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Gold hängt an der 2.000-USD-Marke fest Goldpreis: Zinsentscheidungen werfen ihren Schatten voraus

Goldpreis: Zinsentscheidungen werfen ihren Schatten voraus

Der Goldpreis kletterte dank eines schwächeren Dollars und aufgrund der Ereignisse rund um die First Republic Bank im frühen Donnerstagshandel wieder auf 2.000 Dollar. Gold kann sich auf hohem Niveau halten, da viele Probleme noch nicht gelöst sind, wozu auch der Streit der Demokraten und Republikaner um ein Erhöhen der Schuldenobergrenze gehört. Händler blicken bereits gespannt auf die kommende Woche, dann verkünden sowohl die Fed als auch die EZB ihre Zinsentscheidung. Aktuell hängt der Goldpreis in einer Seitwärtsrange fest, doch am Nachmittag könnten wichtige Konjunkturdaten aus den USA Schwung in den Goldmarkt bringen.

Der Blick liegt vor allem auf der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in den USA. Zeitgleich stehen außerdem die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe (beide 14.30Uhr) auf der Agenda. Analysten erwartet, dass sich das annualisierte BIP (Q1) von den zuvor veröffentlichten 2,6 % auf 2,0 % verlangsamen wird. Dadurch könnten die Rezessionssorgen wieder neue Nahrung erhalten. Am Freitag richtet sich der Fokus dann auf neue Inflationsdaten. Laut den Schätzungen der Analysten ist mit einem Preisanstieg der PCE-Kernrate für März von 4,5% zu rechnen, zuvor waren es 4,6%.

Gold: Zinsentscheidung der Fed und EZB im Fokus

Die Notenbank-Sitzungen in der kommenden Woche werfen ihren Schatten voraus. Sowohl die US-Notenbank Fed als auch die Europäische Zentralbank (EZB) werden ihre Zinsentscheidung verkünden. Laut dem FedWatch Tool der CME liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt von 25 Basispunkten bei 75 %. Die Quote ist zuletzt aufgrund der neuen Sorgen im Bankensektor um 10 % gefallen.

Nur einen Tag später blicken Gold-Händler gespannt auf die EZB-Notenbanksitzung (4. Mai). Der Markt erwartet ebenfalls eine Zinserhöhung von 25 Basispunkten von den europäischen Währungshütern auf ein Niveau von 3,75 Prozent. Dementsprechend dürften die Zinsanhebungen kaum einen Einfluss auf den Goldpreis haben. Die Marktteilnehmer dürfen den Fokus vor allem auf die anschließenden Pressekonferenzen von Jerome Powell und Christine Lagarde legen. Nicht auszuschließen ist jedoch, dass die EZB die Zinsen um insgesamt 50 Basispunkte anhebt, also doppelt so stark wie erwartet. In diesem Fall könnte es zu starken Kursschwankungen sowohl am Goldmarkt als auch an den Aktienmärkten kommen.

Goldpreis: Korrektur könnte sich fortsetzen

Der Goldpreis konsolidiert seinen jüngsten Anstieg weiterhin auf hohem Niveau. Nach den Rücksetzern auf 1.969 und 1.971 Dollar hat sich der Kurs wieder gefangen. Doch an der runden Marke von 2.000 USD tut sich Gold schwer. Es fehlen neue Impulse, um die Hürde bei 2.009/12 zu überwinden. Erst bei einem Ausbruch über die lokalen Hochs rücken die Marken bei 2.032 und 2.047 wieder in den Fokus.

Es jedoch nicht auszuschließen, dass die Korrektur beim Goldpreis noch nicht zu Ende ist. Kurzfristig könnte das Edelmetall nochmal bis in die Regionen von 1.956 und 1.936 USD abrutschen. Sollte die Notierungen unter 1.976 fallen, sind weitere Kurseinbrüche sehr wahrscheinlich. Mittelfristig könnten sich die Rücksetzer jedoch als Kaufgelegenheit herausstellen und ein neues Allzeithoch folgen.

Gold: Goldpreis Korrektur könnte sich fortsetzen - Zinsentscheidungen der EZB und Fed im Fokus

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