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Gold/Silber

Goldpreis zeigt sich robust – warum er weiter steigen könnte

Claudio Kummerfeld

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Beispielbild für einen Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich aktuell robust. Dabei hätte er ab Freitag Abend und auch gestern deutlich abrutschen können. Freitag Mittag notierte Gold bei 1.726 Dollar, gestern Mittag bei 1.735 Dollar, und jetzt bei 1.738 Dollar. Schauen wir kurz zurück auf Freitag Abend. Da kam endlich die „harte Antwort“ von Donald Trump gegen Chinas neues Sicherheitsgesetz für Hongkong. Pustekuchen. Lediglich den Sonderstatus von Hongkong werde man aufheben. Aber Trump erwähnte keine sonstigen Sanktionen gegen China, geschweige denn eine Kündigung des Phase 1 Handelsdeals.

Letzte Woche besprachen wir diese anstehende PK von Donald Trump als Tradingchane. Wer an eine Eskalation zwischen China und den USA glaubte, hätte Long im Gold gehen können. Tja, die Eskalation blieb erstmal (!) aus, und der Goldpreis stürzte aber auch nicht ab. Erstaunlich. Denn die Aktienmärkte laufen seitdem gut nach oben! Der Risikoappetit der Anleger steigt also, was Gold als den Sicheren Hafen Nummer 1 eigentlich schwächen sollte (Risk On Trade).

Gründe für möglicherweise weiter steigenden Goldpreis

Dann aber antwortete China mit dem Abbruch von Käufen amerikanischer Agarprodukte. Man kauft wohl offenbar mehr in Brasilien ein. Markus Fugmann hat dieses Thema heute früh besprochen (dazu hier das Video). Das Risiko besteht, dass der Handelskrieg doch weiter eskaliert. Außerdem könnten die landesweiten Ausschreitungen in den USA die Zahl der Coronavirus-Infizierten weiter anfachen, weil bei den Protesten so viele Menschen sehr eng zusammenstehen, und fast niemand davon mit Mundschutz! Daran denkt momentan wohl noch niemand. Steigen die Zahlen in ein paar Tagen deutlich an, könnte das für zusätzliche Verunsicherung sorgen, und dem Goldpreis weiter Auftrieb geben!

Und man übersehe bitte nicht: Der US-Dollar (gut sichtbar in Form des Währungskorbs „Dollar Index“) befindet sich seit Tagen im Abwärtstrend, was ein stützendes Element für den Goldpreis darstellt. Seit Anfang letzter Woche hat sich der Dollar-Index deutlich abgeschwächt von 99,92 auf jetzt 97,79 Indexpunkte. Und man vergesse abseits ganz aktueller Faktoren bitte auch nicht, dass es im Zuge der Gelddruck-Orgien der Notenbanken einen stetigen Drang der Privatanleger hin zu Gold gibt. Dies sieht man bei den stetigen Zuwächsen im weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares (mehr Details dazu hier).

Analystenmeinungen

Ipek Ozkardeskaya von Swissquote sagt zum Gold aktuell, dass das Edelmetall nahe der Marke von 1.725 Dollar eine Unterstützung habe,
auch wenn die Käufer aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich eines erneuten risikoreichen Ausverkaufs trotz wenig vielversprechender Nachrichten von der US-amerikanischen und chinesischen Front in der Nähe der 1.750 Dollar-Marke an Appetit verlieren. Milan Cutkovic, Marktanalyst bei AxiTrader, sagt aktuell zur Gesamtlage: US-Präsident Trump kündigte am vergangenen Freitag neue Sanktionen gegen China an, diese fielen jedoch weniger drastisch aus als befürchtet. Die Anleger bleiben daher ganz auf die Wiedereröffnung der Wirtschaft fokussiert. Es dürfte mit der Zeit aber schwieriger werden, den Konflikt zwischen den beiden Supermächten zu ignorieren. Die Spannungen sollten vor der Präsidentschaftswahl im November zunehmen, beide Länder bleiben auf Kollisionskurs. Bislang zeigte sich die Regierung in Peking zwar eher zurückhaltend und reagierte nur begrenzt auf Trumps Drohungen. Dies könnte sich aber bald ändern. Das Handelsabkommen steht weiter auf sehr wackeligen Beinen, so Milan Cutkovic.

Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Positionieren kurz vor dem Wochenende? Und wohin mit Gold?

Rüdiger Born

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Soll man so kurz vor dem Wochenende noch neue Positionen aufbauen? Dazu will ich mich im folgenden Video äußern in Sachen Indizes, Gold und Silber. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

„Kaffeesatzleserei“, „Hokuspokus“, „alles Zufall“… viele Akteure an den Finanzmärkten haben eine völlig falsche Vorstellung von der Charttechnik und verzweifeln, sollte es gute technische Argumente für beide Richtungen geben. Das Problem: es wird nicht unterschieden zwischen Analysten, die eine Meinung vertreten und Händlern, die den Markt handeln. Wie ein Händler zu sinnvollen Entscheidungen kommt, zeigt der folgende Beitrag am Beispiel des Gold-Charts.

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Gold, Silber, Aktienmarkt, Dollar: Was die Aussagen der Fed bedeuten

Redaktion

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Am gestrigen Donnerstag gab es einige eher unerwartete Bewegungen auf dem Aktienmarkt, da die Federal Reserve versprach, die niedrigen Zinssätze in den kommenden Jahren beizubehalten: Infolgedessen stürzten sowohl Gold als auch Silber ab, während der Dollar stieg aufgrund des optimistischen Ausblicks der Fed auf eine weitere wirtschaftliche Erholung.

Insbesondere Gold kam unter Druck, die Preise fielen um etwa 1% – und das obwohl die US-Notenbank praktisch eine Nullzins-Garantie bis ins Jahr 2023 gegeben hatte. Einer der Gründe für den Fall des gelben Edelmetalls scheint die nach wie vor hohe Long-Positionierung in Gold zu sein, wie die COT-Daten zeigen.

Aber auch die Aktienmärkte gaben nach, der Dow Jones verlor mehr als 250 Punkte nach, andere Indizes wie der S&P 500, vor allem aber der Nasdaq 100 waren in ähnlicher Weise betroffen.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, analysiert die Ausgangslage für den US-Dollar (anhand des Dollar-Index), für den Goldpreis, für Silber – aber auch für die US-Aktienmärkte. Er geht davon aus, dass die übergeordneten Trends in diesen Märkten weiter intakt sind – und definiert in diesem Video Einstiegsmarken für Käufe:

 

Gold kam nach der Sitzung der Fed unter Druck

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Goldpreis steigt – Luft nach oben? US-Dollar wieder klar zurückgefallen

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis steigt wieder und hat möglicherweise wieder mehr Luft nach oben. Nach dem gestrigen Tief bei 1.933 Dollar notiert Gold aktuell wieder bei 1.954 Dollar. Das Edelmetall schwächelte vor allem seit Mittwoch Abend. Die Aussagen der US-Notenbank Federal Reserve zeigten eine optimistische Sicht auf die Konjunkturerholung in den USA und boten eine Aussicht, in der die Fed erstmal keine weiteren Stützungsaktionen durchführen könnte. Dies half dem US-Dollar beim Ansteigen. Dementsprechend fiel als Gegenpart der Goldpreis von Mittwoch kurz vor Start der Fed-Sitzung um 20 Uhr von 1.962 Dollar bis wie gesagt auf 1.933 am gestrigen Donnerstag. Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf im Goldpreis seit Anfang der Woche.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis seit Anfang der Woche

Goldpreis steigt, weil US-Dollar wieder deutlich verloren hat

Der US-Dollar ist wie gesagt nach den Fed-Aussagen spürbar gestiegen. Dies sieht man gut im steilen Anstieg des Dollar-Index (Währungskorb). Startete er seinen Anstieg kurz vor der Fed-Sitzung am Mittwoch Abend bei 93 Indexpunkten und stieg bis auf 93,62 Punkte, so ist er bis heute früh wieder auf 92,92 Punkte zurückgefallen (siehe folgender Chart). Aber der Goldpreis hat sein Niveau von vor der Fed-Sitzung noch nicht wieder erreicht. Alleine schon deshalb könnte man meinen, dass jetzt für Gold mehr Luft nach oben vorhanden sein könnte.

Wichtige US-Konjunkturdaten und der US-Dollar

Gestern um 14:30 Uhr wurden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht, die dem US-Dollar weitere Verluste bescherten. Denn der Markt nahm deswegen wohl an, dass die Wahrscheinlichkeit für weitere Fed-Maßnahmen steigen könnte. Und heute, das ist wirklich wichtig, stehen um 16 Uhr in den USA die Daten der Universität von Michigan zum US-Verbrauchervertrauen für September an. Sie können den US-Dollar und damit auch den Goldpreis in Bewegung bringen! Also, achten Sie bitte auf diesen Termin, wenn sie bei US-Dollar oder Gold aktiv im Trading tätig sind!

Aktueller Analystemkommentar

Naeem Aslam von Avatrade sagt aktuell, dass die Bewegungen am Rohstoffmarkt derzeit auf der Geschichte des schwächeren US-Dollar basieren. Das gelbe Metall halte immer noch an seinem Preisniveau von 1.950 Dollar fest. Angesichts der Tatsache, dass die Aktienmärkte nirgendwo hingehen, sei es wahrscheinlich, dass Händler beginnen werden, ihre riskanteren Wetten durch den Kauf von Gold abzusichern. Unter diesem Szenario könne man sehen, wie der Goldpreis erneut in die Höhe schießt. Was das Unterstützungsniveau betrifft, so liege die unmittelbare Unterstützung bei fast 1.930 Dollar, und die größere Unterstützung liege knapp über dem psychologischen Niveau von 1.900 Dollar. Der primäre Katalysator für den Goldpreis seien die Daten zum US-Verbrauchervertrauen. Wenn man eine Verbesserung der Zahl des Verbrauchervertrauens sehe, werde dies wahrscheinlich den Dollar-Index in die Höhe treiben, was sich möglicherweise nicht positiv auf den Goldpreis auswirken werde, so Naeem Aslam.

Dieser Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar seit Wochenanfang

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