Gold

Goldpreis Richtung 3.500 Dollar? Analyst erläutert

Hat der Goldpreis massives Aufwärtspotenzial? Neben vielen fundamentalen Gründen bespricht ein Analyst die charttechnische Aussicht.

Gold-Barren
Grafik: in-future-Freepik.com

Die Gold-Rally scheint kein Ende zu finden. Der Goldpreis steigt immer weiter an. Der XAUUSD Chart zeigt für die letzten zwölf Monate einen 35,6 % Anstieg. Alleine seit der Vereidigung von Donald Trump Anfang der Woche ist der Goldpreis um 44 Dollar auf aktuell 2.754 Dollar angestiegen.

Chart zeigt Goldpreis-Entwicklung der letzten zwölf Monate

Goldpreis-Rally – geht da noch viel mehr?

Aber ist die Rally noch lange nicht zu Ende? Eine potenziell massiv steigende Staatsverschuldung in den USA und eine möglicherweise steigende Inflation – ausgelöst durch Trumps Politik – wird von vielen Anlegern offenbar vorweg genommen, und man kauft Gold. Der Goldpreis dürfte ebenfalls angeheizt werden, je stärker Tendenzen Richtung Handelskrieg mit EU, China, Kanada und Mexiko zunehmen sollten. Bei geopolitischer Unsicherheit ist Gold nun mal stets ein Fluchthafen.

Neben dem inzwischen bekannten Faktor der massiven Zentralbank-Käufe, die die Rally weiterhin stützen könnten, gibt es aber auch noch die Charttechnik. Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets hat heute diese Video-Analyse veröffentlicht, in der er den Fokus auf die Charttechnik legt. Ein neues charttechnisches Impulsmuster nach oben sei aktiviert worden, ein neuer großer Anlauf im Goldpreis sei möglich. Sehen Sie hier seine Aussagen, die ein mögliches Kursziel von 3.500 Dollar in den Raum stellen.

Kurzfristiger Blick auf Gold

Bloomberg formuliert es im kurzfristigen Blick auf Gold aktuell so: Der Goldpreis kletterte auf den höchsten Stand innerhalb eines Tages seit Ende Oktober, wobei Händler die Aussichten für die Weltwirtschaft beobachteten, während Präsident Donald Trump weiterhin seine Ansichten zur Handels- und Einwanderungspolitik skizzierte. Der Goldpreis wurde um 2.762 Dollar je Unze gehandelt, nachdem er in der vorangegangenen Sitzung um 1,4 % gestiegen war, da Trumps Zolldrohungen die Nachfrage nach sicheren Anlagen ankurbelten. Der Präsident sagte später, dass er erwäge, als Vergeltung für den Fentanyl-Fluss aus China eine 10 %ige Abgabe auf chinesische Waren zu erheben, und bekräftigte seine Absicht, Kanada und Mexiko in den kommenden Wochen mit Einfuhrzöllen von bis zu 25 % zu belegen.

Die Anleger konzentrieren sich auf die Auswirkungen der Zoll- und Steuersenkungspolitik der Trump-Regierung, die wahrscheinlich die Finanzen des Landes aushöhlen und die Inflation wieder anheizen würde. Dies könnte die Fähigkeit der Federal Reserve einschränken, die Geldpolitik weiter zu lockern. Höhere Kreditkosten bedeuten normalerweise Gegenwind für den Gold, da das Edelmetall keine Zinsen zahlt. Der Goldpreis verzeichnete im Jahr 2024 eine Reihe von Rekorden, wobei die Zuwächse durch den Schwenk der Fed zu einer lockeren Geldpolitik, geopolitische Spannungen und Zentralbank-Käufe angetrieben wurden. Die Nachfrage nach sicheren Anlagen könnte Gold angesichts der Bedenken über die Einwanderungspolitik des neuen Präsidenten und der zunehmend angespannten Beziehungen der USA zu anderen Staaten weiteren Auftrieb verleihen.

FMW/Bloomberg



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4 Kommentare

  1. In den letzten 365 Tagen 42,15 % (in Euro) steuerfreien Kursgewinn ist ja auch schon mal was.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. Ich flehe Sie an: Bitte lassen Sie diese unsinnigen Aussagen mit „Gold wirft keine Zinsen ab“ und daher sind hohe Zinsen Gift für Gold. Einfach Zinszyklen der Vergangenheit anschauen. Auch der Unsinn US-Dollar stark = fallender Goldpreis. Nichts davon ist m.W. empirisch unterlegbar aber ständig angeführt. Der Dollar ist so stark wie selten und das Zinsniveau oben. Trotzdem neue Allzeithochs in fast allen Währungen und fast kein Abstand auch in US Dollar. Wo ist die allerseits „beschworene“ Korrelation? Nicht da weil nicht vorhanden;).

    (ehem. Student von Dr. Dr. Konrad Wimmer. :))

    Ist Wind weil sich das Windrad dreht oder gibt es Wind, weil sich das Windrad dreht? ;)))

  3. Mir ist es lieber, dass meine Investition in Gold sich seit dem Jahre 2000, durch den Kapitalertrag fasst verzehnfacht hat, und nicht durch Zinsen, denn die wären steuerpflichtig.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Sinnbefreiter Leierkasten-Kommentar

      Manchen ist es noch lieber, dass sich ihre Bitcoins verzehntausendfacht haben und ganz ohne Zinsen, denn die wären steuerpflichtig.

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