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Goldpreis steigt dank Powell – Mega Event voraus!

Gold

Der Goldpreis hat seit der Jackson Hole-Rede von Jerome Powell am Freitag Nachmittag bis jetzt 22 Dollar zugelegt auf 1.814 Dollar. Wie die Grafik im folgenden Tweet zeigt, fallen die Realrenditen (Zins abzüglich Inflation) seit den Powell-Aussagen deutlich. Das zinslose Gold, das auch keine Negativzinsen produziert, kann davon logischerweise profitieren.

Goldpreis im Aufwind

Gold könnte diese Woche noch stärker profitieren. Läuft der Goldpreis Richtung 1.900 Dollar bis Jahresende, wie es Experten jüngst prognostiziert haben? Das wäre gut möglich. Nachdem einige Fed-Direktoren das zeitnahe Tapering (Auslaufen der Anleihekäufe der Fed) zuletzt angekündigt hatten, hat sich Jerome Powell am Freitag recht passiv geäußert – nach dem Motto „Inflation vorübergehend, und Corona-Risiken für die Konjunktur sind ja auch noch da“.

Dem Goldpreis half danach, dass der US-Dollar schwächelte wie auch die Renditen für US-Staatsanleihen. Im folgenden Chart sehen wir seit Freitag Vormittag den steigenden Goldpreis als blaue Linie, gegenüber dem fallenden US-Dollar und der fallenden Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen.

Chart zeigt gestiegenen Goldpreis gegen fallenden Dollar und Anleiherenditen
TradingView Chart zeigt seit Freitag Vormittag den Verlauf im Goldpreis im Vergleich zu US-Dollar und US-Anleiherendite.

Mega Event voraus

Die Volkswirte sind heute der Meinung, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass die Fed die Rückführung der Anleihekäufe schon auf der nächsten Sitzung im September beschließt. Eine Entscheidung dürfte ihrer Meinung nach aber noch im vierten Quartal fallen. Die Fed wolle wohl noch weitere Daten zu den Auswirkungen der aktuellen Pandemie-Welle abwarten. Entscheidend für die Bewegung im Goldpreis könnte diese Woche (unsere Anmerkung) folgendes Szenario werden: Ob sich die Fed eher nach ihrem Vorsitzenden Powell richtet, oder ob man eher auf die Gegenseite in Fed hört in Sachen Tapering, das kann stark von den August-Arbeitsmarktdaten für die USA abhängen.

Die Fed sagte jüngst selbst, dass sie genau beobachtet werden. Mittwoch um 14:15 Uhr deutscher Zeit werden die privat erhobenen ADP-Arbeitmarktdaten veröffentlicht – sie können den Goldpreis schon mal in Bewegung bringen. Aber wirklich wichtig werden am Freitag die staatlich veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für August um 14:30 Uhr deutscher Zeit. Fallen sie stark aus (viele neu geschaffene Jobs), könnte die Fed zu einem frühen Tapering tendieren, also zu einer festeren Geldpolitik. Die Signale von Jerome Powell vom Freitag würden dann für den Goldpreis ins Gegenteil gedreht, und er könnte fallen.



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2 Kommentare

  1. Jede Woche wird für Gold eine andere Sau durch das Börsen-Dorf gejagt und die Medien gefüllt… Gold wird in 10 Jahren mindestens zwischen 4000 bis 5000 eher höher stehen. Alleine schon die Tatsache, dass nun die Inflation, die bisher aus Europa exportiert wurde (China-Produktion), vermehrt in Europa zum Tragen kommt und somit die Inflation in Zukunft wieder im Alltag für die Wirtschaft und Konsumenten in Europa eine tragende Rolle einnehmen wird.

    1. @Mike Lohmann, ich mag Rätsel sehr und versuche, Ihre komprimierte und kryptische Aussage zu XAUUSD zu entschlüsseln. Ich schwanke zwischen vier Lösungsansätzen.
      1. Europa tritt in den USD-Währungsraum ein und exportiert die Inflation künftig in die Vereinigten Staaten
      2. Gold spielt künftig im Alltag für Wirtschaft und Konsumenten in Europa eine tragende Rolle
      3. Es gibt in 10 Jahren weniger Säue und Dörfer, als Börsen-Jäger und Medien-Füller, wegen nachhaltiger Bio-Tierhaltung und Klimapolitik
      4. Es geht um Goldinflation, auf 1000-Gramm-Barren wird in 10 Jahren 4000 oder 5000 Gramm eingeprägt

      Liege ich da ansatzweise richtig?

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