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Goldpreis und Schweizer Franken vs Aktien – Blick auf den Risk Off Trade

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Gold Barren

Der Goldpreis zeigt heute einen sehr interessanten Verlauf, und der Schweizer Franken setzt einen klaren Trend fort. Beides wollen wir in diesem Artikel in Relation zur Lage am Aktienmarkt besprechen. Dabei kommen wir aber nicht am Ölmarkt vorbei. Der Ölpreis ist heute mit 30 Prozent Verlust gegenüber Freitag gecrasht. Der Öl-Krieg zwischen Saudis und vielen anderen Anbietern ist nun offen ausgebrochen! Das hat heute auch die Aktienmärkte nochmal richtig kräftig zum Fallen gebracht. Dieser Crash wird viele Profi-Trader auf dem falschen Fuß erwischt haben – so hätte man ja annehmen dürfen, dass endlich mal eine technische Aufwärtsreaktion eintritt bei den heftigen Verlusten der letzten Wochen in Dax, Dow und Co? Aber es kam ganz anders.

Goldpreis vor neuem Aufwärtsschub?

Und genau da kommen wir zur interessanten Bewegung im Goldpreis am heutigen Tage. Man könnte nämlich eine Parallele erkennen zum Verlauf zwischen Gold und Dow 30 in den letzten Tagen. Im Chart sehen wir den Goldpreis in rot-grün gegen den Dow 30 auf CFD-Basis, im Verlauf seit dem 25. Februar. Bei dem stark fallenden Aktienmarkt hätte der Goldpreis eigentlich ständig kräftig steigen müssen im Sinne des Risk Off Trades? Dabei geht es nämlich darum, dass Anleger in unsicheren Zeiten aus Aktien fliehen und dafür in den „Sicheren Hafen“ namens Gold flüchten. Aber der Goldpreis stieg nicht wie wild an. Mehrmals während die Aktienkurse die letzten Tage übel abstürzten, brach auch der Goldpreis ein, oder legte Seitwärtsphasen ein.

By the way… am Samstag hat Hannes Zipfel in einem sehr interessanten Artikel beschrieben, warum man darüber nachdenken sollte Gold bei jedem Rücksetzer zu kaufen. Ähnliches wie die letzten Tage sieht man auch heute bei der Bewegung im Gold. Erst reagierte der Goldpreis so wie man es eigentlich erwarten würde. Aktien und Ölpreis verloren heute früh sehr stark, und der Goldpreis stieg schnell um gut 30 Dollar an auf 1.702 Dollar. Dann aber kam der Rückschlag runter auf 1.654 Dollar. Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.675 Dollar, und die Tendenz wirkt ganz vorsichtig gesagt „seitwärts oder ein klein wenig bullisch“. Der Grund für die aktuelle Zurückhaltung im Gold könnte der selbe sein, den wir die letzten Tage schon thematisiert hatten.

Wenn dieser Grund nachlässt, konnte der Goldpreis womöglich wieder Fahrt nach oben aufnehmen. Gut beschreiben tut Robert Zach von investing.com die aktuelle Lage. So sagt er, dass es angesichts der massiven Verluste der Futures auf den Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq zu einem so genannten Limit Down kam, also dem maximalen Rückgang pro Handelstag. Da sich wahrscheinlich auf einigen Händlerkonten keine ausreichende Liquidität befunden habe, hätten zusätzliche Einlagen nachgeschossen werden müssen, um Margin Calls zu vermeiden. Um freie Geldmittel zu schaffen, hätten wohl einige Händler ihre Gold-Longpositionen geschlossen, woraufhin es zu einer 45 Dollar-Preiskorrektur auf zwischenzeitlich 1.657 Dollar kam. Andere Händler hätten den Ausverkauf auf eine technische Gegenreaktion zurückgeführt.

Goldpreis vs Dow 30 seit dem 25. Februar

Also, nochmal kurz die Grundidee hinter diesem Szenario: Wenn die Gewinnmitnahmen im Gold zur Deckung von Margin Calls am Aktienmarkt abklingen, kann der Goldpreis dann erneut einen Aufwärtsschub hinlegen? Sicher ist das nicht, aber denkbar! Wie viel Aufwärtspotenzial steckt noch im Goldpreis? Dieser Frage widmet sich Marc Friedrich im folgenden aktuellen Video etwas grundsätzlicher!

Schweizer Franken im Trend

Der Schweizer Franken ist da weniger unklar in seiner Richtung. Neben Gold, aber auch Yen und Staatsanleihen, ist der Schweizer Franken einer der Fluchthäfen. Während der Goldpreis sich noch etwas schwer tut, zeigt der Franken einen viel eindeutigeren Trend, nämlich stetig nach oben gegenüber dem Euro im großen Bild! Klarer könnte ein Trend kaum sein! Mit 1,0542 notierte Euro vs Schweizer Franken heute früh so tief wie seit Sommer 2015 nicht mehr. Mit aktuell 1,0610 ist der Kurs zwar zurückgekommen gegenüber heute früh, aber die Franken-Aufwertung läuft im großen Bild betrachtet weiter (im Chart fallender Euro und somit steigender Franken seit 2018). Natürlich ist das ein Horror für die Schweizerische Nationalbank (SNB), die seit Jahren mit Interventionen versucht den Franken billig zu halten. Aber der Drang des Marktes hin zum Franken scheint weiterhin stärker zu sein. Oder sind wir in diesen Sekunden, wo dieser Artikel hier online geht, gerade Zeuge von einer massiven SNB-Intervention, und der Franken setzt zur Abwertung an?

Milan Cutkovic von Axitrader beschreibt die Lage am Markt heute so, dass kurzfristig dürften weiterhin die sicheren Häfen gefragt bleiben dürften – vom Schweizer Franken über den japanischen Yen bis hin zum Gold. Die Marktteilnehmer hätten aber ein wachsames Auge auf den Euro-Kurs zum Schweizer Franken, da die Wahrscheinlichkeit einer stärkeren Intervention der Schweizer Nationalbank zunehme, sollte es zu einer Bewegung in Richtung Parität kommen. Also, Augen auf beim Franken, und… so möchten wir anmerken, eventuell weiteres Aufwärtspotenzial beim Goldpreis?

Euro vs Schweizer Franken seit Sommer 2015

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    9. März 2020 14:37 at 14:37

    „Gold auf 50-100.000 Dollar…“
    Sorry, aber das kann ich beim besten Willen nicht mehr Ernst nehmen. Keine Notenbank, kein Staat, keine Regierung, keine Diktatur würde sowas zulassen. In einem derartigen Szenario würde es Krieg und Zerstörung geben und am Ende würden wir wie Ötzi herumlaufen mit einer Goldmünze zu 100.000 Dollar in der Hand. Kurze Zeit später wegen Goldbesitzes zum Tode verurteilt. Marc Friedrich you are the best🤩.

  2. Avatar

    Hannes Zipfel

    9. März 2020 14:48 at 14:48

    Ich stehe dem Argument der Notverkäufe bei Gold zur Liquiditäsbeschaffung skeptisch gegenüber. Andernfalls würde dies auch bei den Anleihen der Fall sein, die deutlich liquider sind und auch in höherem Volumen in den Portfolios weltweit enthalten sind. Doch dieser „sichere“ und völlig überbewertete Hafen darf brutal ansteigen – ohne jeden Notverkauf. Hier geht es möglicherweise eher darum, den Goldpreis so lange wie möglich auszubremsen.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      9. März 2020 14:59 at 14:59

      @Hannes, hmm, Anleihen aber bedürfen keine Hinterlegung von Eigenkapital und können bei Repos als Sicherheit hinterlegt werden für neue Liquidität – das ist also sehr wertvoll für die Player..daher verkaufen sie eher nicht Staatsaneihen, anderes als gehebelte Positionen auf GGold..

      • Avatar

        Hannes Zipfel

        9. März 2020 15:16 at 15:16

        @Markus: Ja, für die großen Player, die ihre Bond-Positionen am Repo-Markt refinanzieren können, mag das absolut stimmen. Für alle anderen „normalen“ Investoren mit Aktien-/Anleihe-Mischportfolios eher nicht. Aber die „Großen“ machen natürlich die Preise. Egal, sobald die Fed die Märkte mit Liquidität flutet, wird auch dieser Belastungsfaktor für Gold wegfallen.

  3. Avatar

    PK

    9. März 2020 15:41 at 15:41

    bitte nicht die eventuell deflatorischen Tendenzen dieses ganzen aktuellen Umfeldes unterschätzen.
    Ich bin auch ziemlich long Gold aber man darf nicht zu euphorisch werden. Vielleicht gibt es daher eine Pause im Gold.

    • Avatar

      Lausi

      9. März 2020 18:19 at 18:19

      Was war noch einmal „King“ bei einer Deflation? Ach ja, Cash! (und Puts :-) Das gleiche Spielchen hatten wir doch schon mal 2008 gehabt, wo es auch ans Eingemachte ging, und alles gemeinsam in den Keller rauschte!

      • Avatar

        Columbo

        9. März 2020 19:43 at 19:43

        @Lausi

        Cash ist King, klar, solange die Bank solvent ist. Die Frage ist, was crasht zuerst, die Hausbank oder das Aktiendepot? Die gute Nachricht: Das gut gestreute Aktiendepot geht nicht auf Null. Die schlechte: Das Bankkonto geht auf Null (ausgenommen die Einlagensicherung…vielleicht).

  4. Avatar

    Columbo

    9. März 2020 15:53 at 15:53

    Einige kleinere Notenbanken, nicht Fed oder Ezb, könnten gezwungen sein, Gold zu verkaufen, was sich auf den Preis auswirken würde, oder? Im Sinne von Kleinvieh macht auch Mist.

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Euro vs US-Dollar: Der Euro im Kampf um einen Rebound

Agata Janik

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Verschiedene Euro-Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat am gestrigen Handelstag mehrmals versucht, nach dem starken Absturz der letzten Tage, eine Gegenreaktion auf der Oberseite zu erzielen. Die wichtige Unterstützung bei 1,1632 hat in den Vormittagsstunden gut gehalten. Das hat den Euro-Bullen gut gefallen. Noch dazu haben sich im Chart mehrere Spikes ausgebildet, die darauf hingewiesen haben, dass der neue Abwärtstrend bald zu Ende sein könnte. Der Kurs ist zuerst in eine Seitwärtsphase übergegangen. Das hat gezeigt, dass der Verkaufsdruck auf den Euro nachgelassen hat. Viele Händler, die Short positioniert waren, haben ihre Trades glattgestellt. Das hat den Euro zum USD ein wenig entlastet. Natürlich von einer Trendwende konnte noch nicht die Rede sein, aber zumindest hat der Euro gegen den USD nicht mehr so stark an Wert verloren.

Am Nachmittag dann, während der amerikanischen Session, haben die Bullen die Long-Seite angegriffen. Der Kurs ist aus der engen Seitwärtsrange nach oben ausgebrochen und der kleine Break-Out war somit gelungen. Der Major ist angestiegen und erreichte gestern im Hoch die Marke von 1,1685. Die Bullen hätten sich natürlich mehr gewünscht. Das Ziel war die 1,1700 „big figure“. Dieses Niveau konnte jedoch gestern nicht erzielt werden, da im Bereich von 1,1685 der 120er Moving Average verlief. Diese Hürde konnte nicht mehr überwunden werden. Dafür hat der Euro nicht genügend Kraft entwickelt. Das haben die Long-Trader schnell gemerkt und mussten ihre Positionen glattstellen, um wenigstens die kleinen Gewinne abzusichern. Danach ist EUR/USD erneut gefallen. Im späten Handel notierte das Währungspaar bei ca. 1,1670. Der Kurs ist erneut in eine Seitwärtsphase übergegangen und bewegte sich nur in einer engen Range von ca. 12 Pips. Die Händler waren nicht mehr bereit in den Euro vs USD zu investieren.

Der gestrige Handel bei EUR/USD war nicht besonders spannend. Die Volatilität war relativ gering. Viele Trader haben sich zurückgehalten. Der Euro ist angeschlagen, aber jetzt noch zu verkaufen, kann mit einem höheren Risiko verbunden sein. Viele rechnen damit, dass der Kurs zuerst eine Erholung erfahren wird, bevor die nächste Verkaufswelle kommt.Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der Major vor dem Wochenende einen Rebound schafft. Freitags wollen viele Händler ihre Positionen glattstellen, um die Gewinne zu realisieren und keine Trades übers Wochenende zu halten. Das kann dazu führen, dass die Volatilität bei EUR/USD heute steigen wird.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Freitagmorgen, notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,1668. In der asiatischen Session heute Nacht haben die Händler versucht, den wichtigen Widerstand bei 1,1675 zu durchbrechen. Dazu kam es jedoch nicht, weil der Kurs seit gestern schon durch den 120er Moving Average gedeckelt ist. Damit der Euro seine Erholung fortsetzen kann, muss zuerst diese Hürde überwunden werden. Solange das nicht gelingt, kann der Euro vs USD weiter unter Druck geraten. Auf der Unterseite befindet sich die nächste wichtige Unterstützung bei 1,1632. Sollte diese brechen, wird der Major die 1,1600 „big figure“ ansteuern. Hier sollte der Kurs aber halten, da sich ansonsten die Lage für den Euro noch verschlechtern würde. Wer konservativ denkt, kann auf diesem Niveau seine Positionen schließen. Der Daily Pivot Point beim Euro zum USD befindet sich heute bei 1,1661.

Chart zeigt Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktuell: Türkische Lira bewegt sich – Zentralbank mit großer Überraschung!

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira hat die letzten Tage immer weiter abgewertet. Ein Debakel! Nicht nur dass die Lira eh schon anfällig war. Nein, hinzu kommt seit einigen Tagen noch eine kräftige Dollar-Stärke, die gegen die türkische Währung drückt. Vor wenigen Minuten hat die türkische Zentralbank ihre neueste Zinsentscheidung verkündet. Die Erwartung am Markt lag bei einem unveränderten Leitzins von 8,25 Prozent. Verkündet hat die Zentralbank jetzt eine echte Überraschung. Sie erhöht den Leitzins um satte 200 Basispunkte auf 10,25 Prozent!

Aussagen der Zentralbank zum Leitzins

Die Erhöhung im Leitzins habe man beschlossen um den Disinflationsprozess wiederherzustellen und die Preisstabilität zu unterstützen, so sagt es die Zentralbank aktuell zur Entscheidung, die für die türkische Lira wichtig ist. Man sei der Ansicht, dass die Aufrechterhaltung eines anhaltenden Disinflationsprozesses ein Schlüsselfaktor sei, um ein geringeres Staatsschulden-Risiko, niedrigere langfristige Zinssätze und eine stärkere wirtschaftliche Erholung zu erreichen. Um den Disinflationsprozess auf dem angestrebten Pfad zu halten, sei die Fortsetzung eines vorsichtigen geldpolitischen Kurses erforderlich. In dieser Hinsicht werde der geldpolitische Kurs unter Berücksichtigung der Indikatoren des zugrunde liegenden Inflationstrends festgelegt, um die Fortsetzung des Disinflationsprozesses zu gewährleisten. Man werde weiterhin alle verfügbaren Instrumente zur Verfolgung der Ziele der Preisstabilität und der Finanzstabilität einsetzen, so die Zentralbank.

Türkische Lira erst einmal mit Kehrtwende?

Ob Präsident Erdogan mit dieser Entscheidung glücklich sein wird? Er hatte die Führung der Zentralbank bereits ausgetauscht, und will niedrigere Zinsen – immer weiter sollen sie fallen. Jetzt 200 Basispunkte rauf, das dürfte wenig Begeisterung bei ihm hervorrufen. Kredite in der Türkei dürften teurer werden, aber die türkische Lira dürfe erst einmal davon profitieren. Als erste Reaktion seit 13 Uhr wertet die Lira gegen den US-Dollar schon mal etwas auf. US-Dollar vs Lira verliert von 7,70 auf 7,57. Nur so wenig? Schließlich waren 200 Basispunkte eine echte Überraschung für den Devisenmarkt! Ist das kurzfristig- und mittelfristig eine Kehrtwende für die türkische Lira? Und Markt kann man diese Nachricht noch gar nicht richtig fassen? Wird die Lira nun tagelang weiter aufwerten, und USDTRY und EURTRY somit fallen? Der folgende Chart zeigt USDTRY im Verlauf der letzten zehn Tage. Der Abwärtsbalken am Ende zeigt die aktuelle Reaktion auf die Zinsentscheidung.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen Türkische Lira seit zehn Tagen

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Euro vs US-Dollar: Wenig Hoffnung auf eine Erholung

Agata Janik

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Zahlreiche Euro-Geldscheine

Der Euro vs US-Dollar hat auch in der gestrigen Handelssitzung seinen frischen Abwärtstrend fortgesetzt. Der Euro gerät gegen den USD weiter unter Druck und es wird von Tag zu Tag für den Major schwieriger werden, den übergeordneten Aufwärtstrend aufrecht zu erhalten. Viele Händler, die langfristig den Euro favorisiert haben und Long-Positionen hielten, fangen jetzt sukzessive an, diese wieder glatt zu stellen. Niemand will zusehen, wie seine Gewinne dahin verschmelzen. Der Euro bekommt das zu spüren und verliert gegen den Greenback weiter an Wert.

Am Mittwochmorgen, als die Unterstützung bei 1,1675 noch gehalten hat, haben die Bullen kurzfristig versucht, den Kurs nach oben zu reißen und über den Bereich von 1,1730 zu bekommen. Der Euro hat sich auch zeitweise erholt und der Kurs ist bis 1,1720 angestiegen. Auf diesem Niveau traf jedoch der Major auf einen starken Widerstand. Der Euro konnte nicht genügend Dynamik entwickeln, um diese Hürde zu nehmen. Die Reaktion darauf ließ nicht mehr lange auf sich warten. Die Bären haben sofort frische Short-Orders am Markt platziert und den Euro erneut in den Keller geschickt. Die 1,1700 Marke wurde ohne Probleme unterschritten und der USD wurde weiter favorisiert.

Am Nachmittag, in der amerikanischer Session, hat sich die Abwärtsbewegung weiter fortgesetzt. Der Euro wurde immer schwächer. Als die wichtige Unterstützung bei 1,1675 unterschritten wurde, haben auch die Break-Out Trader angefangen, den Euro zu shorten. Der Kurs von EUR/USD ist immer weiter gefallen. Im später Handel notierte das Währungspaar bei ca. 1,1657.

Die aktuelle Situation beim Euro vs USD wird immer spannender. Es sieht fast so danach aus, als würde der große Aufwärtstrend zu Ende gehen. Der Dollar setzt seine Erholung auf breiter Front fort. Einer der Gründe, warum der Euro abverkauft wird, sind mit Sicherheit die Sorgen und Ängste der Investoren vor einem erneuen Lockdown in Europa. Die Zahlen der mit dem Covid-19 Neuinfizierten schießen in die Höhe und immer mehr Regionen und Städte innerhalb der EU werden zum Risikogebiet erklärt. Die Reisemöglichkeiten werden erneut eingeschränkt, was dazu führt, dass auch die Wirtschaft darunter leiden wird. Die großen Konzerne bauen ihre Stellen weiter ab und die düstere Stimmung in Europa breitet sich weiter aus. In den USA rückt das Thema Coronavirus langsam in den Hintergrund und der Fokus wird jetzt klar auf die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen gerichtet. Die Amerikaner haben sich schon fast an das Virus gewöhnt und schenken ihm nicht mehr so viel Aufmerksamkeit. Das wirkt sich auf den USD positiv aus.

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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Donnerstagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1645. In der asiatischen Session heute Nacht gab es für den Euro nur kurzfristig eine Hoffnung. Im Bereich von 1,1679 haben die Bären aber erneut angegriffen und seitdem bewegt sich der Major weiter in die südliche Richtung.Der Euro ist angeschlagen und es wird für ihn nicht einfach werden, einen Rebound zu erzwingen. Die Short-Seite ist jetzt angesagt. Jede Gegenreaktion auf der Oberseite wird von den Bären dazu genutzt, frische Short-Positionen zu eröffnen. Wer also auf eine Erholung bei EUR/USD setzt, sollte vorsichtig sein und eher kurzfristig Positionen halten. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir auch heute einen schwachen Euro sehen werden. Die nächste wichtige Unterstützung befindet sich bei 1,1632. Sollte auch diese Marke brechen, wird der Kurs die 1,1600 „big figure“ suchen. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1674.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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