Der Goldpreis könnte vor einem kräftigen Anstieg stehen. Die nächsten Tage und Wochen könnten außerordentlich spannend werden! Zunächst die aktuelle Lage: Der XAUUSD Chart zeigt den ersten Anstieg letzte Woche Freitag von 3.325 Dollar auf 3.378 Dollar. Denn Fed-Chef Powell öffnete mit seinen Aussagen in Jackson Hole das Fenster für eine erste Zinssenkung im September. Das freut das unverzinste Gold, das an Wert gewinnt, wenn Zinsanlagen weniger abwerfen. Heute Nacht dann der zweite Anstieg von 3.353 auf 3.384 Dollar. Donald Trump entließ Fed-Gouverneurin Lisa Cook, ein bisher einmaliger Vorgang in der US-Politik.
Goldpreis vor Anstieg durch stärker sinkende Zinsen?
Offenbar darf Trump Lisa Cook gar nicht entlassen. Und außerdem sind Entlassungen von Fed-Mitgliedern nur angedacht bei Fehlverhalten, die mit ihrer Tätigkeit bei der Fed zu tun haben. Trump aber wirft Lisa Cook vor, sich bei privaten Immobiliengeschäften falsch verhalten zu haben, weswegen gegen sie ermittelt wird. Dies nimmt er zum Anlass um Cook zu entlassen. Natürlich ist es nur ein vorgetäuschter Grund. In Wirklichkeit will Trump die Mehrheit bei der Fed für sich gewinnen, über die Installation neuer Zentralbanker. Und damit kommen wir auch zum Goldpreis: Schafft Trump sich nach und nach eine Mehrheit bei der Fed, die in seinem Sinne die Zinsen schnell und kräftig senkt, könnte dies das unverzinste Gold deutlich nach oben treiben. Denn Anleiherenditen würden bei sinkenden Zinsen auch fallen und vermutlich positiv auf das Edelmetall wirken.
Kratzen an Unabhängigkeit der Fed
Der zweite Grund für einen möglichen kräftigeren Preisauftrieb bei Gold in den nächsten Tagen und Wochen: Lisa Cook hat klar gemacht, dass sie um ihren Job kämpfen wird. Es dürfte nun also zu einem öffentlichen Rechtsstreit zwischen der Trump-Regierung und der entlassenen Fed-Gouverneurin kommen. Die Entlassung an sich sorgt bereits jetzt für einen Vertrauensverlust, für das Ankratzen der Unabhängigkeit der US-Notenbank. Je länger und schlimmer die anstehende Schlammschlacht wird, und je klarer wird, dass Trumps neu eingesetzte Notenbanker in seinem Sinne agieren, desto eher könnte der Goldpreis ansteigen. Denn politische Instabilität und eine de facto abgeschaffte Unabhängigkeit der Fed könnten massive Fluchtreflexe bei Anlegern auslösen – ab in die Sicherheit, den Fluchthafen namens Gold. Das wäre ein denkbares Szenario für die nächsten Wochen.
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Ich denke, Silber wird besser laufen.
Natürlich mit noch mehr Schwankungen als bei Gold.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Yep, das denke ich auch. Leider kann ich Silber nicht einlagern, da mir sonst der Boden durchbricht. 💩
Hallo @ Ludger
Silber physisch einlagern kostet im Zollfreilager 1 % mit Versicherung.
Und- was wichtig ist, der Mehrwertsteuer- Betrag nimmt auch an dem Kapitalertrag teil.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Das hat damit nichts zu tun… !
Die Anleger fürchten viel mehr eine weitere Verwässerung der Geldmenge, wenn Trump mit seiner „neuen“, alten Art der Geldpolitik durchkommt…!
Erinnern wir uns noch was während Corona geschah…?
Oder während der Finanzkrise oder dem Dot Com Crash…?
Die Notenbanken reagierten immer gleich…mit einer massiven Ausweitung der Geldmenge…das führte zur Inflation und nur das gelbe Edelmetall schützt langfristig und sicher vor Inflation…vor Geldentwertung…!
Bei den Aktienmärkten können Sie falsch liegen, auf die falschen Aktien oder Indizes wetten . ..!
Beim Gold ist der Fehlgriff weniger wahrscheinlich…geradezu unwahrscheinlich !
Gold ist und bleibt der beste Inflationsschutz….darüber hinaus bietet das gelbe Edelmetall aussichtsreiche Perspektiven für die Zukunft…!
Für die eventuelle Zukunft einer goldgedeckten Währung…? !
Sollte Trump mit seiner „neuen“ Art der Geldpolitik durchkommen, sollte es ihm gelingen die Fed umzubauen, hin zu einer Notenbank neuen Typus, hin zu einer „Bank of Japan 2.0.“….dann steht einem Anstieg auf weit über 5000 US – Dollar …die Feinunze …nichts mehr im Wege…!
Im Prinzip orientiert sich Trump nur an Draghi und Kuroda…! Man sollte nicht so viel auf Trump schimpfen..Trump orientiert sich nur an diesen „ruhmreichen Beispielen“ der jüngsten Vergangenheit…!
Draghi bekam für seine Nullzinspolitik sogar einen Orden ! „Das große Bundesverdienstkreuz am Bande“…!
Kuroda wird in Japan wie ein Heiliger verehrt..da er es schaffte den japanischen Aktienmarkt aus dem jahrelangen Winterschlaf zu erwecken…!
Das Trump- Bashing ist vollkommen fehl am Platz…! Die Fehler wurden in der Vergangenheit gemacht…!
Whatever it takes…!
Sepp, wieder mal zu viele Punkte, Frage- und Ausrufezeichen im Text. Bitte als angeblich Promovierter, mal den eigenen Schreibstil überdenken.
Ja @ Dr. Sebastian Schaarschmidt
Man könnte vielleicht noch ergänzen, dass bei jeder Krise mindestens eine Null angehangen wurde.
2000 waren es zig Millionen, 2008 schon Milliarden und bei Corona Billionen.
Mal sehen wieviel es beim nächsten Mal werden.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut