Aktuell spricht einiges gegen einen steigenden Goldpreis – und eher für weiter fallende Kurse. Seit letzter Woche Mittwoch hat Gold bereits knapp 100 Dollar verloren von 3.431 Dollar auf jetzt 3.334 Dollar. Dieser XAUUSD Chart zeigt den Verlauf der letzten drei Wochen. Aktuelle Ereignisse könnten noch tiefere Kurse bringen.
Goldpreis fällt – Deeskalation im Handelskrieg
Das Schlagwort heißt Risk On oder auch „Abkehr vom Sicheren Hafen“. Der Handelskrieg hat seit Monaten den Drang von Anlegern hin zu Gold erhöht. Nun aber hat Donald Trump gestern mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen Handelsdeal geschlossen, ein großer Schritt! Dadurch sinkt das allgemeine Risiko, der Handelskrieg wird deeskaliert. Der Goldpreis könnte nun weiter fallen, weil es für weniger Anleger interessant ist, Geld im passiven Sicheren Hafen Gold zu parken.
Vielmehr könnten Anleger nun noch mehr auf Risiko-Anlageklassen wie Aktien setzen. Weiteres „Ungemach“ droht für Gold in den nächsten Tagen. Viele Länder dürften im Lauf dieser Woche bemüht sein mit Donald Trump einen Deal zu finden, denn seine Deadline endet am Freitag den 1. August. Aktuellste Berichte der South China Morning Post zeigen, dass die USA und China eine weitere drei Monate laufende Zoll-Pause einlegen könnten, damit die Verhandlungen weiterlaufen können. Heute verhandelt man in Schweden weiter. Für den Goldpreis kann das bedeuten: Schaffen die USA mit vielen Ländern eine Einigung, und deuten auch die Gespräche mit China auf weitere Entspannung hin, kann der Preis für das Edelmetall weiter abwärts tendieren.
Fed-Zinsen und mehr
Mittwoch Abend steht auch die Zinsentscheidung der Federal Reserve an, wo man allgemein erwartet, dass es keine Zinssenkung geben wird. Mögliche Aussagen über weitere Passivität der Fed beim Thema Zinssenkungen könnten auch negativ für den Goldpreis sein. Denn längere Zeit hohe Fed-Zinsen lassen Anlagealternativen wie Anleihen in Relation zum zinslosen Gold attraktiver erscheinen. Man sollte aber nie außer Acht lassen, wie unberechenbar Donald Trump ist. Geschieht in Zoll-Verhandlungen nicht alles genau so, wie er es sich vorstellt, droht die nächste Eskalation, und die Suche nach Sicheren Häfen kann ganz schnell kurzfristig anspringen.
Im großen Bild, mit Blick auf die nächsten Monate und Quartale, ist ein weitaus höherer Goldpreis möglich als der bisherige Rekord von 3.500 Dollar. Denn der Kaufdrang von zahlreichen Zentralbanken könnte ein weiterhin gewichtiger Faktor bleiben.
Risikohinweis: Der Handel mit Wertpapieren und Finanzinstrumenten kann Ihr Kapital erheblichen Risiken aussetzen, unter Umständen auch über das eingesetzte Kapital hinaus. Trading ist nicht für jeden geeignet. Vergangene Performance ist keine Garantie für zukünftige Performance. Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.
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