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Goldpreis setzt Aufwärtstrend kraftvoll fort

Es läuft gut derzeit für Gold – Hauptgrund dafür ist die Schwäche des US-Dollars! Und die Stimmung der Investoren gegenüber Gold wird immer optimistischer, wie die jüngsten CFTC-Daten zeigen. Was ist jetzt zu erwarten?

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Es läuft gut derzeit für Gold – Hauptgrund dafür ist die Schwäche des US-Dollars! Und die Stimmung der Investoren gegenüber Gold wird immer optimistischer, wie die jüngsten CFTC-Daten zeigen (die die Positionierung am Future-Markt bis zum 09.Januar erfassen): demnach sind im Vergleich zur Vorwoche weitere knapp 46.000 Long-Kontrakte aufgebaut worden (stärkster Anstieg seit August, als die Nordkorea-Thematik stark hochkochte) auf nun knapp 218.000 Long-Kontrakte, denen lediglich knapp 20.000 Short-Kontrakte gegenüber stehen. Damit sind in den letzten drei Wochen 111.000 neue Long-Kontrakte am Future-Markt aufgebaut worden.

Wie aber ist die übergeordnete Lage für Gold? Dazu eine Analyse von Karsten Kagels:

Chartanalyse des Gold-Futures – Trend, Prognose, Aussichten


(Charts durch anklicken vergrößern)

Goldpreis setzt Aufwärtstrend kraftvoll fort

Der abgebildete Wochenchart des in New York gehandelten Gold-Futures zeigt die Kursentwicklung seit August 2016. Jede abgebildete Kerze (Candlestick) stellt die Kursbewegung einer Woche dar, bei einem aktuellen Kurs von $1.338,3.

Aus Sicht des Wochencharts liegt beim Gold-Future eine große Seitwärtsbewegung vor, die sich über die letzten zwei Jahre erstreckt. Der Goldpreis ist in dieser Zeit zwischen $1.045 (Tief von Dezember 2015) und $1.377 (Hoch aus dem Juli 2016) gependelt.

Wochen-Kurskerze endet positiv

Die vergangene Woche entwickelte sich als Trendkerze mit steigenden Kursen. Aus Sicht des Wochencharts liegt ein definierter Aufwärtstrend vor. Sie sind an Gratis-Infos zur Entwicklung des Goldpreises interessiert.
Goldpreis notiert über 20- und 50 Wochen GD

Nach dem Kursanstieg der letzten vier Wochen notiert der Goldpreis jetzt wieder über der leicht steigenden blauen Linie des 20-Wochen Gleitenden Durchschnitt (GD) und auch über dem wieder leicht steigenden 50-Wochen-GD (grüne Linie).

Der sehr langfristig angelegte 200 Wochen GD bewegt sich seitwärts und notiert aktuell bei $1.233 (braue Linie im Chart).

Aus Sicht dieser Trendindikatoren liegt ein positives Chartbild vor.

Goldpreis bewegt sich wieder im Trendkanal

Die mittelfristige Aufwärtstrendlinie (grün) verbindet die Tiefs von November 2016 und Juli 2017 und dient gleichzeitig als untere Linie eines aufwärtsgerichteten Trendkanals, wie man im Chart sehen kann. ​

Nach einem Fehlausbruch (Bärenfalle) in den ersten zwei Dezemberwochen konnte der Goldpreis in der dritten Dezemberwoche wieder in den Trendkanal zurückkehren und bewegt sich darin aufwärts, was positiv zu werten ist.
Goldpreis notiert über langfristiger Abwärtstrendlinie

Der nächste Chart zeigt die langfristige Kursentwicklung anhand des Monatschart mit logarithmischer Skalierung.

Wie man sehen kann, wurde die langfristige Abwärtstrendlinie (rote Trendlinie) im September 2017 kurz überschritten. Allerdings konnte der Goldpreis auf Monatsschlußkursbasis nicht über der Abwärtstrendlinie schließen.

Im Oktober und November bewegte dich der Goldpreis seitwärts unter sehr geringer Volatilität. Die Kursentwicklung im Dezember zeigte dann eine Umkehrkerze, ein positives Signal, was weiter steigende Kurse anzeigen könnte.

Im Januar 2018 bewegt sich der Gold-Future nun deutlich über der langfristigen roten Abwärtstrendlinie.

20-Monate- und 50-Monate Gleitende GDs bieten Unterstützung

Im abgebildeten Monatschart sind die 20-Monate (blaue Linie) -und 50-Monate (grüne Linie) Gleitenden Durchschnitte (GD) eingezeichnet. Wie man sehen kann, befinden sich das Oktober- und Novembertief im Bereich dieser wichtigen und viel beachteten Gleitenden Durchschnitte und der Goldpreis konnte dort Stützung finden.

Die Dezemberkerze hat wieder deutlich über den leicht steigenden 20- und 50 Wochen GDs geschlossen, was positiv zu werden ist.

Fazit unserer Chartanalyse:

Der abgebildete Wochenchart und auch der Monatschart können als positiv eingeschätzt werden.

Möglicherweise liegt weiteres Aufwärtspotential für den Goldpreis vor, welches zunächst bis zum Hoch des Jahres 2017 bei $1.362,4 und zum Hoch des Jahres 2016 bei 1.377,5 führen könnte.

Mehr von Karsten Kagels unter https://www.kagels-trading.de

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Angelo Michele Franke

    15. Januar 2018 13:34 at 13:34

    Hmmmm, also ich bin ja etwas skeptisch.
    Die Goldminen machen den Anstieg nicht annähernd mit. Und das obwohl sowohl Gold, als auch Rohstoffe und eben Aktien steigen.
    Was haben die Goldminen für ein Problem?

    • Avatar

      Columbo

      15. Januar 2018 13:57 at 13:57

      Im Wochenchart hat Goldcorp 4,9%, Newmont 2,2% und Gold 1,5% zugelegt(USD)

  2. Avatar

    Columbo

    15. Januar 2018 13:35 at 13:35

    https://finanzmarktwelt.de/gold-nur-fuer-kurze-zeit-goldig-77177/

    Die Analyse von Henrik Becker am 28-12-17(„Potential maximal bis 1310“). Eher daneben, oder? Falls nicht, könnte jemand so nett sein, mir das erklären?

    • Avatar

      Gixxer

      15. Januar 2018 13:48 at 13:48

      Stimmt. Diese Analyse widersprecht der von Becker.
      Welche soll man jetzt glauben?

      • Avatar

        Columbo

        15. Januar 2018 14:00 at 14:00

        Auch die Tatsachen widersprechen der Analyse von Becker.

  3. Avatar

    PK

    15. Januar 2018 13:52 at 13:52

    interessant ist dieser Chart:
    https://img.nzz.ch/S=W1960/O=75/http://nzz-img.s3.amazonaws.com/2018/1/15/c8b48e27-81f6-48f6-8734-a4344235ef9d.png
    Grundsätzlich sollten die Rohstoffe die Aktien daher in den nächsten 2 Jahren outperformen.
    Ich bin weiter optimistisch für Gold, denke aber der aktuelle Anstieg ist eher Dollarschwäche als Goldstärke. Daher werden wir vielleicht am Widerstand bei 1365 erstmal scheitern. Aber Ende des Jahres wird sich die immer stärker werdende Negativrealverzinsung durchsetzen.

  4. Avatar

    Angelo Michele Franke

    15. Januar 2018 14:22 at 14:22

    So what? Spielst du jetzt stock picking?
    Schau dir den Goldminenindex an in den letzten Wochen und Monaten und denk nochmal nach ?

    • Avatar

      Columbo

      15. Januar 2018 15:59 at 15:59

      Aber sicher! Wenn schon Goldminen, dann nur einzelne wenige und nur mit Spielgeld. Es gibt aber sinnvollere Investments.

      • Avatar

        Angelo Franke

        15. Januar 2018 16:17 at 16:17

        @Columbo du hast mich anscheinend nicht verstanden.
        Ich weise eher darauf hin, wie viel der Goldpreisanstieg wert ist, wenn die Goldminen diesen nicht mitmachen! Und da ist es schnurz, wenn du zwei drei Minen nennst, die ein bisschen gestiegen sind. Schau dir den Goldminen Index an die letzten Wochen und Monate und vergleiche ihn mit dem Goldpreis. Der hinkt gewaltig hinterher.
        Deshalb, es geht hier um die Nachhaltigkeit des Goldpreisanstiegs. Diesen solltest du nie losgelöst betrachten.

        • Avatar

          Columbo

          15. Januar 2018 18:58 at 18:58

          @Angelo, ganz ruhig, hab dich schon verstanden. Die Korrelation Goldminen/Goldpreis würde ich nicht überbewerten?.

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Devisen

Warum sich der Goldpreis vor dem Wochenende gestärkt zeigt

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich auch heute gestärkt. Wir hatten es gestern bereits angesprochen. Der diese Woche gelaufene Aufwärtstrend im Gold scheint noch nicht nachhaltig zu sein, weil in den letzten Tagen die Anlegergelder weiterhin aus Gold-ETF abflossen. Von daher sollte man dem Aufwärtstrend bei Gold noch nicht blind vertrauen. Aber es ist ein ordentlicher Anstieg.

Der Goldpreis stürzte in den letzten Wochen fast 200 Dollar in den Keller, weil die Kapitalmärkte deutlich mehr Hoffnung auf die Corona-Imfpungen hatten, und daher bereit waren in riskantere Geldanlagen zu investieren. Gold war weniger interessant. Seit dieser Woche ist aber (wir erwähnten es gestern) die wichtige negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar wieder angesprungen. Der Dollar fiel immer weiter, und der Goldpreis stieg. Auch heute sehen wir eine weitere Dollar-Abwertung, und Gold (Montag noch bei 1.764 Dollar) konnte sich bis vorhin noch robust bei 1.840 Dollar behaupten (aktuell 1.836 Dollar).

Den Vergleichschart von gestern zwischen Gold und US-Dollar setzten wir hiermit aktualisiert fort. Die Trends sind weiterhin intakt – zumindest in diesem Augenblick. Wir sehen den gegenläufigen Verlauf seit Anfang der Woche. Auch wenn der Goldpreis ganz aktuell ein paar Dollar fällt, so ist die gegenläufige Bewegung im Gesamtbild der Woche erkennbar. Der US-Dollar befindet sich aktuell am tiefsten Punkt seit Frühjahr 2018. Diese Talfahrt hatten wir heute in einem separaten Artikel besprochen (mehr dazu hier).

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar seit Anfang der Woche

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Gold/Silber

Goldpreis steigt! Schwacher US-Dollar vs ETF-Abflüsse

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Der Goldpreis steigt weiter an. Langsam kann man im Verlauf dieser Woche tatsächlich von einer Stärke bei Gold sprechen. Nach fast 200 Dollar Absturz in den letzten Wochen erleben wir nun vom Tiefpunkt am Montag bei bei 1.764 Dollar einen durchgehenden Anstieg auf aktuell 1.837 Dollar. Wie ist die aktuelle Lage?

Immer weiter fallender US-Dollar stärkt diese Woche den Goldpreis

Nun, seit Anfang der Woche laufen die Aktienmärkte seitwärts, oder man könnte auch sagen sie sind unentschlossen. Aber wirklich aktiv helfen tut dem Goldpreis derzeit der immer weiter fallende US-Dollar. Die letzten Monate waren Gold und Dollar die perfekte Negativ-Korrelation. Dann einige Tage überhaupt nicht mehr. Aber jetzt ist sie wieder da. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen die wichtigsten Hauptwährungen) fällt immer weiter, so auch heute! Im Chart sehen wir seit letztem Freitag in blau den Verlauf im Dollar-Index gegen den steigenden Goldpreis in rot-grün. Eine eindeutige negative Korrelation.

Chart zeigt seit Freitag steigenden Goldpreis gegen fallenden US-Dollar

Es wird dieser Tage immer wahrscheinlicher, dass unter Joe Biden und vielleicht auch schon in den Wochen vorher seiner Amtseinführung am 20. Januar 2021 neue Stimuluspakete in den USA verabschiedet werden. Mehr Staatsverschuldung, mehr Gelddrucken – das schwächt den US-Dollar, und stärkt derzeit den Goldpreis.

ETF

Wir hatten diese Woche schon zwei Mal in Berichten auf die Richtung der Geldflüsse bei Gold-ETF (Begriffserklärung hier) hingewiesen. Seit einiger Zeit fließen Anlegergelder in großem Umfang aus ETF ab, die auf Gold basieren. Auch gestern gingen die Mittelabflüsse weiter, laut Commerzbank im Umfang von fast 9 Tonnen. Man sollte den diese Woche stattfindenden Anstieg im Goldpreis inzwischen nicht mehr als eine rein technische Reaktion auf einen überverkauften Markt betrachten, sondern als echte Aufwärtsbewegung. Aber die Geldflüsse der Anleger laufen zumindest Stand gestern noch raus aus den Gold-ETF, während der Goldpreis weiter steigt. So ganz klar bullisch wirkt das noch nicht.

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Gold/Silber

Silberpreis: Ist das eine „Bärenfalle“ oder eine „Verkaufswelle“?

Jörg Bernhard

Veröffentlicht

am

Aus charttechnischer Sicht steigt beim Silberpreis die Spannung. Bergauf ging es in den vergangenen Handelstagen aber auch mit dessen Volatilität, die in der Finanzwelt vor allem als Risiko-Barometer dient.

Silberpreis: Marke von 22 Dollar im Auge behalten

Noch zum Wochenstart herrschte an den Silbermärkten eine besonders starke Verunsicherung. Die Impfstoff-Euphorie hat unter den Investoren zu einem verstärkten Appetit auf Aktien geführt und somit bei den altbewährten „sicheren Häfen“ Gold und Silber – insbesondere im ETF-Sektor – erhebliche Abflüsse generiert. Zugleich trübte sich die charttechnische Lage beim Silberpreis mit dem Verletzen der im Bereich von 23 Dollar angesiedelten Unterstützung markant ein. Diese erwies sich im Juli, September und Oktober als solider Boden. Weil der Kursrutsch darunter lediglich von temporärer Natur war, kann man das Verkaufssignal mittlerweile als „Bärenfalle“ betrachten. Um keinen chartindizierten Verkaufsdruck auszulösen, sollte sich das Edelmetall in den kommenden Wochen möglichst über 22 Dollar halten.

Trotz der jüngsten Kursschwäche kann man den Silberpreis als relativ widerstandsfähig bezeichnen. Nach Rückschlägen tauchen regelmäßig „Schnäppchenjäger“ auf und verhindern Schlimmeres. Wie bei Gold und beim Bitcoin verspüren in diesem Jahr vor allem institutionelle Investoren einen starken Appetit. Dies bringt der weltgrößte Silber-ETF SPDR iShares Silver Trust besonders gut zum Ausdruck. Seit dem Jahresultimo kletterte nämlich die Anzahl institutioneller Anteilseigner in den ersten neun Monaten von 481 auf 630 und legte damit um über 30 Prozent zu. Besonders interessant: Die Zahl der von dieser Investorengruppe gehaltenen Anteilsscheine hat sich im selben Zeitraum von 76,6 Millionen auf über 156 Millionen Anteile glattweg verdoppelt.

Der Blick auf die größten Anteilseigner spricht ebenfalls für sich, schließlich befanden sich unter den Top-Ten (Stand: Ende September) so klangvolle Namen wie zum Beispiel Morgan Stanley, Bank of America, UBS, Wells Fargo und Royal Bank of Canada. Deren Investitionssummen reichten von 118 Millionen bis 244 Millionen Dollar.

Fazit: In der Finanzszene werden institutionelle Investoren häufig als „smart money“ also „schlaues Geld“ bezeichnet. Schlaue Privatanleger sollten deren Geldflüsse genau beobachten. Ihre verstärkten Käufe von Bitcoins, Gold und Silber sowie diverse andere Faktoren sprechen daher für die Anlageklassen Edelmetalle und Kryptowährungen – zumindest als Depotbeimischung.

Mehr zur aktuellen Lage beim Silberpreis sehen Sie in einem Video von David Jones, chief market startegist bei capital.com, hier..

 

Der Silberpreis ist derzeit volatil - Bärenfalle oder doch Verkaufswelle?

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