Der Goldpreis hält sich nach mehreren Gewinntagen auf hohem Niveau und rückt weiter in Richtung Rekordhoch. Rückenwind erhält Gold vor allem durch die jüngste Zinssenkung der Fed und die Aussicht auf eine anhaltend lockere Geldpolitik, die Edelmetalle bis ins nächste Jahr hinein stützt.
Goldpreis nähert sich seinem Rekordhoch
Nach drei Tagen mit Kursgewinnen stabilisiert sich Gold auf hohem Niveua, gestützt durch die Aussicht auf eine weitere geldpolitische Lockerung in den USA nach der Zinssenkung durch die Fed in dieser Woche. Silber handelt in der Nähe seines am Donnerstag markieten Rekordhoch.
Goldbarren kosteten 4.285 USD pro Unze, nachdem sie am Donnerstag um 1,2 % gestiegen waren. Bis zum Rekordhoch von 4.381 US-Dollar fehlt dem Goldpreis damit nur noch knapp 100 Dollar. Die Notenbanker der Fed ließen nach der Senkung der Zinsen am Mittwoch die Tür für weitere Zinssenkungen im nächsten Jahr offen. Swap-Händler setzen auf zwei Senkungen im Jahr 2026, obwohl die US-Notenbank nur eine signalisiert hat.
Ein Niedrigzinsumfeld ist förderlich für Edelmetalle wie Gold und Silber, die selbst keine laufenden Zinsen abwerfen. Zusätzlichen Rückenwind erhält der Goldpreis durch die Ankündigung der Fed, ab Freitag monatlich Staatsanleihen im Umfang von 40 Milliarden US-Dollar zu erwerben, um die Reserven im Finanzsystem wieder aufzubauen. Das Programm nährt Erwartungen an eine Rückkehr zur quantitativen Lockerung (QE).
Der Goldpreis ist in diesem Jahr um mehr als 60 % gestiegen, während sich der Silberpreis sogar mehr als verdoppelt hat. Damit sind beide Metalle auf dem besten Weg, ihre beste Jahresperformance seit 1979 zu erzielen. Getrieben wurde die dynamische Rallye vor allem durch verstärkte Käufe der Zentralbanken sowie durch den Rückzug vieler Anleger aus Staatsanleihen und Währungen – den sogenannten Debasement-Trade.

Rallye for Fortsetzung in 2026
„Die Dynamik des Goldpreises wird sich bis ins Jahr 2026 fortsetzen. Dafür sorgen die solide Nachfrage der Zentralbanken und erneute Zuflüsse in ETFs in Verbindung mit einer lockeren Geldpolitik der Fed und anhaltenden geopolitischen Spannungen, die das makroökonomische Umfeld weiterhin stark stützen“, sagte Hebe Chen, Senior Market Analyst bei Vantage Markets in Melbourne. Dennoch sei im nächsten Jahr mit unruhigen Märkten zu rechnen, da die Fed in ihrem jüngsten Ausblick „ungewöhnlich viel Spielraum für Überraschungen lässt“.
Laut dem World Gold Council sind die Bestände an goldgedeckten börsengehandelten Fonds in diesem Jahr, mit Ausnahme des Monats Mai, jeden Monat gestiegen. Unterdessen wurde Silber in den letzten Wochen durch die steigende Nachfrage sowie durch Knappheit und Verwerfungen an den wichtigsten Handelsplätzen gestützt. Das weiße Metall erreichte am Donnerstag mit 64,312 USD pro Unze ein neues Rekordhoch.
Der Goldpreis notiert am Freitagmorgen leicht im Plus bei 4.288,17 USD pro Unze nach (Stand: 7:37 Uhr in London). Silber handelt kaum verändert bei 63,63 USD. Platin gab leicht nach, während Palladium zulegte. Der Bloomberg Dollar Spot Index blieb unverändert, nachdem er in der vorangegangenen Sitzung um 0,3 % gefallen war.
FMW/Bloomberg
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Es ist vollkommen normal… das in den heutigen Zeiten Gold steigt. Mit einer goldgedeckten Währung wäre das nicht nötig …aber in der heutigen Welt schon…
Gold kommt von um die 250 zur Jahrtausendwende…Damals galt Gold als altes Opa Instrument..
Bis die Spekulanten Gold entdeckten…flankiert von den Notenbanken…Trotzdem wird die Rallye von gut 1650 Prozent nicht eins zu eins zu wiederholen sein…
Schon jetzt sind im Gold um die 35 Billionen Dollar an Marktkapitalisierung gebunden…
Vieles läuft heute über Optionen und Derivate…auch der Futures Handel ist zu beachten…
Jedoch müssen diese Kursgewinne im Realhandel noch bestätigt werden…innerhalb von 200 Börsentagen..und da ist nicht mehr mit einer solchen Rallye zu rechnen…
Wie gesagt…gut 1600 Prozent an Performance stecken schon im Gold…
Naja- Gold steigt mit Schwankungen seit über 70 Jahren und hat sich in dieser Zeit im Preis etwa verhundertfünfundzwanzigfacht.
Warum sollte es nicht weiter steigen?
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
…weil den Menschen Phantasie fehlt…vor 25 Jahren konnte sich auch niemand vorstellen, dass eine derartige Rally möglich ist…und so stehen die Leute heute auch wieder da und sagen…das ist nicht möglich…in 25 Jahren werden wir es dann wissen…insofern wir dann noch unter der güldenen Sonne vorhanden sind