Gold/Silber

Goldpreis: Wohin des Weges?

Was tun beim Gold? Wann die Vorentscheidung fällt..

Eine Analyse von Karsten Kagels

Der abgebildete Wochenchart des in New York gehandelten Gold-Futures zeigt die Kursentwicklung seit April 2016. Jede abgebildete Kerze (Candlestick) stellt die Kursbewegung einer Woche dar, bei einem aktuellen Kurs von $1.283,1.

Aus Sicht des Wochencharts liegt beim Gold-Future eine große Seitwärtsbewegung vor, die sich über die letzten zwei Jahre erstreckt. Der Goldpreis ist in dieser Zeit zwischen $1.045 (Tief von Dezember 2015) und $1.377 (Hoch aus dem Juli 2016) gependelt.


(Charts durch Anklicken vergrößern!)

$1.300 Marke weiterhin starker Widerstand

Die psychologisch wichtige runde Zahl von $1.300 zeigte sich mehrmals als wichtiger Widerstand (April, Juni, Oktober, November dieses Jahres) . Auch in der vergangenen Woche konnte diese charttechnische Barriere nicht genommen werden; das Wochenhoch lag bei $1.300,4.

Aus Sicht des Wochencharts befindet sich der Goldpreis in einer Konsolidierung bzw. Seitwärtsbewegung und erst ein Kursanstieg über $1.308,4 würde den Goldmarkt in einen bestätigten Aufwärtstrend bringen. Sie sind an Gratis-Infos zur Entwicklung des Goldpreises interessiert.

Goldpreis notiert über den Gleitenden Durchschnitten

Der Goldpreis bewegt sich aktuell im Bereich der leicht steigenden blauen Linie des 20-Wochen Gleitenden Durchschnitt (GD), was positiv zu werten ist. Auch der 50-Wochen-GD ist leicht am steigen und der Goldpreis notiert darüber. Der 200 Wochen GD bewegt sich seitwärts und notiert aktuell bei $1.234 (braue Linie im Chart).
Wochen-Kurskerze endet als Doji-Kerze

Die vergangene Woche entwickelte sich als Doji-Kerze, wobei Eröffnungs- und Schlußkurs der Wochenkerze in etwa auf gleichem Kursniveau liegen. Auch hat sich eine Aussenkerze entwickelt, da das Vorwochenhoch und Vorwochentief erreicht und Stop Orders dort abgefischt wurden. Eine solche Kursentwicklung ist als Pause oder Unentschlossenheit des Marktes zu werten.


Goldpreis weiterhin im Trendkanal

Eine mittelfristige Aufwärtstrendlinie (grün) verbindet die Tiefs von November 2016 und Juli 2017 und dient gleichzeitig als untere Linie eines aufwärtsgerichteten Trendkanals, wie man im Chart sehen kann. Der Goldpreis bewegt sich aufwärts innerhalb dieses Trendkanals.
Goldpreis scheitert an langfristiger Abwärtstrendlinie

Der nächste Chart zeigt die langfristige Kursentwicklung anhand des Monatschart mit logarithmischer Skalierung.

Wie man sehen kann, wurde die langfristige Abwärtstrendlinie (rote Trendlinie) im September kurz überschritten. Allerdings konnte der Goldpreis auf Monatsschlußkursbasis nicht über der Abwärtstrendlinie schließen. Es hatte sich dann für den September eine große Umkehrkerze entwickelt. Die Oktoberkerze schloss negativ unter geringer Volatilität. Die Novemberkerze entwickelte sich als Innenkerze. Gratis-Infos zu Gold, Silber und Minenaktien erhalten.

20-Monate- und 50-Monate Gleitende Durchschnitte bieten Unterstützung

Im abgebildeten Monatschart sind die 20-Monate (blaue Linie) -und 50-Monate (grüne Linie) Gleitenden Durchschnitte eingezeichnet. Wie man sehen kann, befindet sich das Oktobertief bei $1.262,8 im Bereich dieser wichtigen und viel beachteten Gleitenden Durchschnitte und der Goldpreis konnte dort Stützung finden, was positiv zu werten ist.

Monatschart gibt Kaufsignal bei $1.308,4

Aus Sicht des längerfristigen Monatschart würde ein Investment-Kaufsignal dann entstehen, wenn das Oktoberhoch bei $1.308,4 überschritten wird, mit einem ersten Kursziel am Septemberhoch bei $1.362,4.
Fazit unserer Chartanalyse:

Der abgebildete Wochenchart kann noch als neutral eingeschätzt werden.

Damit das Chartbild auf positiv drehen kann, muss der wichtige Widerstandcluster im Bereich von $1.300 bis $1.309 überschritten werden.

Erst ein Kursanstieg über das Oktoberhoch bei $1.308,4 würde den Weg frei machen bis zum Jahreshoch bei $1.362,4.

Das Chartbild würde von neutral auf negativ drehen, wenn das Oktobertief bei $1.262,8 unterschritten wird. In diesem Fall könnte sich weiteres Abwärtspotential in Richtung $1.200 entwickeln.

Mehr von Karsten Kagels unter https://www.kagels-trading.de



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10 Kommentare

  1. Die Chartanalyse bei Gold ist seit einer gefühlten Ewigkeit langweilig und immer die gleiche (“über 1300 gehts aufwärts, darunter abwärts” oder “Gold bewegt sich seitwärts, wenn es nicht steigt oder fällt”). Könnte man stattdessen nicht Interviews oder Artikel von renommierten Leuten wie Ronald Stöferle oder Ähnliche bringen?

    1. @Columbo, da haben Sie vollkommen Recht. Aber Gold eiert auch langfristig betrachtet faktisch seit über 4 Jahren in einer faden Seitwärtsrange vor sich hin, verglichen mit dem Wahnsinn an den Aktienmärkten. Welche spannenden Analysen sollte man da also veröffentlichen?

      1. Eben beispielsweise Ronald Stöferle.

    2. Die renommierte thailändische Landwirtschaftsministerin veröffentlicht doch regelmäßig fundierte Analysen zur künftigen Entwicklung des Goldkurses. Der jüngste Tipp war, eine Korrektur bis 1260/65 abzuwarten, bevor der Goldpreis explodiert.

      1. Die Landwirtschaftsministerin liegt voll im Trend…
        Lefdutti…die Marke 1262/65$,wird noch kurz angetestet werden und dann anschnallen!
        Von den Minen ganz zu schweigen,denn die werden abgehen wie der COIN….
        Eine Barrick ist schon mal im Depot!

        1. @baeuerin, die Marke 1262 wurde gestern schon den ganzen Tag angetestet, wie auch heute wieder … Es passiert nichts … Ich habe mich angeschnallt und fühle mich seitdem etwas eingeengt in meinem Anschnallgurt … Ich warte und warte und warte auf die Explosion …

          1. Loese den Gurt und du wirst fliegen….

  2. Ich schon, aber Gold nicht. Das hat vermutlich eine zu hohe Dichte, um die Schwerkraft überwinden zu können …

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