Gold/Silber

Goldpreis: Stand der Dinge nach den US-Arbeitsmarktdaten

Ein Barren Gold

Der Goldpreis war gestern abgerutscht von über 1.900 Dollar auf ein kurzes Tief bei 1.855 Dollar heute Nacht. Dann erholte sich der Markt wieder bis auf 1.870 Dollar heute Mittag. Seit der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten heute um 14:30 Uhr ist der Goldpreis aber ruckartig gestiegen auf aktuell 1.888 Dollar, mit Potenzial nun wieder über 1.900 Dollar zu laufen.

Goldpreis schwächelte wegen falscher Erwartungen auf heutige Zahlen

Was ist passiert? Nun, schauen wir auf die Kommentare der Commerzbank-Analysten von heute früh bezüglich der vorigen Kursschwäche im Goldpreis. Hauptgrund für den Absturz sei der starke US-Dollar gewesen, der im Zuge guter US-Konjunkturdaten auf ein 3-Wochenhoch aufwertete. Auch die Anleiherenditen waren gestiegen. In den USA war gestern der ISM-Index für den Dienstleistungssektor im Mai stärker gestiegen als erwartet. Noch größeren Einfluss hatten laut CoBa die gestern gemeldeten ADP-Arbeitsmarktdaten für Mai (als Vorläufer für heute), die deutlich über den Erwartungen lagen.

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Heute schwache Daten helfen Gold auf die Beine

Und nun? Heute sehen wir weniger neu geschaffene Stellen im Mai als erwartet (hier die Details). Und der Goldpreis fällt – also korrigiert der Markt gerade die falschen Erwartungen von gestern. Der US-Dollar-Index fällt deutlich von 90,51 auf 90,12 Indexpunkte. Die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen fällt von 1,63 auf 1,60 Prozent. Und so kann der Goldpreis im Zuge der negativen Korrelation aufwerten. Im Chart sieht man seit Mittwoch Abend in blau den Goldpreis, dazu in orange und hellblau die Anleiherendite und den US-Dollar – eine gut funktionierende negative Korrelation.

Chart zeigt Kursverlauf von Goldpreis gegen Anleiherendite und US-Dollar
TradingView Chart zeigt Goldpreis im Vergleich zu Anleiherendite und US-Dollar.



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1 Kommentar

  1. Einmal unabhängig von Gold, USD-Index oder Anleiherenditen bleibt bei Tradingentscheidungen anscheinend nur die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub. Glaubt man zumindest Ihrer nervös-hektischen Berichterstattung. Glaube ich nun dem Gesülze der Notenbanken, dem Geschwafel aus Erwartungen hochbezahlter Profi-Analysten, dem Geblubbere von Statistikern oder dem Magen-Darm-Gebrodel aus der neuen hippen Infoquelle sozialer Medien und „Netzwerke“ (wieso bzw. was daran ist eigentlich sozial…)?

    Bei der großen Masse sind es derzeit wohl ganz klar die letztgenannten Knallgasexplosionen der neuen coolen Informationseliten. Doch wenn ein Elon auf Twitter mal wieder nachhaltig-regenerativ-bioenergetisch heute Pro und morgen Contra furzt, wenn ein „Insider“ für IT Governance, Compliance, Security auf Xing einen flatulogisch beeindruckenden Kurz Brand auslöst, achten Sie bitte auf folgende ernstgemeinte Empfehlung: „Bitten probieren Sie unter keinen Umständen zu Hause aus, Ihre Fürze anzuzünden. Das Vorhaben ist gefährlich, Sie riskieren damit starke und schmerzhafte Verbrennungen!“

    Schuster, bleib bei deinen Rülpsern, denke ich mir immer. Vertraue auf dein Bauchgefühl lange vor dem Dünndarm. So bleiben die Chancen per se bei 50:50. Vertraue auf deine Erfahrung und Intuition, dann steigen die Chancen auf 65:35. Beweise Geduld und sitze notfalls manche prinzipiell wohldurchdachten Trades einfach aus. Die pandemischen Influenzer als börsen-kosmische Hintergrundstrahlung treiben selbst völlig verpeilte Entscheidungen in akzeptablen Zeitspannen immer wieder auf Break-Even.

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