Der Goldpreis meldet sich eindrucksvoll zurück. Seit seinem Tief am Mittwoch hat das Edelmetall in weniger als 24 Stunden mehr als 150 Dollar aufgeholt und damit einen kräftigen Rebound hingelegt. Hinter der schnellen Erholung stehen gleich mehrere Faktoren: fallende US-Renditen, ein etwas schwächerer Dollar und eine technische Ausgangslage, die bereits gestern auf eine Gegenbewegung hingedeutet hatte. Doch wie nachhaltig ist das Gold-Comeback?
Renditen geben deutlich nach
Noch am Mittwoch sah die Lage für Gold zeitweise alles andere als vielversprechend aus. Der Preis rutschte bis auf 4.282 Dollar je Feinunze ab und setzte damit seine Korrektur zunächst fort. Anschließend drehten jedoch die Käufer auf. Im asiatischen Handel am Donnerstag beschleunigte sich die Erholung, der Goldpreis stieg in der Spitze bereits wieder bis auf 4.438 Dollar.
Ein wesentlicher Treiber des Comebacks ist die Entspannung am US-Anleihemarkt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen war am Mittwoch zeitweise bis auf rund 4,82 Prozent gestiegen, bevor sie wieder zurückfiel. Am Donnerstagmorgen lag sie nur noch bei rund 4,77 Prozent.
Für Gold ist diese Entwicklung von großer Bedeutung. Da das Edelmetall selbst keine laufenden Zinsen abwirft, erhöhen steigende Anleiherenditen die Opportunitätskosten einer Goldanlage. Fallen die Renditen dagegen, nimmt dieser Gegenwind ab.
Passend dazu haben sich auch die Erwartungen an die US-Notenbank etwas verschoben. Nachdem die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed im September am Mittwoch zeitweise auf mehr als 70 Prozent gestiegen war, liegt sie aktuell nur noch bei rund 62 Prozent. Damit lässt auch von dieser Seite der Druck auf den Goldpreis etwas nach.
Dollar liefert weiteren Rückenwind
Unterstützung kommt zugleich vom Devisenmarkt. Der US-Dollar zeigte sich zuletzt etwas schwächer. Für Gold ist das grundsätzlich positiv, da das in Dollar gehandelte Edelmetall dadurch für Käufer außerhalb des Dollarraums günstiger wird.
Hinzu kommen Aussagen von US-Präsident Donald Trump zur jüngsten Eskalation mit Iran. Trump signalisierte, dass die erneuten US-Militäraktionen wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein dürften. Das nahm der zuvor wieder aufgeflammten Sorge vor einem länger anhaltenden Krieg und einem damit verbundenen Ölpreisschock etwas die Spitze.
Für Gold ist dabei weniger die geopolitische Eskalation selbst entscheidend. Vielmehr geht es um deren Auswirkungen auf Ölpreise, Inflation und letztlich die Zinserwartungen. Entspannt sich dieser Komplex, sinkt auch der Druck auf die Anleiherenditen – und genau das kommt dem Goldpreis derzeit zugute.
Zusätzlichen Rückenwind erhält Gold von den Zentralbanken. Die niederländische Zentralbank DNB hat zwischen März und August rund 86 Tonnen Gold aus den USA und Kanada nach London verlagert und begründet den Schritt mit zunehmender geopolitischer Unsicherheit und einer besseren Krisenvorsorge.
Offiziell steht dabei vor allem die höhere Handelbarkeit des Goldes in London im Vordergrund. Die Entscheidung lässt sich jedoch auch als Zeichen wachsender Vorsicht gegenüber politischen und geopolitischen Risiken interpretieren – gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Unsicherheit über die Verlässlichkeit der USA unter Präsident Trump.
Schlüsselzone löst Rebound aus
Neben Renditen und Dollar spielt die Charttechnik eine wichtige Rolle. Nach dem heftigen Rücksetzer der vergangenen Tage war Gold kurzfristig stark überverkauft. Gleichzeitig erreichte der Kurs eine technisch bedeutende Unterstützungszone.
Bereits in unserer Analyse vom Mittwoch hatten wir auf den Bereich zwischen rund 4.318 und 4.229 Dollar hingewiesen. In dieser wichtigen Fibonacci-Zone der vorherigen Aufwärtsbewegung verläuft zudem die 50-Tage-Linie bei rund 4.303 Dollar. Unsere Einschätzung lautete: Hält dieser Bereich, steigen die Chancen auf eine technische Gegenbewegung deutlich.
Genau dieses Szenario ist bislang eingetreten. Der Goldpreis markierte bei 4.282 Dollar sein bisheriges Korrekturtief – mitten in der genannten Zone – und startete von dort den kräftigen Rebound.
Damit hat sich das kurzfristige Chartbild zunächst stabilisiert. Für eine nachhaltige Trendwende reicht die Erholung allerdings noch nicht aus. Nach dem schnellen Comeback muss Gold nun zeigen, ob die Käufer auch an den nächsten Widerständen genügend Kraft entwickeln. Besonders die 200-Tage-Linie bei rund 4.530 Dollar bleibt dabei eine wichtige Hürde. Erst wenn auch diese zurückerobert wird, würde sich das technische Bild wieder deutlicher aufhellen.
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Das entscheidende waren gestern taubenhafte Kommentare vom New Yorker FED Chef Williams…der meinte… die FED müsse auf der nächsten Sitzung nicht die Zinsen anheben…weil die Inflation zurück ginge und somit übergeordnet alles in Ordnung sei und die Geldpolitik sei ja schon restriktiv genug…Eindeutig dovish !
Außerdem verwendete er den Begriff „Vollbeschäftigung“ ….während Warsh hauptsächlich auf die Inflation gucken will….. das sind zwei Widersprüche in sich…
Williams gehörte zu den Architekten des dritten QEs unter Bernanke und des großen Corona QEs unter Powell…
Unter seinem Einfluss stieg die FED Bilanz um den Faktor Fünf …im Vergleich zu früher an…er gehört eindeutig der „Gelddrucker- Fraktion“ an…
Außerdem ist er dick investiert….sein Portfolio wird auf über 35 Millionen Dollar geschätzt..mindestens…das ergibt sich aus den Fonds die er hält…Offenlegung von Beteiligungen der FED Mitglieder…
Er hat also ein Interesse an sinkenden Zinsen….und steigenden Aktienmärkten…
Ich denke, es sind und bleiben die Notenbanken, die ihre Dollars abstoßen, in Gold gehen und damit den Preis treiben.
Bei den BRICS- Staaten sowieso.
Auch alle andere Nationalbanken, die auf die Sanktionsliste der USA kommen könnten, verlassen sich lieber auf Gold.
Die Staaten, die das getan haben, konnten ihre Devisenreserven alleine in den letzten etwas mehr als 2 Jahren verdoppeln, während die bunten Zettel immer mehr an Wert verlieren.
Natürlich ist das auch beim kleinen Sparer so.
Gerade China fördert gegenüber seinen Bürgern den Besitz von physischem Gold.
Dabei wird Afrika kaum beachtet.
Es gibt in Afrika eine schnell wachsende Mittelschicht und wohlhabende Bürger, die immer mehr Gold als Schmuck und Wertanlage kaufen.
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Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Es ist schon sehr naiv, mittels KI Fragen so zu stellen, daß die Antworten wie gewünscht ausfallen.
Geringe Schulbildung in Kombination mit KI ist ein Minenfeld.
Früher musste man sich den Confirmation Bias noch mühsam selbst zusammenklicken. Heute delegiert man die Arbeit an die KI und baut sich seine Welt noch schneller so, wie sie einem gefällt.
Hartmut
Früher musste man alles glauben, was der Pfarrer von der Kanzel predigte.
Oder dem Reiter des Herzog, der nach einem Trommelwirbel die Dekrete auf dem Merktplatz vorgelesen hat.
Dann kam des Radio und das Fernsehen, dass von den Regierenden zur Propaganda mißbraucht wurde.
Nun gibt es das Internet, und es ist den Regierenden ein Dorn im Auge, wie damals die Erfindung des Buchdruck.
Und die, die etwas zu verheimlichen hatten/haben, wollen es regulieren, verbrennen oder verbieten.
…Halte du sie arm, ich halte sie dumm…
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
@Helmut
und glaubst heute jeden Blödsinn deiner Schwurbel-Gemeinde, anstatt dir Wissen und Bildung anzueignen.
Erschreckend.
„Halte du sie dumm“…mittels KI🤪.
Dead Cat Bounce…Gold wird weiter fallen, weil sich grundsätzlich nichts geändert hat.
Der Preis lockt nur wieder Bullen rein, damit das Blutbad weiter geht.
Ich bleibe dabei, bis 2030 auf Welle 4 runter auf ca.1600$. Das Top im Januar war Welle 5.
Seit Dezember 2015 sehen wir im Goldpreis eine perfekte 5-wellige Bewegung…
Wer versucht (mit Voodoo Charttechnik) Gold zu traden hat etwas nicht verstanden.
Und wer jetzt auf einen Goldpreis von 1600 Dollar je Unze zum Wiedereinstieg wartet, der hat noch weniger verstanden.
Naja, wenn Gold in Euro, seit 26 Jahren so gestiegen wäre, wie der DAX, einschließlich Dividenden,
dann würde Gold aktuell bei etwa 1.000 Euro stehen.
Da wären doch die prognostizierten
1.600 Dollar von Schwabenpower gar nicht so schlecht.
Etwa 60 % mehr und steuerfrei.
Mal sehen was kommt.
Ich komme immer auf den DAX, denn vor 26 Jahre wurde mir der DAX von allen Seiten empfohlen.
Auch weil breit aufgestellt.
Alles deutsche Qualitätsfirmen.
Ich habe da meine Zweifel gehabt und habe voll in Gold investiert.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Hallo @ Holzmichel
Ich habe auf knapp unter 4.000 Dollar am 01.11.26 gehofft.
Mehr ein Wunsch.
Aber es wird wohl nichts.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut