien würden in diese Richtung deuten. Zwar würden die Gold-ETFs in der vergangenen Woche erneut Abflüsse verzeichnen. Die Dynamik habe allerdings spürbar abgenommen. In der letzten Woche seien es weniger als 30 Tonnen gewesen, in den beiden Wochen zuvor durchschnittlich 47 Tonnen.

Am Freitag gab es laut Carsten Fritsch nur noch Abflüsse von 1,6 Tonnen, die wenigsten an einem Tag seit vier Wochen. Auch seitens der Spekulanten dürfte der Verkaufsdruck allmählich nachlassen. Deren Netto-Long-Positionen fielen in der Woche zum 9. März um weitere 36 Prozent auf weniger als 30.000 Kontrakte. Innerhalb von zwei Wochen hätten sie sich mehr als halbiert, und liegen nun auf dem niedrigsten Niveau seit Mai 2019. Damals habe der Aufwärtstrend im Goldpreis eingesetzt, der 15 Monate später im Rekordhoch bei 2.075 Dollar gipfelte. Also, wiederholt sich das jetzt? Sehen wir wegen geringer Long-Positionen am Terminmarkt jetzt Aufbaubedarf, und damit Kaufdruck?

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf der letzten 12 Monate



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