Unfassbar ist diese Bewegung inzwischen! Der Goldpreis steigt 130 Dollar in 8 Stunden, von gestern Abend 22 Uhr bis jetzt auf einen neuen Rekord von 4.880 Dollar. Seit Jahresanfang ist es ein Plus von 550 Dollar oder 12,75 %! Dieser XAUUSD Chart zeigt den Kursverlauf der letzten 24 Stunden. Was ist hier los?
Goldpreis steigt dramatisch schnell an – Grönland bringt Unsicherheit
So eine dramatische Explosion im Goldpreis war vor Wochen kaum vorstellbar. Zwar stiegen Gold und Silber bereits massiv an. Aber solche täglichen Steigerungen hätte man sich vor ein paar Tagen noch kaum vorstellen können. Offenbar rennen immer mehr Anleger in die Edelmetalle, die noch auf den fahrenden Zug aufspringen wollen? Bloomberg erläutert die aktuelle extreme Bullenlage bei Edelmetallen heute früh folgendermaßen: Gold und Platin stiegen auf neue Rekordhöhen – während Silber sich einem Allzeithoch näherte – da die sich verschärfende Krise um Grönland und der Zusammenbruch der japanischen Staatsverschuldung die Nachfrage nach sicheren Anlagen stützten.
Präsident Donald Trump, der sich in der Schweiz zum Weltwirtschaftsforum in Davos aufhält, zeigte keine Anzeichen dafür, dass er von seinem Vorhaben, die arktische Insel zu erwerben, abrücken würde. Dies veranlasste den grönländischen Premierminister, die Bevölkerung vor einer möglichen militärischen Invasion zu warnen, obwohl er hinzufügte, dass dies ein unwahrscheinliches Szenario sei.
Die USA drohten acht europäischen Ländern – darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien – die sich Trumps Plan zur Übernahme Grönlands widersetzten, mit Zöllen und schürten damit die Angst vor einem schädlichen Handelskrieg (FMW: Dieser Ausblick facht den Goldpreis an). Der französische Präsident Emmanuel Macron griff Trumps Handelstaktik an und erklärte, der Kontinent brauche mehr Souveränität, um „Vasallisierung und Blutpolitik“ zu vermeiden, während der kanadische Premierminister Mark Carney sagte, die regelbasierte internationale Ordnung sei effektiv tot.
Der Wortkrieg in Davos unterstrich, wie schnell sich die Beziehungen zwischen den traditionellen Verbündeten der USA verschlechtert haben, was die Finanzmärkte erschütterte, den Dollar nach unten drückte und die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Edelmetallen ankurbelte.
Japan
Unabhängig davon verstärkte der Zusammenbruch der japanischen Staatsschulden (stark steigende Anleiherenditen) die Sorgen um die Haushaltslage der großen Volkswirtschaften und befeuerte den sogenannten Debasement Trade, bei dem Anleger Währungen und Staatsanleihen meiden.
Die Situation in Japan schürt „die Angst vor einer marktgetriebenen Abwertung in anderen Teilen der Welt“, schrieb Daniel Ghali, Senior Commodity Strategist bei TD Securities, in einer Mitteilung. „Bei der Rally im Goldpreis geht es um Vertrauen. Derzeit ist das Vertrauen zwar angeschlagen, aber noch nicht gebrochen. Sollte es jedoch brechen, wird die Dynamik länger anhalten.“
Polen kauft massiv Gold
Gold dürfte weitere Unterstützung vom weltweit größten gemeldeten Käufer, der Polnischen Nationalbank, erhalten. Die Zentralbank genehmigte Pläne zum Kauf weiterer 150 Tonnen, während die bolivianische Zentralbank ihre Käufe für ihre Devisenreserven gemäß den im Dezember 2025 in Kraft getretenen neuen Vorschriften wieder aufgenommen hat.
„Gold bleibt unsere höchste Überzeugung“, sagte Daan Struyven, Co-Leiter der Rohstoffforschung bei Goldman Sachs heute bei einer Medienkonferenz, und verwies dabei auf die anhaltenden Käufe der Zentralbanken. Er bekräftigte, dass das Basisszenario von Goldman Sachs davon ausgeht, dass der Goldpreis auf 4.900 USD pro Unze steigen wird, mit Aufwärtsrisiken, sollte sich die Diversifizierung des privaten Sektors ausweiten.
Analystenkommentar
Ole Hansen von der Saxo Bank schreibt aktuell zum massiv steigenden Goldpreis: Gold und Platin erreichten neue Rekordhöhen, wobei Gold 4.878 USD und Platin 2.511 USD erreichte, während Silber nahe seinem eigenen Rekordhoch bleibt, wenn auch mit einigen Anzeichen einer Rotation von Silber zurück zu Gold. Diese Entwicklung wird durch die Unsicherheit aufgrund von Trumps Zollandrohungen und den jüngsten Einbruch japanischer Staatsanleihen unterstützt. Darüber hinaus bleibt die Nachfrage der Zentralbanken – seit 2022 ein wichtiger Anker für Gold – stabil, da die polnische Zentralbank Pläne zum Kauf von 150 Tonnen genehmigt hat.
FMW/Bloomberg
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Die Investmentbanking-Analysten von Goldman Sachs: Kompetente Akteure in Sachen Rohstoffe wie Erdöl oder das Edelmetall Gold.
Ich denke, dass die Zentralbanken de Welt, ihre Dollarreserven loswerden wollen.
Die Zentralbanken, die das z. B. schon 2019 getan haben, haben ihre Devisenreserven mehr als vervierfacht, nur weil das Gold im Tresor liegt.
Vorausschauende Länder haben ihr Gold aus den USA zurückgeholt.
Deutschland hat noch immer etwa 1.200 Tonnen Gold in den USA liegen.
Mal sehen welche Erklärungen seitens der USA gefunden werden, warum Deutschland dieses Gold nicht zusteht.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Gold preist die kommende Geldmengenausweitung durch die Notenbanken ein….nicht mehr und nicht weniger…
Im Zweifel werden diese immer in ihr altes Muster zurückfallen…Geld drucken….Geld drucken…Geld drucken….
Mehr können die auch gar nicht…da fehlt ihnen die Fantasie und die Kompetenz…
Mehr können die auch gar nicht …
aufgrund der Mathematik!
Alternativ wäre eine 0 weg streichen eine Möglichkeit, also 10$ ist jetzt 1 $. Dann bräuchten die noch nicht mal drucken. Das wäre aber glaube ich eine Währungsreform.
Mein Glaube an das Gute ist mit der Bazooka gesprengt worden.
Moral Hazard, das sind Kriminelle , die da meinen ,sie könnten sich und ihre Klientel über Cantillon und Inflation der bürgerlichen Einkommen/Lebenszeit ( den die werden in Währungseinheiten bezahlt) aneignen !!
Die Konsequenz über die Zeit ist, das Medianeinkommen wird im Kernwert bestohlen und dem Wirtschaftszyklus entzogen wird.
Wohlstand bedeutet Wohlstand des Mittelstandes bei minimalem Staat und ohne Steuern .
Das ist mathematisch nicht zu negieren .
Sie verars…….euch…..und…..zwar …immer ….
Im Jahre 2000 bekam man für etwa 100 Unzen Gold einen Mittelklassewagen.
Heute bekommt man für 100 Unzen eine Eigentumswohnung, bzw. ein Penthouse in Malaga.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
In 2000 hätte man für ein paar NVIDIA Aktien mit der Familie Pizza essen gehen können. Für diese Anteile könnte man heute 200 Eigentumswohnungen kaufen.
Rechenmut-Fan
Ja- hätte.
Ich habe aber.
Ich investiere nur in Edelmetalle.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Glücklich, wer 2000 Nvidia statt Gold gekauft hat.