Gold/Silber

Goldpreis springt über 1.600 Dollar – Analyst mit 2.000 Dollar Kursziel

Beispielbild für einen Stapel Gold-Barren

Der Goldpreis ist vorhin schnell über die Marke von 1.600 Dollar gesprungen. Aber dazu gleich mehr. Erstmal ein Blick zurück auf gestern. Die Federal Reserve verkündete ihre totale Bazooka (unbegrenzte Anleihekäufe). Der Goldrpeis sprang daher gestern Mittag sofort von 1.494 auf 1.525 Dollar, und konnte im Verlauf des gestrigen Tages sogar auf 1.566 Dollar ansteigen.

Die aktuelle Lage im Goldpreis

Und heute ist der Goldpreis unter starken Schwankungen vor wenigen Minuten auf 1.611 Dollar in der Spitze angestiegen. Aktuell notiert das Edelmetall bei 1.598 Dollar. Die Bewegungen der letzten Stunden sind sprunghaft. Wichtig ist: Die US-Aktienmärkte sind aktuell vorbörslich Limit Up – das heißt die Futures stiegen so stark, dass der Terminhandel erstmal unterbrochen wurde. Denn die Euphorie ist da, dass in Kürze (in den nächsten Stunden) im US-Kongress eine Einigung für ein gigantisches Rettungspaket für die US-Wirtschaft geschnürt werden könnte. Warum das eventuell kurzfristig auch für Gold interessant sein könnte? Nun, im Aktien-Crash der letzten Tage mussten viele Investoren auch Gold-Bestände liquidieren, um schnell an Cash zu kommen. Dieser Drang könnte derzeit entfallen, was Gold ganz aktuell hilft.

Gold bei 2.000 Dollar Ende des Jahres?

Wird der Goldpreis noch dieses Jahr sogar auf 2.000 Dollar ansteigen? Daran glaubt in seiner Aussage von heute früh Milan Cutkovic, Marktanalyst bei AxiTrader. So sagt er, dass der Goldpreis in naher Zukunft weiter steigen könne. Die Flut an billigem Geld, rekordtiefe Zinsen und die Unsicherheit an den Märkten würden die Nachfrage nach Gold stabil halten, trotz der gelegentlichen Rücksetzer. Bis zum Jahresende sei eine Rally in Richtung 2.000 US-Dollar wahrscheinlich, so Cutkovic. Wir meinen: Ja, die immer tieferen Zinsen machen das zinslose Gold attraktiver als „Sicherer Hafen„. Und die immer weitere Aufweichung des Papiergeldsystems durch stark ausgeweitetes Gelddrucken (auch bei der EZB und vielen anderen Notenbanken) sollte den Drang vieler Investoren hin zu Gold verstärken. Aber 2.000 Dollar im Goldpreis bis Jahresende? Wir wissen es nicht. Möglich, aber man wird sehen.

Ipek Ozkardeskaya von Swissquote sagt heute, dass der Goldpreis steige, da die Safe-Hafen-Währungen gegenüber dem US-Dollar an Wert verloren. Gold verhalte sich nun als Risikoanlage, was bedeute, dass ein weiterer Rückgang der Risikobereitschaft die jüngsten Gewinne schnell wieder zunichte machen könne. Naeem Aslam von Avatrade sagt heute, dass die Händler endlich aufgewacht seien und nun verstanden hätten, was die Verpflichtung der Fed bedeute, und was dies auch für den Goldpreis bedeute. Das Edelmetall werde in den kommenden Tagen wahrscheinlich das Niveau von 1.600 Dollar überschreiten (Analysetext von 8 Uhr heute früh). Das Momentum sei stark und positiv. Ein unbegrenztes QE bedeute einen unbegrenzten Anstieg im Goldpreis, und Händler sollten jeden Kursrückgang als ein Geschenk Gottes betrachten.

Goldpreis seit Ende Februar
Der Goldpreis in US-Dollar seit Ende Februar.



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3 Kommentare

  1. Swissquote 😂😂 die sind ja nicht mal fähig korrekte Handelsysteme zu unterhalten, Misstrade Tidwater am 01.08.2017 mal rasxh durch Bezahlung des Schadens unter den Teppich gekehrt, bei hohen Volumen regelmässiger Systemausfall, hat die AnalystenMeinung die gleiche Qualität? Seissquote ist die Lachnummer im Handel!

  2. Analysten und deren Kursziele sind etwas für Leute, die keine eigene Meinung haben und scheinbaren Fachleuten vertrauen, die keine Ahnung haben. Man denke da nur mal an Tesla.

    Wer an der Börse auf Dauer todsicher immer nur Geld verlieren wird, der hört auf die Analysten und die Charttechniker.

    1. Danke für die Bestätigung.

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