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Gold/Silber

Goldpreis mit Anstieg auf lange Sicht? Markus Koch interviewt Experten

Claudio Kummerfeld

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Gold Barren - wohin mit dem Goldpreis?

Der Goldpreis fiel von Donnerstag auf Freitag von 1.474 bis auf 1.459 Dollar nach positiven Aussagen von Trump-Berater Kudlow zum Handelskrieg mit China. Aber man weiß es – die Aussagen von Larry Kudlow haben oft nur eine sehr geringe Halbwertzeit! Dann im Verlaufe des Freitags konnte sich der Goldpreis stabilisieren, und lag heute früh noch bei 1.465 Dollar. Ganz aktuell fällt er auf 1.459 Dollar. Der Dow hatte vorhin einen Satz nach oben gemacht, Gold fällt parallel dazu. Geht es wieder Richtung Tiefpunkt bei 1.445 Dollar vom 12. November?

Wohin mit dem Goldpreis im großen Bild?

Wohin wird sich der Goldpreis weiter bewegen? In einem ganz aktuellen Video bespricht Wall Street-Experte Markus Koch die aktuelle Lage mit Rohstoffprofi Daniel Rauch von LBBW Asset Management. Die Stimulierung der Notenbanken bedeute die Senkung der Zinsen auf ein völlig unattraktives Niveau. Erträge seien nicht mehr möglich, deswegen sei Gold ein Thema! Gold habe nach wie vor die Funktion des Sicheren Hafens, so die Meinung von Daniel Rauch. Markus Koch erwähnt für dieses Jahr das Phänomen von gestiegenen Aktien und gleichzeitig gestiegenem Goldpreis. Laut Rauch fragten sich die Anleger, ob man auf hohen Niveaus noch in Aktien gehen solle – da sei Gold eine gute Alternative.

Das schlagende Argument für Gold sei, dass es nicht beliebig vermehrbar sei, anders als zum Beispiel Papiergeld und Staatsschulden. Daniel Rauch erwähnt, dass bei der US-Münzprägeanstalt keine erhöhte Nachfrage nach Gold vorhanden sei. Die Angst der einfachen Bürger in den USA und somit ihre Flucht ins Gold sei nicht vorhanden. Aber die Nachfrage für Gold durch ETF sei gestiegen. Dahinter würden größere Investoren stehen. Daniel Rauch glaubt nicht an einen fallenden US-Dollar. Selbst wenn die Zinsen in den USA noch etwas weiter sinken würden, seien Zinsanlagen im Dollar-Raum doch immer noch attraktiver als in Euroland.

Rauch rät jedem Privatanleger grundsätzlich physisches Gold zu kaufen als Beimischung zur Geldanlage. Wohin entwickelt sich der Goldpreis im größeren Bild? Eine glasklare Aussage dazu liefert Daniel Rauch nicht. Aber seine Aussage ist zumindest klar, dass der Mechanismus weiter funktionieren sollte, den wir seit Monaten öfters mit aktuellen Artikeln begleiten. Steigt die Risikobereitschaft der Anleger und kaufen sie zum Beispiel auf kurze Sicht Aktien, fällt der Goldpreis – und umgekehrt (Risk On Risk Off Trades). Auch kann man aus Rauchs Aussagen entnehmen, dass die Zinsen langfristig tief bleiben sollten, und Gold somit seine Attraktivität grundsätzlich behalten werde. Auch wenn klare Aussagen mit Kurszielen für Gold fehlen, so ist das folgende Interview mit Markus Koch über 14 Minuten doch interessant.

Der Goldpreis-Verlauf in den letzten zwölf Monaten
Der Goldpreis-Verlauf in den letzten zwölf Monaten.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Gold/Silber

Experte Andre Stagge: Trading kurz vor der US-Wahl

Redaktion

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So kurz vor der US-Wahl, worauf sollten Trader achten? Wer wird die Wahl gewinnen, und was bedeutet das für die Börse? Der Experte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) erklärt im folgenden ganz aktuellen Video seine Meinung und seine Handelsstrategie. Müssen seine Handelsstrategien „Turnaround Tuesday“ und „Ultimo“ in dieser besonderen Woche ausgesetzt oder angepasst werden?

Der Börsenexperte Andre Stagge
Andre Stagge

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Goldpreis steigt nicht – Gründe, aktuelle Lage, Expertenkommentar

Claudio Kummerfeld

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Gold und US-Dollar mit Adler

Der Goldpreis war letzte Woche wacklig unterwegs (wir berichteten). Das gilt auch für diese Woche. Wird die runde Marke von 1.900 Dollar zur Dauer-Qual für die Gold-Bullen, weil der Goldpreis immer und immer wieder hierhin zurückfällt? Ganz aktuell fällt der Goldpreis wieder zurück von 1.910 Dollar heute früh auf jetzt 1.901 Dollar.

Zwar sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen seit letztem Freitag wieder gesunken von 0,86 auf 0,80 Prozent. Aber der US-Dollar (in Form des Dollar-Index) zeigt sich seit Freitag relativ stabil auf Niveaus um die 93 Indexpunkte. Der Rückfall im US-Dollar konnte letzten Mittwoch gestoppt werden, und ist seitdem abgesagt. Dies ist schlecht für den Goldpreis.

Goldpreis-Anstieg bei Verschärfung der Corona-Lage?

Wir empfehlen beim Klick an dieser Stelle die gestrige Analyse von CMC Markets-Analyst Jochen Stanz zu Gold. Er bespricht ausführlich die Frage, ob im Goldpreis der große Knall bevorsteht. Was, wenn der zweite globale Lockdown umfassend durchgeführt wird? Die Staatsausgaben zur Stützung von Bevölkerung und Wirtschaft überall auf der Welt würden die Staatsverschuldungen immens nach oben treiben, was eine große Chance für Gold darstellen könnte.

Aber im Augenblick klebt der Goldpreis weiter an der 1.900 Dollar-Marke. Die Aktienmärkte fallen, und der US-Dollar sackt nicht weiter ab. Wir erinnern uns. Im März, wo die Corona-Panik weltweit am Schlimmste war, schoss der Dollar-Index von 95 auf 103 Indexpunkte nach oben (Flucht in den Sicheren Hafen US-Dollar), und zwar sehr schnell. Der Goldpreis fiel von 1.700 auf 1.464 Dollar. Also: Könnte der Goldpreis bei einer dramatischen Verschärfung der Corona-Lage erneut nicht profitieren, weil der steigende US-Dollar Gold ausbremst?

Heutige Konjunkturdaten

Derzeit jedenfalls kann der Goldpreis als sicherer Fluchthafen in unsicheren Zeiten nicht von den weltweit stark zunehmenden Corona-Infektionszahlen profitieren. Heute um 13:30 Uhr werden in den USA die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter veröffentlicht, und vermutlich um 12 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht der weltweit größte Baumaschinenhersteller Caterpillar seine Quartalszahlen. Beide Ereignisse könnten Aktienkurse und US-Dollar in Bewegung bringen, wie auch den Goldpreis. Genauso kann auch das um 15 Uhr veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen die Kurse bewegen.

Aktueller Analystenkommentar

Die Experten der Commerzbank haben vor wenigen Minuten einen Researchbericht auch zu Gold veröffentlicht. Hier auszugsweise im Wortlaut:

Heute Morgen notiert Gold weiter in unmittelbarer Nähe der 1.900 USD-Marke, die eine starke Anziehungskraft auf den Preis ausübt. Gold in Euro gerechnet notiert seit etwa vier Wochen knapp oberhalb von 1.600 EUR je Feinunze. Eine nennenswerte Preiskorrektur wird unseres Erachtens durch die anhaltend solide Investmentnachfrage verhindert. Gestern verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs Zuflüsse von 3,5 Tonnen. Auch wenn die Dynamik der Zuflüsse in den letzten Wochen nachgelassen hat, erachten offenbar viele Marktteilnehmer den aktuellen Goldpreis noch als attraktive Kaufgelegenheit. In China hat sich die Goldnachfrage gemäß Angaben des Verbands der chinesischen Goldproduzenten zuletzt offenbar erholt: Sie ist demnach im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 29% gestiegen. Der Verband führt dies auf die Erholung der Wirtschaft und auf eine schnelle Rückkehr des Hochzeitsmarktes zurück.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen

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