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Gold/Silber

Goldpreis knallt nach oben – Risk Off Trade übers Wochenende

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Stapel Gold Barren

Der Goldpreis notiert in US-Dollar mit aktuell 1.676 Dollar auf dem höchsten Stand seit sieben Jahren. Gut sieht man den kräftigen Anstieg auch im Langfristchart am Ende dieses Artikels, der zehn Jahre zurückreicht. Was ist aktuell passiert? Alleine letzte Woche konnte der Goldpreis um mehr als 60 Dollar auf 1.643 Dollar zulegen. Dann von Freitag Abend auf heute früh der große Sprung, weiter nach oben. Mit aktuell 1.676 Dollar notiert Gold nur 4 Dollar vom absoluten Hoch heute früh. Was für eine Rally. Was ist da los?

Goldpreis voll im Risk Off-Modus

Gold ist momentan so richtig kräftig im Risk Off Modus. Dabei flieht der Anleger aus risikoreichen Anlagen wie Aktien in die Sicheren Häfen, also vor allem Gold. Und wie man übers Wochenende sehen konnte, hat sich das Coronavirus auch in Italien ausgebreitet. Mehrere Ortschaften wurden abgeriegelt, Fußballspiele und Karneval abgesagt. Nun droht das Coronavirus also auch in Europa die gesellschaftliche und wirtschaftliche Aktivität zu lähmen (hier dazu der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann). Das sorgt natürlich sofort für Angst am Aktienmarkt (sie nahm schon letzte Woche langsam Fahrt auf). Weniger Konsum und weniger Reisetätigkeit bedrohen in fast allen Wirtschaftsbereichen die Umsätze. Der Dax eröffnet heute gegenüber Freitag Abend 340 Punkte tiefer. Der Dow 30 notiert aktuell gegenüber Freitag Abend 560 Punkte tiefer! Und so kann der Goldpreis als Fluchthafen übers Wochenende mit einem Plus von 33 Dollar von dieser Angst profitieren! (Goldpreis-Verlauf im folgenden Chart seit dem 12. Februar)

Goldpreis seit dem 12. Februar

Kommentare von Analysten

Die Analystengemeinde ist teilweise sogar überrascht von so einem schnellen und kräftigen Anstieg im Goldpreis. Hier einige Kommentare. Ipek Ozkardeskaya, Senior Analyst der Swissquote Bank, erwähnt dass Risikokapital in das gelbe Metall geflossen sei. Technische Indikatoren würden darauf hindeuten, dass Gold seit mindestens drei Wochen überkauft sei, aber dass die Risikobereitschaft so zerbrechlich sei, dass selbst himmelhohe Preise das Kapital nicht davon abhalten, in das Edelmetall zu fließen. Milan Cutkovic, Marktanalyst bei AxiTrader, sagt kurz und knapp „Gefragt bleiben die sicheren Häfen, der Goldpreis kennt kein Halten mehr“. Jasper Lawler, Head of Research bei der London Capital Group, erwähnt seine eigene Aussicht vom letzten Donnerstag, dass der Goldpreis im optimistischsten Szenario bis auf 1.650 Dollar steigen könne. Aber nun sei Gold über Nacht auf 1.680 Dollar gestiegen. Es werde zweifellos einige Gewinnmitnahmen in der Nähe von 1.700 Dollar geben. Man sehe nicht die Logik dafür, dies vor Erreichen der Spitzenwerte von 2011/12 zu tun, die näher bei 1800 Dollar liegen.

Goldpreis in US-Dollar im Verlauf der letzten zehn Jahre

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Übelkeit

    24. Februar 2020 11:00 at 11:00

    Wie man an dem USD Chart über mehrere Jahre sieht hat der Goldpreis einen wunderschön parabolischen Boden gebildet. Übertreibung nicht zu erkennen. In vielen Währungen ohnehin noch klarer im Aufwärtstrend.

    Das Coronavirus mag den Effekt etwas verstärken, aber Charttechnisch alles mustergültig am abspulen.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Gold/Silber

Experte Andre Stagge: Trading kurz vor der US-Wahl

Redaktion

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So kurz vor der US-Wahl, worauf sollten Trader achten? Wer wird die Wahl gewinnen, und was bedeutet das für die Börse? Der Experte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) erklärt im folgenden ganz aktuellen Video seine Meinung und seine Handelsstrategie. Müssen seine Handelsstrategien „Turnaround Tuesday“ und „Ultimo“ in dieser besonderen Woche ausgesetzt oder angepasst werden?

Der Börsenexperte Andre Stagge
Andre Stagge

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Goldpreis steigt nicht – Gründe, aktuelle Lage, Expertenkommentar

Claudio Kummerfeld

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Gold und US-Dollar mit Adler

Der Goldpreis war letzte Woche wacklig unterwegs (wir berichteten). Das gilt auch für diese Woche. Wird die runde Marke von 1.900 Dollar zur Dauer-Qual für die Gold-Bullen, weil der Goldpreis immer und immer wieder hierhin zurückfällt? Ganz aktuell fällt der Goldpreis wieder zurück von 1.910 Dollar heute früh auf jetzt 1.901 Dollar.

Zwar sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen seit letztem Freitag wieder gesunken von 0,86 auf 0,80 Prozent. Aber der US-Dollar (in Form des Dollar-Index) zeigt sich seit Freitag relativ stabil auf Niveaus um die 93 Indexpunkte. Der Rückfall im US-Dollar konnte letzten Mittwoch gestoppt werden, und ist seitdem abgesagt. Dies ist schlecht für den Goldpreis.

Goldpreis-Anstieg bei Verschärfung der Corona-Lage?

Wir empfehlen beim Klick an dieser Stelle die gestrige Analyse von CMC Markets-Analyst Jochen Stanz zu Gold. Er bespricht ausführlich die Frage, ob im Goldpreis der große Knall bevorsteht. Was, wenn der zweite globale Lockdown umfassend durchgeführt wird? Die Staatsausgaben zur Stützung von Bevölkerung und Wirtschaft überall auf der Welt würden die Staatsverschuldungen immens nach oben treiben, was eine große Chance für Gold darstellen könnte.

Aber im Augenblick klebt der Goldpreis weiter an der 1.900 Dollar-Marke. Die Aktienmärkte fallen, und der US-Dollar sackt nicht weiter ab. Wir erinnern uns. Im März, wo die Corona-Panik weltweit am Schlimmste war, schoss der Dollar-Index von 95 auf 103 Indexpunkte nach oben (Flucht in den Sicheren Hafen US-Dollar), und zwar sehr schnell. Der Goldpreis fiel von 1.700 auf 1.464 Dollar. Also: Könnte der Goldpreis bei einer dramatischen Verschärfung der Corona-Lage erneut nicht profitieren, weil der steigende US-Dollar Gold ausbremst?

Heutige Konjunkturdaten

Derzeit jedenfalls kann der Goldpreis als sicherer Fluchthafen in unsicheren Zeiten nicht von den weltweit stark zunehmenden Corona-Infektionszahlen profitieren. Heute um 13:30 Uhr werden in den USA die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter veröffentlicht, und vermutlich um 12 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht der weltweit größte Baumaschinenhersteller Caterpillar seine Quartalszahlen. Beide Ereignisse könnten Aktienkurse und US-Dollar in Bewegung bringen, wie auch den Goldpreis. Genauso kann auch das um 15 Uhr veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen die Kurse bewegen.

Aktueller Analystenkommentar

Die Experten der Commerzbank haben vor wenigen Minuten einen Researchbericht auch zu Gold veröffentlicht. Hier auszugsweise im Wortlaut:

Heute Morgen notiert Gold weiter in unmittelbarer Nähe der 1.900 USD-Marke, die eine starke Anziehungskraft auf den Preis ausübt. Gold in Euro gerechnet notiert seit etwa vier Wochen knapp oberhalb von 1.600 EUR je Feinunze. Eine nennenswerte Preiskorrektur wird unseres Erachtens durch die anhaltend solide Investmentnachfrage verhindert. Gestern verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs Zuflüsse von 3,5 Tonnen. Auch wenn die Dynamik der Zuflüsse in den letzten Wochen nachgelassen hat, erachten offenbar viele Marktteilnehmer den aktuellen Goldpreis noch als attraktive Kaufgelegenheit. In China hat sich die Goldnachfrage gemäß Angaben des Verbands der chinesischen Goldproduzenten zuletzt offenbar erholt: Sie ist demnach im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 29% gestiegen. Der Verband führt dies auf die Erholung der Wirtschaft und auf eine schnelle Rückkehr des Hochzeitsmarktes zurück.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen

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