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Gold/Silber

Goldpreis und Ölpreis erholt? Achtung, es wird stürmisch!

Claudio Kummerfeld

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US-Flugzeugträger Beispielfoto

Goldpreis und Ölpreis sind im Verlauf des gestrigen Handelstags wieder gefallen. Was ist passiert? Schaut man sich die globale Berichterstattung mal an, dann ist der Iran immer noch das Thema Nummer 1. Aber zum Beispiel bei Gold ist von Gewinnmitnahmen auf hohen Niveaus die Rede. Es ist schon merkwürdig. Der Iran schwört Rache für die Tötung ihres Top-Generals Soleimani. Und die USA schwören sofortige massive Reaktionen, wenn der Iran US-Einrichtungen angreifen sollte. Die Stimmung in der iranischen Bevölkerung ist mehr als aufgeheizt, und wohl hauptsächlich aus innenpolitischen Gründen muss der Iran in irgendeiner Weise eine Aktion gegen die USA starten. Und das eigentlich relativ zügig? Da ist die Frage berechtigt, warum der Markt (vor allem der Aktienmarkt) aktuell so ruhig ist.

Goldpreis mit Pause vor neuem Risk Off Run?

Ist es die Ruhe vor dem Sturm? Steht der nächste Risk Off Run bevor? Gut möglich. Für Spekulanten, die auf einen deutlich höheren Goldpreis hoffen, wäre die aktuelle Marktphase eine gute Gelegenheit um noch gut einsteigen zu können? Im absoluten Hoch lag Gold in US-Dollar gestern bei 1.587 Dollar, nach einem kräftigen Sprung nach oben übers Wochenende von 1.550 Dollar am Freitag. Im Tagesverlauf war das Hoch gestern bei 1.579 Dollar. Mit ganz aktuell 1.566 Dollar als Einstiegskurs wäre man als Long-Trader derzeit gut bedient auf dem Weg nach oben? Reine Ansichtssache. Entscheiden Sie selbst! Deutlich höhere Kurse sind denkbar beziehungsweise möglich, wenn es zur militärischen Eskalation von iranischem Angriff und der folgenden US-Antwort kommt. Und dass es so kommt, scheint wohl nur eine Frage von Tagen zu sein. Aber wir haben auch keine Glaskugel. Dafür, dass dieses Szenario aktuell über dem Markt schwebt, sehen wir noch ziemlich „entspannte“ Kurse, auch wenn man die Anstiege im Goldpreis und Ölpreis seit Freitag berücksichtigt. Man sieht bei staatlichen iranischen Medien: Auch ganz aktuell verspricht man Rache! Die Ruhe am Markt könnte also eine trügerische Ruhe sein!

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Goldpreis Verlauf seit dem 27. Dezember
Goldpreis Verlauf seit dem 27. Dezember.

Ölpreis mit Pause auf dem Weg nach oben?

Bei Gold geht es um die Flucht in den „Sicheren Hafen“. Steigt der Ölpreis, dann geht es um die Angst vor Verknappung auf der Angebotsseite, wenn es zur Eskalation am Golf kommt. So stieg der WTI-Ölpreis von Freitag bis gestern im Hoch um 3,50 Dollar an auf 64,70 Dollar (wir berichteten gestern). Mit aktuell 62,92 Dollar hat WTI-Öl gut die Hälfte dieser Gewinne wieder verloren. Also sieht der Markt eine Entspannung? Wohl nur, weil seit Sonntag Abend keine neuen negativen Nachrichten rund um die Iran-Krise vermeldet wurden? Wie gesagt, die konkreten Rache-Drohungen aus dem Iran gehen weiter, und man darf spekulieren, dass es zu Aktionen gegen US-Einrichtungen in der Region kommt. Der Chart zeigt den Verlauf im Ölpreis seit dem 27. Dezember.

Ein „zu geringer“ Anstieg bei dem Krisen-Szenario am Golf? Wer auf steigende Kurse spekulieren möchte, hätte wie auch beim Gold in dieser „aktuellen Pause“ womöglich eine gute Einstiegschance. Und nicht vergessen, liebe Trader. Falls bis heute Abend am Golf nichts passiert, rücken auch die privat ermittelten API-Lagerbestände für Rohöl in den USA in den Fokus der Betrachtung. Heute um 22:35 Uhr deutscher Zeit werden sie vermeldet. Gibt es weitere Rückgänge in den Lagern, sollte dies einen steigenden Ölpreis unterstützen. Morgen um 16:30 Uhr folgen dann die staatlichen Lagerdaten aus den USA.

Ölpreis WTI seit dem 27. Dezember

4 Kommentare

4 Comments

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      Columbo

      7. Januar 2020 11:32 at 11:32

      Da war ein Interview mit Folker Hellmeyer, das man jetzt nicht mehr lesen kann. Schade!

  1. Avatar

    Katja

    7. Januar 2020 10:07 at 10:07

    Kein Anlass sich Sorgen zu machen, denn dass die Gelddrucker einfach jedes Problem aufkaufen, gilt an Börsen seit Jahren als sicher. Es gibt nur noch die Einbahnstrasse nach oben. Noch nie war Traden so einfach.

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      Harald

      7. Januar 2020 15:31 at 15:31

      Das mit der „Einbahnstrasse nach oben“ kann ja nur ironisch gemeint sein, denn die Strasse endet dann wohl mit einer Brücke über einen Abgrund, die nur halb fertig gestellt wurde, weil das Geld knapp wurde.

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Gold/Silber

Goldpreis-Verlauf unter Joe Biden – das ist keine einfache Thematik

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Dollar und Adler

Wenn ein Unternehmen seine Quartalszahlen deutlich besser als erwartet veröffentlicht, dann ist die Lage einfach und klar. Der Aktienkurs sollte steigen. Und im Goldpreis? Da wird die Lage mit Sicht auf mehrere Wochen und Monate etwas schwieriger. Joe Biden ist jetzt neuer US-Präsident. Und nun steht das gewaltige 1,9 Billionen Dollar schwere Stimulus-Paket an. Wird es verabschiedet werden, und was sind die Auswirkungen auf den Goldpreis?

Carsten Fritsch von der Commerzbank wies am Mittwoch in einem Kommentar darauf hin, dass die Verabschiedung dieses gigantischen Konjunkturpakets die erste große Aufgabe von Joe Biden sein werde. Zwar würden die Demokraten nach dem Sieg bei den Senats-Stichwahlen in Georgia über eine knappe Mehrheit in beiden Kongresskammern verfügen. Einfach werde der Genehmigungsprozess dennoch nicht. Von daher bleibe abzuwarten, wie lange es dauert, bis das Paket unterschriftsreif auf dem Schreibtisch des neuen Präsidenten liegt. Gold dürfte laut Carsten Fritsch von dieser Unsicherheit profitieren. Nach Inkrafttreten dürfte die Wirtschaft in den USA dank des massiven Impulses spürbar anziehen, was den US-Dollar aufwerten lassen und den Goldpreis damit belasten könnte.

Goldpreis im größeren Bild mit guten Aussichten?

Das ist das kurzfristige Szenario für die Aussicht auf Tage und Wochen. Und danach, wenn man auf das große Gesamtbild blickt? Gold ist doch der Fluchthafen, wenn die angeblich große Inflationswelle kommt? Ja, dieses Szenario sollte im größeren Bild nie vergessen werden. Die Notenbanken drucken immer mehr Geld, die Staaten verschulden sich immer mehr. Nicht eine Hyperinflation, sondern „nur“ ein deutlich spürbares Anziehen der Inflation könnte den Goldpreis wieder anfachen als Fluchthafen. Die Fed hat Ende letzten Jahres schon klar gemacht, dass sie zur Stützung der Konjunktur eine möglicherweise anziehende Inflation erst einmal nicht bremsen würde mit höheren Zinsen. Dies wäre womöglich die Chance für Gold-Trader auf höhere Kurse zu setzen.

Blickt man ganz aktuell auf den Goldpreis, dann hat er diese Woche zulegen können. Unter 1.830 Dollar am Montag gestartet, ging es bis gestern rauf auf das Hoch bei 1.874 Dollar. Aktuell kann man sich mit 1.862 Dollar auf erhöhtem Niveau halten. Im Chart sehen wir seit Montag den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar (Dollar-Index blau). Gestern hatten wir schon den nicht einfach zu erklärenden Goldpreis-Anstieg in dieser Woche besprochen. Derzeit ist die Lage nicht ganz so klar wie üblich. Die Biden-Wahl bringt viel in Bewegung.

Chart zeigt Goldpreis-Anstieg seit Montag gegen fallenden US-Dollar

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Gold/Silber

Silberpreis: Geht es jetzt bald deutlich nach oben?

Markus Fugmann

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Der Silberpreis hatte einen holprigen Start in die Woche – aber er hat es geschafft, wieder ins Positive zu drehen. Wohin wird sich das Edelmetall in den kommenden Wochen bewegen?

Der Silberpreis war im Januar 2021 ziemlich instabil. Das gilt insbesondere nach dem deutlichen Pullback, den wir seit Wochenbeginn gesehen haben. Fast unmittelbar danach prallte Silber jedoch vom Unterstützungsniveau bei 24 $ wieder nach oben.

Silberpreis: Der Widerstand bei 26 Dollar

Trotz der deutlichen Erholung beim Silberpreis vom Unterstützungsniveau von 24 Dollar: nun liegt ein starker Widerstand um die $26-Marke vor uns. Sollte es dem Silber jedoch gelingen, diese Marke zu überwinden, könnten im Januar sogar Gewinne bis zur 28 $-Marke möglich sein.

Bricht jedoch das Unterstützungsniveau von 24 $,  dann dürfte der Silberpreis bis auf 22,90 $ zurückfallen. Übergeordnet geht David Jones, chief market strategist bei capital.com, davon aus, dass Silber weiter steigen wird. Aber das größte Risiko wäre eine Erholung beim US-Dollar:

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Wohin geht der Silberpreis?

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Gold/Silber

Goldpreis steigt weiter an – keine einfache Spurensuche nach den Gründen

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Barren Gold

Der Goldpreis steigt weiter an. Gestern Vormittag besprachen wir die gute Laune der Gold-Anleger bei einem Preisniveau von 1.855 Dollar. Jetzt 24 Stunden später notiert Gold bei aktuell 1.872 Dollar. Die Spurensuche für die Gründe ist nicht ganz so einfach.

Schwierige Spurensuche für steigenden Goldpreis

Sogar die Experten der Commerzbank, die in Sachen Edelmetallen ziemlich fit sind, tun sich aktuell schwer. So sagen sie in einem ganz frischen Kommentar, dass die Preise für Edelmetalle gestern Nachmittag urplötzlich und ohne einen erkennbaren Grund nach oben sprangen. Der Preisanstieg auch im Goldpreis sei ohne Zutun des US-Dollar erfolgt, der sogar leicht aufwertete. Möglicherweise habe die Erwartung massiver fiskalischer Stimulierungsmaßnahmen am Tag der Amtseinführung von US-Präsident Biden eine Rolle gespielt, wodurch die Inflationsrisiken steigen und die Staatsverschuldung nochmals deutlich anschwillt. Aber auch charttechnische Faktoren könnten laut CoBa eine Rolle gespielt haben, nachdem der Goldpreis die wichtige 200-Tage-Linie überwunden hat. Dadurch könnten spekulative Finanzanleger weitere Käufe getätigt haben.

Man könnte auch abgesehen von diesen Faktoren sagen (so meine Meinung): Vielleicht setzt derzeit ein neuer Aufwärtsschub im Goldpreis ein, weil die Anleger grundsätzlich wieder stärker in Kauflaune für Gold sind? Die gesamte Gemengelage aus Inflationsangst und globalen Unsicherheiten lässt Gold wieder attraktiver erscheinen in 2021, und die Menschen kaufen mehr Gold? Ganz kurzfristig schaut der aktive Trader heute auf die EZB-Entscheidung um 13:45 Uhr und die folgende PK um 14:30 Uhr. Große Entscheidungen werden nicht erwartet, aber man weiß ja nie. Und um 14:30 Uhr werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA veröffentlicht. Auch sie können vor allem den Devisenmarkt bewegen, und somit auch den Goldpreis.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit dem 11. Januar
Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit dem 11. Januar.

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