Gold/Silber

Goldpreis kurzfristig vor Absturz dank Handelsdeal?

Gold Barren

Der Goldpreis (Verlauf in US-Dollar im folgenden Chart seit dem 4. November) befindet sich seit Tagen in einer Art Konsolidierungsphase. Gold ist der „Sichere Hafen“ Nummer eins, noch vor dem Schweizer Franken, wenn es darum geht zu fliehen, wenn die Lage am Markt unsicherer wird. Deswegen pendelt der Goldpreis seit einiger Zeit relativ unklar hin und her, weil die Nachrichtenlage im Handelskrieg seit Tagen hin und her pendelt. Mal gute Nachrichten, mal schlechte Nachrichten.

Verlauf im Goldpreis seit dem 4. November

Goldpreis Gefangener im Handelskrieg

Glaubt man nach den jüngsten Nachrichten der letzten zwei Tage, dass ein Deal zwischen China und den USA zur Beilegung des Handelskriegs (Phase 1 Deal) kurz bevorstehen soll? Soll man den guten Nachrichten diesmal wirklich glauben? Lässt man sich auf dieses Szenario ein, könnten die Aktienmärkte kräftig steigen, und Gold (aktuell 1.469 Dollar) als Fluchthafen reflexartig an Attraktivität verlieren. Die Anleger suchen dann wieder riskantere Geldanlagen, und der Goldpreis könnte zügig fallen. Bis auf welche Niveaus? Das ist praktisch unmöglich vorherzusagen, da die Charttechnik bei solchen extrem wichtigen News keine Rolle spielt. Der Verkaufsdruck entscheidet dann, wie schnell und wie tief der Goldpreis fällt.

Laut aktuellem Bericht auf investing.com glaubt zum Beispiel Daniel Pavilonis, Senior Market Strategist bei RJO Futures, dass es womöglich einen „Washout“ im Gold geben könnte. Der Goldpreis könne bei der 200-Tage-Linie bei 1.400 Dollar landen. Dort gäbe es dann wohl eine Unterstützung. Aber der Analyst glaubt auch, dass der Goldpreis am Ende freilich weiter steigen werde.

US-Dollar im Auge behalten?

David Iusow von DailyFX wirft in Sachen Entwicklung bei Gold einen Blick auf den US-Dollar. Seiner Meinung nach könnte sich der Goldpreis stabil über der wichtigen Unterstützungsmarke bei 1.450 Dollar halten, wenn der US-Dollar Index weiter abwertet. Der langfristige Trend im US-Dollar sei allerdings noch intakt. Sieht er Aufwärtspotenzial im Goldpreis? Zitat:

Nach oben hin dürften unverändert die Kurszonen bei 1.500-1.520 als wichtige Widerstände fungieren. Wer kurzfristig unterwegs ist, könnte eventuell die Zone bei 1,485 USD im Blick behalten. Kurse darüber würden einen Ausbruch über die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte signalisieren und einen Anstieg in Richtung der oberen Korrekturbegrenzung.

Wir meinen: Der Wind im Handelskrieg kann sich jederzeit schnell drehen, und der Goldpreis auch wieder völlig überraschend kräftig ansteigen. Ebenfalls sollte Gold steigen, wenn die Lage in Hongkong weiter eskaliert. Aber ganz kurzfristig, sollte die positive Stimmung in Sachen Handelsdeal anhalten, wirkt Gold labil. Im folgenden Chart sieht man den Verlauf im Goldpreis in US-Dollar in den letzten 12 Monaten.

Lesen Sie beim Klick an dieser Stelle auch unsere gestrige interessante Analyse mit dem Titel Goldpreis bleibt im Schatten von Palladium.

Goldpreis Verlauf in den letzten 12 Monaten



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