Gold/Silber

Goldpreis: Kommt im April der Durchbruch über 1700 Dollar?

Wird der Goldpreis im April nach oben ausbrechen und die symbolisch wichtige Marke von 1700 Dollar überwinden?
Die Coronavirus-Pandemie und der derzeitige wirtschaftliche Stillstand haben den amerikanischen Arbeitsmarkt schwer getroffen und im April 2020 weitere Gewinne für Gold ausgelöst. Ein historischer Höchststand in den USA von 6,6 Millionen wöchentlichen Arbeitslosenanträgen ließ den Goldpreis an nur einem Tag um 2% steigen. Dieser erschütternde Anstieg der Arbeitslosenquote erwies sich als höher als ursprünglich erwartet. Und es ist wahrscheinlich, dass die Quote in sehr naher Zukunft über 10% liegen wird –  und das wird sich höchstwahrscheinlich auf den Goldpreis auswirken.

Traditionell wurde Gold in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit immer als sicherer Hafen angesehen. Und nun sind wir wieder erstmals nach der Finanzkrise wieder in einer Situation großer Unsicherheit –  daher wird der Aufwärtstrend beim Goldpreis höchstwahrscheinlich noch einige Zeit anhalten. Der Goldpreis hat am Freitag die Marke von $1.626 pro Unze überschritten, und einige Analysten sehen den Bereich von $1.640 als wichtigen Widerstand an, dessen Bruch weitere Aufwärtsdynamik auslösen dürfte..

Sollte sich die wirtschaftliche Situation jedoch weiter verschlechtern, könnte Gold sehr wohl auf viel höhere Niveaus steigen. Tatsächlich könnte der Goldpreis über die Marke von 1.700 Dollatr steigen. Und auf der Grundlage der aktuellen charttechnischen Ausgangslage wird dies wahrscheinlich die Hauptwiderstandszone sein, bevor die Preise dann in den Bereich historischer Höchststände emporschnellen werden.

Goldpreis: Zwischen hoher physischer Nachfrage und felationärem Schock

Wichtig: die Nachfrage nach physischem Gold ist enorm hoch – so können etwa Banken in New York kein physisches Gold mehr liefern, sodass der Preis für physisches Gold stärker steigt als das über Derivate gehandelte „Papiergold“.

Derzeit erleben wir eine Art „Credut Crunch“: Kredite werden nicht bedient, Mieten nicht bezahlt – es ist ein deflationärer Schock, die sich wie kippende Dominosteine durch das Wirtschaftssystem walzt. Nach diesem deflationationären Schock aber kommt der Umschlagspunkt, an dem „Cash Trash“ wird, wie der Hedgefondsmanager Ray Dalio im Januar verkündet hatte. Und das dürfte dann den Goldpreis in neue Dimensionen katapultieren – als ultimativer Schutz vor Inflation.

David Jones, chief market startegist bei capial.com, analsysiert die charttechnische Lage für den Goldpreis – und geht davon aus, dass schon im April die wichtige Marke von 1700 Dollar überwunden werden sollte:

Der Goldpreis in der Phase eine deflationären Schocks



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3 Kommentare

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  2. Wie sicher sind Gold ETFs?

    https://insideparadeplatz.ch/2020/04/06/zkb-dementiert-schliessung-von-gold-etfs/

    Gemäss Vertrag ist die ZKB verpflichtet, den Anlegern physisches Gold zu liefern. Den entsprechenden Passus findet man im Gold ETF-Prospekt der Bank.

    Dort steht, dass „währungspolitische oder sonstige behördliche Massnahmen“ dazu führen können, dass die Bank ihr Versprechen nicht mehr möglich machen würden.

    Das ist jetzt ja recht praktisch Oder…dann muss man doch nicht physisch liefern…unglaublich…

    1. @Brettonwood

      Aber das Problem mit dem Papiergold und Gold ETFs ist doch schon seit Jahren bekannt. Ist doch ein Widerspruch in ein Asset ohne Gegenparteirisiko zu investieren, um dann am Ende mit dem Papiergold doch wieder eins zu haben. Diese Logik hab ich nie verstanden.
      Gold muß man physisch haben, sicher gelagert, sogar das Bankschließfach ist riskant.
      Manche haben das immer noch nicht kapiert, könnte aber jetzt zu spät sein.

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