Goldpreis weiter im Aufwind: Die Eskalation im Nahen Osten, steigende Energiepreise und neue Inflationssorgen treiben Anleger in sichere Häfen. Während Öl- und Gaspreise nach dem Angriff auf den Iran explodieren, profitiert Gold als klassischer Krisenwert – und knüpft an seinen starken Aufwärtstrend an.
Goldpreis setzt Gewinnserie fort
Der Goldpreis ist den fünften Tag in Folge gestiegen. Hintergrund ist die zunehmende Eskalation im Nahen Osten, die nicht nur geopolitisch, sondern auch ökonomisch Wellen schlägt. Zeitweise kletterte das Edelmetall während des asiatischen Handels um rund ein Prozent auf über 5.379 US-Dollar je Unze, ehe er einen Teil seiner Gewinne wieder abgab. In den vier Sitzungen zuvor hatte Gold bereits mehr als drei Prozent zugelegt. Politische Börsen haben kurze Beine, heißt es oft – doch in Phasen echter Unsicherheit greifen Investoren reflexartig zu bewährten Sicherheitsankern.
Wie Bloomberg berichtet, kündigte US-Präsident Donald Trump an, die USA werde tun, was nötig sei – „whatever it takes“ –, um im Iran zu gewinnen. Israel sprach von einer „Welle von Angriffen“ auf iranische Kommandozentralen. Der Iran wiederum attackierte Öl- und Gasinfrastruktur und drohte mit Störungen der Schifffahrt in der strategisch zentralen Straße von Hormus. Diese Meerenge ist eine der wichtigsten Schlagadern des globalen Öl- und Gashandels. Entsprechend sensibel reagieren die Energiemärkte.

Energiepreise und Zinsfantasie
Mit den Angriffen zogen die Energiepreise deutlich an – und damit auch die Inflationssorgen in den USA. Steigende Ölpreise wirken wie ein Brandbeschleuniger für Verbraucherpreise. US-Staatsanleihen gerieten unter Druck, die Renditen legten zu. Gleichzeitig wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen länger unverändert lässt. Händler rechnen inzwischen erst im September mit einer Zinssenkung, später als noch vor wenigen Wochen erwartet.
Für den Goldpreis ist das ein zweischneidiges Schwert. Höhere Zinsen erhöhen zwar die Opportunitätskosten, da das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft. Doch wenn Inflationsrisiken zunehmen und Zweifel an der geldpolitischen Stabilität wachsen, gewinnt Gold als Wertspeicher an Attraktivität.
Schon vor den jüngsten Angriffen deuteten Konjunkturdaten auf zunehmenden Inflationsdruck hin. Die Einkaufspreise im verarbeitenden Gewerbe stiegen im Februar so stark wie seit 2022 nicht mehr, wie ein Indikator des Institute for Supply Management zeigt. JPMorgan-Chef Jamie Dimon warnte, Inflation könne sich für die US-Wirtschaft als „Stinktier auf einer Party“ entpuppen – unangenehm und schwer zu ignorieren.
Gold als Krisenwährung
Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis fast 25 Prozent an Wert gewonnen. Neben geopolitischen Spannungen stützen auch Handelskonflikte und Diskussionen über die Unabhängigkeit der Fed die Nachfrage. Hinzu kommt der anhaltende „Debasement Trade“ – die strategische Abkehr von Anleihen und Währungen zugunsten realer Sachwerte. Wenn Vertrauen in Papiergeld schwindet, rückt das älteste Wertaufbewahrungsmittel der Welt wieder ins Zentrum: Gold. Im Zuge einer möglichen Enthebelung an den Märkten, könnten der Gold- und Silberpreis jedoch kurzfristig Federn lassen.
Ende Januar markierte der Goldpreis mit über 5.595 US-Dollar je Unze ein Rekordhoch. Aktuell lag der Spotpreis um 9:11 Uhr in Frankfurt bei 5.328,32 US-Dollar, ein Plus von 0,1 Prozent. Silber fiel hingegen um 2,4 Prozent auf 87,20 US-Dollar zurück, nachdem es am Vortag bereits deutlich verloren hatte. Auch Platin und Palladium gaben deutlich nach, während der Bloomberg-Dollar-Spot-Index erneut zulegte.
FMW/Bloomberg
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Im Zusammenhang mit der aktuellen Situation im Naher und Mittlerer Osten wird der Rohstoff Edelmetall Gold als sicherer Hafen angesehen.
Da soll nun nicht der Wunsch der Vater des Gedanken sein, aber es wird wohl so weitergehen.
Die Welt wird immer reicher, aber in derselben Höhe werden immer mehr Schulden aufgetürmt.
Die Bevölkerung in Indien und China werden noch viele Jahrzehnte damit zu tun haben, nur in etwa mit dem Goldbesitz (der Bevölkerung) in den westlichen Ländern gleichzuziehen.
Aber es gibt nur etwa 1 Unze Gold für jeden Menschen auf der Welt.
Die Zentralbanken, die langsam immer weiter den Dollar abstoßen, werden auch weiter Gold kaufen.
So wird Gold noch viele Jahre, mit Schwankungen, im Preis weiter steigen.
Viele Grüße aus Helmut
Nicht ganz richtig. Wir sehen einen Switch, weg von den Edelmetallen ,hin zu den „alten“ Rohstoffen…. Öl und Gas.
Die Spekulanten switchen schnell…gestern Nemax 50 …morgen Rohstoffe…
Es ist kein Wunder das das „Schwarze Öl“ um fast den Faktor 15 stieg… nach dem Platzen der Dot Com Blase…das Geld musste ja irgendwo hin und Nasdaq und Nemax waren out…
Jetzt können auch die Notenbanken nicht mehr helfen…das Backup im System fehlt…da die Inflation kommt..
Als Erstes erwischt es die Spekulanten, die nur auf Pump ihre Bestände aufstocken..im DAX lösen sich gerade viele Calls in Luft auf…hier hatten nicht wenige bei den 24 000 ihre Kock Out Barriere gesetzt…im Vertrauen auf die Notenbanken…
Die Only Go Up Fraktion der Neulinge, konditioniert unter Draghi und Bernanke…bekommt ihren Lehman Moment…
Dann wird’s die Banken erwischen, die ihnen die Kredite gaben…hier stehen Billionen im Raum…
Nach 17 Jahren wird’s auch Zeit…das die Trendwende kommt …das Rückschlagpotenzial ist natürlich gewaltig.
Buffet Indikator von über 225 in der Spitze…Ausgangspunkt waren mal knappe 35 in 82… der Median läuft bei 70…50 waren’s zur Finanzkrise…aber die Bubble der Finanzkrise war nicht halb so groß wie die heutige..
Komisch das immer im März die Trendwende kommt..März 2000 ..März 03…März 09…nun März 26…
Alle Bedingungen sind gegeben, positive Realverzinsung, war bei Corona nicht, hohe Bewertungen…hohe Zinsen, langer Aufwärtstrend, 17 Jahre ohne große Pause…Faktor 25 beim Nasdaq! 225 Prozent im Buffet Indikator, hohe Verschuldung, global und national, globale Krisen, hohe und höchste Bewertungen in den Indizes, ein schon wahnhaftes Vertrauen in die Notenbanken…alles… alles… spricht für den Crash…
Nur das die Notenbanken nicht mehr helfen können…nicht bei der Inflation, die jetzt kommt…und last but not least die KI Blase…die bringt das Fass zum Überlaufen…
Was ist nur heute mit dem Gold los? Der Irankrieg ist doch nicht aus und die Hormuzstraße offen, oder?