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Goldpreis macht Sprung nach Trump-Bekanntgabe von Zöllen

Der Goldpreis hat einen Sprung gemacht, was man eindeutig Trump-Aussagen über anstehende Zölle zuordnen kann.

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Gold. Foto: Chris Ratcliffe/Bloomberg

Der Goldpreis ist von heute früh um 1 Uhr bei 2.710 Dollar bis auf 2.732 Dollar angestiegen. Diesen Sprung kann man eindeutig Aussagen von Donald Trump zuschreiben. Gold stieg, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, dass er wahrscheinlich Anfang nächsten Monats Zölle auf Mexiko und Kanada einführen werde, auch wenn er davon absah, China sofort mit Einfuhrabgaben zu belegen.

Goldpreis steigt – los geht es mit den Zöllen

Händler wägen die möglichen Auswirkungen von US-Zöllen von bis zu 25 % gegenüber seinen Nachbarn ab, so Bloomberg. Weiter wird berichtet: Sollte dies in Kraft treten, droht ein Handelskrieg. Trump deutete auch an, dass er immer noch einen allgemeinen Zoll auf alle Importe in die USA in Betracht ziehe, sagte aber, er sei „noch nicht bereit dafür“. Die Silber-Futures stiegen nach Trumps Äußerungen kurzzeitig sprunghaft an, wobei die Preise für Kontrakte mit Lieferung im März um bis zu 1,2 % auf 31,525 Dollar pro Unze stiegen, bevor sie Gewinne wieder abgaben. Mexiko ist der größte Silberproduzent, und es ist unklar, ob die Zölle für die Einfuhr des Metalls gelten würden.

Grafik zeigt aktuelle Goldpreis-Bewegung

Dennoch hat die Möglichkeit, dass sowohl Silber als auch Gold von den umfassenden Zollmaßnahmen betroffen sein könnten, den Markt in den letzten Wochen in Aufruhr versetzt und die Prämien für in New York lieferbare Futures in die Höhe getrieben. „Die Umsetzung von Trumps Zollplan und die damit verbundene risikoaverse Stimmung an den Aktienmärkten werden die Aufwärtsdynamik im Goldpreis vorantreiben“, sagte Priyanka Sachdeva, Analystin bei Phillip Nova Pte, in einer Notiz.

Die Anleger wogen auch die Inflationsaussichten ab, wobei Trumps innenpolitische Agenda mit Steuersenkungen und höheren Ausgaben möglicherweise auf anhaltenden Preisdruck in diesem Jahr hindeutet. Dies könnte die Fähigkeit der Federal Reserve einschränken, die Geldpolitik weiter zu lockern. Höhere Zinsen stellen in der Regel einen Gegenwind für Gold dar, da es keine Zinsen zahlt.

Der Goldpreis stellte 2024 eine Reihe von Rekorden auf, wobei die Gewinne durch die Wende der Fed zu einer lockereren Geldpolitik, geopolitische Spannungen und Käufe der Zentralbanken angetrieben wurden. Gold könnte noch einen weiteren Schub durch die Nachfrage nach sicheren Anlagen erhalten, da Bedenken hinsichtlich der Einwanderungspolitik des neuen Präsidenten bestehen und die Beziehungen der USA zu anderen Nationen zunehmend angespannt sind.

Kommentar

FMW: Unter Trump kann es heißen: Höhere Inflationsaussichten und vermehrte Zoll-Unsicherheiten könnten Antreiber für den Goldpreis sein. Aber auch die Volatilität bei Gold kann zunehmen, weil Trump für seinen spontanen Aussagen und Wendungen bekannt ist.

FMW/Bloomberg



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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