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Gold/Silber

Goldpreis fällt unter 2.000 Dollar – drei aktuelle Gründe

Claudio Kummerfeld

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am

Mehrere Barren Gold

Der Goldpreis konnte die letzten Wochen extrem kräftig ansteigen. Mitte Juli noch bei 1.800 Dollar, kletterte Gold am 6. August auf sein Rekordhoch von 2.074 Dollar! Seitdem kommt der Markt zurück. Heute früh fiel der Goldpreis auf 1.990 Dollar, und aktuell schwankt der Markt um die runde Marke von 2.000 Dollar.

Drei Gründe für den fallenden Goldpreis

Erst einmal sollten sich die Gold-Bullen keine zu großen Bedenken machen. Bei so starken Anstiegen im Goldpreis in so kurzer Zeit ist eine technische Korrektur irgendwann mal fällig. Diese Korrektur eines überkauften Marktes ist nur gesund. Und damit hätten wir auch schon den ersten Grund für den aktuellen Rückstoß bei Gold gefunden. Der zweite Grund ist der jüngste Anstieg im US-Dollar. Ob der US-Dollar insgesamt verliert oder an Stärke gewinnt, kann man gut am Dollar-Index erkennen, einem Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen wie dem Euro, Yen, Pfund etc. Genau am 6. August, wo der Goldpreis sein Rekordhoch erreichte, war der US-Dollar an einem Tiefpunkt angelangt mit knapp unter 92,50 Indexpunkten. Seitdem steigt der Index bis auf aktuell 93,63 Punkte. Ein stärkerer US-Dollar schwächt tendenziell alles, was gegen ihn gehandelt wird, so auch Gold.

Und als dritten Grund für den schwächelnden Goldpreis kann man die jüngst auch wieder steigende Rendite für US-Staatsanleihen identifizieren. Ebenfalls am 6. August hatte die Rendite für die zehnjährigen Papiere ihre Tiefpunkt erreicht bei 0,51 Prozent. Seitdem steigt sie auf aktuell 0,58 Prozent. Je weniger Rendite andere Geldanlagen bringen, desto attraktiver wird das Edelmetall. Die weiter sinkende Realrendite (Rendite nach Abzug der Inflation) ist aber grundsätzlich ein gutes Zeichen für alle Anleger, die an einen weiter steigenden Goldpreis glauben. Die weiteren Gründe für eine zunehmende Attraktivität von Gold dürften in den letzten zwei, drei Handelstagen auch nicht verschwunden sein – als da wären die steigenden Inflationsängste, immer mehr Papiergeldverwässerung durch exzessives Gelddrucken, weltweit kräftig steigende Staatsschulden usw.

Analystenkommentare

Hier zwei ganz frische Analystenkommentare zu Gold von heute früh. Milan Cutkovic, Marktanalyst AxiTrader, sagt dass der Goldpreis in den vergangenen 24 Stunden verstärkt unter Druck gekommen sei. Die Charts deuteten aber bereits auf einen überkauften Markt hin. Nach dem massiven Kursanstieg handelt es sich hier um eine gesunde Korrektur. Das Edelmetall dürfte sich spätestens an der 1.950er Marke wieder fangen können und die Rally fortsetzen, so Milan Cutkovic.

Ipek Ozkardeskaya von Swissquote meint, dass die etwas bessere Anlegerstimmung den Goldpreis am Dienstag in die Nähe von 2.000 Dollar gezogen habe, als die 10-Jahres-Rendite in den USA auf Zwei-Wochen-Hochs stieg. Obwohl Gold in den letzten drei Sitzungen 60 Dollar verlor, befinde es sich nach wie vor im überkauften Bereich, was auf die Möglichkeit einer tieferen Abwärtskorrektur in naher Zukunft hindeute. Die nächste wichtige Unterstützung werde im Bereich von 2.000/1.980 Dollar gesehen, dem psychologischen Niveau und dem jüngsten Widerstand, bevor der Goldpreis über die 2.000 Marke steige.

Chart zeigt Vergleich von Goldpreis gegen US-Dollar
Im Chart sehen wir seit dem 4. August den Goldpreis-Verlauf in rot-grün gegen den US-Dollar Index in blau.

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Rüdiger Born: Positionieren kurz vor dem Wochenende? Und wohin mit Gold?

Rüdiger Born

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Soll man so kurz vor dem Wochenende noch neue Positionen aufbauen? Dazu will ich mich im folgenden Video äußern in Sachen Indizes, Gold und Silber. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

„Kaffeesatzleserei“, „Hokuspokus“, „alles Zufall“… viele Akteure an den Finanzmärkten haben eine völlig falsche Vorstellung von der Charttechnik und verzweifeln, sollte es gute technische Argumente für beide Richtungen geben. Das Problem: es wird nicht unterschieden zwischen Analysten, die eine Meinung vertreten und Händlern, die den Markt handeln. Wie ein Händler zu sinnvollen Entscheidungen kommt, zeigt der folgende Beitrag am Beispiel des Gold-Charts.

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Gold, Silber, Aktienmarkt, Dollar: Was die Aussagen der Fed bedeuten

Redaktion

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Am gestrigen Donnerstag gab es einige eher unerwartete Bewegungen auf dem Aktienmarkt, da die Federal Reserve versprach, die niedrigen Zinssätze in den kommenden Jahren beizubehalten: Infolgedessen stürzten sowohl Gold als auch Silber ab, während der Dollar stieg aufgrund des optimistischen Ausblicks der Fed auf eine weitere wirtschaftliche Erholung.

Insbesondere Gold kam unter Druck, die Preise fielen um etwa 1% – und das obwohl die US-Notenbank praktisch eine Nullzins-Garantie bis ins Jahr 2023 gegeben hatte. Einer der Gründe für den Fall des gelben Edelmetalls scheint die nach wie vor hohe Long-Positionierung in Gold zu sein, wie die COT-Daten zeigen.

Aber auch die Aktienmärkte gaben nach, der Dow Jones verlor mehr als 250 Punkte nach, andere Indizes wie der S&P 500, vor allem aber der Nasdaq 100 waren in ähnlicher Weise betroffen.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, analysiert die Ausgangslage für den US-Dollar (anhand des Dollar-Index), für den Goldpreis, für Silber – aber auch für die US-Aktienmärkte. Er geht davon aus, dass die übergeordneten Trends in diesen Märkten weiter intakt sind – und definiert in diesem Video Einstiegsmarken für Käufe:

 

Gold kam nach der Sitzung der Fed unter Druck

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Goldpreis steigt – Luft nach oben? US-Dollar wieder klar zurückgefallen

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis steigt wieder und hat möglicherweise wieder mehr Luft nach oben. Nach dem gestrigen Tief bei 1.933 Dollar notiert Gold aktuell wieder bei 1.954 Dollar. Das Edelmetall schwächelte vor allem seit Mittwoch Abend. Die Aussagen der US-Notenbank Federal Reserve zeigten eine optimistische Sicht auf die Konjunkturerholung in den USA und boten eine Aussicht, in der die Fed erstmal keine weiteren Stützungsaktionen durchführen könnte. Dies half dem US-Dollar beim Ansteigen. Dementsprechend fiel als Gegenpart der Goldpreis von Mittwoch kurz vor Start der Fed-Sitzung um 20 Uhr von 1.962 Dollar bis wie gesagt auf 1.933 am gestrigen Donnerstag. Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf im Goldpreis seit Anfang der Woche.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis seit Anfang der Woche

Goldpreis steigt, weil US-Dollar wieder deutlich verloren hat

Der US-Dollar ist wie gesagt nach den Fed-Aussagen spürbar gestiegen. Dies sieht man gut im steilen Anstieg des Dollar-Index (Währungskorb). Startete er seinen Anstieg kurz vor der Fed-Sitzung am Mittwoch Abend bei 93 Indexpunkten und stieg bis auf 93,62 Punkte, so ist er bis heute früh wieder auf 92,92 Punkte zurückgefallen (siehe folgender Chart). Aber der Goldpreis hat sein Niveau von vor der Fed-Sitzung noch nicht wieder erreicht. Alleine schon deshalb könnte man meinen, dass jetzt für Gold mehr Luft nach oben vorhanden sein könnte.

Wichtige US-Konjunkturdaten und der US-Dollar

Gestern um 14:30 Uhr wurden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht, die dem US-Dollar weitere Verluste bescherten. Denn der Markt nahm deswegen wohl an, dass die Wahrscheinlichkeit für weitere Fed-Maßnahmen steigen könnte. Und heute, das ist wirklich wichtig, stehen um 16 Uhr in den USA die Daten der Universität von Michigan zum US-Verbrauchervertrauen für September an. Sie können den US-Dollar und damit auch den Goldpreis in Bewegung bringen! Also, achten Sie bitte auf diesen Termin, wenn sie bei US-Dollar oder Gold aktiv im Trading tätig sind!

Aktueller Analystemkommentar

Naeem Aslam von Avatrade sagt aktuell, dass die Bewegungen am Rohstoffmarkt derzeit auf der Geschichte des schwächeren US-Dollar basieren. Das gelbe Metall halte immer noch an seinem Preisniveau von 1.950 Dollar fest. Angesichts der Tatsache, dass die Aktienmärkte nirgendwo hingehen, sei es wahrscheinlich, dass Händler beginnen werden, ihre riskanteren Wetten durch den Kauf von Gold abzusichern. Unter diesem Szenario könne man sehen, wie der Goldpreis erneut in die Höhe schießt. Was das Unterstützungsniveau betrifft, so liege die unmittelbare Unterstützung bei fast 1.930 Dollar, und die größere Unterstützung liege knapp über dem psychologischen Niveau von 1.900 Dollar. Der primäre Katalysator für den Goldpreis seien die Daten zum US-Verbrauchervertrauen. Wenn man eine Verbesserung der Zahl des Verbrauchervertrauens sehe, werde dies wahrscheinlich den Dollar-Index in die Höhe treiben, was sich möglicherweise nicht positiv auf den Goldpreis auswirken werde, so Naeem Aslam.

Dieser Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar seit Wochenanfang

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