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Edelmetalle mit Erholung Goldpreis stabil vor US-Daten: Neue Fed-Impulse erwartet

Goldpreis stabil vor US-Daten: Neue Fed-Impulse erwartet
Goldbarren bei einem Edelmetallhändler von Goldenmark in Warschau, Polen. Foto: Damian Lemanski/Bloomberg

Der Goldpreis zeigt sich nach einem erneuten Rückgang stabil. Nach einem zweitägigen Verlust von über drei Prozent und erhöhter Volatilität infolge eines stärkeren US-Dollars haben sich Gold und Silber wieder erholt. Während viele asiatische Märkte wegen des Lunar New Year geschlossen sind, richtet sich der Blick der Anleger nun auf wichtige US-Daten und mögliche Signale zur Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

Goldpreis erholt vor US-Daten

Gold tendierte im frühen Handel kaum verändert, nachdem es zuvor zwei Handelstage in Folge nachgegeben hatte. Der Goldpreis notierte am Mittwochmorgen bei rund 4.930 US-Dollar je Unze. In den beiden vorangegangenen Sitzungen hatte das Edelmetall mehr als drei Prozent verloren – belastet durch einen festeren US-Dollar und fehlender Liquidität aufgrund des Lunar-New-Year-Festes in China. Der Dollar-Index stieg am Dienstag zeitweise um bis zu 0,4 Prozent, bevor er einen Teil der Gewinne wieder abgab. Auch Silber zeigt sich nach einem Rücksetzer wieder leicht erholt.

Seit dem historischen Kursrutsch zu Monatsbeginn zeigt sich der Handel außergewöhnlich volatil und richtungslos. Ende Januar hatte eine starke Rally den Goldpreis auf ein Rekordhoch von über 5.595 US-Dollar je Unze getrieben, während der Silberpreis bis auf 121 Dollar stieg. Die Dynamik überhitzte jedoch den Markt, woraufhin die Preise innerhalb von nur zwei Handelstagen fast bis auf 4.400 US-Dollar bzw. 71,30 Dollar einbrachen. Zwar konnten Gold und Silber seither einen Teil der Verluste wettmachen, doch ein klar definiertes Unterstützungsniveau hat sich bislang nicht etabliert.

Gold und Silber vor neuen Fed-Impulsen erholt: Goldpreis legt zu
Gold ist seit seinem Rekordhoch volatil

Gold: Banken weiter optimistisch

Laut einem Bloomberg-Bericht gehen mehrere große Investmentbanken – darunter BNP Paribas, Deutsche Bank und Goldman Sachs – davon aus, dass der Goldpreis seinen übergeordneten Aufwärtstrend fortsetzen wird. Die strukturellen Faktoren, die den vorherigen Anstieg getragen haben, gelten weiterhin als intakt.

Dazu zählen insbesondere zunehmende geopolitische Spannungen, eine verstärkte Abkehr von Staatsanleihen und Leitwährungen sowie die Aussicht auf weitere Zinssenkungen der US-Notenbank. In einem Umfeld erhöhter Unsicherheit bleibt Gold für viele Investoren ein strategisches Absicherungsinstrument gegen Markt- und Systemrisiken.

Kurzfristig richtet sich der Fokus auf Aussagen von Fed-Vertretern sowie das FOMC-Sitzungsprotokoll, dass am Mittwochabend veröffentlicht wird. Hinweise auf eine lockerere Geldpolitik oder mögliche Zinssenkungen könnten dem zinslosen Edelmetall Rückenwind verleihen. Bereits am Freitag hatte der Goldpreis zeitweise über 5.000 Dollar zugelegt, nachdem moderat ausgefallene Inflationsdaten Spekulationen auf sinkende Kreditkosten befeuerten. Weitere Impulse dürften von den BIP-Zahlen sowie den von der Fed besonders beachteten PCE-Preisdaten am Freitag ausgehen.

Fed-Gouverneur Michael Barr betonte am Dienstag jedoch, die Zinsen sollten „für einige Zeit“ unverändert bleiben, bis klarere Anzeichen vorlägen, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung des Zielwerts von zwei Prozent bewege. Der Präsident der Chicago Fed, Austan Goolsbee, signalisierte hingegen, dass im weiteren Jahresverlauf zusätzliche Zinssenkungen möglich seien – vorausgesetzt, die Inflation entwickle sich weiterhin in Richtung des Zielniveaus.

Edelmetalle im Überblick

Am Spotmarkt notierte der Goldpreis um 7:40 Uhr in Frankfurt 1 % höher bei 4.928,18 US-Dollar je Unze und damit nahezu unverändert. Silber legte um 2,8 % auf 75,54 US-Dollar zu. Platin verteuerte sich um 0,9 Prozent, Palladium legte um 0,5 Prozent zu. Der Bloomberg-Dollar-Spot-Index zeigte sich am Mittwoch stabil und verzeichnete auf Wochensicht ein Plus von 0,2 Prozent.

FMW/Bloomberg



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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2 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Einen Call mit einer 15 000er Basis zu platzieren ist trotzdem absurd..genauso wie den Put bei 20 000…

    Anderseits zahlt man für beide Optionsscheine fast nichts…ich wundere mich das darüber berichtet wird…

    Es ist doch egal …was irgendwelche Spinner machen…da die Scheine so weit aus dem Geld liegen… liegen die Optionspreise bei wenigen Cent pro Schein..egal ob da einer ne Wette mit 7000 Stück platziert…das sind im Ganzen keine 300 Euro…die da eingesetzt wurden…
    Vielmehr will da einer den Goldpreis pushen….wahrscheinlich hat er seinen Call…seinen richtigen Call bei den 5000 platziert…

  2. Die Edelmetalle konsolidieren unter der für Bullenmärkte typischen höheren Vola. Alles was die Ungeduldigen verkaufen, wird eingesammelt.
    Die Bank gewinnt immer.

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