Gold/Silber

Gold im Abwärtstrend Goldpreis vor nächstem Absturz? Diese Daten sind jetzt wichtig!

Goldpreis vor nächstem Absturz? Diese Daten sind jetzt wichtig!

Der Goldpreis stürzt erneut ab. Einmal mehr sorgen gestiegene US-Renditen und ein starker US-Dollar für Gegenwind beim Gold. Die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall hat zwar in Asien zugenommen, das reicht aber nicht aus, den Goldpreis nachhaltig zu stabilisieren. Zu stark lastet die negative Korrelation zum US-Dollar und den Anleiherenditen auf dem Edelmetall. Während die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen wieder die Marke von 4,0 Prozent erreicht hat, notiert die 2-jährige Rendite nahe am Jahreshoch bei 3,32 Prozent. Der Dollarindex ist indessen auf Tuchfühlung mit einem neuen 20-Jahreshoch. Da die Fed ihren harten Zinskurs scheinbar beibehält und die EZB vor einem weiteren Jumbo-Zinsschritt steht verliehrt das zinslose Gold weiter an Glanz.

Ausverkauf an den Terminmärkten

Für einen Hauch von Hoffnung sorgt derzeit der Terminmarkt, denn hier hellt sich die Lage etwas auf. Nachdem sich monatelang die Stimmung eingetrübt hatte, werden Großspekulanten nun wieder optimistischer. Laut dem Commitments of Traders Report (CoT) haben sie gegenüber der Vorwoche ihre Long-Positionen um rund 8.800 Kontrakte ausgebaut und ihr Short-Exposure deutlich um 27.500 Kontrakte zurückgefahren. Das zeigt, dass Großspekulanten zumindest kurzfristig auf eine Erholung setzen. Demgegenüber stehen weiterhin kräftige Abflüsse aus Gold-ETFs. Das World Gold Council (WGC) meldete einen Abfluss im September von 95,4 Tonnen.

In nächsten Tagen stehen wichtige Daten auf der Agenda, die für frische Impulse bei Gold sorgen dürften. Am Mittwoch steht zuerst die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Fed-Sitzung im Fokus, ehe sich das Augenmerk auf die US-Inflationsdaten am Donnerstag richtet. Die Entwicklung der Teuerung spielt eine entscheidende Rolle für den Goldpreis. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten liegen die Konsensschätzungen bei 8,1 Prozent (vorher 8,3 %). Um eine nachhaltige Erholung des Goldpreises auszulösen, sollte die Teuerungsrate möglichst unter der Prognose liegen, womit auch der Druck auf die US-Notenbank etwas nachlassen würde.

Goldpreis: Charttechnik

Die Bären haben das Ruder wieder rumgerissen und den Goldpreis deutlich unter die Marke von 1.700 US-Dollar gedrückt, nachdem die Erholung an dem Widerstand bei 1.724 USD gescheitert war. Der Rutsch unter die technisch wichtige Unterstützung bei 1.680 USD trübt die Lage zusätzlich ein. Der Goldpreis notiert somit wieder unter der 200-Wochen-Linie (1.682 USD). Unterhalb von 1.680 USD ist mit einem weiteren Rückgang in Richtung von 1.659/55 zu rechnen. Hier befindet sich das 61,8 % Retracement des jüngsten Anstiegs. Unterschreitet der Goldpreis die Marke von 1.655 USD, sollten Anleger weitere Rücksetzer bis 1.643 USD einplanen. Sehen wir dort ebenfalls keine Käufe der Bullen, so rückt das lokale Tief bei 1.615 USD sowie die runde Marke bei 1.600 USD in den Fokus.

Die Lage hellt sich erst auf, wenn der Goldpreis die 200-Wochen-Linie nachhaltig zurückerobert. Anschließend sollte der Kurs die fallende Trendlinie überwinden. Dann ergeben sich kurzfristige Chancen bis 1.724 und 1.735 USD

Gold im Rückwärtsgang - Renditen und Dollar belasten

Gold-Chart von TradingView

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