Gold

Trump-Aussagen stützen Goldpreis zieht an: Hoffnung auf Ende des Iran-Konflikts

Grafik: ChatGPT

Der Goldpreis steigt wieder, nachdem Donald Trump signalisiert hat, dass der Konflikt zwischen den USA und Iran möglicherweise bald enden könnte. Die Aussicht auf ein mögliches Ende der Eskalation setzte den US-Dollar und die Ölpreise unter Druck. Gleichzeitig reagieren die Märkte sensibel auf geopolitische Risiken, Inflationserwartungen und mögliche Zinsentscheidungen der US-Notenbank – Faktoren, die die Entwicklung von Gold als sicherer Hafen maßgeblich beeinflussen.


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Goldpreis steigt nach Trump-Aussagen

Gold legte zu, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärte, dass der Krieg im Nahen Osten möglicherweise bald beendet werden könnte. Laut einem Bericht von Bloomberg setzte die Aussicht auf ein mögliches Ende der Eskalation den US-Dollar und die Ölpreise unter Druck und stützte damit den Goldpreis.

Der Goldpreis stieg am Dienstag zeitweise um bis zu 0,9 % und überschritt damit die Marke von 5.180 US-Dollar je Unze. Damit wurde der Rückgang aus der vorherigen Handelssitzung vollständig ausgeglichen. Trump sagte, der Konflikt könne „sehr bald“ gelöst werden. Parallel dazu fiel der wichtige Dollarindex um bis zu 0,3 % und setzte damit den Rückgang vom Montag fort.


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Auch die Ölpreise gerieten deutlich unter Druck. Rohöl verlor mehr als 10 %, bevor eine Erholung einsetzte. Allerdings befinden sich die Ölpreise in einem Marktumfeld, das zuletzt von außergewöhnlich starken Kursschwankungen geprägt war.

Jedes Signal, dass das Weiße Haus bereit sein könnte, den Krieg mit dem Iran – der inzwischen in seine zweite Woche geht – zu beenden, könnte den Druck auf den Goldpreis verringern. Zuletzt hatte insbesondere die faktische Blockade der Straße von Hormus sowie iranische Raketenangriffe auf Energieinfrastruktur die Ölpreise stark steigen lassen und Inflationssorgen geschürt.

Diese Entwicklung ließ zugleich die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed sowie andere große Zentralbanken sinken.

Goldpreis legt zu: Trump-Aussagen stützen Gold und belasten Ölpreis
Goldpreis vs. Dollar-Index

Zinsen, Inflation und Gold

Steigende Finanzierungskosten gelten traditionell als Belastung für den Goldpreis, da das Edelmetall selbst keine Zinsen abwirft. Zusätzlich geriet der sichere Hafen unter Druck, weil Investoren Gold teilweise als Liquiditätsquelle nutzten, während die globalen Aktienmärkte im Zuge der Eskalation unter starken Verkaufsdruck gerieten.

„Goldbestände wurden belastet, da die Märkte Zinssenkungen zunehmend ausgepreist haben“, schrieb Daniel Ghali, Senior Commodity Strategist bei TD Securities, in einer Analyse.

Ghali zufolge gibt es Hinweise darauf, dass Händler im außerbörslichen physischen Markt Kursrückgänge zum Einstieg genutzt haben. Allerdings sei das Handelsvolumen bislang begrenzt und bewege sich weiterhin in einem typischen Rahmen.

Auf einer Pressekonferenz in seinem Resort in Doral im US-Bundesstaat Florida erklärte Trump außerdem, dass die US-Marine Tanker durch die Straße von Hormus eskortieren werde. Diese Meerenge vor der Küste Irans ist ein zentraler Engpass im globalen Energiemarkt, durch den rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen transportiert wird.

Konkrete Details zu diesem Plan nannte der Präsident jedoch nicht. Gleichzeitig betonte Trump, er rechne nicht damit, dass der Konflikt bereits in dieser Woche beendet werde.

Gold bleibt langfristig im Aufwärtstrend

Trotz der zuletzt schwankungsanfälligen Entwicklung und einer nachlassenden Aufwärtsdynamik liegt der Goldpreis im laufenden Jahr knapp 20 % im Plus. Vor allem die von Trump ausgelösten Veränderungen im globalen Handelssystem und in der geopolitischen Ordnung haben die Nachfrage nach sicheren Anlagen gestützt.

Am Spotmarkt stieg Gold um 0,54 % auf 5.167,41 US-Dollar je Unze (Stand: 8:28 Uhr in Frankfurt). Silber verteuerte sich um 2,0 % auf 88,63 US-Dollar. Platin legte ebenfalls zu, während Palladium moderat nachgab.

Der Bloomberg Dollar Spot Index fiel um 0,1 %, nachdem er bereits in der vorherigen Sitzung um 0,2 % gesunken war.

FMW/Bloomberg



Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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4 Kommentare

  1. Der Goldpreis steigt weil ein Krieg sich dem Ende neigt???
    Ich denke er steigt, weil kein Ende in Aussicht ist, wenn das iranische Volk nicht die Mullahs zu den 72 Jungfrauen schickt.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. Den 47. US-Präsidenten Donald John Trump muß man mit Veränderungen der geopolitischen Ordnung in Verbindung bringen. Darauf verweist auch Außenminister Seyed Abbas Araghchi. Der Rohstoff Edelmetall Gold bleibt als sicherer Hafen volatil.

  3. Ja, in dieser Hinsicht ist der Herr der Welt ein Großer, Verwirrung zu stiften das tut er. Das ist seine Stärke. Das ist Strategie. Er ist ein Genie. Man nennt es Taco. Oder Hoffnung. Er ist ein Held. Die 250. Jahr Feier nähert sich ihren Höhepunkt.

  4. Taco bei einem Krieg?

    Das Vorgehen erinnert an schlechte Projektmanager, es gibt mehr schlechte als gute.

    Letztere wissen um die Regel, dass die etsten 80% mit 20% Aufwand erreicht werden, für die letzten 20% muss man 80% aufbringen. Die schlechten fangen kurz vor den 80 an zu wedeln.

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