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Goldpreis steigt – der Risk Off Trade springt gerade an

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis steigt aktuell über eine wichtige Marke. Am Freitag fiel Gold bis auf 1.670 Dollar, nachdem man noch am 18. Mai Höchstkurse von 1.764 Dollar gesehen hatte. Es ist ein klarer Zusammenhang. Während die Aktienmärkte haussierten, fiel Gold immer weiter nach unten. Der erste Chart zeigt den Anstieg im Goldpreis in rot-grün seit gestern Abend im Vergleich zum Dow 30 auf CFD-Basis in blau. Zeitlich übereinstimmend zum Abrutschen bei Aktien steigt Gold. Es ist der klassische Risk Off Trade. Ein Hin und Her. Sehen Anleger keine Risiken, sind sie risikobereit und kaufen zum Beispiel Aktien. Daher wird das Edelmetall gemieden (Risk On). Aber im umgekehrten Fall aktiviert sich der Risk Off Trade. Dies bedeutet: Raus aus Aktien, rein ins Gold. Und so steigt der Goldpreis derzeit wieder über die wichtige symbolische Marke von 1.700 Dollar auf aktuell 1.707 Dollar.

Nun der Anstieg im Goldpreis nach der Korrektur?

Der zweite Chart zeigt seit dem 11. Mai den fallenden Goldpreis, der unter der kräftigen Hausse am Aktienmarkt leidet. Tritt nun der Wendepunkt ein? Hannes Zipfel titelte in seinem gestrigen Artikel bereits “Keine Panik – es ist nur eine Korrektur!” (hier nachzulesen). Hier auszugsweise ein Zitat: “Die momentane Korrektur beim Goldpreis ändert also noch nichts am übergeordnet positiven Chartbild. Sie führt lediglich dazu, dass kurzfristige Spekulanten den Markt verlassen, sich die Terminmarktdaten bereinigen (rote Linie im Chart: Große Spekulanten) und nun Schnäppchenjäger wieder in den Markt zurückkehren.”

Grundlegende Argumente haben sich nicht verändert

Die grundlegenden Argumente, warum der Goldpreis weit über 1.800 Dollar steigen könnte oder sollte, haben sich durch die fallenden Kurse der letzten Tage nicht geändert. Im Gegenteil. Die Notenbanken drucken immer mehr Geld, das Papiergeld wird immer mehr verwässert. Die Staaten verschulden sich immer mehr. Gold ist in den Augen von immer mehr Menschen ein stabiler Hort der Sicherheit. Jüngst wirkte schlicht und einfach bremsend für Gold die Tatsache, dass die Aktienmärkte immer weiter haussierten. Sehr viele Beobachter sind in den letzten Tagen der Meinung, dass der Aktienmarkt derzeit völlig überkauft ist.

Der Anstieg nach dem Crash aus März und April sei viel zu schnell gelaufen (hier der Marktkommentar von Markus Fugmann über die jüngste Kapitulation der Skeptiker, weil die Kurse immer weiter steigen). Wenn alle Anleger und Kommentatoren nur noch optimistisch sind, und die Aktienkurse trotz fundamental abweichender Daten immer weiter steigen, wird die Fallhöhe immer größer. Der Markt könnte genau jetzt am Wendepunkt stehen. Der Dow hat auf CFD-Basis in den letzten drei Stunden 300 Punkte verloren, der Dax 240 Punkte. Geht es weiter bergab, könnte der Goldpreis kräftig ansteigen. Aber man muss sowas immer mit Vorsicht genießen. Er kann ansteigen, muss es aber nicht. Die letzten Monate haben ja gezeigt, dass nicht alles immer “nach Plan” verläuft bei Gold!

Verlauf im Goldpreis gegen den Dow 30 auf CFD-Basis seit gestern Abend

Gold vs Dow 30 seit dem 11. Mai

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Aktuell: Goldpreis überschreitet 1.800 Dollar – geht jetzt die Post ab?

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Während der Gold-Future (August-Laufzeit) schon Ende Juni die Marke von 1.800 Dollar überschritten hatte und dann seit gestern nachhaltig über der Marke notiert (aktuell 1.812 Dollar), so hatte sich der Goldpreis in der Kasse noch geziert. Aber jetzt  läuft Gold über die 1.800 Dollar-Marke mit aktuell 1,801 Dollar.

Geht jetzt die Post ab im Goldpreis?

Über die Gründe für den steigenden Goldpreis (heute früh noch 1.795 Dollar) hatten wir vorhin schon etwas ausführlicher geschrieben (mehr dazu hier). Jetzt stellt sich die rein börsentechnische Frage: Geht in Kürze die Post ab? Haben Trader, die Short in Gold sind, knapp oberhalb der runden Marke von 1.800 Dollar Kauf-Stop-Orders platziert zwecks Verlustbegrenzung? Und kommen noch Long-Spekulanten hinzu, die sich ebenfalls mit Kauf-Stop-Orders in den steigenden Markt reinstoppen wollen, wie man es im Trader-Slang so schön sagt?

Dies könnte für einen weiter rasch steigenden Goldpreis sorgen. Aber oft sieht man auch andere Phänomene. Denn manchmal prallen Preise, wenn sie wichtige, große runde Marken überschreiten, für eine gewisse Zeit wieder zurück unter diese Marke, und steigen dann später weiter kräftig nach oben. Der Drang für einen weiter steigenden Goldpreis scheint da zu sein. Im Chart sieht man den Preisverlauf in der Kasse seit Montag früh.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis seit Montag früh

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Goldpreis kratzt an 1.800 Dollar-Marke – Mittelzuflüsse und Risk Off

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis notiert aktuell mit 1.794 Dollar. Heute Nacht waren es im Hoch schon 1.797 Dollar. Damit erreicht Gold in US-Dollar das höchste Niveau seit November 2011. Gestern besprachen wir bereits den kontinuierlichen Aufwärtsdrang des Edelmetalls, der seit einiger Zeit vorherrscht. Und jetzt kratzt der Goldpreis direkt an der schönen runden Marke von 1.800 Dollar. Was ist da los?

Goldpreis steigt weiter an – Mittelzuflüsse und Risk Off

Die Gründe sind im großen Bild eigentlich bekannt, warum der Goldpreis steigt. Notenbanken drucken Geld, Staaten verschulden sich, die Zinsen für Anleihen und Sparbücher sind auf Null. Somit wird Gold aus vielerlei Hinsicht für Institutionelle und Privatanleger immer attraktiver, als der Sichere Hafen. Das Risk Off Szenario scheint derzeit den Drang zum Gold zu unterstützen. Der Dow Jones auf CFD-Basis hat in den letzten 1 1/2 Tagen mehr als 400 Punkte verloren. Aktien schwächeln also, es gibt immer mehr Corona-Infizierte in den USA – da scheint die schnelle Flucht ins Gold logisch zu sein. Gestern sprang der Goldpreis schnell an von 1.780 auf 1.795 Dollar, und das Niveau kann bis jetzt gehalten werden. Interessant wird es, wenn die runde Marke von 1.800 Dollar überschritten wird. Werden dann Kauf-Stop-Orders ausgelöst, und der Kurs läuft noch schneller nach oben?

Als nachvollziehbare Begründung für den weiter steigenden Goldpreis sieht man aktuell auch Meldungen zu den Mittelzuflüssen in ETF, die mit Gold unterlegt sind. Im ersten Halbjahr habe es einen Zuwachs von 734 Tonnen gegeben. Somit sei der Zuwachs aus der Finanzkrise im Jahr 2009 von 646 Tonnen übertroffen worden. Im Juni habe es bei Gold-ETFs den siebten Monat in Folge einen Anstieg gegeben. Global gesehen habe das Volumen bei Gold-ETFs ein neues Rekordhoch von 3621 Tonnen erreicht. Tja, da ist es klar, dass Kaufdruck entsteht, und der Goldpreis ansteigt.

Analystenstimmen

Naeem Aslam von Avatrade erwähnt ganz aktuell, dass es bei Gold nur einen dominierenden Trend gebe, den man immer wieder beobachten könne, nämlich mehr Mittelzuflüsse ins Gold. Der Goldpreis am Spotmarkt (Kasse) nähere sich dem kritischen Niveau von 1.800 Dollar, da die Anleger Gold weiterhin bevorzugen, weil das Coronavirus das globale Wirtschaftswachstum gebremst habe. Die kumulativen Zuflüsse bei goldgestützten ETF für 2020 hätten bereits die Zahl der Zuflüsse übertroffen, die man während der Finanzkrise 2009 erlebt habe. Dies zeige, wie groß das Interesse an Gold bei privaten und institutionellen Anlegern sei, so Naeem Aslam. Milan Cutkovic von Axitrader sagt ebenfalls ganz aktuell, dass die Nachfrage nach Gold weiter steige. Der Goldpreis nähere sich der psychologisch wichtigen Marke von 1.800 US-Dollar, und ein Ausbruch nach oben scheine nur eine Frage der Zeit zu sein.

Dieser Chart zeigt den Goldpreis-Verlauf der letzten zwölf Monate
Goldpreis im Verlauf der letzten zwölf Monate.

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Goldpreis steigt: Aktien-Inflation und die Gold-Blase

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Der Goldpreis steigt weiter an. Nachdem das Edelmetall von letzte Woche Donnerstag bis gestern Mittag de facto komatös an der Marke von 1.775 Dollar klebte, ging es dann doch weiter bergauf bis auf 1.787 Dollar in der Spitze gestern Abend. Auch wenn der Goldpreis aktuell auf 1.782 Dollar zurückgekommen ist. Jüngst half Gold, dass der US-Dollar seit gestern früh etwas schwächelte. Der folgende Chart im größeren Bild (seit Ende Mai) zeigt, wie Gold letztlich konstant ansteigt. Auch wenn es immer wieder kleinere Durchhänger gibt, so geht es doch stetig bergauf. Einige Analysten peilen aus technischer Sicht die nächste große runde Marke von 1.800 Dollar an.

Dieser Chart zeigt den Goldpreis-Verlauf seit Ende Mai

Goldpreis steigt an

Im Goldpreis sehen wir aktuell den höchsten Stand seit dem Jahr 2012. Interessant ist, dass bei der Gesamtbetrachtung des Corona-Crash am Aktienmarkt der Risk Off Trade hinein ins Gold funktioniert hat (siehe hier). Aktien sind unterm Strich seit Februar noch im Minus. Der Goldpreis konnte unterm Strich gut zulegen. Die Anleger fliehen bei Unsicherheit hin zum Sicheren Hafen Gold, und wenn sie risikobereiter sind, kaufen sie wieder Aktien. Seit Wochen und Monaten hilft Gold, dass die Notenbanken immer mehr Geld drucken, die Staaten sich immer mehr verschulden, und die Zinsen immer weiter sinken. Daher wird Gold grundsätzlich immer attraktiver!

Aber jüngst tut sich etwas Merkwürdiges. Schauen wir auf den folgenden Chart, wo der Goldpreis verglichen wird mit dem Dow Jones auf CFD Basis in den letzten zehn Tagen. Die Kurse laufen insgesamt gesehen parallel. Dies könnte etwas zu tun haben mit einer Art “Inflation”, die sich in den steigenden Aktienkursen zeigt, welche wiederum gleichzeitig viele Anleger veranlasst auch in Sicherheit zu investieren. Dazu aber gleich noch mehr in einem Analystenkommentar in diesem Artikel. Der Goldpreis scheint sich nach und nach immer weiter hochzuschieben. Kann er derzeit offenbar auch mit steigenden Aktien mit hoch laufen? Andersrum sieht man seit heute früh einen leichten Rückgang im Goldpreis, exakt parallel zum Rückgang in den Aktienmärkten seit heute früh.

Chart zeigt Gold gegen Aktien seit zehn Tagen

Analystenmeinungen

Naeem Aslam von Avatrade erwähnt heute, dass der Goldpreis gerade ein 8-Jahres-Hoch erreicht, und dass sich der Edelmetallpreis nahe an sein Ziel von 1.800 Dollar annähert. Es bestehe kein Zweifel daran, dass Händler Geld in Gold-ETFs pumpen, da die Nachfrage nach Gold aufgrund von Virusbedenken gestiegen sei. Sinkende Zinssätze rund um den Globus und der schwächere Dollar würden die Rallye im Goldpreis am Leben halten. Es gebe Spekulationen, dass Gold – einmal mehr – angesichts der Höhe der Schulden, die die USA angehäuft haben, zur Reservewährung der Welt werden könnte. Tatsächlich sei es aber so, dass sich die US-Verschuldungssituation in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht verbessern werde. Die Geldmenge werde wahrscheinlich weiter steigen, und dies werde den Glanz von Gold nur noch verstärken. Hinzu komme, dass es viele Investoren gebe, die immer noch auf eine instabile wirtschaftliche Erholung aufgrund von Covid-19 setzen, so Naeem Aslam.

Ipek Ozkardeskaya von Swissquote erwähnt heute früh, dass der Goldpreis die Marke von 1.790 Dollar testet, und sich langsam aber sicher auf die 1.800-Dollar-Marke zubewege. Die Anleger hätten das Edelmetall fest im Blick, da sie von der tatsächlichen Risikorallye und den gedrückten Staatsrenditen wenig überzeugt seien. An diesem Punkt beobachte man, dass die Aktien-Preisinflation ebenfalls zu einer Goldblase führe. Wenn die Aktienmärkte sich weiter aufblähen, gibt es für Gold wenig Grund, das Gegenteil zu tun, so Ipek Ozkardeskaya. Also, ist ein womöglich weiter steigender Goldpreis ein Hedge für den Aktienmarkt, für den Fall dass er plötzlich abschmiert?

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