Gold/Silber

Goldpreis steigt vorsichtig – Achtung, Druck von mehreren Seiten!

Gold mit Adler und US-Dollars

Bringt die EZB mit einer weiteren Maßnahmenverschärfung im Dezember auch Bewegung in den Goldpreis? Dem waren wir letzte Woche nachgegangen – mehr dazu beim Klick an dieser Stelle. Kommen wir an dieser Stelle zur Tagesaktualität. Der Goldpreis kann derzeit zwar etwas ansteigen von 1.877 Dollar Freitag Abend auf aktuell 1.887 Dollar. Der Weg nach oben ist ziemlich wackelig – denn derzeit gibt es für die Gold-Bullen viele gute Gegenargumente.

Dollar und US-Rendite drücken gegen Goldpreis

Wie gesagt, der aktuell zarte Anstieg im Goldpreis ist eine wacklige Nummer. Der US-Dollar steigt seit Tagen, und auch übers Wochenende klettert er weiter. Ebenso steigt die Rendite für US-Staatsanleihen. Die zehnjährige Anleihe notierte letzten Mittwoch noch bei 0,75 Prozent, jetzt sind es 0,86 Prozent (höchster Stand seit Juni). Beides spricht für einen fallenden Goldpreis, oder zumindest für eine gewissen Schwäche im Gold.

CFTC-Daten und ETF-Flüsse

Die US-Terminmarktaufsicht CFTC veröffentlicht jeden Freitag Veränderungen für wichtige Terminmärkte (COT), so auch Daten, die wichtig für den Goldpreis sein können. Aus den aktuellsten Daten kann man zwar ablesen, dass sich die Netto-Long-Positionen in der Woche zum 27. Oktober insgesamt ausgeweitet haben. Aber Großspekulanten (Non Commercials) haben kurz vor der US-Wahl ihre Long- wie auch Short-Positionen reduziert (minus 14.100 bei Long und – 13.200 bei Shorts). Kleinspekulanten wurden optimistischer und haben ihre Netto-Long-Position von 44.500 auf 47.800 Futures erhöht. Laut aktuellen Aussagen der Commerzbank gibt es jüngst Abflüsse als Gold-ETFs. Es gebe nun den dritten Tagesabfluss hintereinander mit insgesamt minus 11 Tonnen.

Karten neu gemischt?

Werden durch die morgige US-Wahl auch für den Goldpreis die Karten neu gemischt? Sollte es keinen ganz klaren Sieger geben, und sollte der Verlierer seine Niederlage nicht klar eingestehen, könnten die Anleger Richtung sichere Häfen fliehen, was normalerweise gut für Gold wäre. Aber wie man im März und auch in den letzten Wochen sah, wurde der US-Dollar als sicherer Hafen gewählt, und damit der Goldpreis geschwächt. Gold muss als nicht unbedingt Profiteur so eines Szenarios sein. Aber ganz auszuschließen ist das nicht. Denn man sollte Gold als den sicheren Hafen schlechthin dauerhaft nicht abschreiben.

Goldpreis Kursverlauf als Chart



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