Gold

Edelmetalle bleiben volatil Goldpreis steigt über 5.000 Dollar: Dip-Käufer schlagen zu

1kg-Goldbarren beim Edelmetallhändler Conclude Zrt in Budapest. Foto: Akos Stiller/Bloomberg

Der Goldpreis steigt nach dem jüngsten Rückschlag wieder deutlich und klettert erneut über die Marke von 5.000 US-Dollar je Unze. Nach einem historischen Einbruch greifen Dip-Käufer zu und kaufen Edelmetalle gezielt nach. Die aktuelle Entwicklung sorgt für neue Dynamik am Markt. Auch Silber, Platin und Palladium profitieren von der Erholung.


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Goldpreis zurück über 5.000 Dollar

Gold legte bereits den zweiten Tag in Folge zu und erholte sich über 5.000 US-Dollar je Unze, nachdem Anleger den starken Kursrückgang genutzt hatten, um wieder in Edelmetalle einzusteigen.

Der Goldpreis stieg im frühen Handel um bis zu 2,8 % auf 5.085 Dollar, nachdem das Edelmetall in der vorherigen Sitzung bereits mehr als 6 % gewonnen hatte. Grund dafür war eine wieder zunehmende Risikobereitschaft an den Märkten sowie ein schwächerer US-Dollar. Zum Handelsschluss am Dienstag lag Gold rund 10 % unter dem Allzeithoch vom 29. Januar, notierte aber weiterhin fast 15 % im Plus seit Jahresbeginn. Auch Silber legte zeitweise auf über 88 Dollar zu.


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„Die erzwungenen Verkäufe im Edelmetallsektor dürften inzwischen abgeschlossen sein“, erklärte Daniel Ghali, Senior Commodity Strategist bei TD Securities. Gleichzeitig könne die extreme Volatilität der vergangenen Woche Privatanleger zunächst zurückhaltend machen, wodurch eine wichtige Käufergruppe vorübergehend wegfalle.

Gold und Silber mit Erholung - Goldpreis zurück über 5.000 Dollar
Gold und Silber erholen sich von historischem Markteinbruch

Edelmetalle bleiben extrem volatil

Im vergangenen Monat waren Edelmetalle stark gestiegen, gestützt durch spekulative Dynamik, geopolitische Spannungen und Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed. Kurz vor dem Absturz gab es jedoch einige Warnsignale, zudem hatten Marktbeobachter früh gewarnt, dass die Kursgewinne zu groß und zu schnell gekommen seien.

Die Rallye stoppte abrupt Ende letzter Woche: Silber verzeichnete den größten Tagesverlust seiner Geschichte, während Gold den stärksten Einbruch seit 2013 erlebte.

Chinesische Fonds und westliche Privatanleger hatten zuvor massive Positionen aufgebaut. Zusätzlichen Auftrieb brachten Investitionen in gehebelte börsengehandelte Produkte (ETPs) sowie eine Welle an Call-Optionskäufen. Der plötzliche Kurssturz während des asiatischen Handels am Freitag setzte sich bis Anfang dieser Woche fort.

Banken erwarten langfristige Gold-Stärke

Laut Bank of America dürfte die Volatilität bei Edelmetallen hoch bleiben. Gold besitze jedoch eine deutlich stärkere langfristige Investmentstory als Silber, sagte Niklas Westermark, Leiter des EMEA-Rohstoffhandels bei BofA. Zwar könnten überhöhte Preise und Marktturbulenzen die Positionsgrößen beeinflussen, das generelle Anlegerinteresse werde aber nicht nachlassen.

Viele Banken rechnen weiterhin mit einer Erholung des Goldpreises. Die Deutsche Bank bekräftigte am Montag ihre Prognose, wonach Gold mittelfristig auf 6.000 US-Dollar je Unze steigen könnte.

Gold notierte zuletzt bei 5.079,55 US-Dollar je Unze (Stand: 6:30 Uhr in Frankfurt), ein Plus von 2,7 %. Silber stieg ebenfalls um mehr als 3 % auf 88,20 US-Dollar. Auch Platin und Palladium konnten zulegen. Der Bloomberg Dollar Spot Index, ein Maß für die Stärke des US-Dollars, lag 0,1 % im Plus, nachdem er am Vortag 0,3 % verloren hatte.

FMW/Bloomberg



Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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3 Kommentare

  1. Moin. Gold hat 50 % des Rückganges schon wieder aufgeholt.

  2. US-Dollar fällt, Goldpreis steigt.

  3. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Der Bullenmarkt bei den Edelmetallen ist weiterhin intakt….

    Es wird spekuliert, gehebelt sicherlich, aber nur mit Optionen und nicht mit Knock-out Derivaten…das lässt sich ganz klar sagen….

    Und jetzt versuchen die Spekulanten ihre Positionen wieder in’s Plus zu drücken….ein typisches Beispiel für einen Bullenmarkt….manche sagen auch bye the dip dazu…

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