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Goldpreis steigt auf 8-Jahreshoch – was ist der wahre Grund der Rally?

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Der Goldpreis steigt weiter an. Mit jetzt 1.772 Dollar notiert das Edelmetall auf dem höchsten Stand seit acht Jahren. Dennoch fehlt (wie gesagt in US-Dollar) noch etwas um das Allzeithoch bei 1.921 Dollar aus dem Jahr 2011 zu erreichen. Der folgende Chart zeigt den Goldpreis-Verlauf der letzten zehn Jahre. In Euro hatte Gold schon im Herbst 2019 neue Allzeithochs erreicht, und dann seit Januar diesen Jahres immer neue Höchststände. Aber am Weltmarkt, da schaut man auf die entscheidende Notierung in US-Dollar.

Goldpreis reagiert auf aktuelle Ereignisse

Grundsätzlich sind die Argumente bekannt, die für einen stetig weiter steigenden Goldpreis sprechen. Die Regierungen verschulden sich immer mehr, die Notenbanken drucken hierfür aus dem Nichts immer mehr Geld, das nicht mit realen Werten hinterlegt ist. Zudem sind die Zinsen auf Null gesunken, und nach Inflation sogar im Minus. Das macht das zinslose Gold attraktiv. Und je mehr diese Politik eskaliert, desto attraktiver wird Gold! Die letzten Tage (so auch ganz aktuell) gibt es zudem immer neue Meldungen über steigende Neuinfektionszahlen beim Coronavirus. In den USA verschärft sich aktuell wieder die Lage in wichtigen Bundesstaaten wie Kalifornien, Florida und Texas.

Geopolitische Ängst oder aktuell die Ängste vor den wirtschaftlichen Folgen einer möglichen zweiten Corona-Welle sorgen auch verstärkt für einen Sog hin zu Gold, dem “guten alten” Hort der Sicherheit. Heute früh um 10 Uhr wurde zudem der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland veröffentlicht, der weltweit Beachtung findet (hier die Details). Die Headline-Zahl wurde zwar minimal besser als erwartet vermeldet. Die aktuelle Lage wurde vom ifo-Institut aber leicht schwächer vermeldet als erwartet, und der Dax interpretiert die Daten erstmal negativ mit minus 70 Punkten. Auch dies ist aktuell eher positiv für den Goldpreis. Auch gestern konnten leicht schlechter als erwartete US-Einkaufsmanagerdaten positiv auf Gold einwirken.

Der wahre Grund hinter der aktuellen Stärke bei Gold?

Seit seinem Tief bei 1.456 Dollar am 20. März hat der Goldpreis gut Stecke gemacht. Von Mitte April bis Mitte Juni gab es zwar eine Seitwärtsphase, ganz grob gesagt um Niveaus von 1.720 Dollar herum. Auch mal etwas höher oder tiefer, aber es ging seitwärts. Erst in den letzten Tagen stieg der Goldpreis spürbar an. Heute Nacht im Noch bei 1.774 Dollar, hält er sich aktuell robust bei 1.772 Dollar. Nachdem die wichtige charttechnische Marke von 1.750 Dollar diese Woche offenbar kräftig nach oben durchbrochen wurde, scheinen noch viel höhere Kurse möglich zu sein. Aber neben all den Gründen für den steigenden Goldpreis, die wir gerade genannt haben, gibt es da noch einen guten Grund?

Wohl eher zwei Gründe. Gestern Abend kündigte US-Finanzminister Steven Mnuchin in einem Interview für Juli ein weiteres Rettungspaket für die US-Wirtschaft an. Im Gespräch sei derzeit ein Volumen von 1 Billion US-Dollar. Also, noch mal ein riesiger neuer Schub an Schulden und frisch gedrucktem Geld? Das wirkt positiv für Gold! Auch ist sehr interessant, was heute früh Ipek Ozkardeskaya von Swissquote geschrieben hat. Der Goldpreis sei auf den höchsten Stand seit 2012 gestiegen, und der Markt dürfte ungeachtet des Anstiegs der Aktienkurse weiter in Richtung 1.800 Dollar voranschreiten. Die Haupttriebkraft hinter dem Goldrausch sei die Angst vor einem Platzen der aktuellen Risikoblase, so Ipek Ozkardeskaya. Also, kann Gold kräftig nach oben explodieren, wenn die Risikoblase am Aktienmarkt erneut platzt? Man vergesse hier bitte nicht (so möchte ich anmerken), dass der Goldpreis im großen Aktiencrash im März mit gefallen war, weil Anleger zum Beispiel zur Deckung von Margin Calls Gold verkauften, um schnell liquide zu sein.

Chart zeigt Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Jahre

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    Nurmalso

    24. Juni 2020 12:09 at 12:09

    Alles kann,Nichts muß…wir werden sehn was passiert. Fakt ist bei Gold kommen Angst und Gier gleichzeitig zusammen,da darf das Edelmetall ruhig ein wenig mit korrigieren.

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Goldpreis über 1.800 Dollar – wird das eine schwierige Woche?

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich aktuell robust mit 1.807 Dollar. Eigentlich ein gutes Zeichen! Noch am Donnerstag ging es für Gold von 1.820 Dollar runter auf 1.800 Dollar Freitag früh, in Eintracht mit dem Aktienmarkt. Und dann Freitag Abend fiel Gold bis auf 1.796 Dollar. Und jetzt übers Wochenende, da kann der Goldpreis seine Stabilität zeigen mit Kursen über 1.800 Dollar, und das trotz der Aktienmärkte, die seit Freitag Mittag spürbar am Steigen sind. Wie ist die aktuelle Lage, und was wird diese Woche passieren?

Goldpreis vor schwieriger Woche

Zunächst muss man sagen: Stützend für den Goldpreis wirkt neben den immer weiter steigenden Corona-Zahlen (alleine 66.000 neue Fälle in den USA nur am letzten Freitag), dass sich der US-Dollar seit zwei Wochen in einem Abwärtstrend befindet. Auch wenn es in Wellen abwärts geht. Aber wer sich den US-Dollar-Index (Währungskorb) seit Ende Juni anschaut, sieht den immer weiter schwächelnden US-Dollar. Das hilft dem Goldpreis.

Aber wie schon erwähnt. Seit Freitag Mittag steigen die Aktienmärkte. Auslöser dafür war die Meldung von Gilead Sciences am Freitag, dass man Fortschritte bei Remdesivir macht im Kampf gegen das Coronavirus. Da sind all die Neuinfizierten egal? Die Aktien steigen einfach dank der Medikamenten-Hoffnung. Der Dow Jones hat alleine seit Freitag um 14 Uhr bis jetzt mehr als 700 Punkte gewonnen. Bis jetzt konnte sich das Edelmetall, das als Fluchthafen in unsicheren Zeiten gilt, gegen die steigenden Aktienkurse “wehren”. Aber möglicherweise (wer kann es schon mit Bestimmtheit sagen?) könnte der Goldpreis im Laufe dieser Woche einen Schwächeanfall erleiden.

Berichtssaison kann Gold schwächen

Denn ab morgen beginnt die US-Berichtssaison. Morgen Mittag fangen die großen US-Banken an ihre Quartalszahlen zu melden. In den Tagen danach folgen all die großen Industrie- und Tech-Konzerne (hier der aktuelle Bericht von Wolfgang Müller zur beginnenden Quartalssaison). Man darf gerade in Corona-Zeiten eine Methodik aussprechen, die schon seit Jahren und Jahrzehnten an der Wall Street angewendet wird, und die sich jetzt negativ auf den Goldpreis auswirken könnte. Oft sind Erwartungen an Unternehmenszahlen so drastisch reduziert worden, dass die Unternehmen diese gesenkten Erwartungen locker übererfüllen. Dann, so kann es auch diesen Monat passieren, werden womöglich in den nächsten Tagen die Börsianer jubeln, weil die Konzerne doch “besser da stehen” als erwartet in dieser Rezession.

Und zack, die Aktien haussieren weiter? Heute scheinen die Märkte diese Euphorie vorab auch schon mal auszuleben. Es kann passieren, dass der Goldpreis sich diesem Sog nicht entziehen kann, und erstmal schwächelt. Wer braucht schon Sicherheit, wenn die Risikoanlagen super laufen? Natürlich kann man im großen Bild weiterhin viel Potenzial für Gold sehen, wegen der abgeschafften Zinsen, Staatsverschuldung und Notenbanken-Druckerpressen-Orgien, und das weltweit. Aber die nächsten Tage und Wochen, da könnte der Aktienmarkt einen auf “Positiv überrascht” machen bei den herein trudelnden Quartalszahlen, was Gold abschwächen könnte, kurzzeitig.

Chart zeigt Goldpreis im Verlauf der letzten dreißig Tage
Goldpreis im Verlauf der letzten 30 Tage. Bisher ein robuster Aufwärtstrend.

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BÖRSE AKTUELL – DER Wochenausblick für Dax, Goldpreis & Ölpreis

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Die Börse im Sommerloch, wenn es da nicht die Edelmetalle geben würde! Diese haben in der letzten Woche für Aufsehen gesorgt und bleiben auch in der nächsten Handelswoche spannend. Bei den großen Aktienindices ist lediglich der Nasdaq 100 ein Dauerbrenner. Getrieben von wenigen Tech-Giganten, ist diese Entwicklung allerdings alles andere als gesund. Aber so läuft die Börse nun mal – oftmals irrational und emotionsgeladen.

Börse aktuell Teil 1: Dax – die Hälfte der Seitwärtsbewegung ist geschafft!

Die letzte Handelswoche startete mit einem Chinesischen Paukenschlag. Am Montag ist der CSI 300 Index um knapp 5 Prozent angestiegen. Dabei ist er aus einer seit 2018 andauernden Seitwärtsbewegung ausgebrochen. Mit diesem Rückenwind ist auch der Dax mit einem Kurssprung in die Börsenwoche gestartet. Die Freude hielt indes nicht lange. Stimmt, da war ja noch das Sommerloch! Und genau so hat sich die Börse dann auch in den folgenden Tagen gezeigt.Am letzten Handelstag gab es dann nochmal ein Aufbäumen. Der Dax zog am Stück um 300 Punkte an. Diese stärke könnte Fantasie für die nächste Woche liefern. Allerdings bleibt der Weg nach oben weiterhin im Bereich 12.900 bis 13.000 Punkte versperrt.

Chart zeigt Dax Kursverlauf - Börse vor neuer Euphorie?

Teil 2: S&P 500 lahmgelegt, Nasdaq 100 in Champagnerlaune

Während sich der US-Leitindex S&P 500 ähnlich wie der Dax verhielt, bleibt die Champagnerlaune bei den Tech-Aktien ungebremst. Man kann sogar sagen, dass die Aufwärtsbewegung im Nasdaq 100 in der letzten Woche nochmal deutlich an Fahrt aufgenommen hat. Eine derartige Entwicklung kann an der Börse allerdings auch sehr schnell nach hinten losgehen. Auf welche Warnsignale müssen wir achten? Aus Charttechnischer Sicht befinden wir uns in einem weit fortgeschrittenen Aufwärtstrend. Kommt es an der Börse jetzt zu ungewöhnlich großen Aufwärtsbewegungen, die von sehr hohem Handelsvolumen begleitet werden, müssen die Alarmglocken angehen. Diese Phänomene zeigen einen Erschöpfungszustand an, der in einer Gegenbewegung enden wird.

Nasdaq Chart ist derzeit das Jubelmärchen an der Börse

Börse aktuell Teil 3: Goldpreis – jetzt zündet die Rakete

Der Goldpreis hat den Sprung über den markanten „Bollwerk-Widerstand“ geschafft. Aus Charttechnischer Sicht liegt nun das nächste Kursziel am Allzeithoch im Bereich um 1.900 USD (Futures). An der Börse und im Trading muss man sich immer fragen, was NICHT passieren sollte, damit ein Szenario Bestand hat. Nach dem Ausbruch über einen wichtigen Widerstand, sollte der Kurs nicht zurück in die vorherige Seitwärtsbewegung laufen. Das wäre ein Zeichen für einen Fehlausbruch (hier der jüngste FMW-Bericht zu Gold).

Nach dem Ausbruch am Dienstag und Mittwoch, kam es am Ende der Woche wieder zu einem Rücksetzer. Der alte Widerstand ist nun zu Unterstützung geworden. Jetzt ist die große Frage, ob die neu gewonnene Unterstützung auch hält. Ich bin seit 2004 professioneller Trader und habe weit mehr als 30.000 Trades gemacht. Viele „Gurus“ sprechen vom emotionslosen Trading. Aber gibt es das wirklich? Ich bin auch nur ein Mensch mit normalen Emotionen, der nicht weiß wohin die Reise an der Börse geht. Natürlich kommen in Situationen, in denen es nicht optimal läuft, Fragen und Zweifel auf. Emotionen sind an der Börse ganz normal. Als Trader darf man Emotional sein – man muss einfach lernen, diese zu akzeptieren. Als Trader muss man mit der Unsicherheit am Markt leben. Aus diesem Grund ist auch ein gutes Risiko- und Moneymanagement unglaublich wichtig. Denn so weiß ich, dass mich kein einzelner Trade ruinieren kann. Dieses Wissen gibt mir ein Stück Sicherheit und lässt mich meinen Handelsplan umsetzen.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf

Die Ölpreis-Bullen geben sich nicht geschlagen – Teil 2

Am Donnerstag ist der Ölpreis deutlich unter Druck geraten. War das nun das Startsignal für einen Rutsch in Richtung 34,00 USD? Von wegen – am Freitag haben die Ölpreis Bullen direkt wieder zugeschlagen. Damit wird das Chartbild immer bullischer. In den letzten Wochen habe ich immer wieder auf die drei markanten Widerstände zwischen 40,00 und 42,50 USD hingewiesen. Nun hält sich der Ölpreis schon relativ lange an diesem Widerstandsniveau auf. Das ist an der Börse oftmals ein positives Zeichen. Denn in kurzfristigen Schwächephasen greifen die Käufer direkt zu und lassen den Kurs nicht wirklich abtauchen. Sollte es in der nächsten Woche nicht zu einem weiteren Kursrutsch kommen, müssen wir uns in den nächsten Monaten eher auf weiter steigende Ölpreise einstellen. In dem Fall bieten kurzfristige Rücksetzer eine Gelegenheit zum Einstieg.

Ölpreis Chart

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

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Achtung Dax, Commerzbank-Krise, Gold-Hype

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Chaos bei der Commerzbank. Der Chef Martin Zielke wurde vor die Tür setzt. 10.000 Stellen sollen wohl wegfallen. Nur die comdirect ist noch gesund und zukunftsfähig? Das sagt zumindest Stefan Riße im Interview mit Manuel Koch im folgenden Video. Auch steht die Frage im Raum, ob durch Corona nun die nächste Bankenkrise ansteht.

Stefan Riße weist auch darauf hin, dass der Anstieg beim Dax kritisch zu sehen sei. Was, wenn auch bei uns eine zweite Corona-Welle kommt? Dann könnte dieses erhöhte Kursniveau ein Problem haben (hier das ausführliche Interview mit Stefan Riße). Auch der große Hype rund ums Gold war diese Woche eines der Top-Themen am Kapitalmarkt, was auch von Manuel Koch im folgenden Video thematisiert wird. Mehr Infos auf www.trading-house.de.

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