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Gold/Silber

Goldpreis labil – „Großer Aufwärtstrend intakt“? Korrelation zu US-Aktien!

Claudio Kummerfeld

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Gold Barren Beispielfoto

Meine Güte, wohin nun mit Gold? Steigt der Goldpreis wieder an? Wird die Marke von 1.450 Dollar zur Unterstützung, zum Drehpunkt, wie wir es als mögliches Szenario am Montag besprochen hatten? Momentan testet der Markt dieses Niveau offenbar, denn gestern Nachmittag erreichte der Goldpreis im Tief den Kurs von 1.450 Dollar für ganz kurze Zeit, um dann wieder schnell anzusteigen (aktueller Preis 1.458 Dollar).

Großer Trend intakt, in die Schwäche hineinkaufen?

Der „große Aufwärtstrend“ im Gold sei nach wie vor intakt, so sagt es aktuell Thorsten Polleit, Chefvolkswirt von Degussa. Ist er eventuell befangen als großer Gold-Fan? Der Grund für den Rückgang im Goldpreis in letzter Zeit könnte laut Polleit darin zu suchen sein, dass der vorangehende Anstieg gar zu hitzig ausgefallen war. Zudem habe sich die Markterwartung, die Fed werde ihren Leitzins rasch weiter absenken, verflüchtigt. Die nunmehr gemäßigteren Zinserwartungen dürften laut Polleit die Gold-ETF-Nachfrage dämpfen und damit einem weiteren Anstieg im Goldpreis entgegenarbeiten.

Die Entspannung an der Zinsfront gehe nicht zuletzt vor allem auf nachlassende Sorgen in den Märkten zurück: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Weltwirtschaft unmittelbar in eine Rezession abkippen werde, sei heruntergestuft worden. Er denke jedoch, dass die trendmäßige Aufwärtsbewegung des Goldpreises (und auch des Silberpreises) nach wie vor intakt sei. Es sei kein Ende absehbar für die weltweite Niedrigzins- und Geldmengenvermehrungspolitik der Zentralbanken, durch die die offiziellen Währungen entwertet würden. Es sei zwar nicht ausgeschlossen, dass in der kurzen Frist die Preisvolatilität der Edelmetallpreise wieder etwas zunimmt, und dass es dabei auch zu weiteren Preisrückschlägen kommen könne. Diese Preisrückschläge dürften jedoch nur von kurzfristiger Natur sein, und der Anleger sollte sie als Gelegenheit ansehen, um Edelmetallpositionen auf- und auszubauen.

Aktuell schwächelnder Goldpreis

Soweit die Meinung von Herrn Polleit. Laut investing.com hat Peter Grant, VP und Marktanalyst bei Zaner Metals LLC, den Rückgang der chinesischen Goldimporte als Grund für den schwächelnden Goldpreis ins Feld geführt. Tatsächlich seien die chinesischen Importe von Gold zu nicht-monetären Zwecken in den ersten 10 Monaten gegenüber dem Vorjahr um 41% zurückgegangen.

Ob der große Aufwärtstrend intakt ist, das wollen wir nicht beantworten – das überlassen wie lieber Herrn Polleit. Aber die Korrelation zwischen US-Aktienkursen und dem Goldpreis, die scheint weiterhin intakt. Gestern hatten wir die Charts von Gold und S&P 500 übereinander gelegt. Sie laufen perfekt gegenläufig. Steigt der US-Aktienmarkt, fällt der Goldpreis – und umgekehrt. Momentan zeigen die Aktien weiter Stärke, weshalb der Goldpreis ganz kurzfristig weiter unter Druck geraten könnte – vor allem, wenn es weitere nette Andeutungen zu einem möglichen Handelsdeal gibt.

Verlauf im Goldpreis in den letzten zehn Tagen
Verlauf im Goldpreis in den letzten zehn Tagen.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Thomas

    27. November 2019 11:48 at 11:48

    NASDAQ Sell Limit bei 8425 abgeholt, SL 8445.
    Mal schauen, wohin die Reise geht.

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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis vor erneutem Abrutsch? Achten Sie auf diese zwei Faktoren

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis rutsche gestern von 1.950 US-Dollar unter die Marke von 1.900 Dollar (wir berichteten), dann sogar im Tief bis auf 1.882 Dollar. Bis heute früh hat sich der Markt etwas beruhigt. Aber nur ein wenig! Sehen Sie zur aktuellen Gesamtlage am Markt beim Klick an dieser Stelle den Marktkommentar von Markus Fugmann von 9 Uhr.

Goldpreis kurzfristig vor weiterem Abrutsch?

Aktuell hängt der Goldpreis genau bei 1.900 Dollar. Und was gestern den Markt bereits zum Abstürzen brachte, rückt jetzt erneut in den Fokus der Betrachter. Der US-Dollar zeigt auch heute früh weiter Stärke, erkennbar im Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen). Nach dem gestrigen Hoch des Dollar-Index bei 93,80 Indexpunkten um 18 Uhr hat er ganz frisch dieses Hoch überschritten auf aktuell 93,90 Punkte. Somit steht der Goldpreis als Kehrseite der Medaille aktuell in akuter Gefahr, kräftig unter die 1.900 Dollar-Marke zu rutschten!

Heute um 16:30 Uhr spricht Fed-Chef Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des US-Kongress. Der Redetext ist schon heute Nacht veröffentlicht worden. Haben Sie die Muße sich den ellenlangen Text anzutun, dann klicken Sie bitte hier. Abseits vom nicht sehr interessanten Textinhalt kommt danach eine ewig lange Frage- und Antwortrunde zwischen Powell und den Abgeordneten. Was dort gesagt wird, kann Aktienmärkte, US-Dollar und Goldpreis im Laufe des Abends noch beeinflussen. Dem Redetext ist unter anderem zu entnehmen, dass die Fed tun werde was sie könne, solange es nötig sei. Es müsse sichergestellt werden, dass die Erholung der US-Wirtschaft so stark wie möglich ausfalle.

Aktueller Analystenkommentar

Dr. Thorsten Polleit, Chefvolkswirt bei Degussa, hat sich heute früh zur aktuellen Lage bei Gold geäußert. Die Kursrückgänge an den weltweiten Börsen, verbunden mit einer Aufwertung des US-Dollar, hätten auch die Edelmetallpreise unter Druck gesetzt. Der Goldpreis habe gegenüber seinem Rekordhoch (am 5. August 2020 erreichte er knapp 2.050 USD/oz) bis heute etwa 7 Prozent eingebüßt; der Silberpreis habe gegenüber seinem jüngsten Hoch (am 10. August 2020 stand er bei 28,99 USD/oz) bis heute knapp 17 Prozent verloren. Seit Jahresbeginn jedoch habe der Goldpreis um 20 Prozent zugelegt, der Silberpreis sogar um 34,4 Prozent.

Der langfristige Aufwärtstrend der Edelmetallpreise bleibe von der jüngsten Preiskorrektur unberührt. Denn der werde vor allem durch die Geldmengenvermehrung und Niedrigzinspolitik der großen Zentralbanken bestimmt. Und angesichts der aufgelaufenen Probleme im internationalen Finanzsystem sei eine Abkehr von der inflationären Geldpolitik nicht in Sicht; eher sei noch mit einer Verschärfung der „finanziellen Repression“ zu rechnen. Für Edelmetallanleger sei es ratsam, eine langfristige Perspektive einzunehmen: Man sollte sich also vom kurzfristigen Auf und Ab beim Goldpreis nicht zu sehr beeindrucken lassen; zumal es sehr wahrscheinlich sei, dass die Preise von Gold und Silber spätestens in drei bis fünf Jahren sehr viel höher stehen als heute, so Thorsten Polleit.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen den US-Dollar
Der Chart zeigt seit letztem Freitag den Verlauf des Goldpreis in blau gegen den steigenden US-Dollar (Dollar-Index) in rot-grün. Aktuell kommt der Dollar wieder hoch, und der Goldpreis könnte kurzfristig weiter abrutschen.

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Finanznews

Aktienmärkte, Gold – alles fällt! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Heute fallen die Aktienmärkte – vor allem der lange so widerstandsfähige Dax mit einem rabenschwarzen Tag – aber auch der vermeintlich sichere Hafen Gold kommt stark unter Druck (Silber fällt sogar fast -10%). Für den Abverkauf gibt es vorwiegend zwei Gründe: erstens die Sorge um neue lockdowns in Europa, und zweitens wird ein Stimulus-Deal in den uSA zwischen US-Republikanern und US-Demokraten nach dem Tod der Verfassungsrichterin Ginsburg deutlich unwahrscheinlicher, weil die Trump-Administration noch vor der US-Wahl einen eigenen Kandidaten installieren will. Damit bestätugt sich bislang ein Schema für die Aktienmärkte: die Woche nach dem September-Verfall ist historisch unter den schwächsten Handelswochen des gesamten Jahres..

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Gold/Silber

Silber: Korrektur geht weiter – das sind noch keine Kaufkurse

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Für Silber hatte ich vor acht Wochen den maximalen Anstieg bis ca. 21 USD (1.00 Retracement) in Aussicht gestellt. Über diesen Zielbereich ist das Edelmetall mit einem Hoch von ca. 30 USD deutlich hinausgeschossen. Dieser Aspekt ist der Auslöser für die relativ deutliche Umstellung der Wellenzählung, wie die Charts es zeigen. Mit dieser Performance erfüllt Silber meine Langzeitprognose, lediglich der Zeitfenster hierfür ist noch nicht passend. Seit einigen Wochen bildet sich eine schwache Korrektur aus, deren Verlauf bislang unkritisch ist.

Ausblick für Silber:

Die seit August laufende Korrektur bildet Welle (iv) der fünfteiligen Impulswelle (i-ii-iii-iv-v) aus. Wie für eine „4“ eher üblich als selten, bedient sich Welle (iv) eines Triangles (a-b-c-d-e) zur Ausbildung der internen Struktur. Solange Silber zwischen den beiden 0.24 und 1.38 Retracements (25.24/30.21 USD) pendelt, besteht keine größere Gefahr – allerdings auch keine Chance auf eine Auflösung der apathischen Phase. Im Chart ist daher den Verlauf von Welle (iv) bis tief in den Herbst hinein dargestellt.

Silber dürfte seine Korrektur noch fortsetzen

Nach Abschluss von Welle (iv) wird die sich anschließende (v; nicht dargestellt) Silber noch einmal steigen lassen. Da es sich bei Welle (v) um die abschließende Phase der Impulswelle handelt, ist deren Potenzial relativ eng begrenzt. Dazu werde ich in einer späteren, in der nächsten Ausgabe, näher eingehen. An den kommenden Tagen sollten leicht nachgebenden Notierungen ausgegangen werden. Dabei kann ein Bewegungstief unterhalb des 0.24 Retracements (25.24 USD) möglich werden. Lediglich ein Schlusskurs unterhalb sollte vermieden werden.

Fazit:

Die Korrektur wird sich noch einige Wochen behaupten, sodass ein Engagement zum momentanen Zeitpunkt bei Silber nicht zu empfehlen ist. Das bisherige Kaufsignal hat Freude bereitet und bleibt auch weiterhin bestehen..

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