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Goldpreis: Warum das Edelmetall für den Dollar so gefährlich ist

Hannes Zipfel

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Der Goldpreis ist mehr als nur das Ergebnis von Angebot und Nachfrage: Gold spaltet die Gemüter: Für die einen ist es ein archaisches Relikt aus der Vergangenheit. Systemkritiker sehen in dem Edelmetall dagegen das essentielle Backup für ein bereits zerrüttetes Währungssystem. Die einen freuen sich über steigende Kurse, die andere sehen die Verteuerung des Goldes als unwillkommenes Krisensignal. Warum die heimliche Reservewährung der Welt so stark polarisiert.

Warum der Goldpreis die Gemüter spaltet

Der große Pionier der Massenproduktion von Personenkraftwagen Henry Ford sagte einst: „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh“. Der für seine kryptische Rhetorik bekannte ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan ist der Überzeugung, dass „Keine Papierwährung der Welt mit Gold mithalten kann, einschließlich dem US-Dollar.“ Der einst legendäre Gründer der US-Großbank JPMorgan Chase, John Peabody Morgan, tat im Jahr 1907 seine Überzeugung zu dem sechstausend Jahre alten Geldmetall kund: „Gold ist Geld – und sonst nichts“.

Doch ebenso zahlreich sind die Gegner des Goldes. Sie verteufeln es als Fessel des Wachstums und Verursacher von Deflation und Stillstand. Außerdem sei dieses „Blechgeld“ in unserer modernen und digitalen Welt ungeeignet für hochfrequente, globale Zahlungstransaktionen. Zumindest dieses Argument ist seit der Fusion der Kryptowährungen mit dem physischen Gold zu den sogenannten „Stablecoins“ bereits widerlegt.

Einer der bekanntesten Kritiker des Edelmetalls ist ausgerechnet der oberste Finanzratgeber Deutschlands und Chefredakteur des gemeinnützigen Verbraucher-Ratgebers „Finanztip“: Hermann-Josef Tenhagen. Der Journalist ist in Sachen Geldanlage in den deutschen Medien omnipräsent und warnt regelmäßig vor Gold als schwankungsanfälliger Geldanlage. Allein die Tatsache, dass der Goldpreis in der Gemeinschaftswährung auf Rekordniveau notiert und den Anlegern in den letzten 20 Jahren steuerfrei zweistellige Renditen pro Jahr bescherte, nötigt den Journalisten dazu, sich mit dieser „riskanten“ Geldanlage auseinanderzusetzen zu müssen. Sein Fazit in Interviews zum Thema Gold ist immer das Gleiche: wenn man es denn unbedingt haben will, dann aber bitte bloß nicht zu viel davon. Herr Tenhagen präferiert stattdessen Festgeld, Anleihen und Aktien. Abgesehen davon, dass der Euro seit seiner Einführung im Jahr 1999 ganze 84 Prozent seiner Kaufkraft gegenüber Gold eingebüßt hat, ist der Anlagetipp Festgeld in Zeiten von Null- und Negativzinsen anachronistisch und fantasielos. Wenigstens bleibt sich der Finanzjournalist bei dieser Empfehlung seit Jahrzehnten trotz permanentem Zinsschwund selbst treu.

Die Deutschen sind Weltmeister im Horten von Gold

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass ausgerechnet die Deutschen gegen den Rat von Herrn Tenhagen zu den fleißigsten Goldsparern der Welt gehören. Laut einer Studie der Steinbeis-Hochschule für die Reisebank aus dem April 2019 besitzen fast zwei Drittel der deutschen Privatanleger das gelbe Edelmetall. Zirka 8.918 Tonnen Gold, davon 4.925 Tonnen in Form von Barren und Münzen und knapp 4.000 Tonnen in Form von Schmuck. Diese privaten Goldreserven sind sogar umfangreicher als die offiziellen Reserven der Vereinigten Staaten von Amerika. Zuzüglich der Goldreserven der Deutschen Bundesbank in Höhe von 3.370 Tonnen befinden sich ca. 6,5 Prozent der globalen Goldbestände im Besitz der Deutschen. Geschadet hat es ihnen finanziell bislang nicht. Wie bereits während der Weltfinanzkrise 2008 ff. kann sich Gold auch in der aktuellen Krise als sicherer Hafen für das Ersparte bewähren. Just am Gründonnerstag erreichte der Preis mit 1.540 Euro für 1 Unze Gold (31,1 Gramm) den höchsten Wochenschlusskurs aller Zeiten. Zum absoluten Rekordhoch fehlen nur noch 1,3 Prozent. Seit Beginn der Corona-Krise im Januar dieses Jahres wertete der Goldpreis um 12,5 Prozent auf. Im Vergleich zum Vorjahr gar um 33,7 Prozent – steuerfrei bei Anlagegold. Keine andere Assetklasse kann dieses positive Ergebnis vorweisen.

Ohne Fiat-Geld würde die Wirtschaft sofort kollabieren

Der Streit über den Nutzen von Gold als Wertanlage und Währung wird sich unabhängig von der Wertentwicklung nicht nur unter Ökonomen, Journalisten und Anlegern fortsetzen. Die Argumente Pro und Kontra Gold sind stark von Ideologien, Weltanschauungen persönlichen Erfahrungen und der Interpretation geschichtlicher Zusammenhänge abhängig.

Ja, es ist korrekt, dass ein rein goldgedecktes Währungssystem in der aktuellen Krise direkt in eine depressive Deflation und zu unermesslichem menschlichen Leid führen würde. Der „moderne“ Finanzkapitalismus ist für ein mengenbeschränktes Geldsystem nicht geschaffen. Eine Goldbindung des Euro würde bedeuten, dass die Geldmenge nur in dem Maße steigen kann, wie die überirdische Menge durch Minenproduktion. Die Geldmenge M1 stieg in der EU in den letzten 12 Monaten bis zum Februar um 8,04 Prozent an. Seit dem laufen die digitalen Notenpressen zur Krisenbekämpfung erst richtig heiß. Erzeugt wird das ungedeckte Geld als Kreditgeld, entweder durch die Geldschöpfung auf Ebene der Geschäftsbanken durch das Teilreservesystem mittels Kreditvergabe oder durch die Zentralbanken selbst, indem diese eine Verbindlichkeit auf der Passivseite ihrer Bilanz gegen die digitale Notenpresse, also gegen sich selbst, aufbauen.

Nur dank diesem Mechanismus auf der Notenbankebene sind all die Hilfsprogramme und die damit einhergehenden Defizite in den öffentlichen Haushalten aktuell finanzierbar. Außerdem wäre ein Negativzinsumfeld, das die historisch hohe Schuldenlast erst tragbar macht, mit einer goldgedeckten Währung gar nicht möglich. Oder können Sie sich vorstellen, ihr Gold an Dritte als Kredit zu verleihen, um anschließend weniger Edelmetall zurückzuerhalten?

Die Anhänger einer goldgedeckten Währung argumentieren, dass es unter einem Goldstandard nie zu der aktuellen Schuldensituation auf globaler Ebene gekommen wäre und das Teuerung (Preis-Inflation) nicht notwendig ist für wirtschaftliche Prosperität. Ihr Motto lautet: erst sparen, dann investieren und anschließend konsumieren. Die Gegner argumentieren, dass erst durch Vorfinanzierung von Investitionen durch Kredite Wachstum und Beschäftigung angestoßen werden können. Vor allem, um aus einer existentiellen Krise wieder herauszukommen, ist die Notenpresse die letzte Rettung.

Gut, dass es Gold gibt

Auf Basis der verschiedenen empirischen Erkenntnisse mit Geldsystemen und den stark divergierenden Überlegungen der unterschiedlichen ökonomischen Schulen zum perfekten Währungssystem wird sich der Streit ums Gold so lange fortsetzen, wie es Geld gibt. Sogar in den futuristischen Welten des genialen Gene Roddenberry, der u. a. das „Star Trek“ Universum erfand, existieren digitale Krediteinheiten und goldgepresstes Latinum nebeneinander. Vor allem die „Ferengi“ nutzen die Edelmetalllegierung als Zahlungsmittel. Das wertvolle Latinum wird dabei in Goldbarren gepresst, da es sich bei normaler Umgebungstemperatur verflüssigt.

Gerade in der jetzigen Situation, in der eine bereits vorher hoch verschuldete Weltwirtschaft ins Straucheln gerät und nur noch mit bis vor kurzem unvorstellbar hohen Summen Geldes in Billionenhöhe vor dem sofortigen Kollaps bewahrt werden kann, ist es gleichwohl beruhigen zu wissen, dass es im Falle des Falles eine Reservewährung gibt, die als Backup zum Euro, Pfund, Yen, Franken und sogar der Welthandelswährung US-Dollar fungiert, falls die experimentelle Geldpolitik zur Rettung der Weltwirtschaft mittels Notenpresse zu unkontrollierbaren Spätfolgen führt.

Die Angst vor dem steigenden Goldpreis

Es ist verständlich, dass Teile der herrschenden Eliten den steigenden Goldpreis als Fieberthermometer für ihren kranken Finanzkapitalismus mit Unmut beobachten. Gleichzeitig sichern sie sich in heuchlerischer Manier selbst gegen den ultimativen Unfall im Weltwährungssystem durch das massenhafte Horten des Edelmetalls ab. Die weltweit mit physischem Gold gedeckten Fonds halten aktuell so viel Gold wie nie zuvor. Das Gleiche gilt übrigens auch für Staaten und deren Notenbanken.

Der Goldpreis selbst erzeugt zwar keine Inflation, da er anders als z. B. Rohöl keinen großen Einfluss auf die Preise von Waren und Dienstleistungen hat, aber er zeigt den Wertverlust des ungedeckten Fiat-Geldes an. Und der Goldpreis ist ein Maßstab für das Vertrauen in das US-Dollar zentrische Weltwährungssystem. Die Vereinigten Staaten von Amerika werden im Zuge der Corona-Krise mit ihren ökonomischen, politischen und sozialen Schwächen aufs Härteste konfrontiert. Es ist denkbar, dass die jetzige Krise zu einer Neubewertung der Dominanz der USA in der Welt und zur Bedeutungsminderung der Weltleitwährung US-Dollar nach der Krise führt. Der Goldpreis zeigt genau dies bereits an.

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14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    12. April 2020 14:01 at 14:01

    „Wer Gold hat, hat immer Geld“
    „Gut, daß es Gold gibt“

    Gut für den Staat, schlecht für den Privatanleger. „Im öffentlichen Interesse“ ist dieser sein Gold schneller los, als er denken kann. Egal ob anonym oder nicht. Dem „anonymen“ Goldbesitzer wird ganz freundlich nahegelegt, dem Staat sein Gold gegen eine Entschädigung (weit unter dem Preis) zu überlassen, beispielsweise bis zum Ende des Monats. Danach tritt ein allgemeines Goldhandelsverbot in Kraft und dann bleiben die schlauen Goldsparer (inklusive die Krall-,Otte-,Friedrich-Gläubigen) auf ihren Barren für sehr lange Zeit sitzen.

    Schwarzmarkt? Na ja…
    1. nicht ungefährlich
    2. wer will unter solchen Umständen überhaupt noch Gold?
    3. dafür hatte der Goldbesitzer eigentlich nicht gespart.

    Warum Herr Zipfel sprechen Sie nicht mal darüber?

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      sabine

      12. April 2020 15:34 at 15:34

      Goldverbot ist aber auch nicht so einfach. Es ist
      – in den Zähnen
      – in den Ringen am Finger
      – im PC/Smartphone usw.

      Und das wichtigste:
      – Das Risiko bei Immobilien, Aktien und Geldkonten ist viel höher. Staatsbekannt.
      Hier mal die Zwangsanleihen für „Reiche“. Ein Nachbar ist Gabelstaplerfahrer und hat ein Haus in Oberbayern. 1,5 stöckig, 80er Jahre. Ist schon bei der Million. Hat noch Grund dazu. (Hab ihm schonmal Angst gemacht…)
      https://www.faz.net/aktuell/politik/wahljahr-2009/landtagswahl-hessen/wahlkampf-in-
      hessen-schaefer-guembel-laesst-zwangsanleihen-fallen-1740635.html
      Ist grad wieder Thema mit dem schönen Wort „Lastenausgleich“. Klingt viel besser als Enteignung.
      https://www.derstandard.de/story/2000116624921/corona-kosten-attac-will-dass-milliardaere-bis-zu-60-prozent
      – In Zypern wurde kein Gold eingezogen, es hätte auch nicht viel geholfen; und wäre dafür noch sehr kostenintensiv aufwendig gewesen. Da ist Nullenstreichen auf Giralkonten ein Augenaufschlag Zeit!
      – Und es hätte das Gold in den Fokus gerückt, wenn der Staat bzw. die Notenbanken darauf so scharf sind! (In der Ukraine, Irak und Venezuela wurde es allerdings bereits abgeschöpft…)

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        Übelkeit

        14. April 2020 09:18 at 09:18

        Das dürfte das Aus für die entsprechende Regierungspartei sein. Ein Bailout wäre noch eher umsetzbar als ein Goldverbot in der heutigen Zeit. Beim Finanzsystem sieht ja jeder wie kaputt es ist. Ein Reset ist unausweichlich und nachvollziehbar. Ein von Tür zu Tür laufen um ein paar Gramm einzusammeln eine ganz andere Nummer.

        Gold ist kein Produktivkapitall. Wenn Gold gegenüber Aktien besser performt bedeutet das nur, dass die Realwirtschaft trotz Druckerpresse schrumpft. Wenn man das ändern möchte müssen Reformen her. Ein Großteil des Kapitals versandet im Finanzsektor und gelangt nicht in die Realwirtschaft. Finde den Fehler.

        Gold ist wie ein Fiberthermometer. Was kann das Fiberthermometer für die Krankheit?

        Und durch die bekannte Manipulation der Edelmetallpreise hat man das Fiberthermometer beschädigt. Die Folge waren und sind verlorene Jahrzehnte. Eine wenn auch schmerzhafte Bereinigung wird weiter hinausgezögert.

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      BrettonWood

      12. April 2020 19:44 at 19:44

      Hallo Hitler! Schön das du auch noch aus dem Berlinbunker gekrochen nist…tja dann nehm ich mein Gold und verpiss Mich….aber wahrscheinlich werde ich dann am der Mauer erschossen….Wenn wir keine Grundrechte und Gesetze mehr haben gibts von mir erstmal für
      Einige Penner auf die Fresse…ich bin (legal) bewaffnet…bitte schon ich verteidige mein Grundstück und werde eine Ehrenvollem Tod sterben…wo aind wie gelandet im Mittelalater? Verbrennen wir bald wieder Hexen auf Scheiterhaufen?

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      joachim

      13. April 2020 06:54 at 06:54

      Was verstehst du unter Goldverbot?
      Umgerechnet 3 oder 5 Unzen Schmuck- und Zahngold sind erlaubt, darüberhinaus wird mit bis zu 10 Jahren Gefängnis und dem Verlust des „Gefahrengutes“ gedroht?

      Oder….könnte es nicht „demokratischer“ sein, vorerst ein Edelmetall-Kauf-Verbot (der Staat will seine Bürger vor ausufernder Spekulation schützen) zu etablieren, mit einer gleichzeitigen „Spekulationsabgabe“ bei einem Verkauf von EM.

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    sabine

    12. April 2020 14:09 at 14:09

    Seien wir froh, daß Corona die Notenbankenblase zum Platzen bringt und nicht die Edelmetalle. So ist der Sündenbock schon vergeben, und es sind nicht die bösen Goldhorter.

    Außerdem hätte der Virus ja auch Ebola heißen können, da würden diese Pappnasen nicht mehr helfen. Da wär echte Schockstarre.

    Und außerdem:
    Es war damals schon Allgemeinwissen, daß an deutschen Arbeitsplätzen 950 Mikrogramm/m³ NOx für 8 Stunden täglich erlaubt sind, 23-mal soviel wie auf Straßen (40 Mikrogramm/m³). In Büros liegt der Grenzwert bei 60 Mikrogramm/m³, auch mehr!!! Die Witzseiten des BR meinten dazu, ja aber auf Straßen seien auch kleine Kinder, Säuglinge und Rentner. -> Aber nicht 8 Stunden/Tag. War sogar Thema bei Anne Will nicht – im August 2017, also fast 3 Jahre her. Unserer Teflon-Regierung ist das egal. Es werden Milliarden vom Verbraucher gezahlt für die Rettung des Klimas, und Abwracken des Diesel. Was wird mit dem Geld gemacht? Gott weiß es.

    Jetzt wieder: Trotz Fahrverbote hohe NOx-Werte. Schreibt sogar Focus. Sehr guter Artikel, für ein Qualitätsmedium. (Hier wäre es normalo!)
    https://www.focus.de/auto/news/diesel-fahrverbote-kaum-verkehr-trotzdem-schlechte-luft-corona-entlarvt-fahrverbote-als-sinnlos_id_11866874.html

    Komischerweise widerspricht wieder der BR.
    https://www.br.de/nachrichten/wissen/faktenfuchs-ist-wegen-der-coronakrise-die-luft-besser,RvYMtql
    Einzig und allein die Dieselfahrzeuge seien Schuld und die Werte seien jetzt viel besser. Gibt es 2 Wahrheiten? (BR-Artikel vom 8.4. ist wegen anderen, die das Thema aufgebracht haben. Herr Bernhard. Focus vom 10.4. hat das wohl noch nicht gelesen, mit den Satelittenfotos und so.)

    Und am 1. April hat

  3. Avatar

    Columbo

    12. April 2020 17:28 at 17:28

    Die Meinung von Herrn Zipfel zum Goldverbot hätte mich dann doch mehr interessiert, als die von @Sabine.

    • Avatar

      leftutti

      12. April 2020 18:19 at 18:19

      @Columbo, tja, die liebe Sabine schreibt zwar immer, dass man sie in Ruhe lassen und nicht ungefragt auf ihre Kommentare antworten soll. Aber das gilt offensichtlich nur für andere…

    • Avatar

      sabine

      12. April 2020 19:12 at 19:12

      Vielleicht antwortet er ja noch.
      Vielleicht hat er andere Argumente?

      • Avatar

        sabine

        14. April 2020 09:26 at 09:26

        Er meldet sich nicht. Nun ja, er hat viel Arbeit.

        Aber er hat es hier mal beschrieben, sogar als Video. Da wird die Wahrscheinlichkeit vom Goldverbot schön sauber erklärt und untersucht. Dann braucht er hier nicht antworten.

        https://www.youtube.com/watch?v=pcijjSDE-ac

  4. Avatar

    BrettonWood

    12. April 2020 19:38 at 19:38

    Die Gedeckten Fonds müssen aber bei Regierungsanordnungen wie ZB WÄHRUNGsREFORMEN! Nicht mehr physisch liefern zB der ZKB GOLd ETF, steht in den AGB am schluss ist ein ETF eben ein Dreck ein Dreckpapier für das man dan in der Krise NIX bekommt…

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Goldpreis-Verlauf unter Joe Biden – das ist keine einfache Thematik

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Dollar und Adler

Wenn ein Unternehmen seine Quartalszahlen deutlich besser als erwartet veröffentlicht, dann ist die Lage einfach und klar. Der Aktienkurs sollte steigen. Und im Goldpreis? Da wird die Lage mit Sicht auf mehrere Wochen und Monate etwas schwieriger. Joe Biden ist jetzt neuer US-Präsident. Und nun steht das gewaltige 1,9 Billionen Dollar schwere Stimulus-Paket an. Wird es verabschiedet werden, und was sind die Auswirkungen auf den Goldpreis?

Carsten Fritsch von der Commerzbank wies am Mittwoch in einem Kommentar darauf hin, dass die Verabschiedung dieses gigantischen Konjunkturpakets die erste große Aufgabe von Joe Biden sein werde. Zwar würden die Demokraten nach dem Sieg bei den Senats-Stichwahlen in Georgia über eine knappe Mehrheit in beiden Kongresskammern verfügen. Einfach werde der Genehmigungsprozess dennoch nicht. Von daher bleibe abzuwarten, wie lange es dauert, bis das Paket unterschriftsreif auf dem Schreibtisch des neuen Präsidenten liegt. Gold dürfte laut Carsten Fritsch von dieser Unsicherheit profitieren. Nach Inkrafttreten dürfte die Wirtschaft in den USA dank des massiven Impulses spürbar anziehen, was den US-Dollar aufwerten lassen und den Goldpreis damit belasten könnte.

Goldpreis im größeren Bild mit guten Aussichten?

Das ist das kurzfristige Szenario für die Aussicht auf Tage und Wochen. Und danach, wenn man auf das große Gesamtbild blickt? Gold ist doch der Fluchthafen, wenn die angeblich große Inflationswelle kommt? Ja, dieses Szenario sollte im größeren Bild nie vergessen werden. Die Notenbanken drucken immer mehr Geld, die Staaten verschulden sich immer mehr. Nicht eine Hyperinflation, sondern „nur“ ein deutlich spürbares Anziehen der Inflation könnte den Goldpreis wieder anfachen als Fluchthafen. Die Fed hat Ende letzten Jahres schon klar gemacht, dass sie zur Stützung der Konjunktur eine möglicherweise anziehende Inflation erst einmal nicht bremsen würde mit höheren Zinsen. Dies wäre womöglich die Chance für Gold-Trader auf höhere Kurse zu setzen.

Blickt man ganz aktuell auf den Goldpreis, dann hat er diese Woche zulegen können. Unter 1.830 Dollar am Montag gestartet, ging es bis gestern rauf auf das Hoch bei 1.874 Dollar. Aktuell kann man sich mit 1.862 Dollar auf erhöhtem Niveau halten. Im Chart sehen wir seit Montag den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar (Dollar-Index blau). Gestern hatten wir schon den nicht einfach zu erklärenden Goldpreis-Anstieg in dieser Woche besprochen. Derzeit ist die Lage nicht ganz so klar wie üblich. Die Biden-Wahl bringt viel in Bewegung.

Chart zeigt Goldpreis-Anstieg seit Montag gegen fallenden US-Dollar

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Gold/Silber

Silberpreis: Geht es jetzt bald deutlich nach oben?

Markus Fugmann

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Der Silberpreis hatte einen holprigen Start in die Woche – aber er hat es geschafft, wieder ins Positive zu drehen. Wohin wird sich das Edelmetall in den kommenden Wochen bewegen?

Der Silberpreis war im Januar 2021 ziemlich instabil. Das gilt insbesondere nach dem deutlichen Pullback, den wir seit Wochenbeginn gesehen haben. Fast unmittelbar danach prallte Silber jedoch vom Unterstützungsniveau bei 24 $ wieder nach oben.

Silberpreis: Der Widerstand bei 26 Dollar

Trotz der deutlichen Erholung beim Silberpreis vom Unterstützungsniveau von 24 Dollar: nun liegt ein starker Widerstand um die $26-Marke vor uns. Sollte es dem Silber jedoch gelingen, diese Marke zu überwinden, könnten im Januar sogar Gewinne bis zur 28 $-Marke möglich sein.

Bricht jedoch das Unterstützungsniveau von 24 $,  dann dürfte der Silberpreis bis auf 22,90 $ zurückfallen. Übergeordnet geht David Jones, chief market strategist bei capital.com, davon aus, dass Silber weiter steigen wird. Aber das größte Risiko wäre eine Erholung beim US-Dollar:

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Wohin geht der Silberpreis?

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Goldpreis steigt weiter an – keine einfache Spurensuche nach den Gründen

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Barren Gold

Der Goldpreis steigt weiter an. Gestern Vormittag besprachen wir die gute Laune der Gold-Anleger bei einem Preisniveau von 1.855 Dollar. Jetzt 24 Stunden später notiert Gold bei aktuell 1.872 Dollar. Die Spurensuche für die Gründe ist nicht ganz so einfach.

Schwierige Spurensuche für steigenden Goldpreis

Sogar die Experten der Commerzbank, die in Sachen Edelmetallen ziemlich fit sind, tun sich aktuell schwer. So sagen sie in einem ganz frischen Kommentar, dass die Preise für Edelmetalle gestern Nachmittag urplötzlich und ohne einen erkennbaren Grund nach oben sprangen. Der Preisanstieg auch im Goldpreis sei ohne Zutun des US-Dollar erfolgt, der sogar leicht aufwertete. Möglicherweise habe die Erwartung massiver fiskalischer Stimulierungsmaßnahmen am Tag der Amtseinführung von US-Präsident Biden eine Rolle gespielt, wodurch die Inflationsrisiken steigen und die Staatsverschuldung nochmals deutlich anschwillt. Aber auch charttechnische Faktoren könnten laut CoBa eine Rolle gespielt haben, nachdem der Goldpreis die wichtige 200-Tage-Linie überwunden hat. Dadurch könnten spekulative Finanzanleger weitere Käufe getätigt haben.

Man könnte auch abgesehen von diesen Faktoren sagen (so meine Meinung): Vielleicht setzt derzeit ein neuer Aufwärtsschub im Goldpreis ein, weil die Anleger grundsätzlich wieder stärker in Kauflaune für Gold sind? Die gesamte Gemengelage aus Inflationsangst und globalen Unsicherheiten lässt Gold wieder attraktiver erscheinen in 2021, und die Menschen kaufen mehr Gold? Ganz kurzfristig schaut der aktive Trader heute auf die EZB-Entscheidung um 13:45 Uhr und die folgende PK um 14:30 Uhr. Große Entscheidungen werden nicht erwartet, aber man weiß ja nie. Und um 14:30 Uhr werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA veröffentlicht. Auch sie können vor allem den Devisenmarkt bewegen, und somit auch den Goldpreis.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit dem 11. Januar
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