Gold

Warsh gibt die Richtung vor Goldpreis vor Fed-Entscheid: Jetzt droht der nächste Rückschlag

Illustration: KI-generiert mit ChatGPT

Der Goldpreis steht vor einer richtungsweisenden Fed-Sitzung. Eine Zinserhöhung gilt inzwischen als nahezu sicher, doch über die Reaktion des Edelmetalls entscheidet nicht allein der Zinsschritt. Ausschlaggebend dürften die Renditen, der Dollar und vor allem die Signale von Fed-Chef Kevin Warsh sein. Für Gold könnte es zunächst ungemütlich werden – anschließend ist jedoch eine überraschende Wende möglich.


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Gold: Fed erhöht den Druck

An den Terminmärkten wird eine Zinserhöhung der US-Notenbank am Mittwoch inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von 92 Prozent eingepreist. Erwartet wird ein Schritt um 25 Basispunkte – der erste seit drei Jahren. Noch vor wenigen Wochen hatte die Fed kaum konkrete Hinweise auf eine Anhebung im September gegeben. Doch hartnäckige Inflationsrisiken, der kräftige Anstieg des Ölpreises und die immer weiter steigenden Anleiherenditen haben die Lage verändert und den Handlungsdruck auf die Fed erhöht.

Höhere Energiepreise drohen den Preisdruck erneut zu verstärken. Gleichzeitig zeigt sich die US-Wirtschaft weiterhin robust, während die Finanzierungsbedingungen bislang kaum restriktiv wirken. Für Warsh wächst damit der Druck, seine zuletzt schärfere Rhetorik mit einer tatsächlichen Zinserhöhung zu untermauern.


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Der erwartete Schritt ist zwar zu einem großen Teil eingepreist, vermutlich aber noch nicht vollständig im Goldpreis berücksichtigt. Vor allem die Aussicht auf einen möglichen Zinserhöhungszyklus könnte das Edelmetall weiter belasten. Händler rechnen derzeit nicht nur mit einem Schritt im September, sondern auch mit weiteren Anhebungen im Dezember und März.

Renditen belasten Goldpreis

Den größten Gegenwind liefern derzeit die US-Anleiherenditen. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg am Dienstag zeitweise auf 5,04 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 2007. Höhere Renditen steigern die Opportunitätskosten des unverzinsten Goldes und machen festverzinsliche Anlagen attraktiver.

Hinzu kommt die jüngste Erholung des US-Dollars. Da Gold international in Dollar gehandelt wird, verteuert eine stärkere US-Währung das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums. Steigende Renditen, ein festerer Dollar und der hohe Ölpreis bilden damit drei Belastungsfaktoren, die den Goldpreis kurzfristig weiter drücken könnten.

Gold notiert inzwischen wieder deutlich unter der Marke von 4.300 Dollar je Feinunze und hat im September mehr als 3 Prozent verloren. Ende August war der Goldpreis noch bis auf 4.700 Dollar gestiegen. Die morgige Fed-Entscheidung könnte die jüngste Korrektur zunächst weiter verschärfen.

Fallen die Renditen danach?

Eine Zinserhöhung muss die langfristigen Renditen allerdings nicht automatisch weiter nach oben treiben. Der Anleihemarkt hat die geldpolitische Straffung bereits vorweggenommen und setzt die Fed inzwischen selbst unter Handlungsdruck. Erhöht die Notenbank wie erwartet die Zinsen, könnte dies ihre Glaubwürdigkeit im Kampf gegen die Inflation stärken.

In diesem Fall könnten die Inflationserwartungen und damit auch die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen leicht zurückgehen. Nach dem steilen Anstieg wäre zudem eine Gegenbewegung am Anleihemarkt denkbar. Für Gold könnte daraus ein ungewöhnliches Muster entstehen: zunächst ein Rückschlag nach dem Zinsentscheid, anschließend eine Erholung, sobald die Renditen und der Dollar nachgeben.

Gold vor Fed-Zinserhöhung: Renditen und Dollar belasten Goldpreis

Warsh wird zum Schlüsselfaktor

Entscheidend wird deshalb die Pressekonferenz von Kevin Warsh. Der Fed-Chef gilt als Gegner einer weitreichenden Forward Guidance und dürfte sich nicht auf einen konkreten Zinspfad festlegen. Dennoch wird der Markt jedes Wort daraufhin prüfen, ob die Zinserhöhung als einmalige Vorsichtsmaßnahme oder als Auftakt eines Straffungszyklus gedacht ist.

Signalisiert Warsh weitere Schritte, könnten Dollar und kurzfristige Renditen steigen und den Goldpreis erneut unter Druck setzen. Beschreibt er die Anhebung dagegen als Maßnahme des Risikomanagements, könnten die Renditen fallen und Gold zu einer Gegenbewegung ansetzen.

Langfristig bleiben wichtige Treiber intakt. Zentralbanken bauen ihre Goldreserven weiter aus, während hohe Staatsschulden und Zweifel an der Stabilität klassischer Papierwährungen die Nachfrage stützen. Kurzfristig dominiert jedoch die Fed – und ihre Botschaft könnte für den Goldpreis wichtiger werden als die Zinserhöhung selbst.



Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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24 Kommentare

  1. Technische Analyse wie immer sehr korrekt, aber nur noch für westliche Spekulanten relevant. Die Welt kauft Gold, weil Gold den Dollar als Reserve-Asset #1 bereits abgelöst hat.
    Mittelfristig steht zu erwarten, dass Teile des Welthandels wieder auf Gold abgerechnet werden, und weniger mit Dollar.
    Wenn der Börsenpreis von Gold fällt, wird mehr physisch gekauft. Die wachsende Geldmenge zieht automatisch eine steigende Preisuntergrenze ein.

    Die einzige Möglichkeit, dass Gold vorübergehend deutlich billiger wird, besteht in einem weiteren Abverkauf durch die Zentralbanken. Und selbst dann, würde das zu steigenden Käufen führen.

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Viele rechnen nur noch mit zwei kleinen Zinserhöhungen auf Sicht der nächsten 6 bis 12 Monate…

    Zu wenig eigentlich um die Inflation zu bekämpfen…

    Heute wieder Spekulationen über ein baldiges Kriegsende…Fake News in meinen Augen …aber die sorgen dafür das die Märkte nicht korrigieren….Bloomberg ,CNBC usw… mal wieder ganz vorne weg…
    Hatte nicht Goldman Sachs …die 50 000 im Nasdaq 100 …..unlängst als neues Kursziel bis 2035 ausgegeben…?

  3. „…Mittelfristig steht zu erwarten, dass Teile des Welthandels wieder auf Gold abgerechnet werden…“

    Nette, romantische Vorstellung, aber eher unwahrscheinlich.
    Aber wer weiß, mittelfristig könnte ja auch der nächste Krieg mit Pfeil und Bogen geführt werden.

  4. Ich wäre sehr erfreut, wenn der Goldpreis bis zum Ende des Jahres kräftig einbrechen würde.
    Ich habe aber wenig Hoffnung.
    Wir sollten nicht vergessen, dass der Goldpreis sich in den letzten 3 Jahren verdoppelt hat.
    Wer hätte Anfang 2022 damit gerechnet, dass heute der Goldpreis beiüber 4.000 Dollar steht?
    Selbst 2022 die Prognose stellen, das der Goldpreis bis 2030 bei 3.000 Dollar steht, wurde von den mit einer Gold- Phobie belasteten Kommentartoren als krankhaft abgetan.
    Zusammengefasst:
    Was und wie hätte besser laufen können mit dem Goldpreis?

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  5. „Was und wie hätte besser laufen können mit dem Goldpreis?“

    Antwort: Das ganze überflüssige Gequatsche aus dem spanischen Verlies hätte entfallen können.

  6. Ja @ Herbert, das ist wirklich furchtbar hier.
    27 Grad und ich komme gerade aus dem Pool.
    Vielleicht machen sie ja mal wieder das Tor auf, denn auf 28.000 m² fühle ich mich doch schon eingeengt.
    Der Diesel kostet auch schon 1,80.
    Es ist kaum noch zu ertragen.
    Dafür geht es nachts wieder ohne Klimaanlage.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  7. Ist es nicht merkwürdig, dass ein einziger hier im Forum permanent mit seinem Geld und seinem Privatleben prahlt, während alle anderen einfach nur kommentieren, obwohl vermutlich einige hier um ein Vielfaches erfolgreicher mit ihren Anlagen und auch mit ihrem Privatleben waren und sind?
    Ausser diesem einen kommt keiner auf die merkwürdige und unkluge Idee, allen sein Privatleben, seinen Beruf und seine Geldanlagen auf die Nase zu binden.

  8. Columbo
    Was habe ich denn zu prahlen?
    Ich habe nur darüber berichtet, wie wir unser Leben gestaltet haben, unserer Leben in Spanien und unsere Altersversorgung in Gold.
    Lediglich das wir mit unter 50 nicht mehr für unseren Unterhalt gearbeitet haben, ist nicht die Norm.
    Wenn Du das als Prahlerei ansiehst, dann wirst Du aber unter sehr ärmlichen Bedingungen leben.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  9. Warum breitet kein anderer hier sein Privatleben aus? Kein einziger! Schon mal nachgedacht?

  10. Columbo
    Ich muss ja auch nicht meine Identität verstecken.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  11. Aber das eigene Privatleben jedem auf die Nase binden? Ich geh doch nicht durch die Stadt und erzähle jedem, wie ich lebe, wo ich wohne, wer und wie meine Frau und Kinder sind, wie und wo sich mein Vermögen befindet und wieviel es ist.

    1. Griaß di Columbo, vor weniger als 10 Jahren hat @Markus Fugmann meine Replik auf einen Kommentar von dir beschrieben als „Perle, dem Nirwana der Kommentarfunktion entrissen“ – und sich für meine Zustimmung zur Veröffentlichung als eigener Artikel bedankt:

      https://finanzmarktwelt.de/ich-bin-facebook-64931/

      Heute beschreibst du die exakt gleiche Thematik, und ich stimme dir nach wie vor uneingeschränkt zu, weil sich abgesehen von Aufgeregtheit (Intensität) und Quantität rein gar nichts verändert hat. Außer womöglich der Zustimmung von ganz oben 😉

  12. Prahlerei bedeutet, dass jemand übermäßig oder auffällig mit seinen eigenen Leistungen, Fähigkeiten, seinem Besitz oder seinem Status angibt, um andere zu beeindrucken oder sich selbst aufzuwerten.

    1. „übermässig und auffällig“, genau das ist es, was den „Andaloser“ per Definition zu einem der grössten Prahlhanse auf diesem Planeten qualifiziert. Und alles nur wegen einer kleinen Milchtüte. Ich könnte mich schon wieder darüber kaputt lachen.

      Zur Info:
      Ein Prahlhans ist eine männliche Person, die mit ihren Leistungen, ihrem Besitz oder ihren Fähigkeiten laut stark angibt und übertrieben prahlt.

  13. Hallo @ Columbo
    Warum nicht?
    Du interessierst Dich doch auch dafür.
    Du liest doch jeden Kommentar von mir.
    Ich habe dass geschrieben, was dazu gehört, wenn man seine Zelte in Deutschland abbricht.
    Was man vorher gemacht hat.
    Was man jetzt macht.
    Wie man es geschafft hat und auch die Vorbereitungen.
    Wie sich für Auswanderer die beinen Sozialsysteme verbinden lassen.
    Wie die Renten in Spanien sind.
    Wie das Krankenkassensystem funktioniert.
    Die Infrastruktur hier auf dem Land.
    Was man die nächsten Jahre noch plan.
    Wie die Altersversorgung geplant war und wie sie heute in der Realität funktioniert.
    Wie man schon zu Lebzeiten regeln kann, dass die Kinder nicht als Erben in eine Steuerfalle laufen.
    Wie man sein Gold im Ausland platzieren kann, aber doch schnell erreichbar ist.
    Und nun kommt unser letzter Lebensabschnitt in unserem Penthouse in Malaga.
    Dabei habe ich gar nicht gezielt darauf hingearbeitet, dass unbedingt meine Identität bekannt wird.
    Aber ab dem Tag, als ich unsere Homepage über die Vermietung von Ferienwohnungen
    hier veröffentlicht habe, habe ich auch nicht mehr ein Pseudonym verwendet.
    Ab da, hatte ich so Neider wie Dich am Hals.
    Alles war auf einmal schlecht.
    Aber, Neid muss man sich eben erarbeiten.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  14. Griaßti Leftutti, dein Kommentar damals war schon genial, einmalig.
    Bin fast erschrocken, wie lange wir schon dabei sind.

  15. „…Warum nicht?…“

    Du rennst also durch Malaga und erzählst jedem deine Lebensgeschichte?

  16. Hallo @ Hartmut
    Und was ist daran besonderes?
    Die Zeit war damals anders.
    Ich konnte nach 8 Schuljahren, mit 14 Jahren, der Lehre beginnen und mit 17 habe ich als Geselle Geld verdient.
    Mit 18 dann das erste Auto.
    Das konnte aber jeder damals wenn er wollte.
    Das war Standard
    Dann habe ich 5 Jahre als Geselle gearbeitet um zur Meisterprüfung zugelassen zu werden.
    Gut das macht nicht jeder.
    Heiraten und vorher ein Haus bauen, war 1976/77 auch nicht der Ausreißer.
    Selbstständig machen war auch nichts besonderes.
    Die zweite Meisterprüfung musste ich ablegen, damit ich auch Heizungen bauen durfte.
    Das haben aber alle mir bekannten Berufskollegen auch gemacht.
    Mit unter 50 sich in Spanien zu Ruhe setzten, ist sicherlich ungewöhnlich.
    Aber dafür haben wir auch alles in Deutschland verkauft, wofür meine liebe Frau und ich etwa 30 Jahre gearbeitet haben.
    Und das waren mehr als die 40-stunden Woche für jeden.
    1.000 Unzen ins Schließfach legen und dann bis zur Rente warten, ist sicherlich nicht die ausgefeilteste Geschäftsidee.
    Wer konnte das nicht?
    So wie wir alles dass, was jeder gesunde Mensch, mit Volksschulabschluss auch konnte, miteinander kombiniert haben, hat nun dazu geführt, dass wir von unseren Renten mehr als gut leben können und Millionen im Tresor haben.
    Dazu ist es aber nicht gekommen, weil wir die geniale Erfindung gemacht haben, oder Subventionen bekommen haben
    Wir mussten für jede DM arbeiten.
    Die erste Millionen hat etwa 30 Jahre gedauert. Für die anderen Millionen mussten wir keinen Finger mehr rühren.
    Es hat alles gut geklappt.
    Auch weil ich nie, niemals den Menschen geglaubt habe, die mich regieren.
    Zusammen gefasst:
    Kann man mit dem alles prahlen?

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  17. „…Kann man mit dem alles prahlen?…“

    Wenn man es dreimal täglich wiederholt, schon.

  18. Columbo
    Du scheinst etwas verwirrt zu sein.
    Ich bin noch nie durch Málaga gerannt und ich habe dort auch noch nie meine Lebensgeschichte erzählt.
    Ich wüsste nicht einen Menschen, der sie dort kennt, weil ich ihm sie erzählt habe.
    Ich erzähle/schreibe davon hier, wenn es zum Thema passt oder wenn ich danach gefragt werde.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  19. „…Ich wüsste nicht einen Menschen, der sie dort kennt, weil ich ihm sie erzählt habe…“

    Ab Jänner werden sie die Geschichte alle kennen🤣.

  20. Hallo @ Columbo
    Wenn man ganz normale Dinge des Lebens, in verschiedenen Kommentaren, an verschiedene Kommentatoren wiederholt, ist das prahlen?
    Die Leute die ihr Leben weit unter dem, was sie hätten leisten können, in den Teich gesetzt haben, mögen das als Prahlerei empfinden, wenn jemand seinen ganz normalen Lebenslauf beschreibt.
    Da kommt dann auch Neid auf.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  21. „…wenn jemand seinen ganz normalen Lebenslauf beschreibt…“

    Wenn er ihn dreimal täglich beschreibt, kommt kein Neid, sondern Mitleid auf.

  22. Der Neider ist ein Verleider

    @ Columbo, sehr dämlich deine Kritik, du provozierst doch Helmut dauernd. Sein Wohnort soll schlecht sein , seine Goldanlagen sind falsch u.s.w. In meinen Augen führt Helmut ein glückliches stressfreies Leben ohne Goldphobie und Aktienstress, während du auf einer hochexplosiven Aktienbombe bald in die Luft fliegst.
    Zu prahlen hast du natürlich gar nichts weil du bei den meisten Aussagen falsch liegst. Neben dem ungesunden Neid leidest du auch noch an der fehlenden Unterstützung des untergetauchten Permanichts, dein neuer Beifallsrufer, der Leftutti ist wohl ein schlechter Ersatz.

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