Gold/Silber

Goldpreis steigt übers Wochenende – Risk Off Szenario

Der Goldpreis steigt über das Wochenende an. Das hat auch einen guten Grund. Aber erst ein kurzer Blick zurück auf letzte Woche. Notierte der Goldpreis Donnerstag und Freitag oft so um das Niveau von 1.765 Dollar herum, so sackte er Freitag ab 15 Uhr plötzlich ab auf 1.747 Dollar im Tief.

Goldpreis am Freitag kurz im Keller

Denn am Freitag Nachmittag wurden aus wichtigen Bundesstaaten in den USA erneut schlechte Nachrichten zum Coronavirus veröffentlicht. Daraufhin fielen die Aktienkurse deutlich, und merkwürdigerweise auch parallel dazu der Goldpreis. Da fragten wir am Freitag direkt, ob dies eine Gelegenheit für Spekulanten sei günstiger einzusteigen bei Gold. Und ja, der Goldpreis sprang auch schnell wieder an ab gut 16 Uhr. Und noch am Freitag Abend konnte der Markt über 1.770 Dollar steigen. Der folgende Chart zeigt den Goldpreis in US-Dollar in blau seit Freitag früh, gegen den Dow Jones in rot-grün.

Gold im Risk Off Modus

Bis heute Vormittag kann der Goldpreis dieses erhöhte Niveau um die Marke von 1.770 Dollar halten mit aktuell exakt 1.770 Dollar. Der Markt ist aktuell in einem kleinen Risk Off Modus. Die ständigen schlechten Nachrichten aus den USA zu immer höheren Corona-Zahlen schüren die Ängste vor einem erneuten Herunterfahren der Wirtschaftstätigkeit. Da fliehen die Anleger folgerichtig aus risikobehafteten Anlagen wie Aktien, womit der Sichere Hafen Gold automatisch attraktiver wird. Dieses Szenario funktioniert nicht immer, aber dieses Mal übers Wochenende hat es funktioniert. Der Dax verlor seit Freitag Mittag gut 250 Punkte, der Dow Jones gut 600 Punkte. Aktien runter, Gold rauf.

Analystenmeinung

Ipek Ozkardeskaya sagt aktuell, dass verbleibende Risiken auf den globalen Risikomärkten und sinkende Staatsrenditen weiterhin Kapital in Gold drücken würden. Der Goldpreis stieg am Montag über die 1.770 Dollar-Marke hinaus an, nachdem er sich am vergangenen Freitag von der 1.750 Dollar-Marke erholt hatte. Die 1.750 Dollar-Marke sei nun eine entscheidende Unterstützung für Händler, obwohl der gleitende 50-Tage-Durchschnitt (1.722 Dollar) ein solides Sicherheitsnetz für den Fall eines unerwarteten Durchbruchs unterhalb dieser Unterstützung darstellen sollte, so Ipek Ozkardeskaya.

Der Chart zeigt Goldpreis gegen US-Aktien seit Freitag früh



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