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Gold/Silber

Goldpreis vor neuem Anstieg? Aufgepasst auf Dollar, US-Rendite und Fed!

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis war gestern Mittag schon wieder auf 2.015 Dollar angestiegen. Seitdem zeigte der Markt wieder Schwäche. Aktuell notiert Gold bei 1.993 Dollar. Die Chance für einen erneuten Sprung über 2.000 Dollar besteht durchaus. Schauen wir uns die aktuelle Lage an.

Goldpreis im Einfluss von drei Faktoren

Der Goldpreis steht heute unter dem Einfluss von drei Faktoren. Da wäre der US-Dollar, der seit Wochen immer weiter fällt. Bis gestern Nachmittag fiel der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) auf ein Tief von 92,11 Indexpunkten, um sich bis heute früh auf etwas höherem Niveau zu halten. Mit aktuell 92,25 Indexpunkten sieht die Lage aber kaum besser aus. Rutscht der Dollar weiter ab, wäre das tendenziell gut für einen möglicherweise steigenden Goldpreis.

Die Rendite von zehnjährigen US-Staatsanleihen ist seit Montag von 0,70 Prozent bis jetzt auf 0,65 Prozent gefallen. Auch das spricht für einen steigenden Goldpreis. Heute kommt als Sonderfaktor hinzu, dass um 20 Uhr deutscher Zeit das Protokoll der US-Notenbank Federal Reserve veröffentlicht wird. Fallen die Aussagen „taubenhaft“ aus, desto eher dürften Anleger in Richtung Sicherer Hafen Gold tendieren. Derzeit scheint der Markt auch eher abzuwarten mit Blick auf heute Abend.

Analystenkommentare

Naeem Aslam von Avatrade sagt aktuell, dass sich der Goldpreis heute unter der 2.000 Dollar-Marke bewege und damit weiterhin im Fokus der Rohstoffbranche bleibe. Dies sei hauptsächlich auf das wiedergewonnene Vertrauen der Händler in Aktien zurückzuführen. Man habe (in den USA) begonnen, über das zweite Konjunkturpaket zu debattieren, und dies habe dem Goldhandel etwas Wind aus den Segeln genommen. Er bleibe jedoch bei seiner Meinung, dass der Weg des geringsten Widerstands für den Goldpreis nach oben verzerrt sei. Und der derzeitige Rücklauf des Goldpreises könne für Händler eine Gelegenheit sein, wieder ins Spiel zu kommen. Das bedeutendste Ereignis für die Goldpreis sei in der nächsten Woche die anstehende Verkündung des US-BIP.

Ipek Ozkardeskaya von Swissquote ist aktuell der Meinung, dass es dem Goldpreis nicht gelang Gewinne über der Marke von 2.000 Dollar zu konsolidieren. Auch wenn die tatsächliche Risikoerholung den kurzfristigen Appetit auf das gelbe Metall gedämpft habe, so sprächen doch der sich verbilligende US-Dollar, die weichen US-Renditen und die zunehmenden Inflationssorgen nach wie vor für eine langfristig starke Goldnachfrage. Dennoch seien sich die Anleger nicht sicher, ob der historisch hohe Goldpreis ein guter Einstiegspunkt für die Absicherung ihrer Risikopositionen sei. Der Preisrückgang könnte jedoch die Käufer von Goldbarren anziehen. Die nächste Unterstützung werde bei 1.940 Dollar gesehen.

Im folgenden Podcast diskutieren Finanzjournalistin Jessica Schwarzer und Deutsche Bank Chef-Anlagestratege Dr. Ulrich Stephan über die aktuelle Lage und die Perspektive bei Gold und Silber.

Kurzfristige Sicht auf Gold, und das große Bild

Wir erinnern an dieser Stelle nochmal an die jüngsten Erläuterungen des Experten Andre Stagge auf finanzmarktwelt.de zur Entwicklung im Goldpreis (hier anschauen). Und für die Betrachtung des größeren Bildes, warum der Goldpreis die letzten Monate so kräftig gestiegen ist, empfehlen wir beim Klick an dieser Stelle auch die Aussagen von Eugen Weinberg von der Commerzbank, wohl einem der renommiertesten Rohstoff-Experten in Deutschland. Im folgenden Chart sehen wir den Verlauf im Goldpreis in US-Dollar in den letzten 30 Tagen.

Goldpreis im Verlauf der letzten 30 Tage

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Gold/Silber

Goldpreis: Wacklige Nummer bei 1.850 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis war am Freitag von 1.863 auf 1.837 Dollar gefallen, konnte sich dann aber Abends wieder erholen. Bis jetzt kann Gold Niveaus um die. 1.850 Dollar halten. Der zehn Tage zurückreichende Chart zeigt, dass es aktuell keine klare Trendrichtung gibt (wir sprachen schon letzte Woche über die schwierige Lage vor allem dank der Biden-Wahl). Der US-Dollar als negative Korrelation zu Gold hatte die ganze letzte Woche eine fallende Tendenz, und wirkt so, als wolle er heute weiter fallen. Aber da gibt es noch andere Faktoren für den Goldpreis. Hier drucken wir zwei ganz aktuelle Analystenkommentare von heute ab.

Verschiedene Faktoren ziehen derzeit am Goldpreis

Ipek Ozkardeskaya, Senior Analyst at Swissquote Bank, meint aktuell zu Gold, dass die Bären einen starken Abwärtsdruck auf den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt bei der Marke von 1.846 Dollar ausüben, da die Risikobereitschaft trotz aller negativen Stimmungen aufgrund des Virus solide bleibe, und die 10-jährige US-Rendite sich nahe der 1,10 %-Marke halte.

Naeem Aslam, Chief Market Analyst bei Avatrade sagt aktuell über Gold, dass das Edelmetall Metall wieder einmal darum kämpfe im positiven Bereich zu bleiben. Händler würden hoffen, dass Joe Bidens neues Konjunkturpaket grünes Licht von den Gesetzgebern bekomme, und dies könne den Goldpreis stützen. Gold gelte als Absicherung gegen Inflation, und das ist hier das wichtigste Spiel. Mit Sicherheit werde Gold in dieser Woche eine viel höhere Volatilität erleben. Und das Ereignis, das den Goldpreis am meisten beeinflussen dürfte, werde die US-BIP-Zahl (am Donnerstag um 14:30 Uhr) sein.

Man sehe keine große Aufwärtsbewegung für den Goldpreis, da Pfizer sein Problem mit der Lieferung von Coronavirus-Impfstoffen gelöst habe. Dies bedeute, dass man weniger Herausforderungen bei der Erreichung der Hauptziele sehen könnte. Da immer mehr Menschen die Impfung erhalten, werde der Weg zur wirtschaftlichen Erholung laut Naeem Aslam wahrscheinlich sanfter werden, und das sollte die Investoren zu risikoreicheren Anlagen drängen, was für den Goldpreis nicht sehr positiv sei.

Was die technischen Preisniveaus betrifft, so hätten die Warnlampen wieder zu blinken begonnen, da der Goldpreis unter den 50-Tage-SMA auf dem täglichen Zeitrahmen laut Naeem Aslam gebrochen sei. Dies sei die letzte Hoffnung für die Bullen gewesen, da der Goldpreis bereits unter dem 100- und 200-Tage-SMA auf dem täglichen Zeitrahmen handelte. Es sei wahrscheinlich, dass sich der Goldpreis in Richtung der frühen 1.800er-Marke bewegt, wenn der Preis nicht über den 50-Tage-SMA auf dem Tageszeitrahmen steigt.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit zehn Tagen

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Goldpreis-Verlauf unter Joe Biden – das ist keine einfache Thematik

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Dollar und Adler

Wenn ein Unternehmen seine Quartalszahlen deutlich besser als erwartet veröffentlicht, dann ist die Lage einfach und klar. Der Aktienkurs sollte steigen. Und im Goldpreis? Da wird die Lage mit Sicht auf mehrere Wochen und Monate etwas schwieriger. Joe Biden ist jetzt neuer US-Präsident. Und nun steht das gewaltige 1,9 Billionen Dollar schwere Stimulus-Paket an. Wird es verabschiedet werden, und was sind die Auswirkungen auf den Goldpreis?

Carsten Fritsch von der Commerzbank wies am Mittwoch in einem Kommentar darauf hin, dass die Verabschiedung dieses gigantischen Konjunkturpakets die erste große Aufgabe von Joe Biden sein werde. Zwar würden die Demokraten nach dem Sieg bei den Senats-Stichwahlen in Georgia über eine knappe Mehrheit in beiden Kongresskammern verfügen. Einfach werde der Genehmigungsprozess dennoch nicht. Von daher bleibe abzuwarten, wie lange es dauert, bis das Paket unterschriftsreif auf dem Schreibtisch des neuen Präsidenten liegt. Gold dürfte laut Carsten Fritsch von dieser Unsicherheit profitieren. Nach Inkrafttreten dürfte die Wirtschaft in den USA dank des massiven Impulses spürbar anziehen, was den US-Dollar aufwerten lassen und den Goldpreis damit belasten könnte.

Goldpreis im größeren Bild mit guten Aussichten?

Das ist das kurzfristige Szenario für die Aussicht auf Tage und Wochen. Und danach, wenn man auf das große Gesamtbild blickt? Gold ist doch der Fluchthafen, wenn die angeblich große Inflationswelle kommt? Ja, dieses Szenario sollte im größeren Bild nie vergessen werden. Die Notenbanken drucken immer mehr Geld, die Staaten verschulden sich immer mehr. Nicht eine Hyperinflation, sondern „nur“ ein deutlich spürbares Anziehen der Inflation könnte den Goldpreis wieder anfachen als Fluchthafen. Die Fed hat Ende letzten Jahres schon klar gemacht, dass sie zur Stützung der Konjunktur eine möglicherweise anziehende Inflation erst einmal nicht bremsen würde mit höheren Zinsen. Dies wäre womöglich die Chance für Gold-Trader auf höhere Kurse zu setzen.

Blickt man ganz aktuell auf den Goldpreis, dann hat er diese Woche zulegen können. Unter 1.830 Dollar am Montag gestartet, ging es bis gestern rauf auf das Hoch bei 1.874 Dollar. Aktuell kann man sich mit 1.862 Dollar auf erhöhtem Niveau halten. Im Chart sehen wir seit Montag den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar (Dollar-Index blau). Gestern hatten wir schon den nicht einfach zu erklärenden Goldpreis-Anstieg in dieser Woche besprochen. Derzeit ist die Lage nicht ganz so klar wie üblich. Die Biden-Wahl bringt viel in Bewegung.

Chart zeigt Goldpreis-Anstieg seit Montag gegen fallenden US-Dollar

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Silberpreis: Geht es jetzt bald deutlich nach oben?

Markus Fugmann

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Der Silberpreis hatte einen holprigen Start in die Woche – aber er hat es geschafft, wieder ins Positive zu drehen. Wohin wird sich das Edelmetall in den kommenden Wochen bewegen?

Der Silberpreis war im Januar 2021 ziemlich instabil. Das gilt insbesondere nach dem deutlichen Pullback, den wir seit Wochenbeginn gesehen haben. Fast unmittelbar danach prallte Silber jedoch vom Unterstützungsniveau bei 24 $ wieder nach oben.

Silberpreis: Der Widerstand bei 26 Dollar

Trotz der deutlichen Erholung beim Silberpreis vom Unterstützungsniveau von 24 Dollar: nun liegt ein starker Widerstand um die $26-Marke vor uns. Sollte es dem Silber jedoch gelingen, diese Marke zu überwinden, könnten im Januar sogar Gewinne bis zur 28 $-Marke möglich sein.

Bricht jedoch das Unterstützungsniveau von 24 $,  dann dürfte der Silberpreis bis auf 22,90 $ zurückfallen. Übergeordnet geht David Jones, chief market strategist bei capital.com, davon aus, dass Silber weiter steigen wird. Aber das größte Risiko wäre eine Erholung beim US-Dollar:

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Wohin geht der Silberpreis?

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