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Goldpreis mit eigenständiger Schwäche – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt aktuell eine eigenständige Schwäche. Seit Mittwoch Abend in einem Seitwärtstrend um die 1.840 Dollar, ist Gold heute Vormittag immer weiter gefallen auf aktuell 1.825 Dollar. Was bewegt aktuell den Markt? Dazu schauen wir erstmal auf den US-Dollar.

US-Dollar fällt – Goldpreis fällt eigenständig

In letzter Zeit war die negative Korrelation zwischen Goldpreis und US-Dollar eindeutig wieder hergestellt. Wenn der US-Dollar fiel, stieg Gold – und umgekehrt. Derzeit fällt der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere wichtige Währungen) immer weiter, aber Gold steigt einfach nicht. Schon letzte Woche nach der EZB-Entscheidung schwächelte das Edelmetall. Aktuell fällt der Dollar-Index mit 90,45 Indexpunkten auf den tiefsten Stand seit April 2018.

Risk On dank Impf-Start in den USA

Der Goldpreis hätte eigentlich steigen müssen, aber er fällt wie gesagt. Das zeigt seine derzeitige eigenständige Schwäche. Befeuert wird sie durch die derzeit steigenden Aktienmärkte. Die Anleger sind weltweit bereit mehr Risiko einzugehen (Risk On Trade). Man verkauft sichere Häfen wie Gold, und kauft zum Beispiel Aktien. Der Grund: Am Wochenende sah man die ersten Bilder im TV, wie Trucks ein Pfizer-Werk in den USA verlassen haben mit dem ersten produzierten Corona-Impfstoff für den US-Markt. Umgehend sollen in den USA die Impfungen starten. Das schürt die Konjunktur-Hoffnungen der Aktienanleger.

ETF und CFTC-Daten

Auch die ETF-Geldflüsse sprechen für einen gedrückten Goldpreis. Laut Commerzbank gab es am Freitag weitere Mittelabflüsse aus auf Gold basierten ETFs (Begriffserklärung hier). Die Anleger scheinen derzeit also trotz eines immer schwächeren US-Dollar auch nicht in Gold-ETF investieren zu wollen.

Daniel Briesemann von der Commerzbank hat vor wenigen Minuten auch zu den aktuellsten Terminmarktdaten der US-Terminmarktaufsicht CFTC bezüglich Termingeschäften in Gold Stellung genommen. Die spekulativen Finanzinvestoren hätten laut CFTC-Statistik zwar ihre Netto-Long-Positionen bei Gold in der Woche zum 8. Dezember um 16 Prozent auf 98.800 Kontrakte ausgeweitet, und damit maßgeblich Anstieg im Goldpreis in diesem Beobachtungszeitraum beigetragen. Der Schwung habe aber nicht lange gehalten, denn der Preis habe seitdem fast alle Gewinne wieder abgegeben. Entsprechend dürften auch die Netto-Long-Positionen mittlerweile wieder niedriger sein, so seine Meinung.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis seit Juni
Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit Juni.

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Exporte koppeln sich ab vom Lockdown-Pessimismus

Claudio Kummerfeld

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Hamburger Hafen

Man hört es dieser Tage öfter, und es ist auch logisch nachvollziehbar. Der zweite deutlich längere Corona-Lockdown sorgt für eine Abwärts-Revision bei der Erwartung für die deutsche Wirtschaftsleistung (siehe hier neue Prognose von Seiten der Bundesregierung). Immer mehr Unternehmen und Kleinst-Unternehmer aus den Bereichen Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel und Urlaub werden wohl den Bach runtergehen. Aber gleichzeitig läuft die deutsche Industrie sowie Exportwirtschaft auf Hochtouren. Die folgende Grafik zeigt seit dem Jahr 2014 die Erwartungen an die deutschen Exporte aufgrund von heute veröffentlichten Daten des ifo-Instituts.

Noch vor der Krise bei einem Wert von 0, liegen die Erwartungen für die deutschen Exporte aktuell bei +6 Punkten, nach +1,9 Punkten im Dezember. Das ist der beste Wert seit Oktober. Klarheit beim Brexit und der US-Präsidentschaft, eine robuste Industriekonjunktur
und der weltweite Impfstart führten laut ifo-Institut zu einem vorsichtigen Optimismus in der deutschen Exportwirtschaft. Deutliche Zuwächse beim Export würden die Hersteller von Computern und elektrischen Ausrüstungen erwarten. Auch die Unternehmen aus dem Bereich des Maschinenbaus und der Chemischen Industrie blicken zuversichtlich auf ihre künftigen Exporte. Bei den Herstellern von Nahrung und Getränken haben sich die Erwartungen deutlich erholt. Gegenwärtig gehen sie von einem konstanten Exportgeschäft aus. Schwierig bleibt laut ifo der Auslandsmarkt für die Bekleidungsindustrie. Auch die Möbelhersteller gehen von rückläufigen Auslandsumsätzen aus.

Grafik zeigt Erwartungen an deutsche Exporte seit dem Jahr 2014

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Aktien

Andre Stagge über sein Depot, Inflation, Bitcoin und steigende US-Renditen

Claudio Kummerfeld

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Andre Stagge

Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden ausführlichen Video fünf Positionen in seinem eigenen Investmentdepot. Aber er spricht auch über wichtige Themen in einem größeren Zusammenhang. Zum Beispiel geht er der Frage nach, ob in 2021 die große Inflation ansteht. Auch schaut er auf die mögliche weitere Entwicklung des Bitcoin, und bespricht die interessante Thematik, welche Auswirkung nachhaltig steigende Anleiherenditen in den USA auf die Märkte haben.

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Markus Krall über das große Debakel als Resultat der Gelddruck-Orgie

Claudio Kummerfeld

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Dunkle Wolken über Frankfurt

Markus Krall erlebt man in letzter Zeit leider öfters vor allem bei Twitter mit zweifelhaften Äußerungen zu Corona-Themen. Aber dennoch wollen wir seine hochinteressanten Aussagen zur Geldpolitik und Wirtschaftsordnung präsentieren. Denn seine inhaltlichen Aussagen zu diesen Themen sind bestechend. Sicherlich kann man bei einigen seiner Aussagen anderer Meinung sein, dennoch erweitern seine Thesen den Horizont und regen zum Nachdenken an.

Der folgende gestern veröffentlichten Vortrag stammt zwar schon vom 24. Oktober 2020, dennoch ist er auch heute noch aktuell. Die wirtschaftlichen und geldpolitischen Folgen der Coronakrise werden besprochen. Dabei zeichnet Markus Krall ein düsteres Bild über eine bevorstehende massive Inflation und das Ende des Euro. Richtig los geht es ab Minute 12:40 im Video. Banken und Zombieunternehmen sind Klassiker-Themen in seinen Vorträgen, die auch dieses Mal zur Sprache kommen. Auf jeden Fall ist dies mal wieder ein spannender Vortrag von Markus Krall.

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