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Gold/Silber

Goldpreis steigt zunächst nach US-Arbeitsmarktdaten

Markus Fugmann

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am

Nach den etwas schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten ist der Goldpreis zunächst gestiegen. Statt wie erwartet 164.00 Stellen wurden in den USA nur 145.000 Stellen geschaffen, wobei vor allem der Produktionssektor 12.000 Stellen verlor – die Industrie in den USA befindet sich damit nach dem größten Verlust von Jobs im Bereich „manufacturing“ seit dem Jahr 2016 weiter in der Rezession (ISM Index Gewerbe letzte Woche bei 47,2 – also deutlich unter der 50er-Marke).

Der Optimismus in Sachen US-Wirtschaft und US-Arbeitsmarkt war nach den ADP-Arbeitsmarktdaten am Mittwoch, die überrraschend starke 202.000 neue Stellen ausgewiesen hatte, groß. Die Flüsterschätzungen für die heutigen „großen“ US-Arbeitsmarktdaten lagen bei 180.000 neuen Stellen – daher der Dollar nach den Daten schwächer und der Goldpreis höher, bevor sich dann die Bewegung wieder relativierte:

Der Goldpreis reagiert auf die US-Arbeitsmarktdaten

 

Schwach auch die US-Stundenlöhne, die so wenig stiegen wie seit Juli 2018 nicht mehr. Die Arbeitslosenquote liegt in den USA weiter bei 3,5% – wobei allerdings 96 Millionen Amerikaner nicht als „arbeitslos“ klassifiziert werden, weil sie nicht zur „labor force“ gehören. So oder so: im Jahr 2019 wurden in den USA so wenige neue Stellen geschaffen wie seit dem Jahr 2011 nicht mehr, was Trumps Mantra von der „besten US-Wirtschaft aller Zeiten“ doch reichlich fragwürdig erscheinen läßt! Warum hat, wenn die US-Wirtschaft wirklich so stark wäre, die Fed im Vorjahr dreimal die Zinsen gesenkt?

Für den Goldpreis jedoch waren diese Zinssenkungen der Fed positiv (weil damit der Nachteil geringer wird, den das unverzinste Gold zu Zinsanlagen besitzt). Wichtig für den Goldpreis wird weiterhin, ob die Fed ihre Bilanz weiter so stark ausweitet wie zuletzt geschehen.

Nachdem der Goldpreis  im Gefolge der vermeintlichen Eskalation des Irankonflikts auf 1610 Dollar gestiegen war, hat sich bei den Gold-Bullen jedoch wieder etwas Ernüchterung eingestellt: „Solange die Angst der Händler vor einer massiven Eskalation zwischen den USA und dem Iran nicht wieder zurückkehrt und/oder die Fed die Zinsen senkt, dürfte der Markt die Prämie auf den Goldpreis weiter auspreisen“, so Robert Zach von Investing.com. „Gestern gab es mit einem Volumen-Spike von 813.410 Kontrakten eine Schlüsselumkehr am Gold-Markt, und derzeit gibt es sowohl fundamentale als auch technische Gründe, warum die Bären den Goldpreis auf mindestens 1.533 Dollar befördern könnten“, so Zach weiter.

„Allein wenn man sich die rekordhohe Longposition der Spekulanten so anschaut, könnte das Edelmetall genauso gut auch noch Abwärtspotenzial bis auf 1.522 Dollar oder sogar 1.511 Dollar besitzen“, fügte Robert Zach hinzu. „Mein Ratschlag: Short bei schnellen Erholungen in Richtung 1.580 Dollar“.

Im folgenden Video analysiert Lars Erichsen die charttechnischen Perspektiven für den Goldpreis im Jahr 2020:

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Der Goldpreis stieg nach den schwächeren US-Arbeitsmarktdaten

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Allgemein

Was den schwachen Goldpreis aktuell bewegt

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren aus Gold

Der Goldpreis ist die letzten Tage ohne Stärke unterwegs. Eigentlich ist das merkwürdig, denn der US-Dollar schwächelt seit Tagen, und müsste Gold (das in Dollar gehandelt wird) daher doch eigentlich Auftrieb geben. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) hat binnen einer Woche von 92,80 auf 92,18 Indexpunkte verloren.

Corona-Impfstoffe dämpfen Aufwärtstrieb im Goldpreis

Mit aktuell 1.865 Dollar sieht man, dass die seit Donnerstag letzter Woche kurz aufgeflackerte Erholung mit Anlauf Richtung 1.900 Dollar wieder verpufft ist. Eindeutig ist zu sehen, dass die Anleger, die über das Vehikel der ETF (Exchange Traded Funds, hier die Begriffserklärung) in Gold investieren, letzte Woche auf der Verkäuferseite waren mit gut 30 Tonnen. Der folgende aktuelle Chart der Commerzbank zeigt seit Jahresanfang in gelb den Goldpreis-Verlauf, und in schwarz die Gold-ETF-Bestände. Die Nachfrage schlafft derzeit ab.

Chart zeigt ETF-Bestände in Gold im Vergleich zum Goldpreis

Die letzte wie auch die vorletzte Woche waren die Kapitalmärkte gefangen im Fieber der Corona-Impfstoff-Hoffnung. Nach Biontech und Pfizer kam letzte Woche Moderna mit einem fertigen Impfstoff, und heute früh dann auch noch AstraZeneca. Daher laufen die Aktienmärkte auch heute zum Wochenstart erfreulich nach oben. Alles was die Märkte positiv stimmt für eine Erholung der Weltwirtschaft, schwächt tendenziell den „Sicheren Hafen“ namens Gold. Im Chart sehen wir den Goldpreis im Verlauf der letzten 30 Tage. Der große Absturz in der Mitte des Charts rührt her von der ersten Impfstoff-Meldung gegen das Coronavirus vom 9. November von Biontech und Pfizer.

Laut heutiger Aussage des Commerzbank-Analysten Carsten Fritsch dürfte der aktuelle Optimismus hinsichtlich der Impfstoffe dagegen sprechen, dass es schon in Kürze zu einem neuerlichen Run auf die Gold-ETFs kommt. Entsprechend gedämpft sei der kurzfristige Ausblick für den Goldpreis. Die spekulativen Finanzanleger seien seiner Meinung nach durch den Preisrutsch Mitte letzter Woche offensichtlich auf dem falschen Fuß erwischt worden. Denn sie weiteten ihre Netto-Long-Positionen in der Woche zum 17. November auf gut 90.000 Kontrakte aus, nachdem sie diese in der Woche zuvor reduziert hatten. Entsprechend dürfte der Preisrückgang auf rund 1.850 Dollar letzten Mittwoch seiner Meinung nach auch durch spekulative Verkäufe begünstigt worden sein.

Mittel- und langfristig bergauf?

Bleibt es bei dem Szenario, welches wir letzte Woche schon erwähnten? Kurzfristig bleibt der Goldpreis trotz schwachem US-Dollar und dank der Corona-Impfstoff-Hoffnungen schwach? Aber mittel- und langfristig sieht man wieder Kurse über 1.900 Dollar und auch Richtung 2.000 Dollar? Das ist die Frage. Denn im großen Bild, da ist die Meinung der Notenbanker ja relativ eindeutig, wie man die letzten Tage und Wochen auch bei der EZB heraushören konnte. Die Geldpolitik (Anleihekäufe und Zinsen) wird noch sehr lange Zeit extrem locker bleiben, um die wirtschaftliche Erholung der Volkswirtschaften zu unterstützen. Also weiterhin Optimismus im größeren Bild für einen steigenden Goldpreis? Dieses Szenario bleibt vorhanden.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen

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Bitcoin

Bitcoin: ein gigantisches Ponzi-Schema? Und was ist mit Gold?

Markus Fugmann

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Ist Bitcoin – im Gegensatz zu Gold – eine Art Ponzi-Schema? Das hatte der ehemalige Hedgefonds-Manager Jesse Felder in einem Artikel postuliert: Bitcoin sei ein reines Spekulationsobjekt, eine Blase, von der vor allem jene profitierten, die früh eingestiegen seien. Es habe – anders als Gold – keinen inneren Wert und sei auch kein wirkliches Zahlungsmittel:

„Ponzi schemes can work out great for early adopters. But that doesn’t make bitcoin, in any shape or form, a good investment or even a store of value, especially for those late to the game.“

Weil es als Zahlungsmittel praktisch komplett unbedeutend sei, habe Bitcoin eben im Gegensatz zum Fiat-Geld keinerlei Funktion als Währung:

„Because bitcoin provides neither “safety of principal” nor “an adequate return” it therefore can only be considered speculative. Furthermore, because bitcoin is not used as a medium of exchange nor provides any store of value, I can’t view it as a currency alternative either.“

Bitcoin – alle Fragen bleiben offen

Die durch den Kursanstieg immer euphorischeren Fans der Kryptowährung reagierte naturgemäß erbost – „Bitcoiners are crying foul“, wie es in einem Erwiderungs-Artikel hieß. So stimme der Vorwurf von Felder nicht, wonach Bitcoins durch forks wie Bitcoin Cash oder Bitcoin Gold doch vermehrbar sei:

„Bitcoin believers rely entirely on the idea that bitcoin is limited in supply making it far more attractive than fiat currencies that are being printed like mad by central bankers around the world. However, bitcoin has already hard forked several times, multiplying the number and type of bitcoins in circulation“.

Fakt ist: Das stimmt natürlich, allerdings sind diese Forks eben doch eine Art von Inflation durch die Schaffung stets neuer Kryptowährungen. Bitcoins gibt es nur in begrenzter Menge, aber es gibt potentiell unendlich viele Kryptowährungen.

Fakt ist jedoch ist auch, dass Bitcoin als Zahlungsmittel derzeit praktisch (noch?) keine Rolle spielt. Mithin steht die Frage, ob es sich hier wirklich um eine Währung handeln kann, noch aus. Das sagt Robert Vitye in einem Interview mit Florian Homm – bei Gold sei das dagegen seit vielen Tausend Jahren der Fall, es habe sich als Wertspeicher durchgesetzt. Gleichwohl seien dezentrale Geld-Systeme grundsätzlich gut, aber die „Feuertaufe“ bei Bitcoin stehe eben noch aus, sagt – aus unserer Sicht zurecht – Robert Vitye:

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Ist Bitcoin - im Gegensatz zu Gold - ein Ponzi-Schema?

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