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Gold/Silber

Goldpreis – perfektes Umfeld für steigende Kurse

Hannes Zipfel

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Obgleich der Goldpreis in nahezu allen Währungen, außer dem US-Dollar, in diesem Jahr bereits Allzeithöchststände erreicht hat, wird eine nachhaltige Rallye des gelben Edelmetalls nach wie vor infrage gestellt. Dabei ist das ökonomische Setup für Gold nahezu perfekt.

Goldpreis: Das Umfeld spricht für weiter steigende Goldpreise

Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis in Euro um 18,3 Prozent angestiegen. In den letzten zwölf Monaten betrug die Wertsteigerung 23,6 Prozent, seit fünf Jahren 41,5 Prozent und seit zehn Jahren immerhin 69 Prozent.

Obgleich der Goldpreis in nahezu allen Währungen, außer dem US-Dollar, in diesem Jahr bereits Allzeithöchststände erreicht hat, wird eine nachhaltige Rallye des gelben Edelmetalls nach wie vor infrage gestellt. Dabei ist das ökonomische Setup für das gelbe Edelmetall nahezu perfekt.

Das Umfeld spricht für weiter steigenden Goldpreis

Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis in Euro um 18,3 Prozent angestiegen. In den letzten zwölf Monaten betrug die Wertsteigerung 23,6 Prozent, seit fünf Jahren 41,5 Prozent und seit zehn Jahren immerhin 69 Prozent.

Zweifellos gibt es in Zeiten der Alles-Blase Anlageklassen, die in den genannten Zeiträumen noch bessere abschnitten. Die Frage ist jedoch, ob man deshalb Gold für den eigenen Vermögensmix ausschließen sollte?

Anlageklassen nicht gegeneinander ausspielen

Dass die Kapitalisierung des Weltaktienmarktes jüngst neue historische Höchstwerte erreichte, spricht nicht gegen einen weiter steigenden Goldpreis, sondern ist das Symptom derselben Ursachen: die Abschaffung des Zinses sowie die erneut gestarteten Gelddruckprogramme der EZB und der US-Notenbank Fed zur Aufrechterhaltung der globalen Überschuldung.

Der einzige Grund, warum die Standardaktien momentan wesentlich stärker performen als Gold oder die Minenaktien, liegt in den nur allmählich sichtbar werdenden, systemgefährdenden Nebenwirkungen der „What ever it takes“-Politik der großen Notenbanken.

Auf eines ist jedoch Verlass: auf die menschliche Psychologie. Sobald die Risiken und Nebenwirkungen der lediglich symptombehandelnden aber eben nicht die Krankheit heilenden Maßnahmen für jeden Bürger sichtbar und v. a. auch zunehmend spürbar werden, wird auch das emotionale Bedürfnis jedes Einzelnen nach Sicherheit automatisch zunehmen. In der Welt der Vermögenssicherheit ist Gold seit Jahrtausenden, auch im Zeitalter der Digitalisierung, diesbezüglich die erste Wahl (noch vor Whisky, Ackerland, Holz, Diamanten, Waffen, Konservendosen, etc.). An zweiter Stelle steht Silber, dann Minenaktien und erst dann kommt alles andere.

Wenn es also der Goldpreis aktuell etwas schwerer hat zu steigen, als die gehypten Standardaktien, dann liegt das nicht an den Fakten, sondern an der Bereitschaft oder der Fähigkeit großer Teile der Marktteilnehmer diese Fakten adäquat zu bewerten und zu gewichten. Klar ist aber auch, dass dieser Prozess sukzessive voranschreitet. Andernfalls würden sich nicht immer mehr Anleger für Gold entscheiden und der Goldpreis stünde nicht, bedingt durch Angebot und Nachfrage, auf den nun erreichten Niveaus.

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8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Zimmermann

    23. November 2019 15:52 at 15:52

    Da jeder und ich meine wirklich jeder der gerade laufen kann im Gold „Long“ ist, wird Gold erst noch bis 1300-1400 konsolidieren.

  2. Avatar

    PK

    24. November 2019 08:11 at 08:11

    hab selber einen recht hohen Anteil meines Depots in Gold, aber dein Satz:
    „Fähigkeit großer Teile der Marktteilnehmer diese Fakten adäquat zu bewerten“
    ist wohl einer der teuersten den man an der Börse machen kann.

    Da kann ich auch Tesla shorten und mich dann beschweren, daß den anderen Marktteilnehmern die Fähigkeit abgeht zu erkennen, daß Musk einen an der Klatsche hat.
    Entscheidend ist zu antipizieren was die anderen Markteilnehmer denken (egal wie blöd das ist), nicht das, was man selber denkt.

    Was Gold aktuell noch zurück hält ist die Möglichkeit, daß die Weltkonjunktur vielleicht doch mit einer Mini Delle davon kommt. Das wird aktuell halt gespielt. Denn richtig steigen wird Gold dann, wenn wir eine Rezession bekommen und dann die großen Bazookas wieder ausgepackt werden.

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  4. Pingback: Aktuelle Meldungen vom 24.11.2019 | das-bewegt-die-welt.de

  5. Avatar

    barthez72

    24. November 2019 13:54 at 13:54

    Das Problem ist doch,dass die Staaten in Gänze garnicht wissen mit welchem Feuer sie dort zündeln.
    Leider werden wir es hier im Blog auch nicht diskutieren können.Aus rein praktischen Gründen.Ich persönlich habe beim Bier im Garten schon oft Gespräche dazu,dort geht das auch viel besser ,aber hier……..Platz ,Zeit etc….

  6. Avatar

    barthez72

    24. November 2019 14:22 at 14:22

    Als Oberbegriff fällt mir halt noch das Wort “ redemokratisierung des Geldsystems“ ein.Beziehungsweise
    ein wieder zurückführen auf ein Solches.

  7. Avatar

    Joachim

    24. November 2019 20:48 at 20:48

    @Herr Zipfel: Gute Gesamtanalyse, Ihre Argumente sind überzeugend.
    Aber warum bewerten Sie Gold höher als Silber bzgl. physischer Anlage? Welchen Vorteil, außer Volumen und Gewicht, hat Gold gegenüber dem Silber?
    Was ist physisches Gold für den Normalverbraucher wirklich wert, sollte es zu einem, wenn auch temporären, Goldverbot kommen?

    Ich bin ein aufmerksamer Leser Ihrer Analysen und Kommentare und würde mich sehr darüber freuen, von Ihnen als echter Goldbug auch einmal etwas über die o.a. Risiken zu lesen.

    Jede auch noch so langfristig betrachtetet Anlage sollte mehr oder weniger den Grunde nach zumindest irgendwie auf legalem Wege solvent sein.

    Abgesehen von Gewicht und Volumen kann Silber da nur gewinnen, auch wenn der Markt vielen Interessierten zu kein erscheint…

    • Avatar

      Hannes Zipfel

      25. November 2019 12:02 at 12:02

      @Joachim: Silber unterscheidet sich in einigen Punkten als Wertanlage von Gold. Diese reichen von der steuerlichen Betrachtung, über die Angebots-Nachfrage-Struktur und der Marktliquidität bis hin zum Wert pro Gewichtseinheit. Grundsätzlich sehe ich für Silber ein deutlich höheres Wertsteigerungspotenzial, bei gleichzeitig signifikant höherer Volatilität als für Gold. Ich würde gern einen separaten Beitrag dazu verfassen. Vielleicht klappt dies heute schon.

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Gold/Silber

Goldpreis auf wackligen Beinen – morgen weitere Abwertungsgefahr?

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich aktuell weiter stark anfällig. Die gesamte letzte Woche ging es fast schon komatös seitwärts im Gold um das Kursniveau von 1.850 Dollar herum. Dann ab Freitag Mittag ging es auch wegen US-Konjunkturdaten bergab auf 1.828 Dollar bis Freitag Abend. Heute Nacht zum Wochenstart dann folgte der Absacker im Goldpreis auf 1.810 Dollar, von dem sich der Markt bis jetzt wieder etwas erholt hat auf 1.833 Dollar.

Aber die Lage bleibt labil. Vor allem muss man sehen, dass neben den Renditen für US-Staatsanleihen (hier ein Vergleich) seit einigen Tagen der US-Dollar immer weiter an Stärke gewinnt. Seit November 2020 befindet sich der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere wichtige Währungen) im Abwärtstrend. Der Index fiel seit November von 94,29 auf 89,16 Indexpunkte bis zum 6. Januar 2021. Dann trat die Kehrtwende ein, und der Index stieg bis jetzt auf 90,83 Punkte. Daran erkennt man die leichte neue Stärke im US-Dollar. Das ist schlecht für den Goldpreis. Denn alles was in US-Dollar gehandelt wird, schwächelt tendenziell, wenn der Dollar ansteigt – und umgekehrt. Im folgenden Chart sehen wir als blaue Linie seit dem 5. Januar den steigenden US-Dollar gegen den fallenden Goldpreis in rot-grün.

Goldpreis morgen vor weiterem Absturz?

Wird der Goldpreis morgen weiter fallen? Möglich ist das, aber keinesfalls sicher. Der Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank erwähnt in seinem ganz frischen Kommentar zu Gold, dass die ehemalige Fed-Chefin und neue US-Finanzministerin Janet Yellen morgen im US-Kongress sprechen wird. Wie im Vorfeld durchgesickert sein soll, werde Janet Yellen eine Rückkehr der Biden-Administration zur Wechselkurspolitik vorheriger Regierungen vor Trump verkünden, nämlich die Wechselkurse wieder allein den Märkten zu überlassen.

Inwieweit dies den Goldpreis beeinflusse, werde laut Carsten Fritsch stark von der Richtung abhängen, die der US-Dollar daraufhin einschlägt. Verbale Interventionen zur Abschwächung des US-Dollar wie unter Donald Trump häufig geschehen, dürften allerdings der Vergangenheit angehören, so seine Meinung. Kann diese neue Passivität also bedeuten, dass die Märkte den US-Dollar positiver sehen, weil die US-Regierung nicht mehr auf eine Abwertung drängt? Ein weiter steigender US-Dollar könnte den Goldpreis daher eventuell weiter schwächen, zumindest auf Sicht der nächsten Tage.

Chart zeigt Vergleich von US-Dollar gegen Goldpreis seit dem 5. Januar

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Charttechnik bei Dow, Nasdaq und Silber

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Ganz so einfach ist die Lage bei Dow Jones, Nasdaq und Silber derzeit nicht. Schauen wir genauer auf die Charts im folgenden Video.

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