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Gold/Silber

Goldpreis über Nacht mit Risk Off Trade – die aktuelle Lage

Claudio Kummerfeld

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am

Der Goldpreis zeigte in den letzten Stunden eine sehr enge Korrelation zum US-Aktienmarkt. Heute Nacht was der Dow 30 im Future (hier dargestellt im CFD-Kurs US 30) um 115 Punkte gefallen. Der Goldpreis war exakt zum selben Zeitpunkt um 8 Dollar auf 1.568 Dollar gestiegen. Dann setzte heute früh im Dow wieder eine teilweise Erholung ein, und der Goldpreis fällt wieder zurück. Was für eine Korrelation. Derzeit ist vor allem an den asiatischen Märkten das Corona-Virus ein bestimmender Faktor. Plötzlich schürt ein Krankheitserreger die Angst an den Märkten, so eben auch heute Nacht im Dow.

Ein winziger schneller Risk Off-Trade mit Auf und Ab im Goldpreis

Und zack, wo Unsicherheit herrscht, kann Gold schnell ansteigen. Und jetzt ganz aktuell fällt Gold auf 1.560 Dollar zurück, und hat damit seinen ganzen Anstieg von heute Nacht wieder verloren. So schnell kann die „Flucht“ in den „Sicheren Hafen“ namens Gold wieder enden. Wir haben also einen ganz schnellen, winzigen Risk Off-Trade erlebt, also den Wechsel von Aktien hin zu Gold, über Nacht. Auch wenn er schon wieder zu Ende ist, so zeigt diese Bewegung über Nacht doch: Der Markt reagiert blitzschnell auf Unsicherheit, und der Goldpreis kann jederzeit nach oben anspringen. Im folgenden Chart (Kursverläufe seit gestern früh) sehen wir den Goldpreis in rot-grün gegen den Dow 30 in blau.

Goldpreis in Relation zum Dow 30

Im folgenden Chart sehen wir den Verlauf im Goldpreis in einem größeren Bild, nämlich seit den letzten 30 Tagen. Nach dem Rückfall Anfang Januar gab es in den letzten Tagen eine Stabilisierung mit Tag für Tag kleinen Anstiegen.

Gold Verlauf seit 30 Tagen

Gold schwächelt im Jahresverlauf?

Könnte der Goldpreis im Jahresverlauf 2020 sogar verlieren in Richtung 1.400 Dollar? Gründe dafür könnten zum Beispiel eine global besser laufende Konjunktur sein. Auch steigende US-Anleiherenditen und ein steigender US-Dollar könnten gegen Gold drücken. Und auch steht die These im Raum, dass im laufenden Jahr die physische Gold-Nachfrage aus Indien und China nachlassen könnte. Lesen Sie ausführliche Begründungen für einen möglichen schwächeren Goldpreis beim Klick an dieser Stelle auf investing.com. Dagegen steht zum Beispiel die Meinung des weltgrößten Hedgefonds aus letzter Woche, dass der Goldpreis auf 2.000 Dollar steigen könnte. Lesen Sie dazu mehr beim Klick an dieser Stelle.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Thomas

    21. Januar 2020 11:19 at 11:19

    Gold (und teilweise auch Silber) ist seit 5000 Jahren anerkannt und hat in meinen Augen auch nur eine Wertaufbewahrungsfunktion und zwar die beste. „Gold ist (halt) Geld ,alles andere ist Kredit (J.P. Morgan)

    Alles andere ist Spekulation und das ist nichts für mich – aber bitte nur zu

    Die Anleger werden sich noch wundern, wohin diese „bekloppte“ Schuldenmacherei noch führen wird.

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Gold/Silber

Goldpreis: Wann endet der Abverkauf? Jetzt Kaufgelegenheit?

Redaktion

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Der Optimismus, der durch die Nachricht über die erfolgreiche Erprobung des Impfstoffs gegen das Pfizer-Coronavirus ausgelöst wurde, hat den Goldpreis unter Druck gesetzt. Gegenwärtig hält sich das gelbe Metall immer noch über der starken Unterstützung des Goldpreises von 1800 Dollar. Allerdings zeigt die Analyse deutliche Anzeichen für ein anhaltendes rückläufiges Momentum.

Warum der Goldpreis unter Druck ist derzeit

Neben dem Impfstoff gibt es vielversprechende Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung, die den Goldpreis zuletzt unter Druck gesetzt haben. Ein weiterer Faktor, der für das Edelmetall eine große Rolle spielt, ist die Entspannung im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen. Mit dem Nachlassen der Unsicherheit reagieren die Märkte entsprechend – und das gilt auch für Gold.

Solange das gelbe Metall weiterhin unter der früheren Unterstützungsmarke von 1850 Dollar gehandelt wird, bleibt der stetige Abwärtstrend beim Goldpreis vorerst bestehen. Sollte es jedoch zu einem Durchbruch unter die 200-DMA-Unterstützung von 1798 Dollar kommen, könnte der Dezember einen viel stärkeren Rückgang verzeichnen. In diesem Fall wird der Goldpreis wahrscheinlich sogar einen Rückgang bis auf 1765 Dollar verzeichnen.

In folgendem Video analysiert David Jones, chief market strategist bei capital.com, positive und negative Faktoren für den Goldpreis und zeigt nicht nur, wo die relevanten Widerstände und Unterstützungen liegen, sondern auch das, was er selbst jetzt tun wird:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Goldpreis ist derzeit unter Druck

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2021: Ein schwieriges Jahr für Gold – Werbung

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Lieber Börsianer,

im laufenden Jahr deckten sich die Investoren nochmals satt mit Gold ein. Ende Oktober verwalteten die Gold-ETFs rund um den Globus Gold im Wert von 235 Milliarden USD. Niemals zuvor waren die Gold-Sammelstellen schwerer. Gleichwohl zeigte der Goldmarkt zuletzt Ermüdungserscheinungen. So nahm das Volumen der Zuflüsse gerechnet in USD im Oktober nur noch um 0,6 % zu. Vor allem US-Investoren hielten sich spürbar zurück. Und genau das ist die Anlegergruppe, die letztlich das Marktgeschehen bestimmt.

Wie wird 2021? Welches Potenzial sehe ich für das Edelmetall?

Ich gehe derzeit davon aus, dass der Impfstoff im nächsten Jahr wesentlich über die Preisentwicklung am Goldmarkt entscheiden wird. Zwei grundsätzliche Szenarien sind denkbar.

Der Impfstoff funktioniert, und es gelingt den Medizinern das tückische Virus allmählich zurückzudrängen. In diesem Fall springt die Weltkonjunktur wieder an. Möglicherweise werden wir sogar leicht inflationäre Tendenzen sehen. Ergo werden die Zentralbanken die Zügel der Geldpolitik wieder anziehen, um das Inflationsrisiko möglichst gleich im Anfangsstadium zu ersticken. Steigende Zinsen sind allerdings für Gold Gift.

Auffällig war, dass sich die Notenbanken bereits zuletzt mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen zurückgehalten haben. Obwohl etwa Europa in den zweiten Lockdown gegangen ist, haben wir von unserer obersten Währungshüterin, Christine Lagarde, nicht viel gehört. Offenbar baut auch die Französin stark auf den Impfstoff und hält weitere Stützungsmaßnahmen für die EU-Volkswirtschaften für nicht erforderlich. Goldanleger hätten hier gerne weitere Aktivitäten gesehen.

Der Impfstoff wirkt nicht. Die Erholung wird von stets wiederkehrenden Lockdown-Maßnahmen gebremst. Das würde ohne Frage den Golfpreis stützen, zumal dann die Geldpolitik doch nochmals nachlegen muss und weitere Hilfsgelder in die Volkswirtschaften des Westens pumpen wird. In einem solchen Szenario bliebe auch der Aktienmarkt eher zurück und Investoren würden wieder den sicheren Hafen suchen. Dabei darf man freilich nicht vergessen, dass die US-Notenbank zunächst nicht mehr…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Goldpreis: Charttechnische Ampeln springen auf „Gelb“

Jörg Bernhard

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Der Goldpreis rutschte in den vergangenen Handelstagen aufgrund einer nachlassenden Risikoaversion auf den tiefsten Stand seit vier Monaten ab. Dadurch hat sich die charttechnische Situation erheblich eingetrübt.

Goldpreis wirkt charttechnisch angeschlagen

Weltweit sind derzeit vor allem riskantere Anlageklassen wie zum Beispiel Aktien oder Kryptowährungen gefragt. Die Hoffnung, dass die Welt in Kürze möglicherweise mit drei Impfstoffen die Pandemie eindämmen kann, führte insbesondere bei Gold-ETFs zu massiven Abflüssen. Allein beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares war im November bei der gehaltenen Goldmenge ein Rückgang von 1.257,67 auf 1.199,74 Tonnen (minus 57,93 Tonnen) registriert worden.

Unter charttechnisch orientierten Goldinvestoren herrscht gegenwärtig aus zwei Gründen eine starke Verunsicherung. Erstens: Mit dem jüngsten Kursrutsch in Richtung 1.800 Dollar bewegt sich das gelbe Edelmetall in einer leichten Unterstützungszone, die sich in der ersten Julihälfte herauskristallisiert hat und nun akut gefährdet ist. Zweitens: Außerdem verläuft die langfristige 200-Tage-Linie ebenfalls im Bereich von 1.800 Dollar. Im Falle eines signifikanten Unterschreitens dieses Kursbereichs entstünden gleich zwei Verkaufssignale und somit möglicherweise zusätzlicher chartinduzierter Verkaufsdruck für den Goldpreis.

Doch eines sollten Anleger bei jedem Verkaufssignal stets im Hinterkopf behalten: Nicht selten erweisen sie sich als Fehlsignal. Im März dieses Jahres stürzte zum Beispiel der Goldpreis für einige Tage relativ deutlich unter seine 200-Tage-Linie, um sich nachfolgend innerhalb von weniger als fünf Monaten wieder um in der Spitze 600 Dollar auf ein neues Rekordhoch zu verteuern. Ein bisschen treffsicherer erwies sich ein solches Verkaufssignal Mitte 2018, schließlich folgte damals eine technische (temporäre) Korrektur von immerhin zehn Prozent.

Ein bisschen Optimismus verbreitet aktuell der Timingindikator Relative-Stärke-Index (RSI). Mit aktuell 32 Prozent ist dieser nicht mehr weit von der überverkauften Zone (< 30 Prozent) entfernt. Sollte der RSI die 30-Prozent-Hürde in den kommenden Wochen von unten nach oben durchschneiden, gilt dies in der Chartlehre nämlich als Einstiegssignal.

Fazit

Unter fundamentalen Gesichtspunkten sollten sich Anleger mit langfristigem Anlagehorizont keine großen „Goldsorgen“ machen. Als Krisen-, Vermögens- und Inflationsschutz dürfte die Geldalternative in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiterhin wertvolle Dienste leisten, schließlich werden sich selbst im Falle eines Siegs über die Pandemie die weltweiten Schuldenberge nicht in Wohlgefallen auflösen.

Der Goldpreis ist zuletzt unter Druck gekommen

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