Gold glänzt wie nie zuvor: Der Goldpreis klettert auf ein neues Rekordhoch, während auch Silber stark zulegt. An den Märkten wächst die Spannung, denn Investoren warten auf frische Hinweise der Fed zum künftigen Zinspfad. Die Aussicht auf weitere Zinssenkungen schürt die Nachfrage nach Edelmetallen und könnte die Rally von Gold und Silber weiter anheizen.
Goldpreis mit neuem Rekordhoch
Angesichts der wachsenden Zuversicht hinsichtlich einer weiteren Lockerung der Fed erreichte der Goldpreis einen neuen Rekordwert, während die Investoren auf wichtige Inflationsdaten warteten. Diese könnten den Notenbankern politischen Spielraum für Zinssenkungen geben. Silber legte ebenfalls zu und erreichte den höchsten Stand seit mehr als neun Jahren.
Gold stieg am Montag um bis zu 0,9 % auf 3.722,33 US-Dollar pro Unze und übertraf damit das in der vergangenen Woche erreichte Rekordoch, nachdem die US-Notenbank Fed am Mittwoch zum ersten Mal seit Dezember die Zinsen gesenkt hatte. Niedrigere Zinsen kommen nicht verzinslichen Edelmetallen zugute.
Silber legte mit Unterstützung durch bullische Optionshändler noch stärker als Gold zu und erreichte am Montag einen Höchststand von 43,7727 USD pro Unze. Das Handelsvolumen der iShares Silver Trust-Optionen stieg am Freitag auf 1,2 Millionen – den höchsten Tagesumsatz seit April 2024 –, während auch das Volumen der Call-Optionen sprunghaft anstieg. Die Begeisterung griff auch auf Platin und Palladium über. Dies deutet auf ein wachsendes Interesse der Anleger an Edelmetallen hin, die in Schlüsselindustrien verwendet werden.
Gutes Umfeld für Gold und Silber
„Die technischen Faktoren sehen ziemlich stark aus und die Erwartungen für tiefere Zinssenkungen steigen“, sagte Soni Kumari, Rohstoffstrategin bei der ANZ Group Holdings. Bei Silber wurde der jüngste Widerstand bei 43 USD pro Unze durchbrochen, während der Goldpreis den alten Höchststand von 3.708 USD pro Unze übertroffen hat. Dies deutet darauf hin, dass die Preise weiter steigen könnten.
In dieser Woche werden die Händler die eingehenden Daten analysieren, darunter die Konjunkturdaten aus Europa und den am Freitag veröffentlichten Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) in den USA. Der von der Fed bevorzugte Maßstab für die zugrunde liegende Inflation dürfte im letzten Monat langsamer gestiegen sein, was das Argument für Zinssenkungen stärken würde. Darüber hinaus wird Fed-Chef Powell am Dienstag eine Rede zur wirtschaftlichen Lage halten.
Derzeit preisen die Märkte fast zwei weitere Zinssenkungen in diesem Jahr ein. Die Aussicht auf eine weitere geldpolitische Lockerung durch die Fed war ein wichtiger Katalysator für den Anstieg des Goldpreises um rund 40 % und des Silberpreises um 47 % in diesem Jahr. Die Preise wurden zudem durch die erhöhte Nachfrage nach sicheren Anlagen aufgrund von Sorgen über geopolitische Konflikte und die Auswirkungen der von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle auf die Weltwirtschaft sowie durch erhöhte Käufe der Zentralbanken und Bestände in börsengehandelten Fonds gestützt. Der folgende Chart von TradingView veranschaulicht die fulminante Rally von Gold und Silber in diesem Jahr.

Der Spot-Goldpreis notiert um 10:05 Uhr in Frankfurt um 0,8 % höher auf 3 716,75 USD pro Unze. Der Bloomberg Dollar Spot Index blieb unverändert. Silber stieg um 1,6 %, Platin um 1 % und Palladium um 0,9 %.
FMW/Bloomberg
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…Die Aussicht auf weitere Zinssenkungen schürt die Nachfrage nach Edelmetallen und könnte die Rally von Gold und Silber *weiter* anheizen…
Ich würde sagen, *zusätzlich* anheizen.
Der richtige Schub kommt aus China, und von den Banken, weil Gold nun (nach Basel III) als Tier 1 in den Bilanzen aufgeführt werden kann.
Bei Silber zeichnete sich die Knappheit seit 2021/22 ab.
Und diese Knappheit kann nicht mit Papiersilber geschönt werden.
Es wird zumindest bei Silber (mit Schwankungen) so weiter gehen.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut