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Gold/Silber

Goldpreis und Silberpreis: Experte Eugen Weinberg mit glasklarer Analyse

Claudio Kummerfeld

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am

Mehrere Barren Silber

Der Goldpreis kannte in seinem Anstieg bis heute Nacht kein Halten mehr bis auf 1.981 Dollar. Nun gibt es heute die wohl überfällig gewesene technische Korrektur (Gewinnmitnahmen), und so sehen wir Gold derzeit bei 1.928 Dollar (vorhin 1.907 Dollar im Tief). Eugen Weinberg als Chef-Rohstoffanalyst bei der Commerzbank ist einer der bekanntesten und angesehensten Rohstoffexperten in Deutschland. Im folgenden aktuellen Video-Interview bei „DER AKTIONÄR TV“ spricht er über die aktuelle Lage bei Gold. In den kommenden Tagen könne die 2.000 Dollar-Marke noch fallen. Diejenigen Trader, die bislang zögerlich waren, könnten dann auch noch auf den Zug aufspringen. Aber der Goldpreis sei inzwischen überhitzt. Also, ist nur noch minimal Luft nach oben vorhanden?

Was den Goldpreis in Wirklichkeit antreibt – aus Sicht von Eugen Weinberg

Gold verhalte sich laut Eugen Weinberg eher wie eine Währung. Von daher sei der Anstieg im Goldpreis in den letzten Wochen schon überzogen gewesen. Kurzfristig sei der Markt eher ausgereizt, langfristig werde man höhere Preise sehen. Interessant: Eugen Weinberg benennt als Hauptgrund für den massiven Goldpreis-Anstieg in letzter Zeit nicht die Nullzinsen, nicht die weltweiten Krisen oder Ähnliches. Nein, aus seiner Sicht steige Gold genau wie der Aktienmarkt wegen der weltweit ausufernden Liquidität, dank der massiven Ausweitung der Geldmengen. Preise für Sachwerte würden nach oben getrieben, also Immobilien, Gold etc. Und wie geht es weiter mit dem Geldmengen-Wachstum? Und dann noch etwas Inflation? Eugen Weinberg macht dazu sehr interessante Aussagen.

Silber habe bei aktuellen Preisen keinen industriellen Charakter, so seine klare Meinung. Für die Industrie sei das Edelmetall beim aktuellen Silberpreis einfach zu teuer. Spekulanten würden Silber aktuell nur wegen der Gier auf höhere Preise kaufen. Es sei noch viel Spekulationsluft nach oben vorhanden. Gold sei eine Versicherung, Silber eine Spekulation. Auch die weiteren Ausführungen von Eugen Weinberg über andere Industriemetalle sind sehr interessant. Nehmen Sie sich die Zeit für das folgende Video!

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Im folgenden Chart sieht man die Entwicklung von Goldpreis (rot-grün) gegen den Silberpreis (blau) in den letzten zwölf Monaten.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen Silberpreis seit August 2019

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Sabein

    28. Juli 2020 15:42 at 15:42

    Süß, dieser Corona-Abstand. Da wird einem ja richtig warm ums Herz. Bei so viel Rücksichtnahme.

    • Avatar

      sabine

      28. Juli 2020 16:41 at 16:41

      Sabine soll es natürlich heißen.

    • Avatar

      Lausi

      28. Juli 2020 23:51 at 23:51

      Und dann noch dieser wunderschöne Akzent! :-)

  2. Avatar

    Scheer

    28. Juli 2020 19:02 at 19:02

    Habe schon früher Interviews von Herrn Weinberg gesehen.
    Damals (2017-2019) hieß es, Gold müsste immer steigen, was es nicht tat.
    Kann natürlich sein, dass die Notenbanken massiv interveniert haben und den Goldpreis manipuliert haben.
    Seine jetzige Argumentation ist für mich schlüssig und nachvollziehbar.
    Die Notenbanken können das Gelddrucken nicht mehr einstellen. Es gibt entweder das wenige Gelddrucken (Der Normalzustand) oder das viele Gelddrucken (Der Extremzustand) Aber eine Normalisierung ohne Gelddrucken wird es nicht mehr geben.
    Jeder sollte diesen Umstand in seine Zukunftsplanung einfliessen lassen.

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Charttechnik bei Dow, Nasdaq und Silber

Redaktion

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Ganz so einfach ist die Lage bei Dow Jones, Nasdaq und Silber derzeit nicht. Schauen wir genauer auf die Charts im folgenden Video.

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Gold/Silber

Gold: Rekorddaten und Ausblick für 2021 durch World Gold Council

Jörg Bernhard

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Für das abgelaufene Jahr meldete der World Gold Council (WGC) diverse Rekorde im Marktsegment der Gold-ETFs und kommunizierte zudem seinen Ausblick zur Entwicklung der Goldmärkte im Jahr 2021.

Gold: Rekordlaune bei Investments in ETFs

Bedingt durch die Coronakrise haben verunsicherte Investoren im Jahr 2020 in großem Stil Gold in Form von physisch hinterlegten ETFs gekauft. Im September kletterten zum Beispiel die Goldbestände von insgesamt 83 erfassten ETFs auf 3.880 Tonnen und einen Marktwert von insgesamt 235,4 Milliarden Dollar. Beide Werte stellten einen neuen Rekord dar. Zum Jahreswechsel stellten sich Werte von 3.751,5 Tonnen bzw. 228,1 Milliarden Dollar ein.

Ein weiteres Allzeithoch wurde aber auch bei den registrierten Gold-Zuflüssen registriert. Mit 877,1 Tonnen Gold wurde der Vorjahreswert in Höhe von 398,3 Tonnen um 120 Prozent und das im Jahr 2009 erzielte bisherige Allzeithoch in Höhe von 649 Tonnen um 35 Prozent übertroffen. In Nordamerika waren Gold-ETFs übrigens besonders stark gefragt. Dort erhöhten sich die Bestände dieser Form von Papiergold innerhalb eines Jahres um 563,3 Tonnen. Der zweitstärkste Appetit war mit 259,9 Tonnen in Europa auszumachen, womit diese beiden Regionen fast 94 Prozent der weltweiten ETF-Nachfrage repräsentiert haben.

Ausblick für 2021 tendenziell optimistisch

In einem weiteren Statement veröffentlichte der WGC seinen Ausblick für das Jahr 2021. Dessen Analysten gehen davon aus, dass Investoren dauerhaft niedrige Zinsen in riskantere Anlageklassen locken könnte. Weil dies mit steigenden Haushaltsdefiziten, wachsenden Inflationssorgen und hohen Aktien-Bewertungen einhergehen dürfte, rechnet die internationale Interessenvertretung der Goldminenindustrie mit einer stabilen Investorennachfrage, während die Konsumentennachfrage dank einer wirtschaftlichen Erholung anziehen könnte.

Die Performance des Goldpreises hängt laut WGC von insgesamt vier Faktoren ab, von denen zwei von strategischer und zwei von taktischer Natur seien. Zur erstgenannten Gruppe gehören das wirtschaftliche Wachstum sowie das Maß an Verunsicherung. Von taktischer Bedeutung seien die Opportunitätskosten und das Momentum.

Fazit

Der WGC rechnet für 2021 mit einer positiven Performance von Gold, wenngleich in gedämpfter Form. Als wichtigsten Grund für diese Erwartungshaltung wurde die Aussicht auf eine höhere Konsumentennachfrage in China und Indien, gefolgt von der Chance auf dauerhaft niedrige Zinsen und dem damit verbundenen Wegfall von Opportunitätskosten (Zinsverzicht bei Gold) genannt.#

Hier finden Sie zusätzliche Informationen des World Gold Council..

Gold dürfte auch 2021 gesucht sein

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