Gold/Silber

Goldpreis steht vor der Entscheidung

Gold Barren Beispielfoto

Gold ist beliebt. Es gibt keinen Menschen, den dieses Metall nicht fasziniert. Es gibt auch kaum einen Analysten, der das Gold zum Verkauf empfiehlt. Gold ist für die Ewigkeit. So verhält es sich auch ein wenig mit dem Goldpreis. Der Goldhändler sollte gewohnt sein, ein wenig Geduld mitzubringen. Zinsen oder eine Dividende gibt es für das gelbe Metall nicht, dafür nimmt der Preis stetig zu. Es gibt auch einen psychologischen Effekt für den Eigentümer. Im Gegensatz zu den risikoreichen Aktien oder anderweitigen Derivaten, hat jeder ein sicheres Gefühl Gold zu besitzen. Was soll schon passieren? Es gibt kein Missmanagement im Vorstand, oder eine mögliche Marktschwemme, die den Goldpreis unter Druck bringen könnte. Aber auch der Preis unterliegt den normalen Schwankungen, weil durch die modernen Abbaumöglichkeiten immer mehr Gold gefördert wird. (in Euro ist es eine Rekordjagd unter dem Radar)

Goldpreis ist an seinem Widerstand

Ein Chart verdeutlich immer sehr viel. Eigentlich will das Gold die Marke von 1.600 USD brechen. Es gibt aktuell jedoch noch keinen Grund dafür. Das Schreckgespenst des neuen Coronavirus verflacht immer mehr. Die anfängliche Panik ist verflogen, und somit wird auch die Luft auf der Oberseite für den Goldpreis dünn. Vorerst stehen jetzt erst einmal andere Aufgaben an. Wie im Chartbild zu erkennen ist, befindet sich Gold in einem mustergültigen und intakten Aufwärtstrend (rote Kreise). Aber jetzt ist der Kurs an seine Grenzen gestoßen, und die nächsten Stunden werden es zeigen müssen, ob der Goldpreis erst einmal an den Widerständen von 1.588 und 1.592 USD scheitert oder nicht.

Aus der technischen Sicht befindet sich der Kurs im überkauften Bereich und eine kleine Korrektur auf der Unterseite ist längst überfällig. Wären da nicht die Trendfolgemodelle wie der „Aroon Indicator“ (unteres Chartbild). Der Aroon ist hartnäckig und gerade für solche Marktlagen der beste Berater. Er bleibt auf dem Kurs drauf und ändert nicht ständig seine Meinung. Die grüne Linie ist oben und somit wird absolut keine Schwäche oder Korrektur von seiner Seite aus signalisiert. Dennoch sollte sich jeder Händler bewusst sein, dass es einen doppelten Widerstand gibt. Gerade solche kritische Marken, werden von erfahrenen Händlern gemieden. Man kann über die Breakout- Strategien denken wie man will, aber hier kommt diese Taktik zum Einsatz. Schafft der Kurs den signifikanten Durchbruch durch die Marke von 1.592 Dollar im Goldpreis, dann lässt sich der Breakout-Trader in den Markt einstoppen. Nach dem Motto: „Es ist noch zu billig zum Kaufen“.

Das richtige Timing

Schafft es der Goldpreis nicht in dem ersten Anlauf diese Hürde zu nehmen, dann ist die Enttäuschung erst einmal zu spüren und eine Korrektur auf der Unterseite ist zu erwarten. Aber selbst eine Korrektur ändert nichts an dem langfristigen Aufwärtstrend. Es ist mehr ein Kräftesammeln und dann geht es wieder in Richtung Norden. Wie gesagt, der Goldhändler kennt die langfristige Richtung und muss nur das richtige Timing für die Einstiege finden. Eines ist aber sicher. Aktuell in den Markt einzusteigen, ist nicht der richtige Zeitpunkt. Andere sollen die Entscheidung treffen, welche Richtung in den nächsten 72 Stunden eingeschlagen wird. Manchmal ist es an solchen wichtigen Marken besser, ein wenig entgangenen Gewinn zu akzeptieren, als unnötige Risiken einzugehen. Längerfristige Trader warten die vermeintliche Korrektur auf der Unterseite ab und setzen einfach ein Kauflimit beim Goldpreis im niedrigen 70er Bereich.

Goldpreis Chart in US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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10 Kommentare

  1. „ Im Gegensatz zu den risikoreichen Aktien oder anderweitigen Derivaten, hat jeder ein sicheres Gefühl Gold zu besitzen. Was soll schon passieren?“

    Viel kann passieren, wenn man die Historie ansieht! Sollten die Notenbanken eines Tages kein Gold mehr kaufen wollen oder gar welches verkaufen, schaut es düster aus. Oder die Papiergoldhalter fliehen massenhaft aus irgendeinem Grund aus den Etf‘s. Dann ist auch der „physische“ Barren unter dem „physischen“ Apfelbaum ganz schnell nur mehr die Hälfte wert. Alles schon dagewesen.
    Das „sichere Gefühl“ ist bei Gold nur ein Gefühl, das Risiko ist dasselbe wie bei Aktien. Und der Wert von Gold ist genauso abhängig von den Notenbanken wie der von Aktien.
    Zugegeben, bei einigen Arten von Finanzarmageddons kann‘s nicht schaden.

  2. „ Aber auch der Preis unterliegt den normalen Schwankungen, weil durch die modernen Abbaumöglichkeiten immer mehr Gold gefördert wird“

    Schlicht und einfach falsch!
    Die Preisschwankungen entstehen nicht durch mehr oder weniger Abbau, das sind vernachlässigbare Größen. Und immer mehr Gold wird auch nicht gefördert.
    Sorry, aber bevor man über ein Thema schreibt, sollte man ein Minimum an Recherche betreiben.

  3. Zitat: „Das „sichere Gefühl“ ist bei Gold nur ein Gefühl, das Risiko ist dasselbe wie bei Aktien. Und der Wert von Gold ist genauso abhängig von den Notenbanken wie der von Aktien.“

    Genau das ist eben falsch. Im Gegensatz zu Geld, Aktien oder Bitcoin haben EM kein Gegenparteirisiko und sind somit einmalig in unserem Schuldgeldsystem. In physischer Form sind EM nichts anderes als gebunde Arbeitskraft mit einem inneren Wert der nie 0 sein kann eben ohne ein solches Risiko.

    Es ist auch egal ob die Masse aus ETFs fliehen. Es gibt schon jetzt mehr Papiergold als physisches Gold. Mal von den Derivaten auf Gold ganz zu schweigen.

    Natürlich hängt der Goldpreis auch an der Notenbankpolitik und steigt somit genauso zwingend wie die Notenbanken zwingend das Geld in unserem Schuldgeldsystem laufend entwerten müssen.

    Das einzige was nicht passt ist die Verzerrung des Preises, da man Gold zur Aufrechterhaltung des Systems virtualisiert hat.

    Sarkasmus on: Aber fürs gute Gefühl reicht ja auch ein digitaler Anspruch auf Gold.

    1. @Übelkeit

      Gold hat ein Gegenparteirisiko und zwar ein besonders Unangenehmes, den Staat! Er verbietet gelegentlich den Handel, besteuert es stark oder beschlagnahmt es, wenn ihm der Besitzer bekannt ist. Wenn ihm der Besitzer nicht bekannt ist, läßt er „anonymes“ Gold einfach nicht mehr in den Geldkreislauf zurück, was zum Teil jetzt schon geschieht. Dann kannst Du es in irgendwelchen zwielichtigen Hinterzimmern zu Wucherpreisen loswerden. Schau mal nach, was der IWF und Christine Lagarde über Gold denken. Und die ist jetzt EZB Chefin. Merkwürdig, daß immer Gold verboten wurde und nicht Aktien.
      Ich habe nichts gegen Gold, spiele aber gerne den Advocatus Diaboli. So zwinge ich mich auch die Kehrseite anzusehen.

  4. Immer wieder können mich die Charttechniker begeistern. Wenn die Kurse steigen, zeichnen sie eine Linie unter die Kursentwicklung und schreiben dazu „positiver Trend“. Geniale Erkenntnis, auf die Niemand von alleine kommen würde! Und dann zeichnen sie immer Widerstandslinien auf vormals erreichte Höchststände. Auch mega-genial, weil ja alle Goldkäufer dieser Welt ihre Anlageentscheidung von solchen Linien abhängig machen. Dieser Artikel ist genauso wertlos wie es die Charttechnik für langfristige Anlageentscheidungen ist.

    1. @HESTERBERG:
      Nicht zu vergessen, die Trader die den ganzen Tag Wellen zählen und dann noch die, die es nicht verstanden haben was Gold ist. (siehe oben)

  5. Gold als digitales Anlageobjekt ist Schrott. Ich habe es aber noch erlebt wie Menschen im Besitz von Goldmünzen viel leichter sehr, sehr schwere Zeiten überstehen konnten wie all jene die dass Zahlungsmittel schlechthin nicht zur Verfügung hatten. Also, Goldmünzen in unterschiedlichsten Wertegrößen anonym und gemeim Zuhause im Safe, so als Notgroschen. Dabei ist es völlig irrelevant ab es in halbwegs normalen Zeiten steigt oder fällt. Wenns wirklich knallt ist es eine Lebensversicherung, so wie lastenfreies Eigenheim, ausreichend Grund und Boden sowie möglichst autonome Wasser-u. Energieversorgung.
    Sorry, aber das musste ich jetzt loswerden!

  6. @Kritisch on fire: Sind Sie vielleicht ein glühender Anhänger der Prepper-Szene? Dann werden Sie sicherlich wissen wie man sich auf den Tag X vorzubereiten hat. Ist nur die Frage wann dieser kommen wird. Meine Vermutung: Den Mayas ist ein Zahlendreher unterlaufen: Statt 2012 ist das Untergangsjahr in Wirklichkeit 2021! ;-)

    1. @LAUSI!
      Nun, das was ich wirklich bin ist Agnostiker. Aber einer der schon sehr viel erlebt und gesehen hat.
      LG

      1. @Kritisch on Fire

        Wenn Sie erlebt haben, daß Menschen mit Goldmünzen über schwere Zeiten kommen mußten, dann haben Sie wirklich was erlebt. Hut ab.
        Wenn die Frage nicht zu privat ist, würde mich interessieren, wo und in welchem Zusammenhang. Ich tippe mal auf Argentinien oder so ähnlich…

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