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Gold/Silber

Goldpreis über Nacht mit Risk Off Trade – die aktuelle Lage

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Der Goldpreis zeigte in den letzten Stunden eine sehr enge Korrelation zum US-Aktienmarkt. Heute Nacht was der Dow 30 im Future (hier dargestellt im CFD-Kurs US 30) um 115 Punkte gefallen. Der Goldpreis war exakt zum selben Zeitpunkt um 8 Dollar auf 1.568 Dollar gestiegen. Dann setzte heute früh im Dow wieder eine teilweise Erholung ein, und der Goldpreis fällt wieder zurück. Was für eine Korrelation. Derzeit ist vor allem an den asiatischen Märkten das Corona-Virus ein bestimmender Faktor. Plötzlich schürt ein Krankheitserreger die Angst an den Märkten, so eben auch heute Nacht im Dow.

Ein winziger schneller Risk Off-Trade mit Auf und Ab im Goldpreis

Und zack, wo Unsicherheit herrscht, kann Gold schnell ansteigen. Und jetzt ganz aktuell fällt Gold auf 1.560 Dollar zurück, und hat damit seinen ganzen Anstieg von heute Nacht wieder verloren. So schnell kann die „Flucht“ in den „Sicheren Hafen“ namens Gold wieder enden. Wir haben also einen ganz schnellen, winzigen Risk Off-Trade erlebt, also den Wechsel von Aktien hin zu Gold, über Nacht. Auch wenn er schon wieder zu Ende ist, so zeigt diese Bewegung über Nacht doch: Der Markt reagiert blitzschnell auf Unsicherheit, und der Goldpreis kann jederzeit nach oben anspringen. Im folgenden Chart (Kursverläufe seit gestern früh) sehen wir den Goldpreis in rot-grün gegen den Dow 30 in blau.

Goldpreis in Relation zum Dow 30

Im folgenden Chart sehen wir den Verlauf im Goldpreis in einem größeren Bild, nämlich seit den letzten 30 Tagen. Nach dem Rückfall Anfang Januar gab es in den letzten Tagen eine Stabilisierung mit Tag für Tag kleinen Anstiegen.

Gold Verlauf seit 30 Tagen

Gold schwächelt im Jahresverlauf?

Könnte der Goldpreis im Jahresverlauf 2020 sogar verlieren in Richtung 1.400 Dollar? Gründe dafür könnten zum Beispiel eine global besser laufende Konjunktur sein. Auch steigende US-Anleiherenditen und ein steigender US-Dollar könnten gegen Gold drücken. Und auch steht die These im Raum, dass im laufenden Jahr die physische Gold-Nachfrage aus Indien und China nachlassen könnte. Lesen Sie ausführliche Begründungen für einen möglichen schwächeren Goldpreis beim Klick an dieser Stelle auf investing.com. Dagegen steht zum Beispiel die Meinung des weltgrößten Hedgefonds aus letzter Woche, dass der Goldpreis auf 2.000 Dollar steigen könnte. Lesen Sie dazu mehr beim Klick an dieser Stelle.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Thomas

    21. Januar 2020 11:19 at 11:19

    Gold (und teilweise auch Silber) ist seit 5000 Jahren anerkannt und hat in meinen Augen auch nur eine Wertaufbewahrungsfunktion und zwar die beste. „Gold ist (halt) Geld ,alles andere ist Kredit (J.P. Morgan)

    Alles andere ist Spekulation und das ist nichts für mich – aber bitte nur zu

    Die Anleger werden sich noch wundern, wohin diese „bekloppte“ Schuldenmacherei noch führen wird.

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Aktien

Heiko Thieme und der Tiefpunkt im Dax bei 8.250 Punkten

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Das Coronavirus schüttelt die Börsen durcheinander - Dax Tief bei 8.250?

Über 10 Millionen Amerikaner haben sich binnen 2 Wochen arbeitslos gemeldet! Das ist eine extrem schnelle Entwicklung, die gestern sogar die schlimmsten Analystenerwartungen übertroffen hat. Manuel Koch hat im folgenden Video auch mit Marcel Fratzscher vom DIW gesprochen. Man müsse ehrlich sagen, dass die Wirtschaftsforscher Szenarien vorrechnen und keine verlässlichen Prognosen abgeben könnten, so Fratzscher. Drei Varianten für den Verlauf der aktuelle Krise gäbe es.

Auch interviewt Manuel Koch im Video den als gnadenlosen Optimisten bekannten Börsianer Heike Thieme. 8.250 Punkte sei der Tiefpunkt im Dax in diesem Crash, so Thieme. Beim Dow läge das Tief bei 18.200 Punkten. Gehe man nach dem Buchwert, dann sei der Dax jetzt sehr preiswert. Setze nicht Mitte des Jahres ein Erholungstrend ein, dann müsse man umdenken – so lässt Heiko Thieme sich also noch eine Option offen, falls es doch noch tiefere Tiefs gibt? Denn, so sagt er auch, dies sei derzeit eine völlig neue und unbekannte Phase in der Börsenwelt.

Manuel Koch bespricht im Video auch zwei konkrete Tradingideen. Es sind die Top-Empfehlungen der trading-house Börsenakademie. So wird die Aktie von Adidas zum Kauf empfohlen mit dem Instrument einer Stop Buy Order. Ebenso ist man für Gold optimistisch. Auch hier wird ein Kauf mit einer Stop Buy Order angeraten.

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Gold/Silber

Warum der Silberpreis seinen Tiefpunkt schon hinter sich haben könnte

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Der Silberpreis verlor im Corona-Crash in der Spitze über 30 Prozent. Seit dem heftigen Rebound Ende März halten sich die Notierungen des weißen Edelmetalls stabil über der 14-US-Dollar-Marke. Dafür gibt es zwei wesentliche Gründe.

Der Silberpreis ist immer gut für ein schnelles Comeback

Mit Ständen um 14,18 US$/Unze ist der Silberpreis nun wieder zurück auf dem Ausgangsniveau der Rallye von Ende Mai 2019. Der brutale Abverkauf von Ende Februar bis Mitte März konnte um ein Drittel wieder aufgeholt werden. Silber hat bereits in vergangenen Zyklen und vor allem während der Finanzkrise gezeigt, dass Preiseinbrüche sehr schnell wieder egalisiert werden können, wenn die Rahmenbedingungen dafür vorhanden sind. Dabei spielen zwei Faktoren eine wichtige Rolle: die Situation am Silber-Terminmarkt und die physische Nachfrage der Anleger in Europa und den USA. Beide Faktoren sind der Grund dafür, warum sich der Silberpreis aktuell wieder erholen konnte. Sollte es nochmals zu einem Rücksetzer kommen, würde dieser die Tiefststände vom 16. März bei 12,92 US$/Unze wohl nicht mehr nach unten durchbrechen. Dazu ist die Bereinigung am Terminmarkt bereits zu weit vorangeschritten und die physische Nachfrage zu stark.

Der Silberpreis war zuletzt unter Druck

Eine sehr ähnliche Situation mit heftigen Zwangsliquidierungen auf der einen Seite und explodierender Nachfrage nach Anlagesilber auf der anderen Seite gab es während der Lehman-Krise. Allerdings mit einem bislang wesentlichen Unterschied: Damals bildete der Silberpreis in der zweiten Septemberhälfte 2008 nach einer ähnlichen Erholung wie heute nochmals ein tieferes Tief aus. Heute ist die Reaktionsgeschwindigkeit der Geld- und Fiskalpolitik jedoch deutlich höher. Alle Instrumente, die ein konstruktives Umfeld für den Silberpreis schaffen, sind bereits vorhanden und werden exzessiv genutzt (Nullzinsen, Gelddrucken, Schuldenausweitung).

Die Marktteilnehmer wissen zudem, wie die Entwicklung beim Silberpreis damals weiterging: Vom Tiefpunkt Ende Oktober 2008 bei 8,45 US$/Unze bis zum Hochpunkt im April 2011 bei 49,83 US$/Unze legte der Silberpreis anschließend um 490 Prozent zu. Außerdem bewegen sich die Produktionskosten der Silber-Primärförderer heute um die 12 US$ pro Unze. Ein Preisniveau darunter würde Produktionsrückgänge zur Folge haben. Ausschließen sollte man ein solches, von Henrick Becker gestern beschriebenes Szenario zwar nicht – aber Charttechnik ist in diesem Ausnahmeumfeld eben nicht alles.

Wie entwickelte sich der Silberpreis im Gefolge der Lehman-Krise?

Der anschließende Rückgang des Silberpreises nach der Super-Hausse ab April 2011 resultierte auch aus der erfolgreichen Erzählung des damaligen US-Notenbankchefs Ben Bernanke von einer kurz bevorstehenden Normalisierung der Zinsen, der Schulden und der Notenbankbilanz. Dieses Märchen, das vor allem in den USA viele Anleger zum Rückzug aus den Edelmetallmärkten bewegte, ist heute selbst dem patriotischsten und optimistischsten US-Anleger kaum noch glaubhaft zu vermitteln. Der letzte Versuch einer Zins- und Bilanznormalisierung durch den aktuellen Fed-Chef Jerome Powell ist im Dezember 2018, also eine Dekade nach der Lehman-Krise, grandios gescheitert.

Der Crash führte am Terminmarkt zu einer gesunden Bereinigung

Im Zuge des Abverkaufs bei Silber im ersten Quartal dieses Jahres wurde sehr viel spekulatives und kreditgehebeltes Exposure aus dem weltweit dominierenden Terminmarkt, der COMEX (CME Group) in New York, herausgespült. Zwangsliquidierungen und Stopp-Loss-Orders führten zu einer signifikanten Reduzierung der offenen Kontrakte. Deren Anzahl sank von Mitte Februar bis zur letzten Woche von 240.000 Kontrakten auf 150.700 Kontrakte um 37,5 Prozent. Die Netto-Anzahl der Kontrakte auf steigende Kurse der großen Spekulanten (Large Speculators) reduzierte sich prozentual sogar noch stärker von über 80.000 auf nur noch 33.700. Die Kleinspekulanten (Small Traders) bauten ihre Netto-Kauf-Kontrakte seit Mitte Februar ebenfalls um über 50 Prozent auf aktuell nur noch 11.00 Stück ab. Jeder Future-Kontrakt umfasst 5.000 Unzen Silber.

Der COT-Index, ein kurzfristiger Timing-Indikator, basierend auf den Terminmarktdaten, gib mit einem Stand von 100 bereits ein klares Kaufsignal für Silber ab.

Die physische Nachfrage nach Silber explodiert förmlich

In meinem letzten Artikel zum Silberpreis hatte ich bereits eine Grafik zur Explosion der Verkäufe bei den vor allem in den USA beliebten Münze „American Eagle“ gezeigt. Seitdem wird von der Prägeanstalt U.S. Mint keine dieser Silbermünzen mehr ausgeliefert. Diese Situation hat dazu geführt, dass für noch verfügbare Exemplare mittlerweile knapp 25 Euro bezahlt werden müssen, was einem außerordentlich hohen Aufgeld von über 90 Prozent zum Spotpreis entspricht.

Europas größte Preisvergleichsplattform für Edelmetallprodukte (Gold.de) spricht von einem „Run“ der Kunden auf noch lieferfähige Online-Shops. Die aktuell hohen Aufgelder resultieren nicht nur aus der Beeinträchtigung der Lieferketten, sondern eben auch aus der außerordentlich hohen Nachfrage, wie man sie zuletzt auf dem Hochpunkt der letzten Finanzkrise gesehen hat. Die die aktuellen Aufgelder zu Münzen und Barren sind hier aufgelistet.

Ein Aspekt, der dazu führt, dass Silber aktuell sogar stärker nachgefragt wird als Gold, ist die relative Bewertung gegenüber dem großen Brudermetall sowie die höhere Fungibilität und Leistbarkeit des weißen Metalls. Für eine Unze Gold müssen aktuell 112 Unzen Silber bezahlt werden. Das ist ein historisch hohes Verhältnis, das zwischenzeitlich Mitte März sogar bei über 126 lag.

Es gibt wie im Jahr 2008 eine starke Diskrepanz zwischen der Situation am Terminmarkt und der am physischen Markt. Während die mit Krediten hoch gehebelten Future-Kontrakte zunehmend an Bedeutung verlieren, was am stark rückläufigen „Open Interest“ gut zu erkennen ist, gewinnt die physische Nachfrage an Gewicht. Der Bedeutungsverlust des Marktes für „Papier-Silber“ ist generell eine gute Nachricht, weil damit auch die im Vergleich zur tatsächlichen Silberproduktion stark überdimensionierten Leerverkäufe von real nicht existierendem Silber abnehmen.

Fazit und Ausblick

Noch ist der Silberpreis nicht „Out oft the woods“, wie die Amerikaner zu sagen pflegen. Dennoch stellt sich das Umfeld für Silber im übergeordneten Bild sehr konstruktiv dar: Die Märkte für Derivate verlieren an preisbestimmender Relevanz und die physische Nachfrage explodiert in Anbetracht der desperaten Geld- und Fiskalpolitik sowie der eskalierenden globalen Schuldensituation. Damit wird die Nachfrage nach physischem Silber sukzessive wieder zum relevanten Faktor für die Preisbildung. Genau dieser Faktor hat auch in den Jahren 2008 bis 2011 zu einer Vervielfachung des Silberpreises geführt.

Nie zuvor in der Geschichte war Silber gegenüber Gold so günstig wie jetzt und nie zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg war die reale Gefahr einer Währungsreform oder zumindest substanzieller Kaufkraftverluste bei den Fiat-Währungen so stark ausgeprägt wie in den kommenden Jahren. Daher erfreut sich das weiße Edelmetall als Alternativwährung und zum Schutz von Vermögen so hoher Beliebtheit.

Eine „Normalisierung“ bei der Verschuldung, den Zinsen oder der quantitativen Geldpolitik (Gelddrucken) ist nicht mehr zu erwarten. Auch das spricht für einen zukünftig nachhaltig positiven Trend beim Silberpreis.

Die physische Nachfrage nach Silber stützt den Silberpreis

 

 

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Aktien

Barrick Gold profitiert nicht von hohem Goldpreis

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Notenbanken schaffen neues Geld wie noch nie seit Ende des 2. Weltkrieges. Die Rettungs- und Konjunkturpakete umfassen inzwischen regelmäßig Billionensummen. Irgendwann wird dieses Geld nachfragewirksam und erhöht dann die Inflation. Verständlich, dass angesichts dieser neuen Entwicklung auch der Goldpreis zulegen kann. Doch gilt das auch gleichermaßen für die Aktien von Goldminen? Deren Gewinn sollte bei steigenden Gold- und fallenden Ölpreisen durch die Decke gehen. Schauen wir uns das am Beispiel von Barrick Gold an.

Öl ist ein relevaner Kostenblock für Goldminen – auch für Barrick Gold

Goldminen befinden sich oft weitab der Zivilisation und haben daher keinen Anschluss an das Stromnetz. Der gesamte Energiebedarf der Goldmine wird dann über Dieselgeneratoren gedeckt. Weiterhin benötigen die teils riesigen LKW, die das Gestein von der Abbaustelle zu den Gesteinsmühlen fahren, Diesel. Der Ölpreis ist daher eine relevante Einflussgröße für die Kostenstruktur eines Minenbetreibers. Mit Ölpreisen von teils weniger als 4 US-Dollar pro Barrel brechen nun wahrlich goldene Zeiten für die Minengesellschaften an.

Barrick Gold macht es uns nicht leicht herauszufinden, wie hoch der Ölverbrauch im Jahr ist. Im Jahresbericht 2017 finden wir die Angabe, dass eine Absicherungsposition für 1,244 Millionen Barrel Öl 28% des 2018 erwarteten Verbrauchs ausmacht. Der Jahresverbrauch ist also etwa 4,4 Millionen Barrel pro Jahr. Für 2020 wiederrum kalkulierte Barrick mit einem durchschnittlichen Ölpreis von 65 US-Dollar und ging ohne irgendeine Ölpreisabsicherung ins Jahr. Damit profitiert das Unternehmen unmittelbar von den gesunkenen Ölpreisen.

Jetzt kann man sich den niedrigen Ölpreis für Jahre sichern

Sollte sich Barrick gegen steigende Ölpreise auf dem aktuellen Niveau absichern, dann könnten gegenüber dem bis Ende 2021 erwarteten Ölpreis von 65 US-Dollar zwischen 30 und 45 US-Dollar pro Barrel eingespart werden. Je länger für die Zukunft sich Barrick jetzt absichert, umso geringer wird die Ersparnis, da die Ölfutures mit steigender Laufzeit teurer werden. Doch auch 30 US-Dollar Ersparnis gegenüber dem für die Ergebnisprojektion erwarteten Ölpreis sind nicht zu verachten. Allein dabei ergibt sich ein zusätzlicher Jahresgewinn von 130 Millionen US-Dollar. Hinzu kommt der gestiegene Goldpreis. Barrick kalkulierte für 2020 mit nur 1.350 US-Dollar. Tatsächlich beträgt der durchschnittliche Goldpreis in diesem Jahr bis heute jedoch knapp 1.580 US-Dollar. Bliebe es dabei, reden wir über 1,3 Milliarden US-Dollar höhere Gewinne.

Niedrige Kupferpreise konterkarieren Goldpreisanstieg bei Barrick Gold

Nun ist Barrick jedoch kein reiner Goldproduzent. Tatsächlich werden auch enorme Mengen Kupfer gefördert. Und da sieht es deutlich schlechter aus als beim Gold. Hier kalkulierte Barrick mit 2,75 US-Dollar pro Pfund. Tatsächlich sind jetzt nur 2,20 US-Dollar zu erlösen. Bei 400 Millionen Pfund im Jahr macht das Mindereinnahmen von 2,2 Milliarden US-Dollar. 1,43 Milliarden US-Dollar Mehrerlösen durch gesunkene Energiekosten stehen also 2,2 Milliarden US-Dollar geringere Einnahmen beim Kupfer gegenüber. Für Aktionäre ist das also keine Situation, in der sie profitieren können. Jedenfalls nicht bei Barrick Gold, bei denen die Hälfte des Umsatzes mit Kupfer erzielt wird.

Gleichwohl kann Barrick Gold ein interessantes Investment sein. Dafür sprechen mehrere Fakten:

1) Das KGV ist vergleichsweise niedrig. Das KGV auf Basis des 2019er Gewinns beträgt lediglich 8,35. Gehen wir davon aus, dass der Gewinn in diesem Jahr ein Fünftel niedriger sein wird, dann landen wir bei immer noch niedrigen 10.

2) Wenn sich Barrick nun mit Ölfutures gegen steigende Ölpreise absichert, können sie sich die niedrigen Energiekosten u.U. für mehrere Jahre im Voraus sichern und somit auch die Profitabilität in den kommenden Jahren verbessern.

3) Bei einem Wiederanziehen der Wirtschaft ist es denkbar, dass der Gold- und Kupferpreis gleichzeitig steigen, da dann die enormen, in der Krise zusätzlich geschaffenen Geldmengen nachfragewirksam werden und die Inflation steigern könnten, was möglicherweise wiederrum Menschen zu Goldkäufen animiert.

Beispielbild einer Goldmine - Barrick Gold aktuell im Fokus
Cripple Creek & Victor open-pit gold mine, north of Victor, Colorado, USA. Foto: Plazak CC BY-SA 3.0

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