Gold/Silber

Goldpreis kurzfristig unter Druck – Dreh bei Unterstützung?

Gold Barren

Der Goldpreis entwickelt sich südwärts. Derzeit sieht es auf kurzer Zeitebene überhaupt nicht rosig aus. Schauen wir hierzu mal auf den folgenden Chart. Er zeigt den Kursverlauf im Goldpreis in US-Dollar seit Ende Oktober. Am 12. November bei 1.446 Dollar fand der Kurs seinen jüngsten Tiefpunkt, und momentan wirkt es so, als wolle er dort auch wieder hinlaufen.

Aktuelle Argumente für fallenden Ölpreis

Je nachdem wie man den Chart deutet, kann man das jüngste Tief auch bei 1.452 oder 1.450 Dollar ansetzen. investing.com erwähnt aktuell Aussagen von Ipek Ozkardeskaya von der London Capital Group. Sie ist der Ansicht, dass der Goldpreis sich darauf vorbereite die Unterstützung bei 1.450 Dollar zu testen. Auch sei das 38,2% Fibonacci-Retracement des gesamten Aufwärtsimpulses von Juni bis September eine „Schlüsselunterstützung“ bei 1.447 Dollar. Also, könnte der Goldpreis bei ungefähr 1.447 oder 1.450 Dollar eine Unterstützung finden und von dort aus drehen? Geht man danach, dann kann der Markt ja von aktuell 1.458 Dollar noch ein wenig weiter fallen, bevor die Wende einsetzt?

Für einen weiter fallenden Goldpreis spricht heute, dass von der staatsnahen „Global Times“ eine grundsätzliche Einigung im Handelskrieg zwischen China und den USA vermeldet wurde. Mit +130 Punkten reagiert der Dow heute leicht positiv, und S&P 500 sowie Nasdaq notieren aktuell auf einem neuen Rekordhoch. Die Aktienmärkte freuen sich also. Die Anleger könnten also mehr Risiko eingehen, und somit Gold als sicheren Hafen meiden. Dies könnte vielleicht heute und morgen zu einem schwächeren Goldpreis führen.

Und sonst?

Für einen Aufwärtssprung im Goldpreis könnte jederzeit die nächste negative Nachricht im Handelskrieg sorgen, sowie eine weitere Eskalation in Hongkong. Schaut man auf die zehnjährige US-Rendite mit ihrem Verlauf in den letzten 30 Tagen, dann übt sie derzeit wohl kaum Druck auf den Goldpreis auf. Steigende Anleiherenditen würden das zinslose Gold tendenziell weniger attraktiv machen. Vor zwei Wochen noch bei über 1,90%, liegt die Rendite jetzt bei 1,76%, auf dem selben Niveau wie noch Donnerstag und Freitag. Aber abschließend nochmal der Hinweis.

Der abfallende Chart wirkt gefühlt so, als wolle Gold noch etwas weiter runter rutschen. Alls reine Gefühlssache? Mal schauen ob es Richtung 1.450 Dollar geht, und ob der Kurs dieses Niveau wirklich halten kann. Wenn nicht – im größeren Chartbild wäre erst wieder etwas Unterstützung zu finden um die 1.412 Dollar herum.

Finden Sie hier die aktuellste Analyse von Hannes Zipfel, wo die Perspektiven für Gold in einem größeren Zeithorizont besprochen werden.

Goldpreis seit Ende Oktober



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2 Kommentare

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