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Gold/Silber

Goldpreis kurzfristig unter Druck – Dreh bei Unterstützung?

Claudio Kummerfeld

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Gold Barren

Der Goldpreis entwickelt sich südwärts. Derzeit sieht es auf kurzer Zeitebene überhaupt nicht rosig aus. Schauen wir hierzu mal auf den folgenden Chart. Er zeigt den Kursverlauf im Goldpreis in US-Dollar seit Ende Oktober. Am 12. November bei 1.446 Dollar fand der Kurs seinen jüngsten Tiefpunkt, und momentan wirkt es so, als wolle er dort auch wieder hinlaufen.

Aktuelle Argumente für fallenden Ölpreis

Je nachdem wie man den Chart deutet, kann man das jüngste Tief auch bei 1.452 oder 1.450 Dollar ansetzen. investing.com erwähnt aktuell Aussagen von Ipek Ozkardeskaya von der London Capital Group. Sie ist der Ansicht, dass der Goldpreis sich darauf vorbereite die Unterstützung bei 1.450 Dollar zu testen. Auch sei das 38,2% Fibonacci-Retracement des gesamten Aufwärtsimpulses von Juni bis September eine „Schlüsselunterstützung“ bei 1.447 Dollar. Also, könnte der Goldpreis bei ungefähr 1.447 oder 1.450 Dollar eine Unterstützung finden und von dort aus drehen? Geht man danach, dann kann der Markt ja von aktuell 1.458 Dollar noch ein wenig weiter fallen, bevor die Wende einsetzt?

Für einen weiter fallenden Goldpreis spricht heute, dass von der staatsnahen „Global Times“ eine grundsätzliche Einigung im Handelskrieg zwischen China und den USA vermeldet wurde. Mit +130 Punkten reagiert der Dow heute leicht positiv, und S&P 500 sowie Nasdaq notieren aktuell auf einem neuen Rekordhoch. Die Aktienmärkte freuen sich also. Die Anleger könnten also mehr Risiko eingehen, und somit Gold als sicheren Hafen meiden. Dies könnte vielleicht heute und morgen zu einem schwächeren Goldpreis führen.

Und sonst?

Für einen Aufwärtssprung im Goldpreis könnte jederzeit die nächste negative Nachricht im Handelskrieg sorgen, sowie eine weitere Eskalation in Hongkong. Schaut man auf die zehnjährige US-Rendite mit ihrem Verlauf in den letzten 30 Tagen, dann übt sie derzeit wohl kaum Druck auf den Goldpreis auf. Steigende Anleiherenditen würden das zinslose Gold tendenziell weniger attraktiv machen. Vor zwei Wochen noch bei über 1,90%, liegt die Rendite jetzt bei 1,76%, auf dem selben Niveau wie noch Donnerstag und Freitag. Aber abschließend nochmal der Hinweis.

Der abfallende Chart wirkt gefühlt so, als wolle Gold noch etwas weiter runter rutschen. Alls reine Gefühlssache? Mal schauen ob es Richtung 1.450 Dollar geht, und ob der Kurs dieses Niveau wirklich halten kann. Wenn nicht – im größeren Chartbild wäre erst wieder etwas Unterstützung zu finden um die 1.412 Dollar herum.

Finden Sie hier die aktuellste Analyse von Hannes Zipfel, wo die Perspektiven für Gold in einem größeren Zeithorizont besprochen werden.

Goldpreis seit Ende Oktober

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  1. Pingback: Düstere Aussichten beim Gold-Preis? – Experte mit klarem Standpunkt – Die Welt

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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis fällt weiter – der Druck war zu groß – aktuelle Daten

Claudio Kummerfeld

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Adler mit Gold und US-Dollar

Gestern sprachen wir bereits über den starken Druck auf den Goldpreis, der vom immer weiter steigenden US-Dollar ausging. Und so kam es dann auch. Gold konnte nicht mehr stand halten und rutschte das zweite Mal in kurzer Zeit unter die wichtige Marke von 1.900 Dollar. Am Montag noch im Tief bei 1.882 Dollar, so erreicht der Goldpreis heute früh sein Tief bei 1.874 Dollar (aktuell 1.877 Dollar).

Goldpreis weiter unter Druck

Im Chart sehen wir den immer weiter steigenden US-Dollar gegen den erneut geschwächten Goldpreis. Die Korrelation ist klar erkennbar. Vorhin um 9:30 Uhr wurden die Einkaufsmanager-Daten für Europa veröffentlicht. Die Zahl für die Industrie war besser als erwartet, für die Dienstleister schlechter. Der Dax kann seitdem 34 Punkte zulegen, der Dollar-Index (Währungskorb) sinkt von 94,18 auf 94,12 Indexpunkte. Also kaum schwächer. Der Goldpreis bleibt auch nach diesen PMI-Daten geschwächt.

Analystenkommentar zu Fed-Aussagen

Naeem Aslam von Avatrade hat in einem aktuellen Kommentar die gestrigen Aussagen von Fed-Offiziellen im US-Kongress besprochen, die sich auf den US-Dollar und somit auch auf den Goldpreis auswirken. So sagt er, dass Fed-Chef Jerome Powell erneut seine unsicheren Aussichten für die US-Wirtschaft bekräftigte, und bestätigte, dass der Weg der Erholung sehr stark von der Kontrolle des Virus abhänge. Aber er habe auch bestätigt, dass die Fed bereit sei mehr Unterstützung zu leisten, falls Bedarf besteht. Angesichts der Tatsache, dass sich die Coronavirus-Situation mit dem Einsetzen der Grippesaison wahrscheinlich verschlechtern werde, sei es wahrscheinlich, dass die Fed die Liquiditätshähne weiter öffnen müsse.

Gestern sprachen auch andere Ausschussmitglieder der Federal Reserve. Charles Evans habe die Märkte mit seinen Äußerungen überrascht als er sagte, dass die US-Wirtschaft 90 Prozent ihrer Schwäche überwunden habe. Er ist sicherlich nicht der Meinung, dass die Wirtschaft die Hälfte ihrer blauen Flecken zurückgewonnen hat, daher sei es sehr mutig von 90 Prozent zu sprechen. Er glaube auch, dass die USA ihren Zinssatz erhöhen können, ohne die Zielinflation zu erreichen. Seine Bemerkungen lösten eine Rallye des Dollars aus, und der Dollar-Index ist von seinen Tiefstständen gut weggekommen. Währungen wie der Euro und das Pfund Sterling spüren den Schmerz wegen der Dollarstärke, so Naeem Aslam.

Im folgenden Bild sehen Sie seit letztem Freitag den weiter steigenden US-Dollar, und den gegensätzlich fallenden Goldpreis. Im Laufe des heutigen Tages werden wir von Hannes Zipfel eine ausführlichere Analyse veröffentlichen, warum der Goldpreis im größeren Bild betrachtet gute Chancen hat weiter zu steigen.

Chart zeigt im Vergleich Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

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Finanznews

Aktienmärkte: Starker Dollar als Warnzeichen? Videoausblick

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte in den USA konnten im gestrigen Tagesverlauf ihre Erholung fortsetzen – aber ist die fortgesetzte Stärke des Dollar ein Warnzeichen? Gold fällt im asaitischen Handel unter die 1900er-Marke, der Euro fällt unter die Marke von 1,17. Seit März diesen Jahres (also seit Beginn der Coronakrise) gibt es eine extrem negative Korrelation zwischen dem Dollar und Risiko-Assets, aber noch reagieren die Aktienmärkte auf die Stärke der US-Währung nicht. Ignorieren sie damit ein wichtiges Warnsignal? Charttechnisch spricht vieles für eine weitere Stärke des Dollars, und wenn die negative Korrelation zwischen der US-Währung und den Aktienmärkten nicht plötzlich endet, könnte es ungemütlicher werden..

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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis vor erneutem Abrutsch? Achten Sie auf diese zwei Faktoren

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis rutsche gestern von 1.950 US-Dollar unter die Marke von 1.900 Dollar (wir berichteten), dann sogar im Tief bis auf 1.882 Dollar. Bis heute früh hat sich der Markt etwas beruhigt. Aber nur ein wenig! Sehen Sie zur aktuellen Gesamtlage am Markt beim Klick an dieser Stelle den Marktkommentar von Markus Fugmann von 9 Uhr.

Goldpreis kurzfristig vor weiterem Abrutsch?

Aktuell hängt der Goldpreis genau bei 1.900 Dollar. Und was gestern den Markt bereits zum Abstürzen brachte, rückt jetzt erneut in den Fokus der Betrachter. Der US-Dollar zeigt auch heute früh weiter Stärke, erkennbar im Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen). Nach dem gestrigen Hoch des Dollar-Index bei 93,80 Indexpunkten um 18 Uhr hat er ganz frisch dieses Hoch überschritten auf aktuell 93,90 Punkte. Somit steht der Goldpreis als Kehrseite der Medaille aktuell in akuter Gefahr, kräftig unter die 1.900 Dollar-Marke zu rutschten!

Heute um 16:30 Uhr spricht Fed-Chef Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des US-Kongress. Der Redetext ist schon heute Nacht veröffentlicht worden. Haben Sie die Muße sich den ellenlangen Text anzutun, dann klicken Sie bitte hier. Abseits vom nicht sehr interessanten Textinhalt kommt danach eine ewig lange Frage- und Antwortrunde zwischen Powell und den Abgeordneten. Was dort gesagt wird, kann Aktienmärkte, US-Dollar und Goldpreis im Laufe des Abends noch beeinflussen. Dem Redetext ist unter anderem zu entnehmen, dass die Fed tun werde was sie könne, solange es nötig sei. Es müsse sichergestellt werden, dass die Erholung der US-Wirtschaft so stark wie möglich ausfalle.

Aktueller Analystenkommentar

Dr. Thorsten Polleit, Chefvolkswirt bei Degussa, hat sich heute früh zur aktuellen Lage bei Gold geäußert. Die Kursrückgänge an den weltweiten Börsen, verbunden mit einer Aufwertung des US-Dollar, hätten auch die Edelmetallpreise unter Druck gesetzt. Der Goldpreis habe gegenüber seinem Rekordhoch (am 5. August 2020 erreichte er knapp 2.050 USD/oz) bis heute etwa 7 Prozent eingebüßt; der Silberpreis habe gegenüber seinem jüngsten Hoch (am 10. August 2020 stand er bei 28,99 USD/oz) bis heute knapp 17 Prozent verloren. Seit Jahresbeginn jedoch habe der Goldpreis um 20 Prozent zugelegt, der Silberpreis sogar um 34,4 Prozent.

Der langfristige Aufwärtstrend der Edelmetallpreise bleibe von der jüngsten Preiskorrektur unberührt. Denn der werde vor allem durch die Geldmengenvermehrung und Niedrigzinspolitik der großen Zentralbanken bestimmt. Und angesichts der aufgelaufenen Probleme im internationalen Finanzsystem sei eine Abkehr von der inflationären Geldpolitik nicht in Sicht; eher sei noch mit einer Verschärfung der „finanziellen Repression“ zu rechnen. Für Edelmetallanleger sei es ratsam, eine langfristige Perspektive einzunehmen: Man sollte sich also vom kurzfristigen Auf und Ab beim Goldpreis nicht zu sehr beeindrucken lassen; zumal es sehr wahrscheinlich sei, dass die Preise von Gold und Silber spätestens in drei bis fünf Jahren sehr viel höher stehen als heute, so Thorsten Polleit.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen den US-Dollar
Der Chart zeigt seit letztem Freitag den Verlauf des Goldpreis in blau gegen den steigenden US-Dollar (Dollar-Index) in rot-grün. Aktuell kommt der Dollar wieder hoch, und der Goldpreis könnte kurzfristig weiter abrutschen.

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